Mein neues altes Schlafzimmer

Heute habe ich mein Schlafzimmer geputzt. So richtig gründlich. Die Schränke abgewischt, das Bett verrückt, die Flickenteppiche gewaschen, gesaugt und nass durchgewischt. Stück für Stück habe ich den Staub, der sich überall in den versteckten Ecken abgesetzt hat, entfernt. Eine lästige Arbeit, aber hin und wieder ist es nötig. Und ich empfinde trotzdem Freude dabei. Denn noch vor ziemlich genau einem Jahr sah es in meinem Schlafzimmer nicht so schön aus wie heute. Die Farbe an den Wänden war ein Misch-Unfall. 001 (800x600) Wirklich gefallen hat sie mir nie. Aber entweder fehlte in den Jahren danach das Geld oder die Zeit, so dass ich es einfach so gelassen habe. Einen Kleiderschrank besaß ich auch nicht. Statt dessen hatte ich ein Regalsystem an die Wand geschraubt. Wegen einer ungünstigen Schräge konnte ich jedoch keinen Vorhang anbringen. So staubten meine Sachen nicht nur immer schnell ein, es sah auch immer unordentlich aus. 003 (800x600) Sprich, ich bin im dunkeln ins Bett gegangen und am nächsten Morgen so schnell wie möglich wieder aus demselben geflüchtet.

Irgendwann hatte ich im Angebot einen großen Eimer Farbe besorgt. Ein etwas dezenterer Farbton. Malerutensilien hatte ich griffbereit im Keller liegen. Trotzdem blieb der Farbeimer erst mal unberührt in der Ecke stehen. Mehr noch als die Farbe, hat mich die Unordnung gestört. Deswegen wollte ich erst einen Kleiderschrank organisieren. Aber der passende Schrank blieb aus, und so lebte ich erst mal weiter mit der Unordnung. Dann gab es im letzten Jahr einen Todesfall in der Familie und wir mussten eine Wohnung ausräumen. Und da fand ich den Schrank für mich. Zusammen mit einer passenden Kommode. Nicht in der für mich gewünschten Farbe, aber dazu komme ich später.

Immerhin hatte ich jetzt DEN Grund mein Schlafzimmer zu renovieren. Zuerst bedeutete das, alles aus dem Zimmer raus zu räumen. Je weniger mir im Weg stand, desto besser. Meine Hunde habe ein wenig irritiert geguckt, als ich mein Nachtlager auf dem Sofa eingerichtet habe. Ähnlich irritiert wie ich, als ich feststellte, wie viel Zeugs sich doch im Laufe der Zeit so angesammelt hatte. Irgendwann war aber auch das geschafft. 004 (2) (800x600) Die Gardienenstange war abmontiert, die Deckenlampe hing nur noch am Kabel, der Fensterrahmen war abgeklebt, die Malerfolie dekorativ im Zimmer verteilt, sogar die Regalbretter samt Halterung waren verschwunden. Das Entfernen der Dübel hatte jedoch Spuren hinterlassen. 003 (2) (640x623) Da hilft Silikon und, bei den größeren Löchern, ein wenig spezielles Gitterband. Schöner sähe es natürlich aus, komplett neu zu tapezieren. Doch dazu fehlte mir wirklich die Lust. Ich brannte darauf endlich die Farbe auf die Wände zu bringen! Nachdem die Vorbereitungen abgeschlossen waren, war es endlich soweit. 007 (640x445) Zuerst die Decke. Mit dem Pinsel erst die Kanten streichen. 010 (640x480) Das geht schnell, da es in dem Fall nicht nötig ist darauf zu achten, dass man nicht kleckert. Weil es sich hier um eine relativ kleine Fläche handelt, habe ich den Rest mit der kleinen Rolle bearbeitet. 012 (640x534) Da es auch noch anstrengend ist über dem Kopf zu arbeiten, ist mir die kleine Rolle dabei schon lieber, weil sie leichter zu halten ist. Im Gegenzug dauert es damit natürlich länger. Zwischendurch kam mein Billy und kontrollierte, ob ich alles richtig mache. 006 (640x480) Nach der Decke kamen die Wände dran. Auch hier erst die Vorarbeit, also Kanten und Ecken mit dem Pinsel zuerst streichen. Diesmal heißt es aber aufpassen, damit nichts von der Farbe auf die frisch gestrichene Decke oder Türrahmen kommt. 016 (640x480) Spätestens hier dämmerte es mir allerdings, dass ich einen Fehler gemacht hatte. Die alte Farbe war doch sehr intensiv. Es wäre viel besser gewesen zuerst einmal mit Weiß vorzustreichen. Ich entschied mich für ein Stoßgebet und habe weiter gemacht. Die Wände sahen zwischendurch echt lustig aus… 013 (800x600) Die Vorarbeiten nehmen wirklich sehr viel Zeit in Anspruch. Um sich nicht zwischendurch mit der Pinselreinigung aufhalten zu müssen, kann man die Pinsel und Rollen in Gefrierbeutel packen. Bis zum nächsten Tag halten die es locker darin aus. Die Farbe trocknet nicht ein, und man kann am nächsten Tag (oder nach der Mittagspause) sofort weiter machen. 015 (640x480) Faul sein ist keine Schande. Man muss es nur intelligent anstellen 😉 Für die Wände habe ich dann natürlich die große Rolle benutzt. Schließlich musste ich die Wände 2x streichen, damit die alte Farbe nicht durchkommt. Zum Glück hat das gereicht. Denn die Farbe hätte beinahe nicht mehr gereicht. 024 (640x480) Das Stoßgebet scheint geholfen zu haben…. Pinsel und Rolle hatten ihre Schuldigkeit getan. Reinigt man sie mit Spülmittel und wirklich viel Wasser, kann man sie auch bei späteren Renovierungsaktionen verwenden.  025 (640x480) Es dauert, bis man alle Farbreste raus gewaschen hat. Aber es ist billiger, als neu kaufen.

Dann steht schon wieder putzen und aufräumen auf dem Plan. Die Malerfolie entfernen, den Boden wischen, Fußleisten, Lampe und Gardienenstangen anmontieren, die Gardienen wieder aufhängen (möglichst frisch gewaschen) und die ersten Möbel können eingeräumt werden. Damit meine ich in erster Linie das Bett. Denn auch wenn der Raum noch ein wenig hohl geklungen hat, da schläft es sich doch besser als auf dem Sofa. 029 (800x600) Ja, die Arbeit hatte sich gelohnt. Und was ich mit den Möbelteilen gemacht habe, die noch da so rumstehen auf dem Bild, erzähle ich beim nächsten Mal.

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