Was wächst denn da? – Die Knoblauchrauke

Vor knapp zwei Wochen habe ich Bärlauch gesammelt. Das allererste Mal! Hier, in der Umgebung, wo mich meine Hunderunden immer herführen, wächst kein Bärlauch. Oder er hat sich bisher erfolgreich vor mir versteckt. Meine liebe Freundin Andrea hat mich dann mit zu ihrer Bärlauch-Sammelstelle genommen. Wirklich unglaublich, wie so ein paar doch unscheinbare Blätter einen Menschen in Verzücken versetzen können 😀  Vielen lieben Dank, Andrea! Die Bärlauch-Butter schmeckt hervorragend!

Ohne den Bärlauch musste ich die letzten Jahre jedoch nicht auf leckere Kräuterbutter mit Knoblaucharoma verzichten. Es gibt da eine Pflanze, welche man ersatzweise dafür nehmen kann. Und dieser Ersatz ist keineswegs schlechter! Es handelt sich hierbei um die Knoblauchrauke.  Sehr oft wächst sie an den Straßenrändern. Vom Aussehen erinnert sie mich ein wenig an eine Brennnessel. Nur dass die Blätter etwas runder und die Ränder nicht so spitz gezahnt sind. Das Grün ist ein wenig heller. Und auch Härchen sucht man auf den Blättern der Knoblauchrauke vergebens. Weder sind dort welche zur Zierde, noch zum brennen. Die Form der Blätter ist ganz jung noch etwas runder.  Erst wenn die Pflanze größer wird, werden die Blätter etwas spitzer in der Form. Beim Pflücken sollte man aber etwas aufpassen, da sie oft direkt neben Brennnesseln wachsen. Da greift man dann leicht rein. 😉 Um zu testen, ob man wirklich die Knoblauchrauke vor sich hat, zerreibt man einfach ein paar Blätter in der Hand. Dann kann man das leichte Knoblaucharoma wahrnehmen, was die Pflanze für uns interessant macht.

Die weißen Blüten sehen wirklich reizend aus. Und so macht die Knoblauchrauke auch in der Vase eine gute Figur.  Ich würde die Vase aber in der Küche stehen lassen, da der Knoblauchduft immer intensiver wird. Länger als einen Tag bleibt der Strauß bei mir aber nicht stehen. Denn dann rupfe ich die Blätter einfach ab, wasche sie, lasse sie eine Runde in der Salatschleuder drehen und mache mich daran, sie zu zerhacken.  Hier sieht man noch einmal genau die Form der Blätter.  Kurz darauf sehen sie dann so aus . Jetzt duftet es sehr intensiv nach Grün und Knoblauch. Und die Kräuter haben nun die perfekte Form um sie über die weiche Butter zu streuen.  Noch etwas Salz und einen Spritzer Zitronensaft dazu, und dann nur noch rühren.  Wer mag, kann die Kräutermischung auch noch etwas mit jungen Gierschblättern oder Sauerampfer verfeinern. Da stehen den Geschmacksknospen viele Möglichkeiten zur Verfügung! Auf die gleiche Weise habe ich auch meine Bärlauchbutter hergestellt. Dann nur noch in passende Töpfchen verteilen,  Deckel drauf, beschriften  und bis zum nächsten Grilleinsatz in den Tiefkühler damit. Auf dem Foto kann man übrigens sehen, wie ich meine Gefrierdosen beschrifte. Dafür nehme ich einfach übrig gebliebenes Malerkrepp. Es ist billig, mit Kugelschreiber zu beschriften, klebt auf den meisten Oberflächen und, wenn man ein Ende etwas umlegt, hat man auch gleich einen Griff zur einfachen Entfernung. Aber wichtig ist immer noch der Inhalt. Und die Kräuterbutter schmeckt einfach sabbermäßig lecker!

Für mehr Informationen über die Knoblauchrauke, welche auch noch sehr gesund ist, mache ich jetzt noch ein bissel Werbung für ein paar Seiten, welche ich für gut befinde.

Das Heilkräuterlexikon  und die Wildpflanzenliebe sind da sehr informativ.

Und nun, husch! Ab in die Natur mit Dir! Es lohnt sich! Bei der Gelegenheit nimm noch ein paar Löwenzahnblüten mit. Der Honig-Vorrat muss aufgefüllt werden 😉

Was wächst denn da? – Das Scharbockskraut

Auf dem Kalender und bei den Meteorologen ist schon lange Frühlingsanfang, jedoch hat sich die Natur bisher nicht an diese Termine gehalten. Es ist Ende März und der Boden ist immer noch gefroren bei uns. Aber so langsam scheint es doch wärmer zu werden. Die Vögel sind jedenfalls schon aufgeregt Nistmaterial am sammeln. Schneeglöckchen und Krokus ziehen sich allmählich zurück. Jetzt kommt die Zeit des ersten Grüns und der Kräuter.

Noch im letzten Jahr war ich sehr niedergeschlagen, als mir klar wurde, dass ich einfach nicht das Auge für die verschiedenen Pflanzen und Kräuter habe. Mir fehlt einfach die Erfahrung und die Schulung. Das liegt vielleicht auch daran, dass ich kein Fan von Bitterstoffen bin. Und viele Kräuter schmecken halt etwas bitter. Also habe ich beschlossen, dass ich meine von mir genutzten Kräuter eben auf dem Balkon züchte. Dort kann ich sie wenigstens auseinander halten. Und wenn nicht, kommen Schildchen in die Töpfe. 😉

Dann habe ich meine Bilder sortiert und überrascht festgestellt, dass ich doch ein paar Pflanzen kenne. Sogar mehr, als ich gedacht habe. Deswegen mache ich es so, wie ich es früher mit den Pilzen gemacht habe. Das, was ich kenne, lerne ich noch besser kennen, damit ich gut darüber bescheid weiß. Bei dieser Art Studium fallen einem die Kleinigkeiten auf, die die eine Pflanze von der anderen unterscheidet. Und schon lernt man ein weiteres Gewächs kennen. Kann man diese Pflanze nutzen, für die Küche oder Gesundheit, ist sie für mich noch interessanter. Fangen wir also mit einem früh blühenden Kraut an. Dem Scharbockskraut.

Blühendes Scharbockskraut

Scharbock? Was ist das denn? Scharbock ist ein alter Name für Skorbut. Damals, in der „guten, alten Zeit“, als es weder Supermärkte mit ganzjährigem Obst und Gemüseangebot gab, geschweige denn Pillen mit im Labor hergestellten Vitaminen, waren Krankheiten, welche durch Vitaminmangel verursacht wurden, ziemlich häufig. Damals wusste man halt nur nichts von Vitaminen. Da hatte man nach einem lange Winter Lust auf frisches Grün. Und siehe da, nach dem Genuss wurde man munterer, und besonders half es gegen den Scharbock. Auch zur Vorsorge (getrocknet) war es wirksam. Also hatte das Kraut seinen Namen weg. Erst viel später hat man entdeckt, dass Skorbut durch den Mangel an Vitamin C entstand. Und Scharbockskraut enthält viel von dem Vitamin C. Heute wissen wir auch, dass Vitamin C noch bei vielen, vielen anderen Dingen hilft. Und gerade als Frühjahrskur mit frischem Grün ist es ein hervorragendes Mittel gegen Frühjahrsmüdigkeit. Ein paar Blätter von dem Scharbockskraut in den Salat gestreut, geben dem Ganzen da noch die richtige Würze. Nur übertreiben soll man es mit dem Kraut nicht!

Blätter vom Scharbockskraut

Wieso soll man von dem Kraut nicht zu viel essen? Nun, es enthält ein leichtes Alkaloid. In geringen Mengen (eine Handvoll im Salat) schadet jedoch nicht. Jedoch, je älter die Pflanze wird, desto höher wird der Gehalt dieses leichten Giftes. Spätestens wenn das Scharbockskraut blüht, soll man die Blätter nicht mehr essen.

Das war für mich ein Problem. Ohne Blüten habe ich das Scharbockskraut nicht erkannt. Da heißt es, ein Jahr warten um dann die Stelle aufzusuchen, wo man im Vorjahr das Kraut gefunden hat. Falls man nicht vergessen hat, wo das war. Auch durch Sturm umgefallene Bäume verändern hier und da die Landschaft. Heute hatte ich Glück und habe im Unterholz ein paar von diesen Herz- oder Nierenförmigen Blättern erspäht. Für mich sehen sie wie ein glänzend, grünes Pik aus, welches am Stiel eine deutliche Einkerbung besitzt. Ich muss unbedingt daran denken, morgen einen Beutel zum sammeln mitzunehmen.

Kann man das Scharbockskraut mit einer anderen Pflanze verwechseln? Jepp, kann man. Was die Blätter angeht, gibt es da wohl eine sehr seltene Pflanze in Österreich. Das ist weit weg, weswegen ich das hier vernachlässige. Aber die Blüten habe ich schon einmal verwechselt, erst auf dem zweiten Blick bemerkt, dass es sich um etwas anderes handelt. Wenn ich richtig liege, dann muss es sich hier um das Gänsefingerkraut handeln. Die Blüten leuchten auch so schön gelb, nur ist die Form der Blütenblätter ganz anders.

Gänsefingerkraut???

Die Blätter sehen sogar ganz anders aus. Nur, so auf den ersten Blick, wer achtet in so einem Blätterteppich darauf? Ein Zeichen, dass man sich genügend Zeit nehmen sollte! Dann gibt es auch kein Bauchweh. Für mich ist dieses Wissen aber immer wieder interessant. Wer weiß, ob man dieses Wissen nicht einmal braucht? Und wenn es auch noch schmeckt, so heiße ich diese Abwechslung in der Küche herzlich willkommen!

Also bitte ganz genau hinsehen! 

 

Für mehr Informationen habe ich da noch zwei tolle Seiten im Netz gefunden. Zum einen ist da das Heilkräuter-Lexikon. Immer wieder lehrreich, dort reinzugucken. Und dann noch die Seite Wildkräutergarten. Dort findet man auch Rezepte zu den Kräutern. Viel Spaß bei suchen, sammeln und genießen!

Berliner Brot nach Mamas Rezept

Die Adventszeit rennt dieses Jahr. Dazu schlägt das Wetter gerade auch einige Kapriolen, so dass die Zeit noch knapper wird. In solchen Situationen mag ich Plätzchen, welche schnell gemacht sind. So wie das Berliner Brot nach dem Rezept meiner Mama. Ich mag diesen nussig-schokoladigen Geschmack. Die Kekse sind nicht zu hart und die Schokostücke geben den knackigen Effekt.

Aber von Anfang an. Erst mal das Rezept:

  • 2-3 Eier
  • 250 g Zucker
  • 250 g gemahlene Nüsse oder Mandeln
  • 1 TL Zimt
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 250 g Mehl
  • 70 – 80 g geriebene Schokolade

Als erstes zerbrösel ich die (dunkle) Kuvertüre in die passende Größe.  Das mache ich mit einem scharfen Messer. Zum einen geht das schneller, und zum anderen entstehen dabei auch schöne Bröckchen. Und wie man sehen kann, nehme ich auch ein wenig mehr Schokolade als angegeben. In diesem Fall war es eine ganze Packung Kuvertüre… *hüstel…*  Die Schokolade zur Seite stellen und dann als nächstes ein Eiweiß zu steifen Schnee schlagen. Weil man Eischnee mit sauberen Quirlen schlagen soll, mache ich das als erstes. Den Eischnee, wie die Schokolade, zur Seite stellen. Das übrig gebliebene Eigelb einfach mit in den Teig schmuggeln. Das fällt nicht weiter auf. 😉

Auf zum Teig. Die Eier mit 2-3 EL Wasser schaumig schlagen.  Das mit dem schaumig schlagen bitte sehr ernst nehmen. Weil, desto besser lassen sich später die anderen Zutaten untermengen. Und ich bilde mir ein, dass die Kekse später lockerer werden. Mit dem Zucker zusammen dann richtig dick schaumig aufschlagen.  In einer zweiten Schüssel bis auf die Schokolade alle trockenen Zutaten mischen. Also Nüsse (Hier kann man prima Reste verwenden, die von anderen Rezepten über geblieben sind. Bei mir waren es Mandeln und Haselnüsse.), Zimt, Backpulver und Salz.  Alles vermengen und dann noch das Mehl darunter mischen.  Diese Mischung dann nach und nach unter das Zuckergemisch rühren.  Ich hoffe, du hast einen guten Mixer. Denn das wird wirklich anstrengend für ihn. Am Ende dann noch die Schokolade unterrühren.  Mit einem Teigschaber dann die Masse auf ein gefettetes Backblech streichen. Bitte, kein Backpapier! Das hält nämlich das Verteilen der Masse nicht aus. Selbst ohne rutschiges Papier kommt man leicht an einen Punkt, wo man die Teigmasse samt Blech aus dem Fenster werfen möchte, weil es so eine klebrige Angelegenheit ist.  JETZT ist der Zeitpunkt für meine Geheimwaffe, den Eischnee. Mit einem (Silikon-)Pinsel einfach einen Klecks auf dem Teig verteilen,  und schon rutscht auch der Teigschaber leichter über die Teigoberfläche. Den Teig nicht zu dünn verstreichen und am Ende die Oberfläche noch schön mit dem Pinsel und Eischnee glatt streichen.  Laut Rezept muss der Teig nun 20 Minuten bei starker Hitze backen. Ich backe ihn lieber ca. 20 Minuten bei 160° und dann noch ein paar Minuten bei 175°. Am Ende soll er schön gebräunt aus dem Ofen kommen.  Wer ganz sicher gehen will, kann noch die Stäbchenprobe machen. Den Teig noch auf dem Blech in passende Stücke schneiden, diese mit geschmolzener Kuvertüre bestreichen und das ganze auskühlen lassen.  Spätestens dieser Anblick lässt mich den Kampf mit der klebrigen Masse schnell vergessen. Und sie schmecken so lecker, das ich vor Weihnachten meist noch eine weitere Portion backen muss. So ein Stück Berliner Brot passt halt nicht nur prima zum Kaffee, sondern ist fast eine kleine Zwischenmahlzeit. Die Nüsse geben so richtig Energie. Wer kann vor Weihnachten schließlich keine leckere Energie gebrauchen? Und wenn ich beim naschen die Augen schließe, sehe ich immer meine Mama vor mir, wie sie mir bei der Mengenangabe für die Schokolade verschmitzt zuzwinkert 😉

Im Pilze-Sammel-Rausch

*Beitrag enthält Werbung durch Verlinkung zu weiterführenden Informationen*  Ich bin im Pilze-Sammel-Rausch. Nach dem letzten, sehr enttäuschenden Jahr, beschenkt uns die Natur in diesem Jahr mit Pilzen aller Art und in rauen Mengen. Im August fing es langsam an. Ein paar auffällige, allerdings mir unbekannte Arten machten den Anfang.

Eine Täublingsart?

Aber man muss ja nicht unbedingt die Namen kennen, um die Schönheit zu bewundern. Und außer fotografieren, ist das bitte das einzige, was man mit unbekannten Pilzen machen sollte. Ich kann es einfach nicht oft genug sagen: Kennst du den Pilz nicht, dann lasse ihn im Wald! Und er muss auch nicht umgetreten oder anderweitig zerstört werden. Zu oft sehe ich zertrampelte Pilze am Wegesrand. Wieso macht man so etwas? Ich werde das nie verstehen. Dabei macht es viel mehr Freude, die unterschiedlichen Formen zu erkunden, bewundern und im Bild festzuhalten.

Weiße Pilzschönheiten im dunklen Forst

Gesammelt habe ich dann aber wieder die mir vertrauten und bevorzugten Arten, über welche ich bereits in meinem Beitrag Pilze sammeln gesprochen habe. Und in diesem Jahr gab es reichlich von meinen Lieblingen zu finden. Jede Menge Hexenröhrlinge waren dabei. Und natürlich die allseits beliebten Maronen. Aber auch die Birkenrotkappe und der Birkenpilz haben sich hier und da gezeigt.

Flockenstieliger Hexenröhrling

Maronen-Röhrling

Birkenrotkappe

 

Birkenpilz im Netzschleier

Zwischendurch hat mir immer mal wieder ein vorwitziger Fliegenpilz ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Junger Fliegenpilz

 

 

 

 

 

Oder ich habe mir mal eine andere Sorte genauer angesehen. So etwas wie den Gold-Röhrling zum Beispiel. Das soll ein sehr schmackhafter Speisepilz sein. Jedoch mag ich die immer schleimige Hutschicht nicht so wirklich. Wegen dem schleimigen Hut, dem Ring am Stiel und dass er nur unter Lärchen zu finden ist, machen ihn zu einem Pilz, welchen man leicht erkennen kann. Für denjenigen, der ihn in seinen Korb legen will, deswegen mal ein paar genauere Bilder.

Goldröhrling mit schleimiger Hutschicht

Goldröhrling mit erkennbarem Ring am Stiel

Röhren des Goldröhrlings

 

 

 

 

 

Neben dem Pfifferling ist der heimliche Favorit jedoch immer noch der Steinpilz.

Ein perfekter Steinpilz

Nicht immer sehen sie so schön und perfekt aus. Meist haben die Exemplare des Herrenpilzes, wie er auch heißt, deutliche Fraßspuren. Aber da kann man drumherum schneiden. 😀

Gesammelte Pilze

Wenn ich genug getrocknet habe, oder der Beutel besonders gut gefüllt ist, landet auch schon mal eine bunte Mischung verschiedenster Pilze mit Zwiebeln und ein paar Eiern in der Pfanne. Schnell, einfach, sättigend und echt lecker!

Zwiebel anbraten, Eier aufschlagen, geschnittene Pilze bereit stellen

Die Pilze zu den Zwiebeln geben, gut salzen, bissel Pfeffer dazu. Eier mit Petersilie und Majoran verklempern

Wenn Pilze und Zwiebel schön braun sind…

 

 

…die Eier dazu kippen, kurz verrühren und stocken lassen, evt. wenden.

Mit Baguette oder Toast genießen. Guten Appetit!

 

 

Nach so einer Mahlzeit hat man dann auch wieder genug Energie für eine neue Sammelrunde. Weil, der Hallimasch ist mittlerweile auch ans Licht gekommen!

Hallimasch

 

 

Wenn man Glück hat, haben sie sich Rückenfreundlich auf einem alten Baumstamm angesiedelt.

Ein Baumstamm voller Hallimasch

 

 

Aber meistens wachsen sie auf der Erde auf und an Baumstümpfen.

Hallimasch auf einem Baumstumpf

Solange genug vorhanden sind, um die Körbe zu füllen, ist alles in Ordnung 🙂

Körbe voller Hallimasch

Wie Hallimasch verarbeitet werden, habe ich hier beschrieben. Mit den Hallimasch ist das Pilzejahr dann auch langsam zu Ende. Natürlich findet sich hier und da immer noch ein besonderes Exemplar. Ob nun essbar, oder einfach nur schön anzusehen, ist fast schon egal. Jedenfalls für mich. Denn an dem Pilz-Rührei habe ich mich doch ein wenig überfuttert 😀  Trotzdem habe ich mich sehr über meine allererste Krause Glucke gefreut!

Krause Glucke mit Handy zum Größenvergleich

Leider war sie schon älter. Deswegen habe ich sie stehen gelassen. Sie soll aber sehr gut schmecken! Beim nächsten Mal habe ich vielleicht mehr Glück. Dann werde ich ein paar Scheiben davon in die Pfanne befördern und probieren.

Sie wachsen übrigens immer unter Kiefern. Bei der Größe sind sie auch gut zu sehen!

 

Hin und wieder macht es ja auch Spaß mal den Kopf zu heben und die Aussicht zu genießen. Weil, es ist Herbst! Die Zeit des bunten Laubes, blauen Himmels und der erdigen Gerüche. Eine Zeit, die viel zu schnell vorbei geht. Hach, ich liebe den Herbst!

Herbstwald

 

Ist der Sommer schon vorbei???

Wann sind die Tage so kurz geworden? Wann habe ich die Heizung angestellt? Wer hat die Blätter am Baum angemalt?

Nun, es ist ja nicht so, dass ich die Zeichen der Zeit nicht sehen würde. Auch das Datum sagt, dass der Herbst angefangen hat. Und trotzdem habe ich das Gefühl, dass ich erst gestern noch eine Schüssel Erdbeeren auf meinem Balkon gepflückt habe.  Und auch jetzt erfreuen mich die Pflanzen mit wunderschönen, großen Blüten.  Leider werden aus diesen Blüten nur noch selten große, rote Früchte. Kühle Nächte und feuchte Witterung lassen sie meist schneller faulen als reifen. Meine Gurkenpflanze hat im August auch nochmal richtig Gas gegeben.  Aber plötzlich werden die Blätter braun und unansehnlich.  Nun ja, mittlerweile habe ich sowieso mehr Appetit auf etwas deftigeres. Was mich betrifft, ist das immer ein Zeichen dafür, dass die Jahreszeit sich ändert. 😀

In diesem Sommer bin ich viel mit den Hunden gelaufen. Denn das hilft mir, den Kopf frei zu kriegen. Meine Gedanken haben mich in diesem Jahr mehr als sonst beschäftigt. Da brauchte es hin und wieder eine schöne Fernsicht , um das Gedankenkarussel zu stoppen. Und ich finde es immer wieder spannend zu beobachten, was und wie viel Leben um einen herum ist. Manchmal hat man Glück und das entdeckte Tier hält lange genug still, damit ich es fotografieren kann. So wie diese hübsche Eidechse hier.  Einmal war mir eine Ringelnatter behilflich und hat einen Laubfrosch für mich festgehalten, damit ich ihn fotografieren kann. Ohne die Natter hätte ich ihn sicher nicht bemerkt.  Na? Könnt ihr die beiden sehen?  Ohne Blitzlicht sind die Konturen etwas besser. Der Frosch ist anschließen übrigens entkommen. 😉

Auch andere Tiere haben den Naturliebhaber in mir erfreut. Noch vor einigen Jahren war ich dankbar, wenn ich mal EINEN Hasen gesehen habe.  Aber der Bestand hat sich etwas erholt, und so kann man auch mal mehrere Hasen beim abendlichen rumtoben beobachten.  Wenn meist auch nur aus der Ferne, da sie doch sehr aufmerksam sind. Gestresste Rehmütter sind da weniger aufmerksam.  Diese Ricke hier war so vertieft beim äsen, dass sie weder mich noch die Hunde bemerkt hat. Kitze groß ziehen, kostet Kraft. Da muss man jede Gelegenheit zur Nahrungsaufnahme so gut wie möglich nutzen. Irgendwann sind die süßen Kleinen ja groß, dann wird es einfacher. 

Eichhorn  und Blindschleiche  habe ich ebenfalls oft beobachtet. Und, wenn möglich, wurden meine Fotoobjekte genau von den Hunden in Augenschein genommen.  Könnte sich ja um etwas essbares handeln… 😉  Im August hat dann auch noch ein Paar Ringeltauben in der Linde, gegenüber von meinem Balkon, ein Nest gebaut und angefangen zu brüten. Die haben anscheinend auch nicht daran geglaubt, dass der Sommer schon vorbei ist.  Sturm und Regen haben sie getrotzt, sind stur auf dem Nest sitzen geblieben, um dann zwei Küken mit lächerlich großen Schnäbeln in diese Welt zu verhelfen.  Mittlerweile habe ich die Altvögel seit zwei Tagen nicht mehr gesehen. Nach vielem Flauschfederzupfen und Flügelschlagen, hat der Ringeltaubennachwuchs heute die ersten Flugversuche unternommen.  Ich bin gespannt, wann sie den Baum verlassen. Irgendwie sind sie mir ja ans Herz gewachsen. Auch wenn ich nichts gegen Taubenbrüstchen in einer schönen Pilzrahmsoße einzuwenden hätte – *hüstel* – so wird es mir doch sicher fehlen, sie nicht mehr zu beobachten.

Apropos Pilze…. Gibt es davon nicht Unmengen dieses Jahr zu finden? Man hat das Gefühl, die treten ständig in Rudeln auf.  Auch der Holunder scheint einen für das letzte, schlechte Jahr entschädigen zu wollen.  Irgendwie bin ich ständig etwas am sammeln. 

Ja, ok, ich habe es kapiert. Der Sommer ist zu Ende und der Herbst hat angefangen. Zeit, meinen Balkon aufzuräumen und den Gartenstuhl auf den Speicher zu verstauen. Genießen wir noch ein wenig die Zeit der warmen Tage und kühlen Nächte, bevor es ungemütlich wird. Aber dann habe ich auch wieder mehr Zeit zum schreiben. Schließlich gibt es viel zu erzählen! 🙂

 

Fluffiger, süßer Milchreis

Ist euch auch so warm? Bei den derzeitigen Temperaturen habe ich so gar keine Lust zu kochen. Aber Hunger bekomme ich trotzdem. Und so lecker mein Salat vom Balkon ist, irgendwann brauche ich mal etwas anderes. Und an einem warmen Tag mag ich da am liebsten Milchreis aus dem Kühlschrank. Selbst gemacht natürlich. Ein bissel kochen muss man schon dafür, aber das ist mit ziemlich wenig Aufwand zu erledigen.

Als erstes brauchen wir ein paar Zutaten: 005 (800x664)

  • Rundkornreis/Milchreis
  • Milch
  • Salz

Von dem Milchreis so 3-4 Hand voll in einen Topf geben, 007 (800x686) eine Prise Salz darüber rieseln lassen und dann so viel Milch dazu, dass der Reis bedeckt ist. 009 (800x708) Dann die niedrigste Temperatur am Herd wählen und alles langsam erhitzen. Zwischendurch immer wieder umrühren. Es dauert eine Weile, aber wenn alles heiß geworden ist, geht es ziemlich schnell. Deswegen wirklich aufpassen damit nichts anbrennt. Bei Bedarf, wenn die Reiskörner noch zu klein und hart sind, noch etwas Milch zugeben. Wer unsicher ist, darf gerne das eine oder andere Reiskorn testen, indem er darauf beißt. Ist die Konsistenz fast perfekt, kommen noch zwei weitere Zutaten hinzu.

  • Zucker
  • 1 Ei

Ich mag meinen Milchreis süß. Am besten schmeckt es mir wenn die Süße ein wenig in den Reis gezogen ist. Also gebe ich gegen Ende der Kochzeit den Zucker direkt in den Topf. 011 (800x600) Zu diesem Zeitpunkt ist nicht mehr viel Flüssigkeit vorhanden. 016 (800x600) Noch ein kleiner Beiß-Test, und wenn mir die Bissfestigkeit der Körner angenehm ist, nehme ich den Topf vom Herd. Nun fehlt noch das Ei. 014 (800x645) Eiweiß und Eigelb wird getrennt. Das Eigelb rühre ich im Milchreis unter. 018 (800x680) Das gibt dem Milchreis eine hübsche Farbe. 021 (800x738) Das Eiweiß zu Eischnee aufschlagen 023 (800x735) und diesen dann unter den Milchreis rühren. 026 (758x800) So lange vorsichtig rühren, bis er gleichmäßig verteilt ist. 027 (800x713) Es sollen keine weißen Eischneewolken mehr zu sehen sein. 030 (800x600) Tja, danach Deckel auf den Topf, den Topf an die Seite stellen und abkühlen lassen. Während der Milchreis abkühlt, wird das, was so glibbrig aussieht, schön fest. Und durch den Eischnee bleibt der Milchreis trotzdem fluffig leicht.

Nach dem Abkühlen den Milchreis im Kühlschrank aufbewahren. Das gilt besonders bei schwülen Temperaturen. Am liebsten esse ich meinen Milchreis mit eingemachten, leicht pürierten Pflaumen. Davon habe ich mir im Herbst ein paar Marmeladengläser von vorbereitet. 031 (800x685) Wer seinen Milchreis gerne mit Zucker und Zimt isst, sollte daran denken, dass in meinem Rezept ja der Zucker schon beim kochen zugefügt wurde. Also in dem Fall nur mit Zimt würzen, oder beim kochen den Zucker einfach weglassen. Milchreis ist wirklich einfach zuzubereiten und an heißen Tagen schön gekühlt einfach lecker! 🙂

Hunde verwöhnen mit Leberwurstkeksen

Ja, im Moment verwöhne ich meine Hunde. Das muss einfach zwischendurch mal sein. Und da die Temperaturen gerade so schlagartig abgesunken sind, kann man auch mal wieder den Backofen laufen lassen. Ideen, wie man seine Hundis verwöhnen kann, gibt es reichlich auf Dog it yourself  zu finden. In der dazugehörigen facebook-Gruppe bin ich mal über ein Grundrezept für Hundekekse gestolpert. Dieses Rezept kann man hier nachlesen. Ich habe das Rezept ein wenig verändert. Meinen Hunden schmeckt es prima. Also hier meine Variation: 004 (800x774)

  • 100g kernige Haferflocken (ein Getreide mit viel Eiweiß)
  • 100g Kokosraspel (reinigt den Darm, Prophylaxe gegen Würmer)
  • 1 Becher Hüttenkäse (Eiweiß, leicht verdaulich)
  • 100g Leberwurst (sorgt für das Sabbern)
  • 1 Ei (hält alles zusammen)
  • 5 EL Öl (sonst wird es zu trocken)
  • optional 1-2 EL geschroteter Leinsamen (sehr gut für ein glänzendes Fell, gesunde Haut und eine gute Verdauung. Besonders ältere Hunde sind für letzteres dankbar.Würmer haben es damit auch schwerer)

Erst die trockenen Zutaten, soweit nötig, abwiegen. 006 (800x731) Dann den Rest zufügen. 007 (800x705) Die Leberwurst habe ich zerkleinert, damit man sie besser unterrühren kann. Jetzt mit dem Knethaken und dem Mixer alles kräftig vermischen. 010 (800x651) Sobald alles eine gleichmäßige Leberwurstbraune Färbung hat, ist man damit fertig. 011 (800x698) Mit einem Löffel presse ich dann die Masse in die Rührschüssel, glätte sie etwas und ‚zeichne‘ mir ein paar Hilfslinien in den Keksteig, damit es anschließend leichter ist gleichmäßig große Kekse herzustellen. 012 (800x754) Aus einem Dreieck forme ich 4 Kugeln, welche ich anschließend platt drücke zur gewünschten Keksform. Vier Dreiecke reichen für ein Backblech. 015 (800x578) Die Masse reicht also für zwei Backbleche. Mit feuchten Händen ist es übrigens einfacher, den Teig zu formen. Die Hunde lieben es knusprig. Ich lasse die Kekse also 25-30 Minuten bei 160° Umluft im Ofen. Haben sie den gewünschten Bräunungsgrad erreicht, lasse ich sie nochmal für ca. 10 Minuten bei 50° etwas trocknen. Je trockener, desto haltbarer. Das mit der Haltbarkeit ist hier jedoch relativ, da sie wirklich schnell verputzt sind. Am Ende sehen sie nicht nur gut aus, sondern duften auch lecker. 017 (800x600) Meine beiden Fellnasen können es jetzt auch kaum noch abwarten, dass sie eine Kostprobe bekommen. 018 (719x800) Beim Genuss dann bitte nicht stören. Außer, es gibt noch einen weiteren Keks 😉  019 (800x478)

Eine frische Torte für heiße Tage

Na, schon den Kuchen für Muttertag gebacken? Nein? Es ist zu warm draußen um den Backofen anzuheizen? Ok, stimmt. Vor zwei Wochen hat es noch geschneit, und jetzt ist es weit über 20°. Und die Vorstellung, jetzt die Küche auch noch mit dem Backofen zusätzlich aufzuheizen, ist nicht gerade angenehm. Zum Glück gibt es ja Kuchen ohne backen. Ja, ich rede von der allseits beliebten Philadelphiatorte.

Neulich habe ich zwei Torten für einen Geburtstag zubereitet. Bei der Suche nach einem geeignetem Kuchen, bin ich über dieses tolle Rezept (klick) gestolpert. Eine Waldmeister-Philadelphiatorte. Allein die Farbe hat mich schon angesprochen. Dieses frische Grün passt prima zur Jahreszeit. Aber andere Farben gehen natürlich auch. Da man hierfür keine Gelatine benötigt, sondern Wackelpudding, ist das ganz einfach. Ich habe auch sonst noch ein paar Kleinigkeiten an dem Rezept verändert. Neben der Reihenfolge in der Zubereitung, habe ich die Menge für den Belag verdoppelt, und die Menge an Zucker halbiert. Aber der Reihe nach. Zuerst habe ich mich um den Boden gekümmert. Löffelbisquit liegt mir nicht so, also habe ich hier Butterkekse verwendet. Das ist reine Geschmackssache. Während die Margarine vor sich hinschmilzt 013 (800x712) eine Packung Butterkekse zerkrümeln. Das geht übrigens mit einem Kartoffelstampfer ganz einfach. 015 (800x798) Sobald die Krümel eine angenehme Größe haben, 016 (800x799) das nun flüssige Fett darüber gießen und verrühren. Die Masse dann in einen Tortenring schütten 020 (800x727), verteilen und gut fest drücken. 021 (800x714) Dann kann man das erst mal zur Seite stellen und sich dem Belag widmen. Hierfür habe ich zuerst die Sahne geschlagen. 024 (800x726) Wieso zuerst die Sahne? Na, weil es dafür saubere Rührhaken braucht. So spart man sich einmal sauber machen. 😉 Wer Angst hat, dass die Sahne nicht steif wird, einfach 2 Tütchen (weil doppelte Menge) Sahnesteif reinrieseln lassen. Danach den Frischkäse mit dem Puderzucker verrühren. Hierbei nur die halbe Menge Zucker verwenden. Glaubt mir, das reicht! 025 (800x700) Anschließend die Sahne unterheben. 026 (800x723) Bei der Zubereitung des Wackelpuddingpulvers habe ich es mir auch etwas einfacher gemacht. Das mit der Kocherei war mir zu umständlich. Also habe ich das Pulver mit dem Zucker vermischt (auch hier an der unteren Zuckergrenze orientieren) und einfach eine Tasse heißes (nicht kochendes) Wasser zugegeben. 030 (669x800) Sobald sich Pulver und Zucker aufgelöst haben, einfach noch eine Tasse sehr kaltes Wasser mit rein schütten. So muss man nicht so lange warten bis sich die Masse abgekühlt hat. Die Flüssigkeit über die Frischkäse-Sahne-Masse geben und unterrühren. 032 (800x735) Ich bin dann noch kurz mit dem Mixer da durch, damit sich alles gleichmäßig verteilt. Dann die Masse über den Boden gießen und ab damit in den Kühlschrank. 033 (800x711) Wenn die Torte fest geworden ist (sie braucht definitiv länger als eine Stunde dafür), kann man sie nach Herzenslust dekorieren. Hier war es die Dekoration für einen 18. Geburtstag. 034 (800x726) Und weil es ein Zwillingsgeburtstag war, habe ich natürlich noch die schöne grüne Torte gemacht. 010 (800x756)

Hier noch eine Anmerkung. Wenn ihr die Torte dekorieren wollt, macht das besser erst kurz vorm servieren. Ich habe den Fehler gemacht, und sie am Tag vorher aufgehübscht. Über Nacht ist der Zuckerguss zerlaufen. Die Torten sahen dann nicht mehr so gut aus…. 002 (800x365) Aber ich habe es geschafft, noch zwei neue zu machen. Geht ja schnell. Zum Glück! 005 (800x753) 009 (800x714) Also, wer noch keine Idee zum Muttertag hat, kann sich noch schnell die Zutaten besorgen und loslegen. Hier nochmal das Rezept.  Und übrigens, sie schmeckt echt lecker! 🙂

Holunderlikör ganz schnell gemacht

*Beitrag kann Werbung enthalten durch Abbildung von verwendeten Produkten*  Erinnert ihr euch noch an die netten, kleinen Tüten voller Holunderbeeren, welche ich eingefroren habe? 020 (800x493) Die habe ich ja nicht nur eingefroren, damit die Kühltruhe voll wird, sondern, damit daraus auch was leckeres gezaubert wird. Ein besonderer Genuss ist der Holunderlikör. Und weil ich kein Freund von langen und komplizierten Dingen bin, möchte ich heute ein schnelles Rezept für solch einen Likör zeigen.

In einer Tüte befinden sich so ziemlich genau 500 g Holunderbeeren. Diese gebe ich mit 500 ml Wasser in einen Topf. 062 (800x780) Hätte ich 1 kg Beeren, würde ich 1 Liter Wasser nehmen. Das ist doch einfach, oder? Dann die Beeren mit dem Wasser einmal aufkochen (Vorsicht, es sprudelt und schäumt sehr stark) und bis zum nächsten Tag stehen lassen. 063 (800x679) Den nun entstandenen Saft durch ein Sieb gießen. 064 (797x800) Die Beeren gut ausdrücken. Schließlich soll ja keiner der guten Tropfen verschwendet werden! 065 (800x761) Den Saft nun wieder in den Topf geben. Mit in den Topf kommen noch Zucker und Vanille(-zucker). 068 (800x729) Eine genaue Angabe zur Menge kann ich nicht geben. Ich rechne immer ein Drittel vom Gewicht der Beeren. Hier also ca. 150-180 g. Zwischendurch halt einfach mal probieren. Es darf sehr süß sein. Dann entweder eine halbe Vanilleschote mit in den Topf geben (bei 1 kg Beeren natürlich eine ganze Stange), aufgeschnitten natürlich, oder eben 2-3 Tüten Vanillezucker. Unter rühren aufkochen, zwischendurch abschmecken, und wenn es süß genug ist, den Topf vom Herd nehmen und den Saft etwas abkühlen lassen. Wenn man nur den Saft haben will, benötigt man natürlich nur den Zucker. Und auch da darf der Saft sehr süß sein. Das erhöht die Haltbarkeit. Den puren Saft dann bitte heiß in Flaschen abfüllen. In heißem Tee schmeckt er nicht nur, wegen des hohen Vitamin C Gehaltes, hilft er auch bei Erkältung. Mit ein wenig Sekt aufgegossen wird daraus auch ein leckeres Getränk. Aber wir wollen ja heute Likör machen. Wenn der Saft ein wenig abgekühlt ist, kommt der Teil für die Leckermäuler. Wer eine Vanillestange benutzt hat, muss diese jetzt entfernen. Weil, nun kommt der Wodka dazu.  😉 072 (673x800) Der Geschmack bestimmt auch hier die Menge. Auf 500 g Holunderbeeren kommt so ca. 600 ml Wodka. Beim probieren darauf achten, dass der noch warme Likör eine intensivere alkoholische Wirkung vermittelt. Was in dem Zustand schon ziemlich stark schmeckt, schmeckt im abgekühlten Zustand doch etwas lasch. Im Notfall halt nochmal nachkippen…. Jetzt noch schnell die Flaschen mit kochendem Wasser ausspülen. 075 (557x800) Dann kann er Likör abgefüllt werden. 076 (601x800) Aus den 500 g Holunderbeeren sind ca. 1,3 l Likör entstanden. Der Holunderlikör schmeckt mit der Zeit immer besser. Deswegen empfehle ich, die eine oder andere Flasche so gut wegzupacken, dass man sie fast vergisst. Es lohnt sich! Aber der Likör schmeckt auch gleich nach dem Abkühlen. Ob nur zum Genuss, als Aperitif oder über Vanilleeis einfach ein Gedicht. Mit einem netten Etikett ist der Likör auch ein tolles Geschenk. 079 (674x800) Und übrigens, das funktioniert auch hervorragend mit Himbeeren! Ich werde mir jetzt allerdings ein Gläschen gönnen, um mich auf das neue Jahr einzustimmen.

Ich wünsche einen guten Rutsch ins Jahr 2016! Bis nächstes Jahr in alter Frische! 🙂

Ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk

*Werbung durch Nennung von Bezugsquellen*  Es ist Heilig Abend. Vermutlich sind jetzt gerade die meisten dabei, sich auf die Bescherung vorzubereiten. Andere stehen in der Küche und treffen die letzten Vorbereitungen für ihr persönliches Festessen. Bei sehr vielen Menschen gibt es heute Kartoffelsalat und Würstchen. Sagt jedenfalls die Statistik. Bei anderen, und dazu zähle ich auch, gibt es dagegen einen nicht alltäglichen Festschmaus. Dieses Jahr gibt es bei mir Rehbraten. Vor ein paar Wochen habe ich mich mit einer besonders lieben Freundin telefoniert. In unserem Gespräch haben wir uns auch über die verschiedenen Möglichkeiten der Zubereitung unterhalten. Sie hatte einen guten Vorschlag, den ich umsetzen wollte.

Vor etwas über einer Woche kam ich von meiner täglichen Hunderunde zurück und fand im Treppenhaus ein Paket für mich. „Nanu? Für mich? Von Jule?“ Schwer war es auch noch. Was war da wohl drin??? Sicherheitshalber habe ich bei meiner Freundin nachgefragt, ob ich sofort auspacken darf, oder bis Weihnachten warten soll. Ich sollte es sofort auspacken, da es für meine Weihnachtsvorbereitung wäre. Nun, der erste Blick hat mir nicht viel gesagt, 002 (725x800) wenn auch ein herrlicher Duft in meine Nase stieg. Ausgepackt habe ich dann alle nötigen Zutaten für mein Weihnachtsessen. Sogar das Rezept war dabei! 003 (800x642) Ebenso ein wenig Musik als Kochbegleitung. 😉 Sind diese kleinen Einmachgläschen nicht herzallerliebst??! Es fehlte eigentlich nur eine Karotte, sowie Butter und Schmalz. Das Fleisch war ja vorhanden. Dann mal ran ans Rezept. 008 (600x800) So ausführlich, wie dort alles beschrieben war, konnte ja nichts schief gehen. Das Fleisch war pariert, Gemüse klein geschnitten, Fett im Topf, der Herd am arbeiten. 009 (800x600) Anbraten ist ja kein Problem. 011 (800x437) So langsam wurde es Zeit für Gemüse und Steinpilzpulver. Als das langsam braun wurde, kam der erste Schuss Portwein in den Topf. 013 (800x429) Das Fleisch musste ich doppelt legen. Ich könnte auf Dauer einen größeren Topf brauchen. 016 (800x503) Aber irgendwann war der Portwein nach Anweisung verarbeitet. Ob ich alles richtig gemacht habe? Dann den Wildfond und den Rotwein dazu geben. 018 (800x477) Ein vernünftiger Korkenzieher sollte auch mal in meinem Haushalt einziehen, wie ich feststellen durfte. Die Gewürze kamen in den beigelegten Teebeutel. Dann Deckel drauf und alles für knapp 3 Stunden bei kleiner Temperatur sich selbst überlassen. Und weil ich der Zwischenzeit mit einer anderen besonders lieben Freundin telefoniert habe, habe ich dann leider vergessen zu fotografieren, wie das mit dem Soßenkuchen funktioniert. Ehrlich, ich hatte keine Ahnung, dass es so was gibt. Am Ende war dann das Fleisch, wie nach Rezeptanweisung, Hundesicher warm gestellt, die Bratenflüssigkeit reduziert und der Soßenkuchen zur Soße gegeben. 020 (800x559) Fehlte noch die kalte Butter. Das Fleisch ist regelrecht von den Knochen gefallen. Ich gebe zu, ein wenig habe ich an dem Rezept geändert. In die Soße habe ich noch ein paar Löffel Preiselbeeren hinein gegeben. Vielleicht wandert gleich auch noch ein Tröpfchen Sahne hinein. Aber nur vielleicht. Weil, die Farbe der Soße ist einfach phänomenal! So ähnlich wie der Geschmack 😉 021 (800x514)

Bild vom Teller gibt es heute nicht. Weil, ich werde mich gleich erst auf mein Festessen stürzen. Mir läuft die ganze Zeit schon das Wasser im Mund zusammen, während ich darüber schreibe. Aber ich wollte auf alle Fälle meiner Jule DANKE sagen! Und das heute noch. Denn sie hat mir eine wirkliche Freude bereitet, meine Vorfreude auf Weihnachten gesteigert und die Vorbereitungen im wahrsten Sinne des Wortes gewürzt. Und für alle, die jetzt ebenfalls Gelüste auf so ein  leckeres Essen bekommen haben, können sich ja mal an meine Jule wenden. Unter info@julron.de könnt ihr nachfragen, wo es diese leckeren Gewürze gibt. Oder vielleicht lasst ihr euch auch so ein besonderes Paket zusammen stellen. Der Geschmack und das Vergnügen sind es jedenfalls wert, dass ich hier ein wenig Werbung mache.  Aber nun, auf zur Bescherung und dem leckeren Essen!

                                                        Fröhliche Weihnachten für alle!

P.s.: Der Shop läuft! Schaut mal rein 🙂   JulRon’s Küchenhandwerk