X-Mas To-Do Liste

Schon auf den Kalender geschaut? Nun ja, wer so Adventskalendersüchtig ist wie ich, der wird heute Morgen festgestellt haben, dass es nur noch 12 Tage bis Heilig Abend sind. Heute in zwei Wochen sind die Geschenke alle ausgepackt und der Weihnachtsbraten wurde gegessen. Die meisten werden vermutlich diesen einen freien Tag dieses ‚Arbeitgeberfreundlichen‘ Weihnachtsfestes genießen und einfach nur faul sein. Denn leider, für die meisten bedeutet Weihnachten einfach nur Stress. Nix mit besinnlich und Friede auf Erden. Das fängt mit dem Baum an und hört mit dem Verwandtenbesuch auf. Vielleicht ist deswegen der Film ‚Schöne Bescherung‘ mit Chevy Chase so beliebt. Irgendwo erkennt sich in dem Film jeder irgendwie wieder. Wir wünschen es uns perfekt, harmonisch und liebevoll, und dann versuchen wir krampfhaft die Erwartung jedes einzelnen zu erfüllen. Natürlich haben wir auch selber Erwartungen, welche um des lieben Friedens willen dann runter geschluckt werden. Und zack, schon ist unser Fest vermiest. 003-800x632

Deswegen einmal ganz deutlich zum mitschreiben: Wir können es nicht jedem Recht machen. Ist doof, aber ist so. Können wir trotzdem ein schönes Fest haben? Aber sicher! Als Grundlage kann man vielleicht einen Spruch nehmen, den ich neulich gelesen habe. „Herr, gib mir genug Kaffee für genug Schwung, um die Dinge zu ändern, die ich ändern kann. Und ein wenig Alkohol, um die Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann.“ 😉  Darüber hinaus nutze ich mein ganz persönliches Rezept. Die wichtigsten Eckpunkte planen und organisieren, den Rest auf sich zukommen lassen. Deswegen gibt es bei mir eine X-Mas To-do-Liste. Ja, ich mag solche hilfreiche Listen. Vielleicht hatte ich beim erstellen der Wunschliste ans Christkind als Kind zu viel Spaß, dass ich so gerne auf dieses Hilfsmittel zurückgreife. Die hilft auch dabei, dass man sich zum Ende der Adventszeit nicht vom Kaufrausch oder der Panik anderer mitreißen lässt. Während andere dann noch hektisch durch die Gegend rennen, kann man selber schon anfangen die Zeit zu genießen. Was sollte man alles planen?

  • Wo wird gefeiert? Wann wird gefeiert? Sind Gäste anwesend? Ist man selber Gast? An welchen Tagen wird wer besucht? Braucht es eine Kinderbelustigung?
  • Was will ich kochen? Welche Zutaten können schon im Voraus besorgt werden? Ist es ein neues Rezept? Dann besser einmal zur Probe zubereiten. Kann ich vielleicht schon vorkochen und einfrieren?
  • Jetzt in dieser Woche Getränke einkaufen. Auch der Bäcker, Metzger, etc. freut sich über eine rechtzeitige Bestellung, falls man etwas Frisches benötigt. Sind die wichtigsten Alltagsdinge im Haus? Nichts ist ärgerlicher, als wenn man über die Feiertage keine Schinkenservietten (Toilettenpapier), oder Kaffeefilter mehr hat. Kopfschmerztabletten, ein Erkältungsmittel oder etwas für einen verkorksten Magen sind hilfreich. Also hinsetzen und Einkaufsliste schreiben, damit man in den letzten Tagen nur noch die frischen Dinge besorgen muss. Und denkt ja rechtzeitig an den Baum! 😉
  • Geschenkeliste machen. Wer bekommt was? Ist das schon besorgt? Was hat man schon? Falls man spontan eingeladen wird, ist es sicher auch schön wenn man eine Flasche Wein o.ä. als Mitbringsel parat hat.
  • Putzplan machen. Den einen ist es wichtig, den anderen weniger wichtig. Aber den meisten ist es angenehmer wenn es sauber im Haus ist. Da es aber lästig ist, empfehle ich den Großputz am Wochenende vor Weihnachten. Dann reicht kurz vorm Fest meist ein ‚Kölsche Wisch‘. Und mal ehrlich, je mehr ich eine Person mag, bei der ich zu Besuch bin, desto weniger achte ich auf das Staubkorn auf dem Regal. Und wer schon mal versucht hat eine Schwiegermutter zu beeindrucken, der weiß, dass das so gut wie nie klappt. Also stresst euch nicht so damit!
  • Wenn der Plan steht, macht euch bewusst, dass das alles ist, was ihr tun könnt! Selbst mit einer perfekten To-Do-Liste kann der Hund den Braten fressen, die richtige Batterie fehlen, der Julius über sein Geschenk maulen und die Oma das Gesicht verziehen, weil Fondue für sie ’neumodischer Kram‘ ist.

005-800x591 Mit dieser Liste bleibt ihr einfach ein wenig gelassener, da die wichtigen (beeinflussbaren) Dinge erledigt sind. Wobei…. das, was wirklich wichtig ist, kann man sowieso nicht planen 😉

Ganz zum Schluss noch ein wenig Werbung. Ihr erinnert euch vielleicht an meinen letzten Weihnachtsbraten. 003 (800x642) Dazu habe ich ja ganz besondere Zutaten bekommen. Meine liebe Jule hat mit ihrem Mann daraus ein kleines, aber feines Unternehmen gegründet. So kann auch jeder andere in den Genuss dieser Sachen kommen. Und weil alles mit besonders viel Liebe hergestellt wird, möchte ich euch den Shop JulRon einmal wärmstens ans Herz legen. Wer weiß, vielleicht findet ihr da ja auch noch die eine oder andere Geschenkidee? 😉

Den süßen Rudolf habe ich übrigens von meiner Freundin Stephanie bekommen. Ist sie nicht eine Künstlerin??!! Ich bin ganz vernarrt in den kleinen Kerl. 🙂 Euch allen noch eine angenehme Rest-Adventszeit!

Schwedenkräuter – Ein echt prima Hausmittel

Ich war noch ein Teenie, da schmökerte ich oft in einem Buch, welches bei uns immer griffbereit auf der Küchenbank lag. Einige kennen es vielleicht. Ich rede von dem Buch „Gesundheit aus der Apotheke Gottes“ von Maria Treben (ab Seite 61 geht es um die Schwedenkräuter). Es ist ein Kräuterbuch. Oder besser gesagt, ein Buch, in dem man nachschlagen kann, welche Krankheit mit welchem Kraut behandelt werden kann. Nachdem ich mit Brennnessel-Tee erfolgreich eine Nierenerkrankung kuriert hatte (die Tabletten vom Arzt hatten nichts bewirkt), war mein Interesse geweckt. Und, sofern es sich nicht um wirklich ernsthafte Erkrankungen handelt, versuche ich mir erst mal mit einem Kraut zu helfen. Oft genug habe ich damit Erfolg, erreiche zumindest eine wohltuende Linderung. Etwas, was ich seit damals immer im Haus habe, sind Schwedenkräuter, oder auch Schwedenbitter genannt.

Schwedenkräuter sind ein echtes Allround-Mittel. Letzte Woche hat mich eine Wespe gestochen. Für diesen Fall gibt es diverse Ratschläge. Ganz klassisch ist die Zwiebel. Darauf pieseln hilft auch. Mit Eis kühlen ist auch ein guter Tipp. Mein erster Griff war der zur Flasche mit den Schwedenkräutern. Einfach ein Wattepad damit befeuchten, was drumherum wickeln, damit dieses am Platz bleibt (die Wespe hatte meinen Finger erwischt), und schon Sekunden später hatte ich keine Schmerzen mehr. Nach einem Tag war mein Finger dann wieder fit. Auch bei leichten Verbrennungen helfen die Kräuter sehr. Egal, ob ich mich nun an einem Motorradauspuff verbrannt habe, am Bügeleisen, oder dem Backofen, diese stinkende Flüssigkeit nimmt in Sekunden den Schmerz und verhindert eine Blase. Sollte die Blase schneller sein als ich mit der Behandlung, heilt diese aber dann ohne Probleme ab. Auch bei Verletzungen, oder Entzündungen hat der Schwedenbitter schon gute Dienste bei mir geleistet. Mein ältester Neffe hatte sich ein Piercing am Auge machen lassen, welches sich so entzündete und anschwoll, dass er das Piercing nicht mehr heraus nehmen konnte. Eine Nacht mit einem Schwedenkräuter-Umschlag, und (ja, das ist jetzt eklig) der Eiter lief ab. Nach zwei Tagen war alles wieder gut. Meine Flasche, welche ich ihm dafür ausgeliehen hatte, habe ich danach nie wieder gesehen…. Es gibt einige Beispiele für die Wirksamkeit, die ich liefern könnte, aber ich denke, das würde hier zuviel.

Als ich meinen Finger behandelt habe, stellte ich dann fest, dass ich nur noch einen kleinen Rest habe. 006-800x681 Die Flüssigkeit sieht alles andere als appetitlich aus. Und ich habe wirklich keine Ahnung mehr, wann ich sie hergestellt habe. Das muss schon mehrere Jahre her sein. Aber das tut der Wirksamkeit keinen Abbruch. Im Gegenteil. Je länger die Flüssigkeit steht, desto besser wird sie. Wie man im Hintergrund sehen kann, habe ich mir aber schon die Zutaten für einen neuen Ansatz besorgt. Das wichtigste ist die Kräutermischung. 001-404x800 Da gibt es den kleinen und den großen Schwedenbitter. Der kleine war gerade nicht da, also habe ich den großen genommen. Ich kann in der Wirksamkeit keinen Unterschied feststellen. Dann braucht es noch einen Korn oder Obstbranntwein mit mind. 38 ‚Umdrehungen‘ und eine große leere Flasche. 003-742x800 Die Mischung in der Tüte ist für 1,4 Liter Korn gedacht. Wer keine so große Flasche zum anmischen hat, kann die Menge aber auch aufteilen. Einfach die Kräuter in die Flasche füllen, den Schnappes rein kippen, verschließen, schütteln und bei 1x schütteln täglich für 14 Tage an einen warmen Ort stellen. 009-800x699 Da ich einfach nur zu wenig Korn im Haus hatte, werde ich nächste Woche mit dem Rest der Kräutermischung eine weitere Flasche ansetzen und daneben stellen. 🙂

Ja, ich weiß, das Zeugs sieht eklig aus. Es riecht auch eklig. Und es macht Flecken in die Kleidung wenn man nicht aufpasst. Vom Geschmack will ich gar nicht erst anfangen. Aber es wirkt! Wer neugierig ist, sollte sich mal die Alte Handschrift durchlesen. Dort auf der Seite vom Kräuter Verzeichnis finden sich auch die Anwendungshinweise und die Rezeptur der Mischung. Wer ein Mittel im Haus haben will, mit dem er sich bei kleinen Verletzungen, Insektenstichen und anderen Wehwehchen helfen kann, der sollte die Schwedenkräuter unbedingt ansetzen. Und wenn es nur ein Mittel zur ersten Hilfe bis zum Arztbesuch ist, so kann ich die Kräuter wirklich empfehlen. Erzählt mir dann, was ihr damit erlebt habt!

365 Tage ohne – Woche 2 + 3

Nein, ich habe noch nicht aufgegeben! Auch wenn ich das Update zur zweiten Woche habe ausfallen lassen, bin ich immer noch voll bei der Sache. Nur Frühling, warme Temperaturen, Feiertage…. Da gibt es reichlich zu tun. Die Blümchen sind jetzt aber alle in der Erde, und ich kann, wenn auch auf den letzten Drücker, noch schnell das Update zur dritten Woche schreiben.

Genäht habe ich in den zwei Wochen nichts. Da fehlte wirklich die Zeit. Während eines Anfalles von Frühjahrsputzwut, bin ich jedoch in diversen Ecken auf Nähzeitschriften gestoßen. Und ausgedruckte Schnittmuster. 015 (800x650) Nachdem ich die Stapel auf einen Haufen gelegt hatte, musste ich mir eingestehen, dass ich süchtig bin. Süchtig nach Nähzeitschriften und Schnittmustern. Immerhin bin ich ein ordentlicher Suchti. 018 (800x737) Eine der bekanntesten Zeitschriften für selbst genähte Mode auf dem Markt besteht inhaltlich leider zu einem Großteil aus Werbung und überflüssigen Inhalten. Deswegen finde ich es etwas lästig, dort nach Modellen für Schnittmuster zu blättern. Also habe ich mir Ordner und Klarsichthüllen besorgt. Dann schnappe ich mir eine Zeitschrift und reiße alle Seiten mit Modellen, die mir gefallen einfach raus. Dann nehme ich noch das separate Heft mit den Anleitungen und Schnittmusterbogen. Auf die raus gerissenen Seiten und das Anleitungsheft schreibe ich jeweils die gleiche Nummer und verstaue alles in eine Klarsichthülle. Die Seiten mit den Modellen hefte ich in Ordnern ab. 021 (800x593) Gibt es einen Bildernähkurs dazu, kommt der zum entsprechenden Modell. 022 (800x637) Die Anleitungshefte kommen in eine Kiste. 016 (800x773) Brauche ich eine Anregung, kann ich meine Ordner durchblättern. Habe ich mich für ein Modell entschieden, schaue ich auf die Nummer darauf, suche anschließend die passende Kiste, und darin das Anleitungsheft mit der gleichen Nummer wie das Modell. 017 (800x600) Das System hat sich bewährt. Die ersten Anleitungen stammen von Oktober 1995. Ich sammel also jetzt seit 20 Jahren Schnittmuster. Ob ich was daraus genäht habe? Ja klar, aber nicht so viel wie ich gerne getan hätte. Aber darüber rede ich sicher ein anderes Mal. Zunächst muss ich die gefundenen Hefte noch ordentlich in meine Ordner verpacken. Und dann brauche ich noch ein System für die Schnittmuster zum ausdrucken. 😀  Aber vielleicht habe ja den einen oder anderen inspiriert.

Ach ja, bis auf einen Sport-BH, habe ich auch nichts eingekauft. So einen BH mit im Stoff eingewebten „Stützvorrichtungen“ kann ich nun nicht nähen. Da Unterwäsche ja auch auf der Ausnahmeliste steht, bin ich also brav gewesen. Und ich habe bei einem Muttertags-Gewinnspiel von Makerist und WAK gewonnen. Von We are knitters bekomme ich ein Strickset für ein Top. Also Wolle, Anleitung und Nadeln. Jetzt werde ich wohl stricken lernen. 🙂 Und auf Makerist darf ich mir für 50€ Videokurse aussuchen. Da gibt es auch einen Kurs zum Hosen nähen lernen. Ob ich es doch noch dieses Jahr mit einer Jeans versuche???  😉

Und hier wieder ein paar andere Challengeteilnehmer:

#365tageohne

Mein Fazit – Fashionmaster Part 4

Der Bügelmonat neigt sich seinem Ende entgegen. Nicht nur meine eigene, sondern auch die Wäsche meiner Schwester ist fertig gebügelt. Ein bunter Durchschnitt an Bügelwäsche, die in fast jedem Haushalt so anfällt. Ich denke, nun kann ich eine gute Beurteilung über den Fashionmaster abgeben.

Aufbau, Abbau, Handhabung: Hat man sich überwunden und greift beherzt zu, ist der Aufbau schnell und einfach zu erledigen. 003 (757x800) Ebenso schnell ist das Bügelbrett wieder eingeklappt. Obwohl die Plastikteile einem erst etwas „läpsch“ vorkommen, ist doch alles sehr stabil und stramm. Mit den Rollen ist der Fashionmaster einfach von einem Ort zum anderen zu transportieren. Beim bügeln ist die Dampfbügelstation sehr standfest. Nichts wackelt. Das Aufheizen dauert durchschnittlich 4 Minuten, also sehr lange. Beschließt der Fashionmaster eine Spülung gegen Kalk, was bei mir nach der dritten Nutzung passiert ist, dauert es noch länger. Der Tank ist sehr groß und sehr einfach zu befüllen, der Inhalt ist aber genauso schnell aufgebraucht wie bei einem normalen Bügeleisen. Die Geräusche, die beim Aufheizen und Gebrauch entstehen, sind für meinen Geschmack etwas laut.

BügeleisenSchwerer als ein normales Bügeleisen, weswegen man weniger Druck beim bügeln ausüben muss. Die Sohle gleitet sehr leicht über die Wäsche. Die Einstellungen von Dampf, Absaugautomatic etc. ist einfach. Der Dampfschlauch (das dicke Kabel am Bügeleisen) ist leider etwas kurz geraten und wird bei Gebrauch heiß. Und er bleibt ständig am Griff der Station hängen, wenn man das Eisen auf die Abstellfläche zurück stellt. Das Bügeleisen kann man nicht aufstellen, sondern muss es immer wieder auf die Abstellfläche stellen, was teilweise sehr lästig ist. Die Form des Eisens ist für Kräusel-/Falten und Knopfleisten nicht so gut geeignet.

Sicherheitsabschaltung: Bewegt man das Eisen länger als 3 Minuten nicht, schaltet es sich ab. Nach 15 Minuten schaltet sich das komplette Gerät aus. Ich finde die Sicherheitsabschaltung sehr wichtig, da ich da auch schon mal schludrig bin. Aber ist der Dampf einmal aus, dauert es, bis das Gerät wieder bereit zum bügeln ist. Je nachdem, wofür man das Bügeleisen braucht, ist das eine zeitraubende Angelegenheit.

Dampf absaugen oder aufpusten: Drückt man den Knopf fürs dampfen, schaltet sich automatisch die Absaugfunktion ein. Man kann sie auf zwei Intensitäten einstellen. Der Dampf wird zuverlässig abgesaugt und bleibt nicht in der Wäsche haften. Dabei werden die eigenen Beine, wenn man davor steht, vom abgesaugten Dampf eingehüllt. Im Winter, als Wärmequelle, ja ganz angenehm, aber bei Sommertemperaturen sicher nicht so sehr. Um Abdrücke (Halsbündchen) zu verhindern, oder bei empfindlichen Wäschestücken, kann man die Funktion zum Aufblasen verwenden. Das Umschalten dauert etwas. Da teilweise dabei auch das Kleidungsstück vom Brett gepustet wird, finde ich den Nutzen überbewertet. Wirklich glatt wird die Wäsche dabei auch nicht. Beides, absaugen und aufblasen, ist mit einem lauten Geräusch verbunden. Hörbücher kann ich dabei nicht verstehen. Dampf kommt reichlich. Der Dampfdruck ist gut und auch hoch, jedoch nicht bei Dauerbetrieb. Will man Dauerdampf nutzen, z.B. bei Bettwäsche, lässt der Druck spürbar nach. Das Gerät muss erst kurz abkühlen, damit der Druck wieder hoch ist. Gerade bei Bettwäsche ist das jedoch kontraproduktiv, da man dort gerne hätte, dass auch die Rückseite mitgeglättet wird. Bettwäsche kann man nicht in ganzer Breite bügeln. Dreht man sie dann um, um die Rückseite zu bügeln, sollte deutlich zu sehen sein, wo auf der anderen Seite schon gebügelt wurde, und wo nicht. Einen großen Unterschied konnte ich da aber nicht ausmachen. Screenshot_1 (800x472)

Bügelbrett: Die breitere Form der Spitze soll Vorteile beim Hemden bügeln bringen. Vielleicht bin ich ungeschickt, aber der Vorteil hat sich mir nicht gezeigt. 018 (800x779) Bei Blusen war das ehe ein Nachteil. Dort die Schulterpartie zu bügeln war teilweise knifflig. Die Auflage ist schön weich gepolstert. Der Vorteil des Bezuges ist, dass die Wäsche darauf haftet. Der Nachteil ebenso. Beim Umlegen des Kleidungsstückes in eine andere Position ist zeitraubend. Wenn es dann aber liegt, ist es praktisch, dass es nicht so leicht wegrutscht.

Zubehör: Es gibt eine extra Antihaftsohle zum aufstecken. 013 (800x520) Damit kann man Aufdrucke oder Kleidung mit Pailletten bügeln, ohne ein Tuch auflegen zu müssen. Auch empfindliche Sachen, wie Spitze, wird mit der Gleitsohle und der Aufblasfunktion einfach und leicht geglättet. 007 (800x445) Das Aufstecken und Abnehmen der Antihaftsohle ist sehr einfach. Selbst im heißen Zustand kein Problem. Und nach Gebrauch kühlt sie sehr schnell wieder aus und kann dann bequem im Fach unter der Auflage für das Bügeleisen verstaut werden. 015 (800x697) Das Teil ist wirklich praktisch. Den Steamer 026 (800x583) habe ich nicht getestet. Zum einen hatte ich kein passendes Testobjekt. Und wenn ich eines gehabt hätte, hätte mir zum anderen ein Kleiderständer o.ä. gefehlt. Der Steamer wird ja an der Bügelstation angeschlossen. Also muss ich das zu behandelnde Kleidungsstück zum Steamer bringen. Oder ich muss den kompletten Fashionmaster durch die Gegend fahren, was mir dann doch zu umständlich ist.

Kalkreinigung: Miele hat beim Fashionmaster sehr viel Wert auf die Kalkreinigung gelegt. Die Wasserhärte kann man einstellen. Dann spült sich das Gerät regelmäßig selber durch. Für den Anfang liegen zwei Kalkreinigertabletten dabei. Wann es soweit ist, dass diese eingesetzt werden müssen, sagt einem der Fashionmaster. Ich habe mal nachgesehen was die Tabletten kosten. Ein wenig teuer für meinen Geschmack. Wer sehr kalkhaltiges Wasser hat, wird die sicher öfter brauchen. Andererseits erhöht die Pflege die Haltbarkeit des Gerätes. So eine Dampfbügelstation kauft man sich ja nicht alle Tage. Da sich bei der Reinigung Wasser in der Restwasserschublade sammelt, sollte man daran denken, diese zu entleeren, bevor man das Gerät bewegt. Ich denke nicht, dass das dicht ist.

Gedanken zum Gebrauch: Ich war ja nun wirklich gespannt auf den Fashionmaster. Hat man sich an das Gerät gewöhnt, wird man wirklich schneller mit der Bügelwäsche fertig. Aber nicht SO viel schneller. Der nachlassende Dampfdruck im Dauerdampf hat mich enttäuscht. Sehr sogar. Die Funktion zum aufblasen ist zwar ganz lustig, aber eigentlich nur eine nette Spielerei. Den kurzen Dampfschlauch finde ich grausig. An den Geräuschpegel gewöhnt man sich. Aber nicht wenn man beim bügeln Radio oder Hörbücher in Zimmerlautstärke hören möchte. Dann bin ich ein Spontanbügler. Hin und wieder will ich auch nur ein einziges Teil bügeln. Die lange Aufheizzeit ist da sehr störend. Da ich öfter nähe, ist das auch ein Kriterium, das ich negativ bewerten muss. Besonders in Verbindung mit der Sicherungsabschaltung. Einmal benötigte ich ein Ärmelbrett. (Dieses ist nicht für Dampfbügeleisen geeignet. Das wäre sicher mal etwas, das man entwickeln könnte.) Während der Nutzung lief ständig die Absaugfunktion. Es wäre schön, wenn man das ausschalten könnte. Der Steamer läuft ja auch ohne. Dann habe ich die Sprühfunktion vermisst.

Fazit: Wer viel bügelt, sich Zeit dafür nimmt und diese Zeit fest einplant, für den ist das Dampfbügelsystem Fashionmaster von Miele gut geeignet. Für Spontanbügler, Mal-eben-schnell-Plätter, Patchworkerinnen und alle, die bügeln soweit wie möglich reduzieren wollen, wäre es die falsche Entscheidung. Was mich angeht, ich brauche den Fashionmaster nicht wirklich. Auf meiner persönlichen Pro & Kontra-Liste stehen zu viele Kontras. Eben habe ich die letzten Kleidungsstücke damit gebügelt. Ja, mit der Zeit wird man wirklich schnell damit. Auch wenn ich ihn nicht brauche, ein wenig vermissen werde ich meinen „Kleinen“ schon ein bisschen… 004 (633x800)

Ich hoffe, ich konnte euch mit meinem Testlauf ein wenig bei der Entscheidung helfen, ob eine Dampfbügelstation, oder gar der #fashionmaster für euch geeignet ist. In den Text hier habe ich nochmal alle Videos von Miele mit eingebaut. Sollte der eine oder andere noch eine Frage haben, werde ich diese nach bestem Wissen und Gewissen beantworten.  🙂

Ich bin ein Dampfer – Fashionmaster Part 3

Nein, ich meine nicht meine E-Ziggi und deren Nutzung. Auch wenn die Fenster so aussehen, dass meine Dampfer-Freunde sagen würden, ich hätte ein paar dicke Wolken zu viel produziert. 023 (331x800)Diesmal dampfe ich beim bügeln. Und die Fenster sind so beschlagen, weil der Miele Fashionmaster jede Menge Dampf produziert. Erinnert ihr euch an meinen ersten Test? Also, die ersten paar Klamotten, die ich gebügelt habe? 010 (2) (800x600) Nun, normal verbrauche ich für diese Menge an Wäsche die Menge an Wasser, die in mein Nachfülltöpfchen passt. Aber seht euch mal den Wassertank vom Fashionmaster an! 021 (3) (751x800) Und ob ihr es glaubt, oder nicht, aber der war nach den paar Teilen tatsächlich fast leer. Kein Wunder, dass mein Fenster fast blind ist. Übrigens, wenn es draußen kalt ist, sollte man auch nicht das Fenster öffnen und dabei weiter bügeln. Weil, dann steht man in einer Dampfsauna…. 😉

Der viele Dampf sorgt allerdings dafür, dass Jeanshosen in Nullkommanix gebügelt sind. Ja, auch die Rückseite ist Faltenfrei, jedoch nicht wirklich geglättet. Da sollte man auf noch einmal kurz mit dem Eisen drüber gleiten, damit auch die Oberfläche geglättet ist. Da das mit dem 2-Seiten-gleichzeitig-bügeln oben am Bund, an den Taschen, nicht funktioniert, muss man sie eh umdrehen. Die Oberfläche vom Bügelbrett ist schön weich und dick gepolstert. Der Vorteil von dem Bezug ist, dass die Kleidungsstücke darauf haften. Bei Jersey-Shirts merkt man, wie angenehm das ist. Ist das T-Shirt gleichmäßig auf dem Bügelbrett ausgebreitet, bleibt es meist auch an seinem Platz. Nichts rutscht zurück und man kann schneller bügeln. Der Nachteil des Bezuges ist, dass die Kleidungsstücke darauf haften. Will man ein Kleidungsstück umlagern, anders hinlegen, muss man es immer ganz vom Bügelbrett hoch heben. Das dauert länger als ich es gewohnt bin. Dadurch verlängert sich natürlich die Bügelzeit. Obendrein bleibt wirklich jede Fluse und jeder Fussel an dem Bezug kleben. Im Produktvideo, wo gezeigt wird wie Herrenhemden gebügelt werden, wird die breite Auflagefläche hervorgehoben. Ich habe mir von meiner Schwester die Bügelwäsche geschnappt und die Hemden meines Schwagers gebügelt. Die Hemden hatten anscheinend eine falsche Form. Denn so gerade und passgenau wie im Video habe ich es nicht geschafft die Hemden über das Bügelbrett zu ziehen.  Zudem muss man die Hemden, und auch Damenblusen, so von vorne über die Ecke ziehen, damit man die hintere Passe bügeln kann. Denn von hinten ist das schlicht unmöglich. 006 (2) (800x600) Für schmale Damenblusen ist das Bügelbrett auch nicht wirklich geeignet. Denn diese im Schulterbereich so über das Brett zu legen, dass eine ebene Fläche zum bügeln entsteht, funktioniert auch nicht. 019 (800x616) Es ist eine echte Friemelsarbeit. Genau wie Kapuzen und ähnliche Sachen. 026 (3) (800x754) Dabei macht sich besonders der nächste Nachteil bemerkbar. Der Dampfschlauch am Bügeleisen ich schrecklich kurz. Ich bügel mit beiden Händen. Zwar mehr von rechts, aber zwischendurch wechsel ich schon mal die Richtung und nehme dafür die linke Hand. 007 (800x600) Auch an der Spitze vom Bügelbrett muss ich schon mal von links bügeln. Und das ist mit dem kurzen Schlauch wirklich schwierig. 023 (3) (461x800) Der Dampfschlauch wird auch noch heiß. Auf nackter Haut ist das richtig unangenehm. Es ist auch nicht möglich, das Bügeleisen aufzustellen. Will man keinen Brandfleck riskieren, muss man das Bügeleisen immer wieder auf die dafür vorgesehene Abstellfläche stellen. Der Weg, wenn man gerade am friemeln ist, wird einem lang. Und dann ist einem dabei auch noch ständig der Griff von der Dampfbügelstation im Weg. Der Dampfschlauch bleibt ständig dahinter hängen. 025 (519x800) Dafür gibt es nur ein Wort: lästig. Was meine Person angeht, ist mir noch ein weiteres Problem aufgefallen. Manche Kleidungsstücke bügel ich, wegen ihrem Schnitt, indem ich sie über das Bügelbrett ziehe. 037 (800x418) Die Stütze unter dem Brett ist mir dabei oft im Weg. Teilweise kann ich erst den oberen Teil eines Kleidungsstückes bügeln, dann erst den unteren. Wieder etwas, das Zeit kostet, da ich das Kleidungsstück doppelt so oft ausrichten muss. 005 (800x598) Die Stärke des Fashionmasters zeigt sich beim großflächigen bügeln. Große, glatte Flächen, egal ob dick oder dünn, sind schnell erledigt. Die Absaugfunktion ist so gut, dass die Kleidungsstücke sofort trocken sind. Es bleibt keine Restfeuchtigkeit vom Dampf zurück. Falls doch, einfach die Saugkraft erhöhen. Leider erhöht das auch die Lautstärke. Aufpusten kann sich die Bügelfläche aber auch. Bügelt man T-Shirts von hinten, erzielt man meist einen Abdruck des Halsbündchens. Nun ein Knopfdruck, und es wird nicht abgesaugt, sonder aufgepustet. Bei T-Shirts funktioniert das prima! Es dauert halt nur einen Moment mit dem Umschalten. Nach einer Weile ist mir das dann zu lästig, und ich mache es nach bewährter Methode: den Rückenstoff am Halsbündchen etwas anheben und Dampf durchpusten. Mittlerweile verbrenne ich mir auch nicht mehr die Finger dabei. Das zurück schalten in die Absaugfunktion dauert ja auch wieder. Ist das zu bügelnde Stück zu leicht, wird es von der Aufblasfunktion vom Bügelbrett gepustet. 028 (800x600) Hat das Kleidungsstück einen etwas dickeren Stoff, wird dieses nicht mal geglättet. Irgendwie logisch. Schließlich wird Dampf und Hitze vom Kleidungsstück ferngehalten. Den Dampf dabei von unten, aus dem Bügelbrett kommend, durch das Kleidungsstück pusten, das wäre genial.

Nach den ersten Stunden mit dem Fashionmaster muss ich also feststellen, dass er so seine Macken hat. Nicht alles ist so praktisch, wie es vielleicht gedacht ist. Dagegen begeistert es mich, wie leicht das Bügeleisen über die Stoffe gleitet. Egal ob dünn oder dick. Die beigefügte Gleitsohle für empfindliche Kleidungsstücke habe ich noch nicht gebraucht. Und die Dampfmenge ist richtig genial. Allerdings, hält man den Dampfknopf gedrückt, lässt der Druck des Dampfes nach einem Moment spürbar nach. Der Wirksamkeit tut das jedoch keinen Abbruch. Was mir fehlt ist eine Sprühfunktion. Hin und wieder passiert es, dass man doch eine Falte einbügelt. 021 (800x600) Und ohne ein bisschen Wasser zum sprühen bekommt man die einfach nicht mehr raus aus dem Gewebe. Mal sehen, ob ich in der letzten Testwoche noch die Gleitsohle für die empfindlichen Stoffe testen kann. Auch der Steamer hatte bisher Langeweile. 🙂

#fashionmaster

Mit Dampf voraus! – Fashionmaster Part 2

Mein Miele Fashionmaster ist aufgebaut und steht an seinem Platz, Wasserhärte ist getestet, Bügelwäsche steht parat, dann will ich mal bügeln. Zunächst aber muss ich warten, bis das Gerät aufgeheizt ist. Und schon stellt sich die nächste Einschränkung heraus. Das dauert nämlich. 030 (800x600) Ich habe mal die Zeit gestoppt. Die Uhr lief und lief und blieb dann bei knapp 4 Minuten stehen, 032 (800x600) als dann endlich die kleine Lampe, welche die Dampfbereitschaft anzeigt, aufleuchtete. Auch wenn ich verstehe, dass es bei so einem großen Gerät länger dauert, bis es aufgeheizt ist, so ist es mir persönlich etwas zu lang. Manchmal will ich nur ein Teil bügeln. Kennt sicher jeder die Situation. Da will man unbedingt ein bestimmtes T-Shirt anziehen, findet es aber nicht im Schrank, sondern im Bügelkorb. Normal stöpsel ich dann eben mein Bügeleisen ein, lege das Kleidungsstück bügelgerecht aufs Bügelbrett, und fange an zu bügeln. Mein normales, einfaches Bügeleisen ist dann nämlich schon aufgeheizt und kann sogar schon dampfen. Spontanbügeln fällt also schon mal aus. Dann brauche ich mein Bügeleisen zum nähen. Auch da ist die lange Aufheizzeit ehe kontraproduktiv. Natürlich könnte ich die Dampfbügelstation die ganze Zeit eingeschaltet lassen, damit das Bügeleisen heiß ist, sobald ich es gebrauche. Nur, wäre es, bei dem großen Gerät, nicht Energieverschwendung? Dann kommt mir da auch noch eine Sicherheitsschaltung dazwischen. Wird das Bügeleisen länger als 3 Minuten nicht bewegt, schaltet die Heizung des Bügeleisens ab. Dampfen geht nach einer Weile auch nicht mehr. Nach 14 Minuten schaltet sich die gesamte Dampfbügelstation aus. Was auf der einen Seite beruhigt, ist auf der anderen sehr lästig. Mein Haushaltsbügeleisen bewege ich kurz, dann ist es innerhalb kürzester Zeit wieder einsatzbereit, und ich kann zügig weiternähen. Bei dem Fashionmaster heißt es also: Einschalten, in Ruhe Kaffee oder Tee zubereiten, dann kann gebügelt werden.

Die Temperatureinstellung am Bügeleisen muss ich nicht extra erklären. Die ist wie an jedem anderen Bügeleisen auch (3-Punkte-System). Oben auf sitzt der Knopf für den Dampf. 018 (2) (673x800) Da kann man entweder Stoßweise dampfen, oder man betätigt den Schieber zum feststellen und hat Dauerdampf. Aber Vorsicht! Bei meinem ersten Versuch mit dauerndem Dampf habe ich mir erst mal hübsch die Finger verbrannt. Da kommt doch ein wenig mehr Dampf raus als beim einfachen Dampfbügeleisen. Gewaltig mehr sogar. Die Propeller sind für die Absaugvorrichtung am Bügelbrett. 016 (669x800) Wo die Pfeile rauf und runter zeigen, stellt man ein, ob Luft/Dampf abgesaugt, oder die Luft nach oben geblasen wird. Am großen und kleinen Propeller stellt man ein wie stark abgesaugt wird. Ich finde es praktisch, dass man das direkt am Bügeleisen einstellen kann. Das Bügeleisen ist zwar etwas schwerer, aber nicht zu schwer. Dafür benötigt man weniger Druck beim bügeln. 013 (800x677) Was mich stört, ist die etwas kompakte Form der Spitze. 015 (721x800) Das macht das bügeln um Knopflöcher oder von Kellerfalten etwas knifflig. Vielleicht bin ich auch nur durch die Aussparungen meines einfachen Bügeleisens etwas verwöhnt. 020 (2) (800x600) Der Dampf kommt nur vorne aus der Bügelsohle heraus. Ich weiß nicht, ob es an der Wabenform der Bügelsohle liegt, aber der Dampf verteilt sich einwandfrei. Auch gleitet das Bügeleisen damit gut über die verschiedensten Textilien. 026 (2) (800x638) Allerdings bemerke ich dadurch keinen Vorteil, oder eine Verbesserung zu meinem eigenen Eisen. 024 (2) (450x800) Das Beste am Fashionmaster ist eindeutig die Dampfmenge. Und die Absaugvorrichtung. Wenn der Dampf abgesaugt wird, bleibt nämlich auch keine Feuchtigkeit in der Wäsche zurück. Sie muss nicht erst auskühlen, bevor sie zusammengelegt wird. Beides sorgt für die schnellere Geschwindigkeit beim bügeln. Doppelt so schnell wie normal ist es nicht. Bei mir jedenfalls nicht. Vielleicht muss ich auch erst noch ein wenig üben. Aber immerhin gleicht es die Zeit vom Aufheizen wieder aus. Für den ersten Test habe ich eine gute halbe Stunde benötigt. 010 (2) (800x600) Für die Menge eigentlich eine normale Zeit. Aber normal mache ich ja auch keine Fotos zwischendurch. 🙂 #fashionmaster

Dampfbügeln für Anfänger – Fashionmaster Part 1

Da ist er also angekommen. 017 (526x800) Der Fashionmaster von Miele. Ohne den netten Mann von der Spedition wäre der schwere Karton allerdings nicht bis in meine Wohnung gelangt. Mädels, das Teil ist schwer! Richtig schwer sogar! Solltet ihr so eine Station eines Tages käuflich erwerben, sorgt für mindestens einen starken Mann, der hilft. Wenn ich die Bügelstation wieder zurück schicken muss, bekomme ich hoffentlich Hilfe. Denn alleine werde ich das Gerät nicht wieder in den Karton bekommen. 020 (800x448) Bin schon mächtig stolz auf mich, dass beim Auspacken der Karton heile geblieben ist! Dann schauen wir uns das Gerät mal an. 022 (348x800)

Zunächst einen Blick in die Gebrauchsanleitung. 025 (800x644) Auch wenn das Gerät ein hohes Gewicht hat, so machen die Plastikteile einen etwas zerbrechlichen Eindruck. Also erst mal informieren, bevor ich vielleicht was kaputt mache. Und wenn man die Bügelfläche nach vorne ausklappt, muss man alles auch gut festhalten. Sonst kippt es glatt um. Auch geht nicht alles so geschmeidig und leicht wie im Video. Um die Bügelfläche einzuhaken, braucht es schon ein wenig Schwung, damit es endlich hält. Immerhin, es hält und meine Bügelstation steht schließlich startbereit im Raum. 027 (800x600) Nachdem ich die Höhe verstellt habe, habe ich dann auch die Restwasserschublade gefunden, welche sich unter der Abdeckung versteckt gehalten hat. 030 (800x600) Darunter ist das Fach für das Kabel und einer Halterung, wo man das Kabel dran aufhängen kann, falls es einem im Weg sein sollte. 031 (800x700) Den Dampfschlauch (ja, so heißt das) in den Dampfanschluss stecken, und dann den Gummiring, welcher am Schlauch befestigt ist, in die Halterung pfriemeln. 036 (728x800) Bevor ich weiter machen kann, muss ich erst mal heraus finden, wie hart mein Wasser ist, damit ich die Dampfbügelstation auf die entsprechende Wasserhärte einstellen kann. So weiß das Gerät wann es sich melden muss um entkalkt zu werden. Für den Fall hat man vorsorglich schon mal Entkalkertabletten beigefügt. Die werde ich aber erst mal nicht brauchen. Dafür aber den beigelegten Teststreifen. 038 (800x435) Diesen stecke ich für eine Sekunde ins Wasser und warte. Sind das nun ein, oder zwei Felder in Rot? 044 (800x445) Nach dem Einstellen der Wasserhärte und Auffüllen des Wassertanks wird es dann spannend. Ich schalte die Dampfbügelstation ein. 047 (800x740) In der Anleitung steht, dass während des Betriebes Pump-, Koch- und Klopfgeräusche zu hören sind. Ich war also auf Geräusche gefasst. Das dann zu hörende Brummen war dann doch überraschend laut. Die Hunde sind zusammengezuckt. In hellhörigen Wohnungen, oder bei Geräuschempfindlichen Nachbarn könnte das problematisch werden. Also immer schön auf die Ruhezeiten achten.

Bevor ich weiter getestet habe, bin ich mit meiner Bügelstation dann aber ins Wäsche-, Näh- und Bügelzimmer umgezogen. Dort habe ich mein normales Bügelbrett stehen. Immer griffbereit und startklar, nutze ich es auch für meine Näharbeiten. 001 (800x537) Natürlich ist auch ein Platz für die Hunde daneben. Der Fashionmaster ist ein wenig größer, aber er passt ganz gut in die Ecke. 004 (800x600) Beim Umzug musste ich jedoch abermals feststellen, dass es nicht so einfach geht, wie man es im Video sehen kann. Wegen dem hohen Gewicht muss man den Griff gut festhalten. Die Rollen gehen leicht. Um das Gerät aber so dicht an die Wand zu stellen, braucht man Platz zum rangieren.

Meine erste Erkenntnis nach dem Aufbau? So ein Gerät sollte man sich nie einfach im Internet bestellen, sondern im Laden in aller Ruhe ansehen. Der Aufbau ist nicht schwer, aber es ist halt kein Bügeleisen, dass nur eingestöpselt werden muss.  #fashionmaster

 

Bügeln – Ist das heute noch nötig?

Es ist schon interessant, was man alles zu hören bekommt, wenn man folgenden Satz in den Raum wirft: „Ich muss noch bügeln“. Sehr häufig heißt es dann „Darf ich dir meine Wäsche auch noch vorbei bringen?“. Manchmal bekommt man auch ein wenig Mitgefühl, gepaart mit einer abfälligen Bemerkung darüber, wie lästig die Bügelei doch ist. Ein paar Berichte, wie der Einzelne die Arbeit des Wäsche bügeln in Angriff nimmt, sind auch breit gestreut. Manch einer sammelt bis nichts mehr in den Wäschekorb passt, oder der Kleiderschrank leer ist. Einer bügelt immer sofort alles weg, damit nichts liegen bleibt. Ein Anderer bügelt T-Shirts nur von einer Seite, da die andere sich von alleine glatt liegt. Praktisch jeder versucht sich vor dieser unliebsamen Arbeit zu drücken, oder sie sich zu erleichtern. Einmal wurde ich sogar richtig angefeindet. „Bügeln ist heute doch nun wirklich nicht mehr nötig!“ Ist es das wirklich? Wieso bügeln wir eigentlich unsere Wäsche? Oder wieso nicht? 010 (800x279)

Ich kann nur für mich selber sprechen. Für mich war bügeln immer etwas normales. Meine Mama hat mir beigebracht, dass man das so macht. Früher wurde schon deswegen mehr gebügelt, da Stretch noch nicht so üblich gewesen ist. Und Weichspüler hat man auch nicht so intensiv genutzt wir heute. Erst recht waren Trockner nicht in so vielen Haushalten zu finden wie heute. Und weil jede Hausfrau bügelte, wurde auch mir das beigebracht. Oft genug empfinde ich bügeln als lästig, besonders im Sommer. Aber ich mag gebügelte Wäsche. Selbst qualitativ minderwertige Kleidung sieht gebügelt besser aus, gepflegter. Gebügelte Bettwäsche aus Baumwolle fühlt sich im Sommer auf der Haut kühler an. Zerknitterte Blusen oder Hemden wirken schlampig. T-Shirts entknittern beim tragen auf warmer Haut, aber die Stoffoberfläche sieht dann oft aufgeraut aus. Und im Kleiderschrank sieht gebügelte Wäsche erst recht gut aus. Sie verbraucht sogar weniger Platz. Dann schneidere ich ja immer wieder mal. Den Stoff wasche ich meistens vor, falls er einlaufen sollte. Zuschneiden funktioniert aber nur auf glattem Stoff. Also muss ich ihn bügeln. Und in fast jeder Nähanleitung steht irgendwo der Satz „Nähte auseinander bügeln“. Wer näht, der weiß einfach, dass gut gebügelt halb genäht ist. Wer Patchwork macht, weiß das noch besser als jeder andere. Wenn da nicht jede einzelne Naht ordentlich gebügelt ist, hat man am Ende keine schöne Decke, sondern ein krummes, schiefes Ding mit buckeliger Oberfläche. Darüber hinaus bin ich der festen Überzeugung, dass gebügelte Wäsche länger hält. Vielleicht achtet man seine Kleidung auch einfach nur mehr und pflegt sie besser. Für diese Theorie gibt es allerdings keinen Beweis.

Klar, bügeln gehört nicht unbedingt zu meiner Lieblingsbeschäftigung. Steht diese Arbeit an, brauche ich ein wenig Motivation. So stelle ich mir vor, wie ich mich über die fertige Arbeit freue, wie schön es ist, frisch gebügelte Kleidung aus dem Schrank zu nehmen. Oder ich sage mir, dass, nach Fenster putzen, bügeln die Hausarbeit ist, welche die meisten Kalorien verbrennt. Gute Musik, oder ein schönes Hörbuch helfen natürlich auch. Vernünftiges Arbeitsgerät ist wichtig. Die meisten von uns haben sicher ein Dampfbügeleisen zu Hause. Wer es so ziemlich perfekt haben will, besitzt eine Dampfbügelstation. Vor einigen Jahren habe ich mal eine ausprobiert. Nur kurz. Auch stand kein passendes Bügelbrett zur Verfügung. Aber ich war begeistert, wie viel schneller alles gebügelt ist, hat man genug Dampf im Eisen. Gerne hätte ich mir eine gekauft, nur sind diese Geräte doch etwas teurer. Es gab immer etwas, das wichtiger war. Mein normales Bügeleisen hat mir immer gereicht. Aber trotzdem habe ich vor einigen Wochen die Chance ergriffen und mich für einen Test beworben. Obwohl ich mich nicht unbedingt für die geeignete Person für solch einen Test halte, wurde ich tatsächlich ausgewählt. Die nächsten 4 Wochen darf ich eine Dampfbügelstation der Luxusklasse für den privaten Haushalt auf Herz und Nieren testen. Ich darf heraus finden, was ihre Stärken und Schwächen sind, und ob sie für einen normalen Haushalt hilfreich ist. Wer mal ‚luschern‘ möchte, kann sich das Gerät mal in diesem Video ansehen. Am Freitag ist der große Karton geliefert worden. 017 (526x800) Und nun? Nun bin ich gespannt darauf, wie alles funktioniert. Und ja, ich werde natürlich ausführlich darüber berichten! #fashionmaster

Waschmittel einfach selber hergestellt

*Beitrag enthält Werbung durch Verlinkung zu weiterführenden Informationen und Abbildung verwendeter Produkte*  Der Januar ist fast zu Ende. Die Weihnachtsplätzchen sind alle aufgegessen, und die Süßigkeiten vom bunten Teller sind auch fast alle vernichtet. Gestern habe ich die ersten Kraniche gen Norden ziehen sehen. Auf meiner Fensterbank treibt bereits die zweite Hyazinthe und verbreitet ebenfalls Frühlingsduft. Und damit erwacht in mir die Sehnsucht nach Frische. Also fange ich wieder an zu räumen und zu putzen. Wie ich meinen Frühjahrsputz plane, habe ich im letzten Jahr ja schon hier beschrieben. Auch eine Intensivreinigung der Waschmaschine steht wieder auf dem Programm. Bei dem Gedanken an die Waschmaschine ist mir dann eingefallen, dass ich da neulich über ein Rezept zur Herstellung von Waschmittel gestolpert bin. Das hörte sich einfach und auch günstig an. Also habe ich mir die Zutaten besorgt und losgelegt.

016 (800x698) Viel braucht es ja nicht. Bissel Soda, Kernseife, Duftöl (bekommt man alles im Drogeriemarkt) und Wasser. Die Kernseife raspeln war etwas schwer. Denn die bleibt ehe an der Reibe kleben, als in den Behälter zu fallen. Also habe ich mit einem Küchenmesser dünne Flocken abgeschnitten. Schnell das Wasser aufkochen und dann rein mit den Zutaten 017 (800x600). Nachdem sich das abgekühlt hatte, hatte sich eine feste Schicht gebildet. 019 (770x800) Nach dem Zufügen der nächsten Portion Wasser, und dem nochmaligen Aufkochen, hatte sich aber alles in eine cremige Masse verwandelt 020 (800x734). Also noch das Duftöl dazu. Ich habe mich für Lemon entschieden 021 (800x696). Am nächsten Tag hatte die Flüssigkeit eine festere Konsistenz 025 (800x639). Nach dem Durchrühren mit dem Schneebesen, hat es mich irgendwie an festen Wackelpudding erinnert 028 (800x737). Nachdem ich aber den Rest heißes Wasser zugefügt hatte 030 (800x676), verwandelte sich alles alsbald in eine cremig, schaumige Masse 032 (800x718), welche sich dann auch in die bereit stehende Flasche einfüllen lies. 033 (531x800)

Mittlerweile habe ich ein paar Mal damit gewaschen. Das Mittel ist immer noch etwas dickflüssig. Man muss die Flasche halt immer schütteln, bevor man es portioniert. Dann hatte ich doch zu wenig Duftöl genommen. Nach der ersten Wäsche habe ich dann schnell noch ein paar Tropfen in die Flasche gegeben. Mittlerweile duftet die Wäsche zart zitronig. Die erste Test-Maschine bestand aus sehr dreckigen Handtüchern, welche ich nutze um die Hunde nach dem Spaziergang abzurubbeln. Die Flecken sind nicht ganz raus gegangen. Dafür waren die Handtücher nicht so hart wie sonst wenn ich keinen Weichspüler verwende. Vielleicht hilft es beim nächsten Mal, etwas mehr Waschmittel zu nehmen. Das muss ich noch austesten. Leicht verschmutzte und verschwitze Wäsche wird aber angenehm sauber. Als bekennender Duft-Junkie fehlt mir jedoch eine gewisse Frische. „Nur“ sauber und zitronig reicht mir nicht wirklich. Deswegen gebe ich noch eine kleine Menge Weichspüler mit hinzu. Ich nutze deutlich weniger als sonst, was aber ausreicht um meine Nase zu befriedigen. Ich werde also noch weiter damit waschen. Denn bis auf stark verschmutzte Wäsche, bin ich mit der Reinigungsleistung zufrieden. Günstig ist es zudem auch. Ich brauche nur noch ein paar Leerflaschen, damit ich beim nächsten Mal gleich mehr herstellen kann. Damit sich der Aufwand auch lohnt.

Vielleicht testet der eine oder andere auch mal das Waschmittel Marke „Selfmade“ und mag mir berichten?! Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen damit! 🙂

Kuchen, Mus, Marmelade… alles mit Äpfeln

*Beitrag enthält Werbung durch Verlinkung zu weiterführenden Informationen*  Letztens, als das Wetter noch schön war, habe ich die Apfelbäume bei meiner Schwester geplündert019 (800x600). Na, geplündert ist vielleicht etwas viel gesagt. Ohne Leiter oder Pflückhilfe kam ich nur an die unteren Äpfel ran. 016 (800x497) Aber auch das hat gereicht um zwei große Eimer zu füllen. Für mich mehr als genug! So herrlich verlockend wie die Äpfel ausgesehen haben, hätte ich sicher sonst zu viele mitgenommen. Die Pflückerei kam mir auch gar nicht wie Arbeit vor. Der Himmel leuchtete blau, die Sonne strahlte, die Schafe umringten uns neugierig 018 (800x600) und die Gänse und Enten des Nachbarn passten auf 006 (758x800), dass noch Äpfel für sie übrig blieben. Eben ein rundum perfekter Tag auf dem Land an einem goldenen Oktobertag. 017 (800x600)

Jetzt, wo es draußen neblig und ungemütlich ist, denke ich gerne an diesen Tag zurück. Und mit den Äpfeln, besonders ihrem Geschmack, bleibt diese Erinnerung lebendig. Ist es nicht schön, dass man mit so einfachen Dingen ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann? Was mich persönlich auch zum lächeln bringt ist ein leckerer Kuchen. Wie wäre es also mit einem leckeren Apfelkuchen auf Hefeteig? Nachdem ich diverse Rezepte ausprobiert habe, kann ich dieses hier empfehlen: 027 (720x800)

  • 500g Mehl
  • 60g Butter oder Margarine
  • 60g Zucker
  • 7g Salz (Prise)
  • 1 Päckchen Hefe
  • 200ml Milch – lauwarm
  • 1 Ei

Zuerst eine Mulde im Mehl formen und in diese den Zucker (für einen süßen Kuchen darf auch ein Löffel extra rein), das Salz  und die zerbröckelte Hefe geben 030 (800x735). Dann die lauwarme Milch darüber gießen und vorsichtig umrühren. 031 (800x704) Das ergibt einen Vorteig. Mit einem Küchentuch abdecken und eine viertel Stunde stehen lassen. Die wie aufgeschäumt wirkende Masse sieht dann zwar nicht sehr appetitlich aus 034 (800x720), aber genau so ist es richtig. Dann das ganze mit dem Knethaken der Rührmaschine durchwalken und jetzt erst die Butter o. Margarine und das Ei zugeben. Macht man das vorher, reagiert die Hefe nicht. 035 (746x800) Wenn die Maschine alles verquirlt hat, kommen die Hände zum Einsatz. Den Teig einmal kräftig kneten 038 (800x658). Je mehr man knetet, desto lockerer wird der Teig anschließend. Aber erst darf der Teig unter dem Tuch noch ein Stündchen schlafen 040 (800x626). Leider nur der Teig, nicht ich, denn die Äpfel müssen ja noch geschält 042 (800x724) und in dünne Scheiben geschnitten werden. Ist der Teig schön aufgegangen 044 (800x599), diesen nochmal gut durchkneten und auf dem eingefettetem Backblech verteilen 045 (800x487). Auf dem Teig dann die Apfelscheiben dicht an dicht in den Teig drücken, mit Zucker und Zimt bestreuen 046 (800x623) und dann bei 170°C (Umluft) ca. 30 Minuten backen, bis die Teigränder braun geworden sind 047 (800x573). Sollten die Äpfel sehr sauer sein, darf nun auch noch ein wenig zusätzlicher Zucker auf den Kuchen. Den Apfelkuchen kann man problemlos einfrieren. Weswegen ich sicher noch einen oder zwei davon backen werde. Weil, der ist echt lecker! 050 (800x600)

Für die nächste Aktion mache ich es mir erst mal gemütlich. Meine Apfel-Schälstation habe ich im Wohnzimmer aufgebaut. 070 (800x525) Alles griffbereit hinstellen, Tasse Kaffee dazu, im TV eine Folge „Goldrausch in Alaska“, und schon ist die Arbeit schnell erledigt. Ist der Kaffee dann leer, ist der große Topf mit einer genügend großen Menge an Äpfeln gefüllt 071 (800x491). Ich will Apfelmus herstellen. Dafür müssen die Äpfel zwar nicht unbedingt geschält werden, aber dann benötigt man später einen Pürierstab, damit die Masse auch wirklich zum Mus wird. Dadurch wird aber auch alles sehr fein in der Konsistenz. Zu fein für mich. Meine geschälten Äpfel wasche ich noch einmal kurz ab, dann wandern sie wieder mit einem Schuss Wasser zusammen in den Topf. Zucker darüber streuen und erhitzen 082 (800x737). Bei kleiner Flamme die Äpfel dann so lange köcheln bis sie zerfallen. 085 (800x686) Zwischendurch immer wieder rühren, rühren, rühren, bis keine größeren Stücke mehr zu erkennen sind. Vorsicht beim rühren wenn es spritzt. Das ist mehr als unangenehm wenn es einen trifft. Will man probieren, ob das Mus auch süß genug ist, ein wenig auf einen kleinen Teller geben und warten bis es abgekühlt ist. Dann verbrennt man sich nicht so leicht die Zunge und kann auch die Süße besser schmecken. Wer süße Äpfel nutzt, sollte bis zum Ende warten mit dem Zucker. Mir sind saure Äpfel zum Mus machen lieber. Also muss ich meist nachzuckern, bis mir mein Mus schmeckt. Bin ich zufrieden, fülle ich einige kleine Portionen in Gefrierdosen ab, zum einfrieren. 091 (800x711) Durch den Zuckergehalt ist das Apfelmus jedoch auch im Glas haltbar. Die große Portion ist für einen Kuchen gedacht. Das müsst ihr mal probieren. Ein schneller Apfelmus-Kuchen: Ein Tortenboden, darauf das Apfelmus verteilen und dazu ein Klecks Schlagsahne. Ich kann nur sagen: mjiammi!

Ersetzt man beim Mus kochen einen Teil des Zuckers durch Gelierzucker (ich bilde mir ein, dass es dann etwas fester wird) und fügt noch Zimt dazu, hat man eine leckere Apfelmus-Zimt-Marmelade. Gelierzucker ist aber nicht zwingend notwendig. Normaler Zucker reicht auch aus. 096 (800x600) Diese Marmelade schmeckt wunderbar auf frischen Brötchen, Pancakes oder auch als Füllung in einem Blätterteig. Nun bin ich mit Kuchen, Mus und Marmelade erst mal für eine lange Zeit versorgt. Ein paar Äpfel sind noch über. Damit werde ich mal ein Rezept für Apfelkekse testen, welches ich in einer facebook-Gruppe gefunden habe. Aber das erzähle ich ein anderes Mal 🙂 Vielleicht macht ihr jetzt auch erst mal einen Ausflug auf’s Land und sucht nach Apfelbäumen. Entweder fragt man in der Nachbarschaft, ob man sich Äpfel pflücken darf, oder man sammelt einfach die auf, welche schon auf dem Boden liegen. Die sind nicht unbedingt schlecht. Nutzt, was die Natur gerade so verschwenderisch anbietet! Wer diese Möglichkeit nicht hat, sollte sich auf den Markt begeben. Nicht nur weil die Äpfel jetzt besonders günstig sind, sondern auch um regionale Ware zu bekommen. So kann man auch was für die Umwelt tun. 😉

Nachtrag: Wer Angst vor Hefeteig hat, oder noch Fragen dazu, dem kann ich den Beitrag hier von Zucker, Zimt und Liebe zum nachlesen empfehlen 🙂