365 Tage ohne meets Frau Maier – Moderne Stilberatung

Ja, es ist wahr. Über die 365 Tage ohne-Challenge wird geredet. In diesem Fall wurde ich sogar um ein Interview gebeten! Für mich eine richtige Premiere. Umso aufgeregter habe ich der Veröffentlichung entgegen gefiebert. Aber von Anfang an…

Wie du vielleicht mitbekommen hast, schwärme ich in der letzten Zeit von Frau Maier – Moderne Stilberatung. Besonders geflasht hat mich die 5-Tage-Stilmission. (Davon soll es übrigens eine Wiederholung geben. 😉 ) Es waren aufregende Tage! Dabei ist mir aufgefallen, mit was für einem eingeschränkten Blick wir in den Spiegel schauen, oder in den Kleiderschrank greifen. Da laufen wir nicht nur mit Scheuklappen rum, sondern auch noch mit einem dicken Balken vor den Augen. Und sollten wir tatsächlich etwas sehen, dann garantiert nur das, was wir NICHT gut an uns finden. Auch die Phantasie, mit der wir unsere Kleidung zusammenstellen, leidet unter der Gleichförmigkeit des Alltags. Und da mein Kleiderschrank ja immer noch nicht so gefüllt ist, wie ich es gerne hätte, kam dieser Anstoß genau richtig. Damit es aber nicht nur ein Anstoß bleibt, muss man dran bleiben. Seinen Stil, seine eigene, ganz persönliche Kleidermischung finden, ist ein Prozess. Und wie beim Sport ist es hilfreich, wenn man einen guten Trainer an der Seite hat. Denn genaugenommen ist es ein Training. Es dauert, bis man den Blick für „das Richtige“ hat. Deswegen war ich überglücklich, dass ich jetzt auch noch die Gelegenheit bekommen habe, beim 8-Wochen Stilkurs mitzumachen. Das ist übrigens der Grund, wieso ich im Moment etwas ruhiger hier bin.

Da die Katharina, Frau Maier, auch noch eine absolut herzliche, liebe und mitreißende Person ist, fällt es leicht mit ihr ins Gespräch zu kommen. Auch wenn diese Gespräche bisher nur virtuell abgelaufen sind. Als ich dann eines Tages ein Posting auf Facebook von ihr kommentierte und dabei die 365-Tage-Challenge erwähnte, kam von ihr spontan die Frage, ob ich dazu nicht etwas schreiben möchte. Klar schreibe ich gerne! Ich meine, du kennst mich. Eines der wichtigsten Dinge, die ich in der Schule gelernt habe, ist das schreiben mit 10-Fingern. Damit bin ich fast so schnell wie mit meinem Mundwerk. Aber dass das dann auch noch bei einer so großen Seite veröffentlicht werden soll, hat doch Herzklopfen verursacht. Und jetzt ist es endlich soweit! Ich bin sehr gespannt, wie es dir gefällt! 😀

Wie 365 Tage OHNE selbstsicher und stolz machen  (<- drauf klicken)

Und während ich nun auf ein Feedback von Dir warte, schneide ich noch ein bisschen Stoff zu. Am liebsten würde ich jetzt ständig an der Nähmaschine sitzen. Wieso? Weil ich ganz langsam weiß, was ich (an Kleidung) haben will. Ich habe Lust auf Experimente. Lust auf mehr als nur das Notwendige. Trotzdem konzentriere ich mich jetzt erst mal auf die Basisgarderobe, selbst wenn es mir schwer fällt. Und was braucht man bei diesen Temperaturen? Genau. T-Shirts. Nicht mehr lange, und ich kann endlich die letzten Reste der gekauften Kompromisse aus dem Schrank entsorgen. Dann liegen und hängen da nämlich nur noch die echten Wohlfühl-Teile! 

Und zum Abschluss habe ich noch das Fazit der Challenge von PiexSu. Kristin hat die Challenge ja ins Leben gerufen. Für sie und auch für viele andere Teilnehmer der Challenge ist es mittlerweile ziemlich normal geworden, die benötigte Kleidung zu nähen. Und selbst die, die nicht so ganz durchgehalten haben, gehen bewusster einkaufen. Und das ist doch ein Erfolg, oder?

Bewusst (Stoff) einkaufen ist auch für die liebe Bettina von Tina’s bunte Welt normal geworden. Genau wie jetzt ich, hat sie den Kurs bei Frau Maier schon besucht. Und es ist absolut genial zu beobachten, wie sehr sich ihr Kleidungsstil seitdem wandelt. Sie strahlt ohne dabei lachen zu müssen. Einfach nur, weil sie jetzt Farben wählt, die einfach zu ihr als Persönlichkeit passen. Zudem ist sie eine Meisterin an der Nadel. Es lohnt sich wirklich, mal bei ihr vorbei zu schauen!

Schnittmuster erstellen mit Hilfe von kaidso Onlinekurs

Wer selber näht, macht das aus vielerlei Gründen. Der eine hat einfach Freude am nähen, der andere will seine Kreativität ausleben, der nächste findet keine Kaufkleidung die ihm gefällt, und dann gibt es noch diejenigen, deren Körper nicht ganz in Konfektionsmaße rein passt. Letzterer muss dann aber feststellen, dass auch die gängigen Schnittmuster oft angepasst werden müssen, damit sie für die eigenen Körperformen geeignet sind. Da ist es ganz normal, dass man irgendwann anfängt zu überlegen, ob man da nicht gleich seine eigenen Schnittmuster entwerfen sollte. Nur, wie fängt man da an? Will man dafür nicht extra das Haus verlassen, kann man dafür im Internet diverse Kurse erwerben. Wenn man sich vorher ein wenig über Schnittmustererstellung informiert hat, dann hat man schon ein gewisses Maß an Respekt vor dieser Arbeit. Ist es also möglich, mit Hilfe eines Videokurses, ein Schnittmuster zu erstellen?

Svenja Köhler von kaidso Onlinekurse verspricht, dass das wirklich jeder lernen kann. Und auch, dass das ganz einfach ist. Und um mir das zu beweisen, hat sie mir angeboten ihren Grundkurs zur Schnitterstellung für ein Tank Top zu testen. Weil ich mich über diese Gelegenheit sehr freue, ist es mir hoffentlich gestattet, dass ich hier ein bissel Werbung mache. 🙂

Svenja ist eine sehr charmante, spritzige, junge Frau, welche mit Begeisterung bei der Sache ist. Diese Begeisterung merkt man auch im Videokurs deutlich. Ich fand das wirklich sehr süß, wie sie ständig vergisst Luft zu holen, weil sie einem so viel erzählen will. Obwohl es den Anschein macht, dass sie wirr und ohne Punkt und Komma spricht, verliert sie nie den roten Faden. Und tatsächlich, ich habe verstanden was sie mir beibringen will. Ich habe mir den Kurs einmal angesehen, dabei Notizen gemacht und später nur noch einzelne Sequenzen rausgesucht um mich selber zu überprüfen, ob ich alles richtig gemacht habe. Wobei das „richtig“ hier nicht so ernst genommen wird. Eigentlich bekommt man eine Grundlage mit der man unendlich spielen kann. Immer wieder ermuntert Svenja einen, etwas auszutesten, die Phantasie zu benutzen und seinem Gefühl zu folgen. Ein wirkliches Muss gibt es nicht. Wer exakte Anweisungen braucht, gerade Linien und vorgegebene Kurven, ist hier falsch. Vorgegeben ist nur die eigene Körperform und das Kleidungsstück, was man herstellen möchte. Und dafür gibt es dann noch praktische Tipps. Nachdem ich mich also nach Anweisung vermessen und die Zahlen im praktischen Vordruck eingetragen habe, ging es dann ans zeichnen.  Zum Glück hatte ich noch genügend Packpapier im Haus. Es hat mich nur furchtbar genervt, dass sich das ständig aufgerollt hat. Später habe ich es gebügelt. Sollte ich vielleicht in Zukunft zuerst machen. 😀 Anhand der Maße entwickelt sich dann wie von Zauberhand die Silhouette eines Schnittmusters.  Und plötzlich liegt die Vorlage vor einem.  Sieht einem Tank Top ja schon mal ähnlich. Also schnell auf Stoff übertragen, ausschneiden, ein paar schnelle Nähte und schon steht die erste Anprobe an.  Bitte mal nicht auf meine Haushalts-Hunderunden-Waldfrisur achten… Davon mal abgesehen, sieht es doch gar nicht so schlecht aus. Einen Moment habe ich noch überlegt, ob ich einen Abnäher mache, habe mich aber dann dagegen entschieden.  Ich war neugierig, ob die Ecke mit den Bündchen verschwindet, oder nicht. Am längsten hat dann wirklich die Fummelei mit den Bündchen gedauert. Das lag aber am Stoff, und dass dieser sich ständig eingerollt hat. Am Saum habe ich mir das Bündchen dann gespart. Nur gesäumt und umgenäht. Tadaa, mein erstes, selbst entworfenes Kleidungsstück.  Beim nächsten Mal könnte ich den Ausschnitt etwas tiefer setzen. Und für mich werde ich auch Abnäher einbauen. Damit das Shirt noch besser sitzt.  Ein paar Zentimeter kürzer sähen vielleicht auch vorteilhafter aus. Dafür muss ich an diesem Shirt nicht ständig rumzupfeln weil es immer hoch rutscht. Und ich kann den Ausschnitt so tief gestalten, wie ICH es möchte. Bei den gekauften Tops hüpft ständig was raus. Aber darum geht es jetzt ja nicht. Auch nicht um hübsche Bilder. Wichtig ist, es funktioniert! Mit Maßband, Stift und Papier kann man ganz einfach ein Schnittmuster erstellen. Für mich als Anfänger auf diesem Gebiet ein echtes Erfolgserlebnis!

Svenja, Du hast Recht gehabt. Es ist einfach. Und es macht Mut und weckt die Lust auf mehr. Und dann mache ich Dir auch extra schöne Bilder zum zeigen. 😀  Noch einmal vielen Dank für die Gelegenheit zu diesem Test!

365 Tage ohne – Das Jahr ist um!!

Heute vor einem Jahr ist die Challenge #365tageohne gestartet. Ein ganzes Jahr keine Klamotten kaufen, lautete die Aufgabe. Weil wir eine Gruppe von HobbyschneiderInnen waren, wollten wir statt dessen alles benötigte selber nähen. Nur ein paar Ausnahmen waren erlaubt. Aber auch da haben wir uns auf maximal fünf Dinge beschränkt. Wir wollten uns nicht kasteien, sondern ein neues Bewusstsein für Konsum bekommen. Es haben sich auch welche angeschlossen, die „nur“ einen übervollen Kleiderschrank besitzen. Der eine oder andere hatte schon vor uns mit der Challenge gestartet. Und die Nachzügler waren/sind uns auch willkommen.

In der dazu gehörenden Facebook-Gruppe war leider irgendwann kaum noch was los. Da keine Nähgruppe, wollten wir die Pinnwand nicht mit genadelten Stücken zupflastern. Und dann fiel kaum noch jemandem eine Variation von „ich habe diese Woche nichts gekauft“ ein. Auch mir gingen zwischendurch die Ideen für passende und interessante Beiträge zu dem Thema aus. Dazu kam noch, dass gelieferte Informationen über Fast-Fashion, Herstellungsverfahren, Arbeitsbedingungen und Umweltverschmutzung bei der Stoffherstellung , zumindest für mich, oft verstörend und erschreckend gewesen sind. Ich kann nur von mir persönlich sprechen, aber ich fühle mich schuldig, weil ich zu all diesen Dingen durch mein Konsumverhalten beigetragen habe. Auch ein Gefühl von Machtlosigkeit kommt immer mal wieder hoch. Die große Welt kann ich nicht retten. Aber ich kann bei mir selber anfangen, vor meiner Haustüre. Deswegen ist meine Begeisterung für diese Challenge immer noch auf einem sehr hohen Niveau! Einige Mädels haben nicht durchgehalten und sind aus der Gruppe ausgetreten. Vielleicht war es ihnen auch nur in der Gruppe zu langweilig. Ich weiß es nicht. Andere haben nichts mehr geschrieben weil sich ihr Leben verändert hat. Die Prioritäten liegen gerade woanders. Aber weil sie nichts schreiben, heißt das nicht, dass sie aufgegeben haben.

Wie habe ich nun dieses Jahr erlebt? Nun, am Anfang war ich sehr aufgeregt. Und voller Tatendrang. Und auch ziemlich nervös. Normal rede ich über große Vorhaben nicht öffentlich. Für den Fall, dass ich es nicht schaffe. 😉 Auch hatte ich ein bisschen Angst, dass man mich belächelt. Zum Glück besitze ich ziemlich höfliche Freunde und Bekannte. Ich bekam mehr Zustimmung zu diesem Projekt, als ich gerechnet habe. Hier und da kam ein harmloser Witz. Die negativste Reaktion war ein „Ah ja“, gefolgt von einem leicht mitleidigen Blick. Umso schöner dann die Reaktion in genau diesen Gesichtern, wenn sie das von mir getragene Teil nicht als selbst genäht erkannt haben (heheee…). Mein Ziel, in diesem Jahr eine komplette neue Garderobe zu nähen, habe ich nicht geschafft. Zu oft habe ich mich von Alltag, Internet, Fernsehen oder anderen, in dem Moment reizvolleren Aufgaben ablenken lassen. Aber mein fast leerer Kleiderschrank    ist nun doch ein wenig voller geworden   . Meine Nähmaschine, welche ich doch nun schon einige Jahre besitze, habe ich dabei besser kennen gelernt. Ehrlich, ich hatte keine Ahnung, dass sie SO VIELE Funktionen hat! Auch wusste ich nicht, dass die Nähte so viel besser werden, wenn man ein wenig mutiger an der Fadenspannung spielt. Es ist lange her, dass ich so viele Probenähte an Stoffresten gemacht habe. Nach jedem neuen Kleidungsstück wurde mein Blick konzentrierter. Welcher Ausschnitt passt zu mir? Welche Farben schmeicheln meinem Hautton? Wo ist der Kontrast vom andersfarbigen Bündchen zu hart? Welche Länge streckt und welche staucht? Was gefällt mir an welchem Schnittmuster am besten? Wo sollte ich etwas anpassen? Ich meine, ich habe sehr viel theoretisches Wissen. Jetzt habe ich endlich etwas davon in die Praxis umgesetzt. Meine Arbeit strotzt sicher noch von Fehlern, aber ich bin stolz wie Oskar! Zudem habe ich jetzt wirklich Freude an einem Kleidungsstück.

Ist es mir schwer gefallen, darauf zu verzichten Kleidung zu kaufen? Ja und nein. Ich meine, in den meisten von uns steckt doch eine kleine Pretty Woman, die davon träumt, dass ein Richard Gere vorbei kommt um uns einen Einkaufsrausch vom Feinsten zu spendieren. Stimmt doch, oder??!! Dummerweise habe ich nicht die Figur von Julia Roberts. Gerne hätte ich mehr Kleider. Da mein Oberkörper aber etwas länger ist, sitzt die Taille meist auf den Rippen. Dann habe ich in meinem Job oft körperlich hart arbeiten müssen. Also habe ich ein „breites Kreuz“ und kräftige Arme. Manchmal komme ich damit zwar in eine Jacke hinein, darf dabei aber nichts weiteres darunter tragen. Und bloß nicht bewegen! Sonst reißt die Rückennaht. Und auch heute, mit fülligerer Mitte, passiert es, dass etwas über die Hüften passt, um die Taille aber viel zu weit ist  . Ich weiche also in vielen Bereichen von der Norm-Konfektionsgröße ab. Das Ergebnis war dann meist Frust im grellen Licht der engen Umkleidekabine. Mal ganz davon abgesehen, dass ich das, was mir wirklich gefällt, oft nicht bezahlen kann. Also bin ich eigentlich nur einkaufen gegangen weil ich kann ja nicht nackt rumrennen. Dann aber am besten nur im Vorbeigehen. Bei jedem Ausflug in die Welt der Supermärkte und Einkaufszentren die Augen offen halten, auf den Glücksfall hoffend etwas zu finden, das einigermaßen gefällt, passt und nicht zu teuer ist. Und eigentlich immer war es ein Kompromiss. Dieses suchende Verhalten abzustellen, war am Anfang etwas seltsam. Dann wurde es normal, und am Ende sogar befreiend. Ich brauche das nicht mehr! Höchstens noch bei den Dingen, die ich nicht selbst herstellen kann. Von den Dingen, die auf meiner Ausnahme-Liste gestanden haben, habe ich auch nur etwas Unterwäsche, Socken und eine Jeans gekauft.

Hatte dieses Jahr noch andere Auswirkungen? Eindeutig ja. In dem Wissen, dass mein Konsum-/Verhalten auch dazu führen kann, dass andere ausgebeutet werden, oder die Umwelt schädigt, kaufe ich bewusster ein denn je. Deswegen überlege ich mindestens 3x, ob ich das, was ich kaufen will, auch wirklich brauche. Und bevor ich kaufe, überlege ich, ob es eine Alternative gibt. Das spart tatsächlich Geld! In meinem Fall z.B. besonders bei den Nähzeitschriften. Da habe ich mir früher immer mindestens eine im Monat gegönnt. Mittlerweile kann ich diese liegen lassen, ohne ein Gefühl des Verzichts zu empfinden. Ich meine, Schnittmuster habe ich ja nun wirklich genug. 😉  Wenn ich etwas erwerben muss, dann versuche ich die beste Qualität zu bekommen, die ich mir leisten kann. Wie man mittlerweile weiß, werden die billigsten Klamotten oft in derselben Fabrik hergestellt wie teure Markenkleidung. Aber da könnte man z.B. anfangen darauf zu achten, ob der Stoff aus Umweltfreundlichen Materialien hergestellt wurde. Und dann kann man dieses Kleidungsstück pflegen, damit es lange hält. Und damit man dieses auch gerne und lange trägt, sollte man anfangen zu überlegen, was wirklich zu einem passt. Also unabhängig davon, was gerade „in“ ist. Das ist mit ein Grund, wieso ich mich gerade intensiver mit dem Thema Stilfindung auseinander setze.

Wie geht es nun weiter? Dass das Jahr vorbei ist, bedeutet nicht, dass ich jetzt wieder in die Konsumtempel marschiere und aufhöre zu nähen. Im Gegenteil. Mein Konsumverzicht bezüglich Kleidung hat mich entspannter werden lassen. Dann ist mein Ehrgeiz geweckt. Zum einen will ich die richtigen Schnittmuster für mich finden und meine Nähkenntnisse erweitern. Stoff zum üben habe ich noch genug. Mit den richtigen Schnitten kann ich mir dann aus hochwertigen Stoffen eine Garderobe nähen, die meine Persönlichkeit unterstreicht, bequem ist und gut aussieht. Dann möchte ich austesten, ob es einfacher ist, einen fertigen Schnitt zu nehmen, oder diesen selber zu erstellen. Ganz besonders aufgeregt bin ich über die Möglichkeit, im Mai bei Frau Maier – Moderne Stilberatung bei dem 8-Wochen-Kurs dabei sein zu dürfen. Das wird sicher eine spannende Reise! Darüber berichte ich dann aber an anderer Stelle. Bevor mein Beitrag endgültig zu einem Roman ausartet, komme ich besser langsam zum Ende. Auch wenn ich gerade zu gerne darüber berichten möchte, wie ich mich darauf vorbereite!  Billy und Atze beobachten mich dabei übrigens ganz genau… 😉

Ich bin sehr froh, dass ich mich auf das Experiment #365tageohne eingelassen habe. Ich habe dazu gelernt. Ich wurde verantwortungsbewusster, entspannter und selbstbewusster. Ich durfte die Erfahrung machen, dass ich reicher bin, als ich dachte. Ich konnte mir beweisen, dass ich mir selber helfen kann. Ich durfte etwas erschaffen, was mir Freude bereitet (3 T-Shirts, 6 Langarm-Shirts, 1 Rock, 2 Pullis, 1 Jacke und einiges, was nichts mit Kleidung zu tun hat). Ich habe meine Lebensweise umgestellt, ohne das Gefühl zu haben, verzichten zu müssen. Und vielleicht konnte ich dazu beitragen, die Welt ein klein wenig besser zu machen. Und sei es nur durch Inspiration!

Geschenkideen zum selbernähen

Ist mein letzter Beitrag tatsächlich schon über einen Monat her??? Wahnsinn, wie die Zeit vergeht. Vor Weihnachten hatte ich einfach zu viel zu tun. Eine wunderschöne produktive Phase. Als dann die Feiertage da waren, bin ich in das süße Loch des Nichtstun gefallen. Plätzchen essen, Schoki naschen, Tee trinken, Wein genießen und alte Filme gucken. Das tut gut. Nur da wieder raus kommen, den Schwung wiederfinden, das ist dann nicht so einfach. Zudem ist bei uns dann der Winter angekommen.  070-800x600 Zwar sind wir nicht im Schnee versunken, aber es blieb trotzdem mehr als genug liegen. Für meinen Rücken zuviel. Vom Schnee schippen habe ich mir nämlich einen Hexenschuss eingefangen. So langsam muss ich mir doch eingestehen, dass ich älter werde…. :/

Aber nun kann ich endlich zeigen, was ich alles an Weihnachtsgeschenken produziert habe. Ganz im Sinne der 365-Tage-ohne-Challenge habe ich nämlich auch da nichts gekauft, sondern selbst gemacht. Ich hatte das Bedürfnis ein paar liebe Menschen mit einer Kleinigkeit zu überraschen. Fragt man in facebook-Gruppen nach einer schnellen Geschenkidee, kommt garantiert das Wort „Leseknochen“. Den habe ich vor einiger Zeit schon mal gemacht, mag die Form aber nicht so sehr. 006-800x600 Wer sich trotzdem dafür interessiert, kann sich die Anleitung ja mal angucken 😉 Mir persönlich gefällt das Peanuts Lesekissen viel besser. Besonders, weil es so schön in den Rücken passt. Und viel weicher ist es auch. Nur benötigt man ein wenig mehr Stoff. Und weil es so bequem ist, habe ich gleich mal ein paar davon angefertigt. 016-800x416 Einmal zugeschnitten, ist so ein Kissen sehr schnell hergestellt. Und bei einem schönen Film kann man sie ganz gemütlich ausstopfen und von Hand mit dem Matratzenstich, oder auch Leiterstich verschließen. Die Beschenkten haben sich alle darüber gefreut. Und ich hoffe, dass diese Freude auch noch lange Zeit anhält 🙂  Da bei einigen auch noch Hunde wohnen, wollte ich diese nicht neidisch machen, und habe ihnen auch kleine Kissen in Knochenform genäht. Als Schnittmuster habe ich diese Vorlage genommen. Hunde legen zwar ganz gerne ihren Kopf auf eine erhöhte Unterlage, aber erst wurde mit den Teilen eine Runde gespielt. 15590384_1320382864679452_7660250320104838757_n Scheint eine gute Idee gewesen zu sein. 15589920_1257883657625741_8360298199664824936_n  😀

Am Ende habe ich dann noch ein paar Taschen genäht. Auch hier handelt es sich um ein relativ einfaches Modell. Nämlich eine Origamitasche, bzw. den Origami Bag. Das ist eine Tasche, die auf eine bestimmte Weise gefaltet und dann vernäht wird. Beim falten hatte ich nur einen kleinen Knoten im Kopf. Deswegen habe ich mir eine Hilfe aus Papier gebastelt. 102-800x791 Genau, einfach zwei Streifen. Diese 3x so lang wie hoch. Genau wie die verwendeten Stoffstreifen. Ich habe zwei Streifen genommen, weil ich eine Wendetasche machen wollte. Da muss das innen liegende Stoffstück spiegelverkehrt gefaltet werden. 103-800x770 Wenn ich einen Knoten im Hirn habe, ist dieser sehr hartnäckig. Deswegen bin ich da ganz pragmatisch dran gegangen. 108-800x736 Nach der Zeichnung hatte ich genau mit dieser Falte ein Denk-Problem. 109-800x584 Dabei ist es so einfach. Einmal rum und fertig. 110-800x582 Wo war nur mein Denkfehler?? 111-800x681 Die kurze Naht noch zusammennähen, 115-800x495 und schon hat man die Taschenform fertig. 117-800x712 Nachdem man die Ecken unten abgenäht hat (damit die Beutelform besser raus kommt), dann einfach die zweite Tasche rechts auf rechts hinein stecken und die Kanten vernähen. 121-731x800 Die Wendeöffnung nicht vergessen! Nach dem Wenden habe ich dann nur noch die Kanten knapp abgenäht und den Griff befestigt. 126-670x800 Und fertig ist der schicke Beutel, welcher auch noch reichlich Stauraum hat. 127-800x727 Macht man nur eine einfache Origami Bag, empfehle ich, alle Seiten zu versäubern bevor man sie zusammennäht. Entweder mit der Ovi, oder einem einfachen Zickzackstich. Der Rest steht in der verlinkten Anleitung.

So, das waren sie, meine genähten Weihnachtsgeschenke. Vielleicht sind es nur Kleinigkeiten, aber es sind Unikate. Und schon bei der Stoffauswahl beschäftigt man sich mit den Menschen, die man beschenken möchte. Bei jedem selbst hergestelltem Teil steckt eben immer auch ein Tropfen Herzblut mit drin! Und bei der Gelegenheit möchte ich mich auch einmal bei den Menschen bedanken, die ihre Anleitungen ins Netz gestellt haben. Denn selber auf diese Ideen kommen, oder eine Vorlage erstellen, ist zwar möglich, aber schwieriger bis umständlich. Vielen Dank!

Stifterolle – Natürlich selbst gemacht

In meiner Familie wird sich zu Weihnachten nur selten etwas geschenkt. Es wäre einfach zu viel. Nur für die Kleinen wird eine Ausnahme gemacht. Mein 6-jähriger Großneffe gehört definitiv dazu, und deshalb bekommt er eine Kleinigkeit. Da er seine Buntstifte in der Schule immer sehr großzügig „verteilt“, kam mir die Idee mit einer Stifterolle. Eben etwas hübsches, das ihn dazu bringt, besser auf seine Stifte aufzupassen. Ob es funktioniert, weiß ich nicht. Aber dafür kann ich die Anleitung sehr empfehlen. Auch jetzt noch, so kurz vor Weihnachten. Für die Fertigstellung habe ich nur einen Nachmittag benötigt. 023-800x609

Auf dem Blog „Hummelhonig“ habe ich das Tutorial für die Stifterolle (klick) gefunden. Selbst mit wenig Näherfahrung ist der Anleitung einfach zu folgen. Stoff und Vlies hatte ich noch da, ein Band war schnell hergestellt. In seiner etwas groberen Machart passt es perfekt zu dieser Rolle. 027-800x376 Die Klappe, welche die Stifte vor dem Herausfallen schützt, ist noch etwas steif. Aber ich denke, das wird sich bald geben. Zusammengerollt und durch das Vlies geschützt, vertragen die Stifte dann auch mal eine etwas gröbere Behandlung. 029-725x800 Nun muss der Filius nur noch lernen eine Schleife zu binden. 😉  031-800x447

Was ich sonst noch hergestellt habe, kann ich leider noch nicht verraten. Sonst würde ich ja meine eigene Überraschung verderben, da ich weiß, dass der eine oder andere, welcher beschenkt wird, hier liest. Also werde ich mich erst nach den Feiertagen wieder melden. Ich wünsche allen ein wunderschönes, ruhiges, entspanntes Weihnachtsfest mit zu viel gutem Essen und Trinken und jeder Menge Schokolade 🙂

365 Tage ohne – Woche 32

Ich hoffe, ich habe mich nicht verzählt. Schon lange habe ich kein Update zur Challenge mehr gemacht. Es gab aber auch nicht wirklich etwas zu berichten. Kein Rückfall, keine Versuchung, kein Verzweifeln… Ich fühle mich wohl ohne den Klamottenkauf. Höchstens wenn, wie gerade jetzt, die Zeit zum nähen fehlt, fange ich an zu phantasieren. Oder zu Zeiten wo das Geld knapp ist. Wenn ich mal nicht auf’s Geld achten müsste, dann würde ich zu gerne mal in einem Shop für Outdoorklamotten hemmungslos zuschlagen. Damit ich für jedes Wetter die passende Jacke und bequeme Schuhe habe. Schließlich bin ich jeden Tag mit den Hunden im Wald. Da fällt mir ständig etwas auf, was verbessert oder auch erneuert werden könnte. Andererseits ist die Vorstellung, einmal unbegrenzt in einem großen Stofflager shoppen zu können, mindestens genau so schön. 😉

Dass ich nähe, ist aber auch in der Familie bekannt. Des öfteren kam da schon mal die Frage, ob ich eine Hose kürzen, oder etwas reparieren könnte. Vor ein paar Wochen kam dann eine meiner Nichten mit der Frage „Tanti, kannst du ein Kostüm nähen?“. Wie sich heraus stellte, war mit „Kostüm“ ein Prinzessinnenkleid gemeint. Mit kurzem Rockteil und viiiiiiiiiiiel Glitzer. Und natürlich in Rosa. Und das musste bis zum 11.11. fertig sein. Nach einer etwas längeren Suche habe ich dann ein Schnittmuster in einer alten Burda Easy gefunden. 003-800x660 Dank eines Räumungsverkaufs, hatten wir dann auch bald günstig und reichlich Stoff und Tüll bereit liegen und ich konnte loslegen. Ich war schon etwas nervös, ob ich alles wie gewünscht hin bekomme. Für jemand anderen nähen, ist doch etwas ganz anderes, als wenn man für sich selber etwas zusammenwurschtelt. Aber alles hat gepasst und gefiel sehr gut. Wir hatten bei den Anproben auch immer sehr viel Spaß! 007-448x800 Am Ende war ich dann schon ein wenig stolz. Auf die gelungene Arbeit und meine wunderschöne Nichte. 🙂 Die Arbeit hat sich gelohnt. Und noch dazu ist dieses Kleid ein Einzelstück. Von einem gekauften Teil kann man das nicht sagen.

Einen Adventskalender, so wie ich ihn mir vorstelle, habe ich leider nicht gefunden. Dafür bekam ich zu meinem Geburtstag gleich zwei Stück geschenkt. 😀 Der eine ist von der Firma mit den ‚Piermont-Kirschen‘. Der andere ist absolut herzig! Und ich bin schon ganz gespannt, was da drin so geklappert hat 😉  039-625x800 Noch einmal viiiielen lieben Dank, dass Ihr mir meine Adventszeit versüßt habt! Ich werde, an einem wie den anderen Kalender, jeden Tag mit Genuss, Neugier und Spaß ein Türchen öffnen!

Und weil Adventszeit ist, geht es weiter mit dem selber machen statt kaufen. So bin ich gerade am basteln. Aus im Wald gefundenen Schätzen (diverse Zapfen, Baumpilze, Samenstände, Bucheckern), alten Duftpotbourries und etwas gekauftem Dekokram stelle ich Kränze her. 012-800x600 Das geht relativ einfach. Die gewünschten Teile einfach mit Heißkleber 021-800x502 auf einen Styroporkranz kleben. 022-800x527 Das macht man so dicht wie nur möglich, damit von dem Styropor nichts zu sehen ist. Es ist einfach, aber langwierig. Für den kleinen Kranz habe ich ca. 6 Stunden reine Arbeitszeit aufgewendet. 026-800x761 Zum Schluss noch etwas Goldglitter aufgesprüht, 030-800x789 und schon kann er nach Wunsch dekorativ in Szene gesetzt werden. Zwei etwas ältere Kränze habe ich z.B. an der Wohnungstüre hängen 031-800x763 und auf einem Schränkchen stehen. 036-800x650 Kein Kranz gleicht dem anderen. Mir gefällts 🙂

Nun aber Schluss für heute. Ich denke, ich habe die #365tageohne – Challenge bisher nicht nur gut durchgehalten, sondern auch ein wenig auf andere Menschen und Aufgaben erweitert. Und das auch noch mit reichlich Vergnügen! 😀

Glücksgefühle bei Kleidung? – 365 Tage ohne Woche 23

Die Challenge ist mittlerweile 23 Wochen alt, und hier und da bemerkt man in der Gruppe die eine oder andere Ermüdungserscheinung. Der Alltag holt einen ein, die täglichen Aufgaben stehlen einem die Zeit, oder aber Ereignisse, wie eine Urlaubsreise, bringen einen in Versuchung doch mal ein Kleidungsstück zu kaufen. Manchmal guckt man aber auch einfach neidisch auf die Menschen, die man in den Geschäften an den Kleiderständern sieht, wie sie ein neues Top oder Kleid aussuchen. Oder man verliebt sich spontan in ein Kleidungsstück in einer Werbeanzeige. Es gibt so viele schöne Kleidung. Muss ich jetzt immer ein schlechtes Gewissen haben wenn ich mir DOCH ein fertiges Kleidungsstück kaufe?

Nein. Ich habe kein schlechtes Gewissen beim Kauf von Kleidung. Die Challenge ist eine zeitlich begrenzte Aktion. Während dieser Zeit werde ich keine Kleidung kaufen. Da ich nicht alles selber machen kann, oder nicht in der gewünschten Qualität, habe ich Ausnahmen. So habe ich letztens ein paar Socken und etwas Unterwäsche gekauft. Allerdings habe ich festgestellt, dass ich mehr darauf achte, was ich da kaufe. Wo kommt es her? Woraus ist es hergestellt? Und, brauche ich das wirklich? Vor der Challenge habe ich eigentlich auch nur etwas gekauft wenn ich es wirklich benötigt habe. Jetzt mit der Challenge bin ich da noch strenger geworden. Weil, wenn ich das Kleidungsstück wirklich brauche, dann trage ich es auch. Dann achte ich aber auch darauf, dass mir das Teil, egal ob Kleid oder Slip, auch wirklich gefällt. Auch die Passform und das Tragegefühl müssen stimmen. Die Bereitschaft, einen Kompromiss einzugehen nur um zu kaufen, ist deutlich kleiner geworden. Und damit ist, denke ich, ein großes Ziel der Challenge erreicht. Ich kaufe bewusst ein. Interessant ist, dass ich das auch auf andere Bereiche übertrage. Und das wiederum sorgt dafür, dass ich nicht so oft den Verlockungen der Werbeindustrie verfalle. Als Nebenwirkung freut sich darüber auch mein Kontostand 🙂

Das schönste Gefühl aber ist die Freude, welche ich bei einem Kleidungsstück empfinde, wenn mir wirklich alles daran gefällt. Wenn alles passt, bewegt man sich anders. Werden die Schokoladenseiten betont und diverse dekorativen Röllchen kaschiert, hat man automatische mehr Selbstbewusstsein. Stimmt das Stoffgefühl auf der Haut, ist man gleich entspannter. Wer sich in seiner Kleidung wohl fühlt kommt besser durch den Tag. Wünscht man sich ein besonderes Kleidungsstück, trägt lange ein Bild davon im Kopf herum, und findet dann endlich das passende Teil, dann werden Glückshormone im Überfluss produziert. Wer selber näht, bei dem kommt noch Stolz dazu. Selbst wenn ein genähtes Teil noch nicht so perfekt ist, wie man es sich wünscht, so ist es meist immer noch besser als ein billiger Schnellkauf, welcher oft als Schrankleiche endet. Zudem hat man beim selber nähen gleich öfter die Gelegenheit sich zu freuen. Beim Stoff kaufen, beim Herstellungsprozess und wenn man das fertige Ergebnis in den Händen hält. Zudem glaube ich auch nicht, dass man sich über ein Kompliment für seine Kleidung so freuen kann, wenn es ’nur‘ gekauft ist. Ja, Kleidung kann wirklich Glücksgefühle auslösen. 🙂

Übrigens, letzte Woche habe ich mir gleich 2x diese Glücksgefühle gegönnt. Da die Temperaturen doch langsam sinken, habe ich die Produktion für die kalte Jahreszeit in Angriff genommen. Entstanden sind zwei ‚Frau Marlene‘ von Fritzi Schnittreif. 016-707x800 Den Schnitt habe ich bei einer Angebotsaktion auf Makerist gekauft. 012-723x800 Ein schlichtes, einfach zu nähendes Shirt, welches durch seine Schulterecken aber das gewisse Etwas bekommt. 020-800x288 Das einzige, das mit nicht gefiel war der weite Ausschnitt, bei dem die BH-Träger immer raus geblitzt sind. Deswegen habe ich die Ecken etwas vergrößert. So bleiben die BH-Träger verdeckt, aber ich habe immer noch einen bequemen U-boot-Ausschnitt. Den Saum habe ich auch verlängert, damit es besser zu mir passt. Und ja, ich fühle mich wirklich wohl in den Shirts. 😉

#365tageohne

365 Tage ohne – Woche 16 + 17

Ja, der Beitrag sollte schon gestern erscheinen. Aber eine Geburtstagsfeier und die Hoffnung auf ein Tragebild haben alles etwas verschoben. Aber der Reihe nach.

Gerade heute habe ich in der Gruppe von einer Mitstreiterin gelesen, dass es gerade doch sehr ruhig ist. Ich finde es auch schade, dass im Moment so wenig geschrieben wird. Jedoch, es ist Urlaubszeit. Kristin von Piex Su, die Gründerin der Gruppe, hat ihren Beitrag deswegen in dieser Woche auch in Textform verfasst. Und immer wieder zu sagen „Ich bin stark geblieben. / Ich habe nichts gekauft.“ finde ich auch langweilig. Deswegen wandelt sich gerade auch meine Ansicht zur Challenge. Keine Kleidung zu kaufen ist für mich nicht mehr wirklich die Herausforderung. Statt dessen ist es für mich wichtig, alles, soweit möglich, selber herzustellen. Was dann am Ende auch wieder zu meinem Blog passt. Zudem macht es mich stolz wenn ich wieder etwas geschaffen habe. Denn, auch wenn ich nicht schreibe, so bin ich doch nicht untätig. Im Gegenteil. Meine Hunde brauchten neue Halsbänder. Ja, ich habe neulich welche genäht, aber ich habe mehrere im Gebrauch. Im Wald bevorzuge ich Zugstopphalsbänder mit einer Kette. Diese lockern sich leichter. Und dadurch haben die Hunde die Chance sich zu befreien, sollten sie mal festhängen. Besonders mein Atze hat das Talent, beim Sprung in den nächsten Graben die Leine um fünf Äste und Büsche zu wickeln, bis es nicht vor oder zurück geht… Die Ketten haben sich bewährt. 001 (773x800) Die ersten Ketten, welche ich erworben hatte, waren allerdings untauglich. Denn sie waren am rosten. Und das schon nach der ersten Runde im Regen. Deswegen habe ich 2€ mehr ausgegeben und die alten Halsbänder ersetzt. Ich hätte doch auf den Hinweis ‚rostfrei‘ achten sollen. Und weil es jetzt langsam in den Herbst hinein geht, habe ich die Halsbänder noch mit reflektierenden Bändern versehen. Damit sind die Hunde auch im Nebel besser sichtbar, wenn wir denn an einer Straße entlang müssen. 002 (800x600)

Ein zweites Sunny-Shirt von Piex Su habe ich mir auch noch genäht. Diesmal mit Wasserfallkragen. 010 (694x800) Die Stoffwahl kam mir erst etwas altbacken-gewagt vor, aber zu Jeans sieht das richtig frisch und fröhlich aus. Irgendwann brauche ich mal einen Fotografen, der mich ablichtet, damit ihr Tragebilder zu sehen bekommt. Von einem weiteren Teil hatte ich gestern auf ein Tragebild gehofft. Das Modell wäre dann mein Großneffe gewesen. Dem habe ich ein Basic-Sweatshirt zum Geburtstag genäht. 011 (800x650) Das Schnittmuster ist ein Freebook von Mama Nähblog. Ein wirklich tolles und einfaches Schnittmuster. Die Anleitung ist gut erklärt und auch die Größe passt. Da ich einen Sommersweat genommen habe, habe ich eine Nummer größer genäht. Der Pulli passt, aber nach der Anprobe hatte ihn mein Modell ganz schnell wieder ausgezogen. Auf einem Geburtstag ist für Fotos eben keine Zeit 😀

Mit Nähzimmer aufräumen, Gartenarbeit, Spaziergängen, Besuchen und dem ganz normalen Alltag vergeht die Zeit gerade wie im Flug. Aber ich habe etwas geschaffen, was mir wirkliche Freude bereitet!  🙂  008 (552x800)

#365tageohne

365 Tage ohne – Woche 13-15

Es sind tatsächlich schon 15 Wochen der Challenge vorbei. Unglaublich wie die Zeit verstreicht. Die letzten drei Wochen war ich allerdings etwas schreibfaul. Nach zu vielen Nachrichten musste ich auch erst mal meine Mitte wieder finden. Ich habe viele, wirklich lange Spaziergänge mit den Hunden gemacht. Nach ein paar Kilometern gelingt es einem dann schon wieder etwas Schönes wahrzunehmen und zu lächeln. Ist euch schon mal aufgefallen, dass man viel mehr gute Ideen hat wenn man gut gelaunt ist? Da kann man einfach besser denken.

Trotz der verbesserten Denkfähigkeit ist es mir dann doch nicht so leicht gefallen, mich für eine Variation des Schnittmusters „Sunny“ von Piex Su zu entscheiden. Die liebe Kristin hat dieses Schnittmuster kreiert. Und ich hatte bei einer Verlosung auf facebook das große Glück diesen Schnitt zu gewinnen. „Sunny“ ist ein Sommerkleid, aber man kann auch ein Shirt daraus nähen. Um die Passform zu testen, war es dann auch ein T-Shirt, welches ich am Ende genäht habe. 003 (631x800) Ein Shirt mit Wave-Ausschnitt und 3/4 Ärmeln. Dank der Beschreibung habe ich sogar verstanden, wie man die Schulternähte mit Beleg im Vorderteil so verbindet, dass es ein stimmiges Bild ergibt. Mit den Anleitungen aus der Burda bin ich da jedes Mal dran gescheitert, weshalb ich alles mit Beleg einfach nicht mehr genäht habe. Endlich ist der Knoten in meinem Hirn geplatzt. Trotzdem hoffe ich, dass die Kristin (ja, das ist ein kleiner Zaunpfahl) dazu noch ein kleines Tutorial anfertigt, mit deutlichen Bildern, damit ich auch noch die letzten Ungenauigkeiten beseitigen kann. 😉 Der Ausschnitt ist auch ein wenig schief geworden, aber das ist reine Übungssache. Vielleicht hätte ich auch nicht so einen flutschigen Viscose-Jersey nehmen sollen. Immerhin, es passt perfekt!

Vorher habe ich mir noch ein Kimono Tee (den Schnitt gibt es wenn man den Newsletter abonniert) genäht. 006 (639x800) Ja, der Tarnlook ist ein wenig schräg, sieht angezogen aber wirklich gut aus. Und weil es zwischendurch doch nochmal warm wurde (und hoffentlich auch nochmal wird), habe ich mir noch ein Röckli von Schnabelina genäht. Ebenfalls ein sehr einfacher und kostenloser Schnitt. 004 (800x727) Statt Bund habe ich einfach ein breites Gummiband angenäht. Der Rock ist bequem und luftig leicht. Und alles gefällt mir deutlich besser als die Klamotten im Laden. Gekauft habe ich trotzdem etwas. Quetschwäsche, auf neudeutsch auch Shapeware genannt. So eine Art Unterkleid. Allerdings rutscht der Saum beim gehen nach oben. Also gebe ich es wieder zurück. Unterm Strich habe ich also immer noch keine Kleidung gekauft. Der Stoff für die genähten Teile stammt vom Stoffmarkt Holland. Nur etwas aufbügelbare Vlieseline für den Beleg am T-Shirt musste ich erwerben. Da hatte ich jedoch Glück und bekam ein Reststück für einen Spottpreis. Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit mir. Jetzt fehlen nur noch ein paar warme Sommertage, damit ich die neuen Sachen auch tragen kann. 🙂   #365tageohne

Mehr Berichte gibt es in unserer facebook Gruppe, oder ihr besucht den Blog von Piex Su.

365 Tage ohne – Woche 9-10 Die Hunde sind dran

Die Challenge läuft tatsächlich schon 10 Wochen! Und nein, bisher habe ich noch keine Kleidung gekauft. Nur ein paar Crocs, diese Gummischuhe, sind neu bei mir eingezogen. Ja ich weiß, sie sind kein modisches Highlight, aber dafür bequem, praktisch, günstig und gerade richtig für die 10-Minuten-Hunderunde zwischendurch. Meine Hunde spielen für mich gerade sowieso eine Hauptrolle. In der letzten Zeit habe ich sie mit Joghurt-Fleischwurst-Eis bestochen und mit Leberwurstkeksen verwöhnt. Nun geht es aber um etwas, was sie brauchen. Neue Halsbänder. 011 (800x408) Halsbänder sind nicht unbedingt günstig. Und dann passen sie oft auch nicht so, wie man es gerne möchte. Besonders Zugstopp-Halsbänder findet man nicht so oft. Ich favorisiere diese Art von Halsbändern, da sie schnell umgelegt sind, locker am Hals sitzen, aber im Notfall nicht so einfach abgestreift werden können. Durch einen Sicherheitsstopp ziehen sie sich aber nicht so sehr zusammen, dass es zu eng werden könnte. Da sie relativ einfach selber hergestellt werden können, war es für mich natürlich klar, dass ich das versuche. Die Zutaten für meine ersten Halsbänder habe ich bei der lieben Carina von der Halsbandfabrik bestellt. Das war unterm Strich für zwei Halsbänder immer noch günstiger als ein unpassendes, gekauftes aus dem Laden. Wer das ausprobieren möchte, hat bei Nichtgelingen, oder -gefallen, keine großen Einbußen. In ihrer facebook-Gruppe  findet man unter den Alben eine genaue Foto-Anleitung für die Zugstopphalsbänder, und auch für andere Sachen. Eine Anleitung findet sich auch auf dem Blog von Sandra von Pfotenprunk. Material bekommt man bei ihr natürlich ebenso. Die beiden Damen sind übrigens sehr nett und hilfsbereit!

Für ein Halsband braucht es nicht viel Material. Gurtband, Webband, zwei Ringe, einen Schieber und etwas Fleece (meist hat man noch einen Rest irgendwo) oder Airmesh zum polstern. 014 (800x626) Erst wird das Webband auf das Gurtband aufgenäht. 015 (800x600) Nicht vergessen, anschließend die Enden mit dem Feuerzeug zu verschmelzen, und dadurch vor dem Aufribbeln zu sichern! 017 (800x600) Anschließend die Ringe und den Schieber nach Anleitung integrieren. 023 (800x600) Beim Vernähen der Bandenden wird es dann ein wenig knifflig, da der Platz unter der Nähmaschine doch etwas eng wird. 024 (800x600) Zwischendurch mal am Hund testen, ob die Größe richtig ist. So muss man im Fall des Falles nicht zu viel auftrennen. Dann noch polstern, 033 (800x719) und schon ist es fertig. 034 (800x600) Meine beiden Fellnasen sahen damit einfach klasse aus. 038 (800x736) Im Laufe der Zeit sind noch andere dazu gekommen. So habe ich aus einer überflüssigen Warnweste Sicherheits-Halsbänder genäht. Der Leuchtstreifen lässt sich sehr einfach von der Weste abtrennen und weiterverarbeiten. Der Westenstoff dient als Futter.  007 (762x800) Im Dunkeln sind die Halsbänder eine echte Hilfe. 004 (800x764) Dieses Mal waren wieder ein paar hübsche Halsbänder an der Reihe. Und ich finde, es kleidet die beiden wirklich gut! 008 (800x610) Aber nun bin ich erst mal wieder an der Reihe. Mein Kleiderschrank ist nämlich immer noch ziemlich leer. 🙂 #365tageohne

Hier nochmal ein paar Beiträge meiner Mitstreiterinnen: