Meine neuen alten (Schlafzimmer-) Möbel – 2.Teil

Bevor ich über irgendwas anderes berichte, will ich mal schnell den Bericht über meine restlichen Schlafzimmermöbel nachholen, den ich euch noch schuldig bin…

Die Kommode stand als nächstes auf meiner Liste. Noch während ich den Tisch am bearbeiten war, habe ich angefangen die Schubladen zu lackieren. Zum Glück konnte man die Griffe abschrauben, was es noch einfacher gemacht hat. 008 (640x269) Bevor ich die Griffe später wieder befestigt habe, sind sie noch schnell in ein „Schaumbad“ gewandert. Die Schubladen, wie auch den Rest der Möbel, habe ich mit einem Küchenreiniger und einem Schuss Essig im Wasser gereinigt. Da die Möbel einem starken Raucher gehört haben, brauchte ich etwas stärkeres um die gelblichen Rückstände zu entfernen. Deswegen der Küchenreiniger. Der Essig hilft gut gegen Gerüche. Und weil die Schubladen eine Weile in der Ecke standen, konnten sie auch gut auslüften in der Zeit.

Dann „mal eben“ den Korpus der Kommode lackieren. Auch hier in der erprobten Methode. Erst Allzweckuntergrund auf Acrylbasis, anschließend 2-3 Schichten Acryllack. Immer schön darauf achten, dass die Lackschicht nicht zu dick wird, damit sich keine Nasen bilden, und wirklich jede Ecke lackieren, die eventuell zu sehen sein könnte. 006 (2) (640x480) Dazu gehören auch die Füße! Weil die Kommode zu schwer war um sie auf die Seite zu legen, habe ich sie einfach „aufgebockt“ und bin beim lackieren auf den Knien gelegen. 026 (640x480) Zum Glück waren es ja nur kleine Flächen. 🙂 Da ich im Schlafzimmer auch (noch) keinen Teppichboden besitze, habe ich sogar daran gedacht gleich Filzgleiter unter den Füßen anzubringen. Das schont nicht nur den Bodenbelag, sondern man kann das Möbelstück anschließend auch leichter verschieben. 029 (640x612) Einfach und wirkungsvoll. Mit den Schubladen drin, sah es dann fast schon fertig aus. 030 (640x524) Der Aufbau hat etwas länger gedauert. 005 (640x552) Den Spiegel kann man raus nehmen. Durch die Schnörkel war es nur etwas knifflig ihn abzukleben. Wichtig auch hier, die Rückseiten zu lackieren. Ganz besonders den Innenraum hinter dem Spiegel. Dann sieht es am Ende perfekt aus. 016 (630x800)

Der Kleiderschrank hat dann etwas länger gedauert. 007 (480x640) In Einzelteile zerlegt harrte er im Treppenhaus seiner Verwandlung. Und auch er musste erst mal richtig gereinigt werden. Nur damit man mal sieht, WIE nötig das war…. 009 (640x637) Lackiert habe ich die Schrankteile in der Reihenfolge, wie ich sie aufgestellt habe. Ich habe ihn im Schlafzimmer lackiert. Zum einen wegen Platzproblemen, und zum anderen weil ich ihn im aufgebauten Zustand nicht mehr groß bewegen kann. Auch nicht mit Filzgleitern unter den Füßen 😉 Vom ersten bis zum letzten Pinselstrich hat das drei Wochen gedauert. Jedes Teil wurde mindestens 3x lackiert. Und jede Schicht musste mehrere Stunden trocknen. Teilweise war es auch nötig, dass ich sehr kleine Pinsel benutze. Denn nicht alles ließ sich so einfach abschrauben wie die Griffe der Schubladen. 007 (3) (640x228) Und mit Malerkrepp ließ sich das auch nicht abkleben. Vom Anfang bis zum Ende brauchte es also vor allem Geduld. 002 (640x267) 003 (2) (640x480) 007 (2) (640x480) 008 (3) (640x480)025 (640x480) 049 (640x480)051 (640x480)009 (3) (640x530)012 (640x480)016 (640x565) 017 (640x539) 020 (640x536) 023 (640x551) 024 (640x480) 001 (2) (640x574) 005 (4) (640x573) 012 (2) (640x562) 014 (2) (640x563)

Ja, die Zeit beim lackieren wurde mir genau so langweilig, wie es die einzelnen Bilder zeigen. Aber ist es nicht ein Prachtstück geworden? Und ich habe endlich ein gemütliches Schlafzimmer. 022 (800x600) Omas Erbstücke, die Stühle, passen perfekt in die Ecke. Durch die weißen Möbel wirkt das Zimmer licht und hell. 023 (800x600) Und überhaupt, sieht es endlich mal aufgeräumt aus. 021 (800x600) Jetzt muss ich nur noch den Kleiderschrank auffüllen. Denn da ist jeeeeede Menge Platz drin. 😉

Meine neuen alten (Schlafzimmer-) Möbel

*Beitrag kann Werbung enthalten durch Abbildung von verwendeten Produkten*  Herrlich, wie gerade die Sonne draußen scheint, nicht wahr? Ich finde es herrlich draußen zu sitzen und die ersten wirklich warmen Strahlen zu genießen. Etwas, das ich aber nur kann wenn keine Aufgabe auf mich wartet. Da fehlt mir sonst einfach die Ruhe. So wie im letzten Jahr. Da hatte ich nicht nur viel Arbeit, gleichzeitig wurde auch meine Geduld auf eine harte Probe gestellt.

Wie ich bereits berichtet habe, hatte ich von einer Wohnungsauflösung einige Möbel mitgebracht. Und zwar einen Tisch, eine Kommode und einen Kleiderschrank. Alles in Eiche brutal. Nicht, dass das nicht gut ausgesehen hätte, aber es war so überhaupt nicht mein Geschmack und Stil. Der Plan war also klar: die Möbel mussten umlackiert werden. Aber wie? Was genau musste ich beachten? In den diversen Facebook-Gruppen, Foren und Ratgeberseiten wurde ich fündig, aber nicht wirklich schlauer. Waren meine Möbel nun lackiert, oder lasiert? Offenporig oder versiegelt? Ich hatte keine Ahnung…. Aber dafür hatte ich mir ja den Tisch mitgebracht. Der gefiel mir einfach nur gut, aber es wäre nicht so schlimm wenn ich ihn versaue. 051 (800x663) Also mein perfektes Übungsprojekt. Sogar neue Pinsel hatte ich mir besorgt. Neue Pinsel sollten vor der ersten Benutzung mit warmen Seifenwasser ausgespült werden. 053 - Kopie (640x514) Das holt eventuelle Rückstände aus den Borsten. Und um lose Borsten zu entfernen, den Pinsel anschließend auf einem Stein ausschlagen. 056 (640x480) Zum lackieren hatte ich verschiedene Möglichkeiten ausgewählt. Abschleifen, oder nur abwaschen. Mit Vorbehandlung, oder nur Lack. Und von allen Möglichkeiten die einfachste. 057 (640x299) Auf der Rückseite des Tisches war mein „Testgebiet“. Einen Teil habe ich angeschliffen und dann gereinigt. 058 (640x448) Die Füße habe ich nur gereinigt. Einen Teil der Rückwand und der Füße habe ich mit Allzweckuntergrund auf Acrylbasis vorbehandelt, einen anderen Teil habe ich gleich mit Acryl-Lack gestrichen. Und dann habe ich gewartet was passiert. 063 (640x539) Es stellte sich heraus, dass dort, wo ich das Holz angeschliffen hatte, die alte Farbe „durchblutet“. So nennt man das, wenn nach dem neuen Anstrich die alte Farbe immer wieder durchkommt. Selbst dort, wo ich den Untergrund benutzt hatte war das der Fall. Und ich benötigte mehrere Anstriche mit Lack, bis ich zufrieden war. Dort wo ich nur mit Lack gearbeitet hatte, benötigte ich mindestens 3-4 Lackschichten, damit man die alte Farbe nicht mehr sehen konnte. Immerhin blutete es dort nicht aus.

Am Ende entschied ich mich dann für eine gründliche Reinigung, einen Voranstrich mit Allzweckuntergrund und dann so viele Lackschichten wie nötig. Das waren dann in der Regel zwei. Außer ich musste hochkant arbeiten. Dann habe ich weniger Lack genommen, damit sich keine unschönen Lacknasen bilden. Untergrund und Lack waren beide auf Acrylbasis, damit es nicht stinkt. Ich konnte nämlich nur im Wohnzimmer, und später nur im Schlafzimmer arbeiten. Da jede Schicht Farbe erst mal trocknen musste, was meist einige Stunden gedauert hat, hat das alles wirklich lange gedauert. Zumal ich meist nur einzelne Teile bearbeiten konnte aus Platzmangel. Immerhin, der Tisch sah am Ende wirklich zauberhaft aus. 019 (800x629) Und während beim Tisch die Lackschichten trockneten, konnte ich schon ein paar Schubladen der anderen Möbel lackieren. 008 (640x269) Die brauchten nicht viel Platz, und da überall erst die Griffe entfernt werden mussten, war es eine echte Fummelarbeit. Und es hat meine Ungeduld beruhigt. Schließlich wollte ich endlich mein Schlafzimmer fertig haben!

Als erstes wartete da diese schöne Kommode auf einen neuen Anstrich. 007 (600x800) Da kann man doch meine Ungeduld verstehen, oder??? Wie ich da ran gegangen bin, erzähle ich beim nächsten Mal. 😉

Mein neues altes Schlafzimmer

Heute habe ich mein Schlafzimmer geputzt. So richtig gründlich. Die Schränke abgewischt, das Bett verrückt, die Flickenteppiche gewaschen, gesaugt und nass durchgewischt. Stück für Stück habe ich den Staub, der sich überall in den versteckten Ecken abgesetzt hat, entfernt. Eine lästige Arbeit, aber hin und wieder ist es nötig. Und ich empfinde trotzdem Freude dabei. Denn noch vor ziemlich genau einem Jahr sah es in meinem Schlafzimmer nicht so schön aus wie heute. Die Farbe an den Wänden war ein Misch-Unfall. 001 (800x600) Wirklich gefallen hat sie mir nie. Aber entweder fehlte in den Jahren danach das Geld oder die Zeit, so dass ich es einfach so gelassen habe. Einen Kleiderschrank besaß ich auch nicht. Statt dessen hatte ich ein Regalsystem an die Wand geschraubt. Wegen einer ungünstigen Schräge konnte ich jedoch keinen Vorhang anbringen. So staubten meine Sachen nicht nur immer schnell ein, es sah auch immer unordentlich aus. 003 (800x600) Sprich, ich bin im dunkeln ins Bett gegangen und am nächsten Morgen so schnell wie möglich wieder aus demselben geflüchtet.

Irgendwann hatte ich im Angebot einen großen Eimer Farbe besorgt. Ein etwas dezenterer Farbton. Malerutensilien hatte ich griffbereit im Keller liegen. Trotzdem blieb der Farbeimer erst mal unberührt in der Ecke stehen. Mehr noch als die Farbe, hat mich die Unordnung gestört. Deswegen wollte ich erst einen Kleiderschrank organisieren. Aber der passende Schrank blieb aus, und so lebte ich erst mal weiter mit der Unordnung. Dann gab es im letzten Jahr einen Todesfall in der Familie und wir mussten eine Wohnung ausräumen. Und da fand ich den Schrank für mich. Zusammen mit einer passenden Kommode. Nicht in der für mich gewünschten Farbe, aber dazu komme ich später.

Immerhin hatte ich jetzt DEN Grund mein Schlafzimmer zu renovieren. Zuerst bedeutete das, alles aus dem Zimmer raus zu räumen. Je weniger mir im Weg stand, desto besser. Meine Hunde habe ein wenig irritiert geguckt, als ich mein Nachtlager auf dem Sofa eingerichtet habe. Ähnlich irritiert wie ich, als ich feststellte, wie viel Zeugs sich doch im Laufe der Zeit so angesammelt hatte. Irgendwann war aber auch das geschafft. 004 (2) (800x600) Die Gardienenstange war abmontiert, die Deckenlampe hing nur noch am Kabel, der Fensterrahmen war abgeklebt, die Malerfolie dekorativ im Zimmer verteilt, sogar die Regalbretter samt Halterung waren verschwunden. Das Entfernen der Dübel hatte jedoch Spuren hinterlassen. 003 (2) (640x623) Da hilft Silikon und, bei den größeren Löchern, ein wenig spezielles Gitterband. Schöner sähe es natürlich aus, komplett neu zu tapezieren. Doch dazu fehlte mir wirklich die Lust. Ich brannte darauf endlich die Farbe auf die Wände zu bringen! Nachdem die Vorbereitungen abgeschlossen waren, war es endlich soweit. 007 (640x445) Zuerst die Decke. Mit dem Pinsel erst die Kanten streichen. 010 (640x480) Das geht schnell, da es in dem Fall nicht nötig ist darauf zu achten, dass man nicht kleckert. Weil es sich hier um eine relativ kleine Fläche handelt, habe ich den Rest mit der kleinen Rolle bearbeitet. 012 (640x534) Da es auch noch anstrengend ist über dem Kopf zu arbeiten, ist mir die kleine Rolle dabei schon lieber, weil sie leichter zu halten ist. Im Gegenzug dauert es damit natürlich länger. Zwischendurch kam mein Billy und kontrollierte, ob ich alles richtig mache. 006 (640x480) Nach der Decke kamen die Wände dran. Auch hier erst die Vorarbeit, also Kanten und Ecken mit dem Pinsel zuerst streichen. Diesmal heißt es aber aufpassen, damit nichts von der Farbe auf die frisch gestrichene Decke oder Türrahmen kommt. 016 (640x480) Spätestens hier dämmerte es mir allerdings, dass ich einen Fehler gemacht hatte. Die alte Farbe war doch sehr intensiv. Es wäre viel besser gewesen zuerst einmal mit Weiß vorzustreichen. Ich entschied mich für ein Stoßgebet und habe weiter gemacht. Die Wände sahen zwischendurch echt lustig aus… 013 (800x600) Die Vorarbeiten nehmen wirklich sehr viel Zeit in Anspruch. Um sich nicht zwischendurch mit der Pinselreinigung aufhalten zu müssen, kann man die Pinsel und Rollen in Gefrierbeutel packen. Bis zum nächsten Tag halten die es locker darin aus. Die Farbe trocknet nicht ein, und man kann am nächsten Tag (oder nach der Mittagspause) sofort weiter machen. 015 (640x480) Faul sein ist keine Schande. Man muss es nur intelligent anstellen 😉 Für die Wände habe ich dann natürlich die große Rolle benutzt. Schließlich musste ich die Wände 2x streichen, damit die alte Farbe nicht durchkommt. Zum Glück hat das gereicht. Denn die Farbe hätte beinahe nicht mehr gereicht. 024 (640x480) Das Stoßgebet scheint geholfen zu haben…. Pinsel und Rolle hatten ihre Schuldigkeit getan. Reinigt man sie mit Spülmittel und wirklich viel Wasser, kann man sie auch bei späteren Renovierungsaktionen verwenden.  025 (640x480) Es dauert, bis man alle Farbreste raus gewaschen hat. Aber es ist billiger, als neu kaufen.

Dann steht schon wieder putzen und aufräumen auf dem Plan. Die Malerfolie entfernen, den Boden wischen, Fußleisten, Lampe und Gardienenstangen anmontieren, die Gardienen wieder aufhängen (möglichst frisch gewaschen) und die ersten Möbel können eingeräumt werden. Damit meine ich in erster Linie das Bett. Denn auch wenn der Raum noch ein wenig hohl geklungen hat, da schläft es sich doch besser als auf dem Sofa. 029 (800x600) Ja, die Arbeit hatte sich gelohnt. Und was ich mit den Möbelteilen gemacht habe, die noch da so rumstehen auf dem Bild, erzähle ich beim nächsten Mal.