365 Tage ohne meets Frau Maier – Moderne Stilberatung

Ja, es ist wahr. Über die 365 Tage ohne-Challenge wird geredet. In diesem Fall wurde ich sogar um ein Interview gebeten! Für mich eine richtige Premiere. Umso aufgeregter habe ich der Veröffentlichung entgegen gefiebert. Aber von Anfang an…

Wie du vielleicht mitbekommen hast, schwärme ich in der letzten Zeit von Frau Maier – Moderne Stilberatung. Besonders geflasht hat mich die 5-Tage-Stilmission. (Davon soll es übrigens eine Wiederholung geben. 😉 ) Es waren aufregende Tage! Dabei ist mir aufgefallen, mit was für einem eingeschränkten Blick wir in den Spiegel schauen, oder in den Kleiderschrank greifen. Da laufen wir nicht nur mit Scheuklappen rum, sondern auch noch mit einem dicken Balken vor den Augen. Und sollten wir tatsächlich etwas sehen, dann garantiert nur das, was wir NICHT gut an uns finden. Auch die Phantasie, mit der wir unsere Kleidung zusammenstellen, leidet unter der Gleichförmigkeit des Alltags. Und da mein Kleiderschrank ja immer noch nicht so gefüllt ist, wie ich es gerne hätte, kam dieser Anstoß genau richtig. Damit es aber nicht nur ein Anstoß bleibt, muss man dran bleiben. Seinen Stil, seine eigene, ganz persönliche Kleidermischung finden, ist ein Prozess. Und wie beim Sport ist es hilfreich, wenn man einen guten Trainer an der Seite hat. Denn genaugenommen ist es ein Training. Es dauert, bis man den Blick für „das Richtige“ hat. Deswegen war ich überglücklich, dass ich jetzt auch noch die Gelegenheit bekommen habe, beim 8-Wochen Stilkurs mitzumachen. Das ist übrigens der Grund, wieso ich im Moment etwas ruhiger hier bin.

Da die Katharina, Frau Maier, auch noch eine absolut herzliche, liebe und mitreißende Person ist, fällt es leicht mit ihr ins Gespräch zu kommen. Auch wenn diese Gespräche bisher nur virtuell abgelaufen sind. Als ich dann eines Tages ein Posting auf Facebook von ihr kommentierte und dabei die 365-Tage-Challenge erwähnte, kam von ihr spontan die Frage, ob ich dazu nicht etwas schreiben möchte. Klar schreibe ich gerne! Ich meine, du kennst mich. Eines der wichtigsten Dinge, die ich in der Schule gelernt habe, ist das schreiben mit 10-Fingern. Damit bin ich fast so schnell wie mit meinem Mundwerk. Aber dass das dann auch noch bei einer so großen Seite veröffentlicht werden soll, hat doch Herzklopfen verursacht. Und jetzt ist es endlich soweit! Ich bin sehr gespannt, wie es dir gefällt! 😀

Wie 365 Tage OHNE selbstsicher und stolz machen  (<- drauf klicken)

Und während ich nun auf ein Feedback von Dir warte, schneide ich noch ein bisschen Stoff zu. Am liebsten würde ich jetzt ständig an der Nähmaschine sitzen. Wieso? Weil ich ganz langsam weiß, was ich (an Kleidung) haben will. Ich habe Lust auf Experimente. Lust auf mehr als nur das Notwendige. Trotzdem konzentriere ich mich jetzt erst mal auf die Basisgarderobe, selbst wenn es mir schwer fällt. Und was braucht man bei diesen Temperaturen? Genau. T-Shirts. Nicht mehr lange, und ich kann endlich die letzten Reste der gekauften Kompromisse aus dem Schrank entsorgen. Dann liegen und hängen da nämlich nur noch die echten Wohlfühl-Teile! 

Und zum Abschluss habe ich noch das Fazit der Challenge von PiexSu. Kristin hat die Challenge ja ins Leben gerufen. Für sie und auch für viele andere Teilnehmer der Challenge ist es mittlerweile ziemlich normal geworden, die benötigte Kleidung zu nähen. Und selbst die, die nicht so ganz durchgehalten haben, gehen bewusster einkaufen. Und das ist doch ein Erfolg, oder?

Bewusst (Stoff) einkaufen ist auch für die liebe Bettina von Tina’s bunte Welt normal geworden. Genau wie jetzt ich, hat sie den Kurs bei Frau Maier schon besucht. Und es ist absolut genial zu beobachten, wie sehr sich ihr Kleidungsstil seitdem wandelt. Sie strahlt ohne dabei lachen zu müssen. Einfach nur, weil sie jetzt Farben wählt, die einfach zu ihr als Persönlichkeit passen. Zudem ist sie eine Meisterin an der Nadel. Es lohnt sich wirklich, mal bei ihr vorbei zu schauen!

Schnittmuster erstellen mit Hilfe von kaidso Onlinekurs

Wer selber näht, macht das aus vielerlei Gründen. Der eine hat einfach Freude am nähen, der andere will seine Kreativität ausleben, der nächste findet keine Kaufkleidung die ihm gefällt, und dann gibt es noch diejenigen, deren Körper nicht ganz in Konfektionsmaße rein passt. Letzterer muss dann aber feststellen, dass auch die gängigen Schnittmuster oft angepasst werden müssen, damit sie für die eigenen Körperformen geeignet sind. Da ist es ganz normal, dass man irgendwann anfängt zu überlegen, ob man da nicht gleich seine eigenen Schnittmuster entwerfen sollte. Nur, wie fängt man da an? Will man dafür nicht extra das Haus verlassen, kann man dafür im Internet diverse Kurse erwerben. Wenn man sich vorher ein wenig über Schnittmustererstellung informiert hat, dann hat man schon ein gewisses Maß an Respekt vor dieser Arbeit. Ist es also möglich, mit Hilfe eines Videokurses, ein Schnittmuster zu erstellen?

Svenja Köhler von kaidso Onlinekurse verspricht, dass das wirklich jeder lernen kann. Und auch, dass das ganz einfach ist. Und um mir das zu beweisen, hat sie mir angeboten ihren Grundkurs zur Schnitterstellung für ein Tank Top zu testen. Weil ich mich über diese Gelegenheit sehr freue, ist es mir hoffentlich gestattet, dass ich hier ein bissel Werbung mache. 🙂

Svenja ist eine sehr charmante, spritzige, junge Frau, welche mit Begeisterung bei der Sache ist. Diese Begeisterung merkt man auch im Videokurs deutlich. Ich fand das wirklich sehr süß, wie sie ständig vergisst Luft zu holen, weil sie einem so viel erzählen will. Obwohl es den Anschein macht, dass sie wirr und ohne Punkt und Komma spricht, verliert sie nie den roten Faden. Und tatsächlich, ich habe verstanden was sie mir beibringen will. Ich habe mir den Kurs einmal angesehen, dabei Notizen gemacht und später nur noch einzelne Sequenzen rausgesucht um mich selber zu überprüfen, ob ich alles richtig gemacht habe. Wobei das „richtig“ hier nicht so ernst genommen wird. Eigentlich bekommt man eine Grundlage mit der man unendlich spielen kann. Immer wieder ermuntert Svenja einen, etwas auszutesten, die Phantasie zu benutzen und seinem Gefühl zu folgen. Ein wirkliches Muss gibt es nicht. Wer exakte Anweisungen braucht, gerade Linien und vorgegebene Kurven, ist hier falsch. Vorgegeben ist nur die eigene Körperform und das Kleidungsstück, was man herstellen möchte. Und dafür gibt es dann noch praktische Tipps. Nachdem ich mich also nach Anweisung vermessen und die Zahlen im praktischen Vordruck eingetragen habe, ging es dann ans zeichnen.  Zum Glück hatte ich noch genügend Packpapier im Haus. Es hat mich nur furchtbar genervt, dass sich das ständig aufgerollt hat. Später habe ich es gebügelt. Sollte ich vielleicht in Zukunft zuerst machen. 😀 Anhand der Maße entwickelt sich dann wie von Zauberhand die Silhouette eines Schnittmusters.  Und plötzlich liegt die Vorlage vor einem.  Sieht einem Tank Top ja schon mal ähnlich. Also schnell auf Stoff übertragen, ausschneiden, ein paar schnelle Nähte und schon steht die erste Anprobe an.  Bitte mal nicht auf meine Haushalts-Hunderunden-Waldfrisur achten… Davon mal abgesehen, sieht es doch gar nicht so schlecht aus. Einen Moment habe ich noch überlegt, ob ich einen Abnäher mache, habe mich aber dann dagegen entschieden.  Ich war neugierig, ob die Ecke mit den Bündchen verschwindet, oder nicht. Am längsten hat dann wirklich die Fummelei mit den Bündchen gedauert. Das lag aber am Stoff, und dass dieser sich ständig eingerollt hat. Am Saum habe ich mir das Bündchen dann gespart. Nur gesäumt und umgenäht. Tadaa, mein erstes, selbst entworfenes Kleidungsstück.  Beim nächsten Mal könnte ich den Ausschnitt etwas tiefer setzen. Und für mich werde ich auch Abnäher einbauen. Damit das Shirt noch besser sitzt.  Ein paar Zentimeter kürzer sähen vielleicht auch vorteilhafter aus. Dafür muss ich an diesem Shirt nicht ständig rumzupfeln weil es immer hoch rutscht. Und ich kann den Ausschnitt so tief gestalten, wie ICH es möchte. Bei den gekauften Tops hüpft ständig was raus. Aber darum geht es jetzt ja nicht. Auch nicht um hübsche Bilder. Wichtig ist, es funktioniert! Mit Maßband, Stift und Papier kann man ganz einfach ein Schnittmuster erstellen. Für mich als Anfänger auf diesem Gebiet ein echtes Erfolgserlebnis!

Svenja, Du hast Recht gehabt. Es ist einfach. Und es macht Mut und weckt die Lust auf mehr. Und dann mache ich Dir auch extra schöne Bilder zum zeigen. 😀  Noch einmal vielen Dank für die Gelegenheit zu diesem Test!

Geschenkideen zum selbernähen

Ist mein letzter Beitrag tatsächlich schon über einen Monat her??? Wahnsinn, wie die Zeit vergeht. Vor Weihnachten hatte ich einfach zu viel zu tun. Eine wunderschöne produktive Phase. Als dann die Feiertage da waren, bin ich in das süße Loch des Nichtstun gefallen. Plätzchen essen, Schoki naschen, Tee trinken, Wein genießen und alte Filme gucken. Das tut gut. Nur da wieder raus kommen, den Schwung wiederfinden, das ist dann nicht so einfach. Zudem ist bei uns dann der Winter angekommen.  070-800x600 Zwar sind wir nicht im Schnee versunken, aber es blieb trotzdem mehr als genug liegen. Für meinen Rücken zuviel. Vom Schnee schippen habe ich mir nämlich einen Hexenschuss eingefangen. So langsam muss ich mir doch eingestehen, dass ich älter werde…. :/

Aber nun kann ich endlich zeigen, was ich alles an Weihnachtsgeschenken produziert habe. Ganz im Sinne der 365-Tage-ohne-Challenge habe ich nämlich auch da nichts gekauft, sondern selbst gemacht. Ich hatte das Bedürfnis ein paar liebe Menschen mit einer Kleinigkeit zu überraschen. Fragt man in facebook-Gruppen nach einer schnellen Geschenkidee, kommt garantiert das Wort „Leseknochen“. Den habe ich vor einiger Zeit schon mal gemacht, mag die Form aber nicht so sehr. 006-800x600 Wer sich trotzdem dafür interessiert, kann sich die Anleitung ja mal angucken 😉 Mir persönlich gefällt das Peanuts Lesekissen viel besser. Besonders, weil es so schön in den Rücken passt. Und viel weicher ist es auch. Nur benötigt man ein wenig mehr Stoff. Und weil es so bequem ist, habe ich gleich mal ein paar davon angefertigt. 016-800x416 Einmal zugeschnitten, ist so ein Kissen sehr schnell hergestellt. Und bei einem schönen Film kann man sie ganz gemütlich ausstopfen und von Hand mit dem Matratzenstich, oder auch Leiterstich verschließen. Die Beschenkten haben sich alle darüber gefreut. Und ich hoffe, dass diese Freude auch noch lange Zeit anhält 🙂  Da bei einigen auch noch Hunde wohnen, wollte ich diese nicht neidisch machen, und habe ihnen auch kleine Kissen in Knochenform genäht. Als Schnittmuster habe ich diese Vorlage genommen. Hunde legen zwar ganz gerne ihren Kopf auf eine erhöhte Unterlage, aber erst wurde mit den Teilen eine Runde gespielt. 15590384_1320382864679452_7660250320104838757_n Scheint eine gute Idee gewesen zu sein. 15589920_1257883657625741_8360298199664824936_n  😀

Am Ende habe ich dann noch ein paar Taschen genäht. Auch hier handelt es sich um ein relativ einfaches Modell. Nämlich eine Origamitasche, bzw. den Origami Bag. Das ist eine Tasche, die auf eine bestimmte Weise gefaltet und dann vernäht wird. Beim falten hatte ich nur einen kleinen Knoten im Kopf. Deswegen habe ich mir eine Hilfe aus Papier gebastelt. 102-800x791 Genau, einfach zwei Streifen. Diese 3x so lang wie hoch. Genau wie die verwendeten Stoffstreifen. Ich habe zwei Streifen genommen, weil ich eine Wendetasche machen wollte. Da muss das innen liegende Stoffstück spiegelverkehrt gefaltet werden. 103-800x770 Wenn ich einen Knoten im Hirn habe, ist dieser sehr hartnäckig. Deswegen bin ich da ganz pragmatisch dran gegangen. 108-800x736 Nach der Zeichnung hatte ich genau mit dieser Falte ein Denk-Problem. 109-800x584 Dabei ist es so einfach. Einmal rum und fertig. 110-800x582 Wo war nur mein Denkfehler?? 111-800x681 Die kurze Naht noch zusammennähen, 115-800x495 und schon hat man die Taschenform fertig. 117-800x712 Nachdem man die Ecken unten abgenäht hat (damit die Beutelform besser raus kommt), dann einfach die zweite Tasche rechts auf rechts hinein stecken und die Kanten vernähen. 121-731x800 Die Wendeöffnung nicht vergessen! Nach dem Wenden habe ich dann nur noch die Kanten knapp abgenäht und den Griff befestigt. 126-670x800 Und fertig ist der schicke Beutel, welcher auch noch reichlich Stauraum hat. 127-800x727 Macht man nur eine einfache Origami Bag, empfehle ich, alle Seiten zu versäubern bevor man sie zusammennäht. Entweder mit der Ovi, oder einem einfachen Zickzackstich. Der Rest steht in der verlinkten Anleitung.

So, das waren sie, meine genähten Weihnachtsgeschenke. Vielleicht sind es nur Kleinigkeiten, aber es sind Unikate. Und schon bei der Stoffauswahl beschäftigt man sich mit den Menschen, die man beschenken möchte. Bei jedem selbst hergestelltem Teil steckt eben immer auch ein Tropfen Herzblut mit drin! Und bei der Gelegenheit möchte ich mich auch einmal bei den Menschen bedanken, die ihre Anleitungen ins Netz gestellt haben. Denn selber auf diese Ideen kommen, oder eine Vorlage erstellen, ist zwar möglich, aber schwieriger bis umständlich. Vielen Dank!

Stifterolle – Natürlich selbst gemacht

In meiner Familie wird sich zu Weihnachten nur selten etwas geschenkt. Es wäre einfach zu viel. Nur für die Kleinen wird eine Ausnahme gemacht. Mein 6-jähriger Großneffe gehört definitiv dazu, und deshalb bekommt er eine Kleinigkeit. Da er seine Buntstifte in der Schule immer sehr großzügig „verteilt“, kam mir die Idee mit einer Stifterolle. Eben etwas hübsches, das ihn dazu bringt, besser auf seine Stifte aufzupassen. Ob es funktioniert, weiß ich nicht. Aber dafür kann ich die Anleitung sehr empfehlen. Auch jetzt noch, so kurz vor Weihnachten. Für die Fertigstellung habe ich nur einen Nachmittag benötigt. 023-800x609

Auf dem Blog „Hummelhonig“ habe ich das Tutorial für die Stifterolle (klick) gefunden. Selbst mit wenig Näherfahrung ist der Anleitung einfach zu folgen. Stoff und Vlies hatte ich noch da, ein Band war schnell hergestellt. In seiner etwas groberen Machart passt es perfekt zu dieser Rolle. 027-800x376 Die Klappe, welche die Stifte vor dem Herausfallen schützt, ist noch etwas steif. Aber ich denke, das wird sich bald geben. Zusammengerollt und durch das Vlies geschützt, vertragen die Stifte dann auch mal eine etwas gröbere Behandlung. 029-725x800 Nun muss der Filius nur noch lernen eine Schleife zu binden. 😉  031-800x447

Was ich sonst noch hergestellt habe, kann ich leider noch nicht verraten. Sonst würde ich ja meine eigene Überraschung verderben, da ich weiß, dass der eine oder andere, welcher beschenkt wird, hier liest. Also werde ich mich erst nach den Feiertagen wieder melden. Ich wünsche allen ein wunderschönes, ruhiges, entspanntes Weihnachtsfest mit zu viel gutem Essen und Trinken und jeder Menge Schokolade 🙂

365 Tage ohne – Woche 32

Ich hoffe, ich habe mich nicht verzählt. Schon lange habe ich kein Update zur Challenge mehr gemacht. Es gab aber auch nicht wirklich etwas zu berichten. Kein Rückfall, keine Versuchung, kein Verzweifeln… Ich fühle mich wohl ohne den Klamottenkauf. Höchstens wenn, wie gerade jetzt, die Zeit zum nähen fehlt, fange ich an zu phantasieren. Oder zu Zeiten wo das Geld knapp ist. Wenn ich mal nicht auf’s Geld achten müsste, dann würde ich zu gerne mal in einem Shop für Outdoorklamotten hemmungslos zuschlagen. Damit ich für jedes Wetter die passende Jacke und bequeme Schuhe habe. Schließlich bin ich jeden Tag mit den Hunden im Wald. Da fällt mir ständig etwas auf, was verbessert oder auch erneuert werden könnte. Andererseits ist die Vorstellung, einmal unbegrenzt in einem großen Stofflager shoppen zu können, mindestens genau so schön. 😉

Dass ich nähe, ist aber auch in der Familie bekannt. Des öfteren kam da schon mal die Frage, ob ich eine Hose kürzen, oder etwas reparieren könnte. Vor ein paar Wochen kam dann eine meiner Nichten mit der Frage „Tanti, kannst du ein Kostüm nähen?“. Wie sich heraus stellte, war mit „Kostüm“ ein Prinzessinnenkleid gemeint. Mit kurzem Rockteil und viiiiiiiiiiiel Glitzer. Und natürlich in Rosa. Und das musste bis zum 11.11. fertig sein. Nach einer etwas längeren Suche habe ich dann ein Schnittmuster in einer alten Burda Easy gefunden. 003-800x660 Dank eines Räumungsverkaufs, hatten wir dann auch bald günstig und reichlich Stoff und Tüll bereit liegen und ich konnte loslegen. Ich war schon etwas nervös, ob ich alles wie gewünscht hin bekomme. Für jemand anderen nähen, ist doch etwas ganz anderes, als wenn man für sich selber etwas zusammenwurschtelt. Aber alles hat gepasst und gefiel sehr gut. Wir hatten bei den Anproben auch immer sehr viel Spaß! 007-448x800 Am Ende war ich dann schon ein wenig stolz. Auf die gelungene Arbeit und meine wunderschöne Nichte. 🙂 Die Arbeit hat sich gelohnt. Und noch dazu ist dieses Kleid ein Einzelstück. Von einem gekauften Teil kann man das nicht sagen.

Einen Adventskalender, so wie ich ihn mir vorstelle, habe ich leider nicht gefunden. Dafür bekam ich zu meinem Geburtstag gleich zwei Stück geschenkt. 😀 Der eine ist von der Firma mit den ‚Piermont-Kirschen‘. Der andere ist absolut herzig! Und ich bin schon ganz gespannt, was da drin so geklappert hat 😉  039-625x800 Noch einmal viiiielen lieben Dank, dass Ihr mir meine Adventszeit versüßt habt! Ich werde, an einem wie den anderen Kalender, jeden Tag mit Genuss, Neugier und Spaß ein Türchen öffnen!

Und weil Adventszeit ist, geht es weiter mit dem selber machen statt kaufen. So bin ich gerade am basteln. Aus im Wald gefundenen Schätzen (diverse Zapfen, Baumpilze, Samenstände, Bucheckern), alten Duftpotbourries und etwas gekauftem Dekokram stelle ich Kränze her. 012-800x600 Das geht relativ einfach. Die gewünschten Teile einfach mit Heißkleber 021-800x502 auf einen Styroporkranz kleben. 022-800x527 Das macht man so dicht wie nur möglich, damit von dem Styropor nichts zu sehen ist. Es ist einfach, aber langwierig. Für den kleinen Kranz habe ich ca. 6 Stunden reine Arbeitszeit aufgewendet. 026-800x761 Zum Schluss noch etwas Goldglitter aufgesprüht, 030-800x789 und schon kann er nach Wunsch dekorativ in Szene gesetzt werden. Zwei etwas ältere Kränze habe ich z.B. an der Wohnungstüre hängen 031-800x763 und auf einem Schränkchen stehen. 036-800x650 Kein Kranz gleicht dem anderen. Mir gefällts 🙂

Nun aber Schluss für heute. Ich denke, ich habe die #365tageohne – Challenge bisher nicht nur gut durchgehalten, sondern auch ein wenig auf andere Menschen und Aufgaben erweitert. Und das auch noch mit reichlich Vergnügen! 😀

Glücksgefühle bei Kleidung? – 365 Tage ohne Woche 23

Die Challenge ist mittlerweile 23 Wochen alt, und hier und da bemerkt man in der Gruppe die eine oder andere Ermüdungserscheinung. Der Alltag holt einen ein, die täglichen Aufgaben stehlen einem die Zeit, oder aber Ereignisse, wie eine Urlaubsreise, bringen einen in Versuchung doch mal ein Kleidungsstück zu kaufen. Manchmal guckt man aber auch einfach neidisch auf die Menschen, die man in den Geschäften an den Kleiderständern sieht, wie sie ein neues Top oder Kleid aussuchen. Oder man verliebt sich spontan in ein Kleidungsstück in einer Werbeanzeige. Es gibt so viele schöne Kleidung. Muss ich jetzt immer ein schlechtes Gewissen haben wenn ich mir DOCH ein fertiges Kleidungsstück kaufe?

Nein. Ich habe kein schlechtes Gewissen beim Kauf von Kleidung. Die Challenge ist eine zeitlich begrenzte Aktion. Während dieser Zeit werde ich keine Kleidung kaufen. Da ich nicht alles selber machen kann, oder nicht in der gewünschten Qualität, habe ich Ausnahmen. So habe ich letztens ein paar Socken und etwas Unterwäsche gekauft. Allerdings habe ich festgestellt, dass ich mehr darauf achte, was ich da kaufe. Wo kommt es her? Woraus ist es hergestellt? Und, brauche ich das wirklich? Vor der Challenge habe ich eigentlich auch nur etwas gekauft wenn ich es wirklich benötigt habe. Jetzt mit der Challenge bin ich da noch strenger geworden. Weil, wenn ich das Kleidungsstück wirklich brauche, dann trage ich es auch. Dann achte ich aber auch darauf, dass mir das Teil, egal ob Kleid oder Slip, auch wirklich gefällt. Auch die Passform und das Tragegefühl müssen stimmen. Die Bereitschaft, einen Kompromiss einzugehen nur um zu kaufen, ist deutlich kleiner geworden. Und damit ist, denke ich, ein großes Ziel der Challenge erreicht. Ich kaufe bewusst ein. Interessant ist, dass ich das auch auf andere Bereiche übertrage. Und das wiederum sorgt dafür, dass ich nicht so oft den Verlockungen der Werbeindustrie verfalle. Als Nebenwirkung freut sich darüber auch mein Kontostand 🙂

Das schönste Gefühl aber ist die Freude, welche ich bei einem Kleidungsstück empfinde, wenn mir wirklich alles daran gefällt. Wenn alles passt, bewegt man sich anders. Werden die Schokoladenseiten betont und diverse dekorativen Röllchen kaschiert, hat man automatische mehr Selbstbewusstsein. Stimmt das Stoffgefühl auf der Haut, ist man gleich entspannter. Wer sich in seiner Kleidung wohl fühlt kommt besser durch den Tag. Wünscht man sich ein besonderes Kleidungsstück, trägt lange ein Bild davon im Kopf herum, und findet dann endlich das passende Teil, dann werden Glückshormone im Überfluss produziert. Wer selber näht, bei dem kommt noch Stolz dazu. Selbst wenn ein genähtes Teil noch nicht so perfekt ist, wie man es sich wünscht, so ist es meist immer noch besser als ein billiger Schnellkauf, welcher oft als Schrankleiche endet. Zudem hat man beim selber nähen gleich öfter die Gelegenheit sich zu freuen. Beim Stoff kaufen, beim Herstellungsprozess und wenn man das fertige Ergebnis in den Händen hält. Zudem glaube ich auch nicht, dass man sich über ein Kompliment für seine Kleidung so freuen kann, wenn es ’nur‘ gekauft ist. Ja, Kleidung kann wirklich Glücksgefühle auslösen. 🙂

Übrigens, letzte Woche habe ich mir gleich 2x diese Glücksgefühle gegönnt. Da die Temperaturen doch langsam sinken, habe ich die Produktion für die kalte Jahreszeit in Angriff genommen. Entstanden sind zwei ‚Frau Marlene‘ von Fritzi Schnittreif. 016-707x800 Den Schnitt habe ich bei einer Angebotsaktion auf Makerist gekauft. 012-723x800 Ein schlichtes, einfach zu nähendes Shirt, welches durch seine Schulterecken aber das gewisse Etwas bekommt. 020-800x288 Das einzige, das mit nicht gefiel war der weite Ausschnitt, bei dem die BH-Träger immer raus geblitzt sind. Deswegen habe ich die Ecken etwas vergrößert. So bleiben die BH-Träger verdeckt, aber ich habe immer noch einen bequemen U-boot-Ausschnitt. Den Saum habe ich auch verlängert, damit es besser zu mir passt. Und ja, ich fühle mich wirklich wohl in den Shirts. 😉

#365tageohne

365 Tage ohne – Woche 16 + 17

Ja, der Beitrag sollte schon gestern erscheinen. Aber eine Geburtstagsfeier und die Hoffnung auf ein Tragebild haben alles etwas verschoben. Aber der Reihe nach.

Gerade heute habe ich in der Gruppe von einer Mitstreiterin gelesen, dass es gerade doch sehr ruhig ist. Ich finde es auch schade, dass im Moment so wenig geschrieben wird. Jedoch, es ist Urlaubszeit. Kristin von Piex Su, die Gründerin der Gruppe, hat ihren Beitrag deswegen in dieser Woche auch in Textform verfasst. Und immer wieder zu sagen „Ich bin stark geblieben. / Ich habe nichts gekauft.“ finde ich auch langweilig. Deswegen wandelt sich gerade auch meine Ansicht zur Challenge. Keine Kleidung zu kaufen ist für mich nicht mehr wirklich die Herausforderung. Statt dessen ist es für mich wichtig, alles, soweit möglich, selber herzustellen. Was dann am Ende auch wieder zu meinem Blog passt. Zudem macht es mich stolz wenn ich wieder etwas geschaffen habe. Denn, auch wenn ich nicht schreibe, so bin ich doch nicht untätig. Im Gegenteil. Meine Hunde brauchten neue Halsbänder. Ja, ich habe neulich welche genäht, aber ich habe mehrere im Gebrauch. Im Wald bevorzuge ich Zugstopphalsbänder mit einer Kette. Diese lockern sich leichter. Und dadurch haben die Hunde die Chance sich zu befreien, sollten sie mal festhängen. Besonders mein Atze hat das Talent, beim Sprung in den nächsten Graben die Leine um fünf Äste und Büsche zu wickeln, bis es nicht vor oder zurück geht… Die Ketten haben sich bewährt. 001 (773x800) Die ersten Ketten, welche ich erworben hatte, waren allerdings untauglich. Denn sie waren am rosten. Und das schon nach der ersten Runde im Regen. Deswegen habe ich 2€ mehr ausgegeben und die alten Halsbänder ersetzt. Ich hätte doch auf den Hinweis ‚rostfrei‘ achten sollen. Und weil es jetzt langsam in den Herbst hinein geht, habe ich die Halsbänder noch mit reflektierenden Bändern versehen. Damit sind die Hunde auch im Nebel besser sichtbar, wenn wir denn an einer Straße entlang müssen. 002 (800x600)

Ein zweites Sunny-Shirt von Piex Su habe ich mir auch noch genäht. Diesmal mit Wasserfallkragen. 010 (694x800) Die Stoffwahl kam mir erst etwas altbacken-gewagt vor, aber zu Jeans sieht das richtig frisch und fröhlich aus. Irgendwann brauche ich mal einen Fotografen, der mich ablichtet, damit ihr Tragebilder zu sehen bekommt. Von einem weiteren Teil hatte ich gestern auf ein Tragebild gehofft. Das Modell wäre dann mein Großneffe gewesen. Dem habe ich ein Basic-Sweatshirt zum Geburtstag genäht. 011 (800x650) Das Schnittmuster ist ein Freebook von Mama Nähblog. Ein wirklich tolles und einfaches Schnittmuster. Die Anleitung ist gut erklärt und auch die Größe passt. Da ich einen Sommersweat genommen habe, habe ich eine Nummer größer genäht. Der Pulli passt, aber nach der Anprobe hatte ihn mein Modell ganz schnell wieder ausgezogen. Auf einem Geburtstag ist für Fotos eben keine Zeit 😀

Mit Nähzimmer aufräumen, Gartenarbeit, Spaziergängen, Besuchen und dem ganz normalen Alltag vergeht die Zeit gerade wie im Flug. Aber ich habe etwas geschaffen, was mir wirkliche Freude bereitet!  🙂  008 (552x800)

#365tageohne

365 Tage ohne – Woche 13-15

Es sind tatsächlich schon 15 Wochen der Challenge vorbei. Unglaublich wie die Zeit verstreicht. Die letzten drei Wochen war ich allerdings etwas schreibfaul. Nach zu vielen Nachrichten musste ich auch erst mal meine Mitte wieder finden. Ich habe viele, wirklich lange Spaziergänge mit den Hunden gemacht. Nach ein paar Kilometern gelingt es einem dann schon wieder etwas Schönes wahrzunehmen und zu lächeln. Ist euch schon mal aufgefallen, dass man viel mehr gute Ideen hat wenn man gut gelaunt ist? Da kann man einfach besser denken.

Trotz der verbesserten Denkfähigkeit ist es mir dann doch nicht so leicht gefallen, mich für eine Variation des Schnittmusters „Sunny“ von Piex Su zu entscheiden. Die liebe Kristin hat dieses Schnittmuster kreiert. Und ich hatte bei einer Verlosung auf facebook das große Glück diesen Schnitt zu gewinnen. „Sunny“ ist ein Sommerkleid, aber man kann auch ein Shirt daraus nähen. Um die Passform zu testen, war es dann auch ein T-Shirt, welches ich am Ende genäht habe. 003 (631x800) Ein Shirt mit Wave-Ausschnitt und 3/4 Ärmeln. Dank der Beschreibung habe ich sogar verstanden, wie man die Schulternähte mit Beleg im Vorderteil so verbindet, dass es ein stimmiges Bild ergibt. Mit den Anleitungen aus der Burda bin ich da jedes Mal dran gescheitert, weshalb ich alles mit Beleg einfach nicht mehr genäht habe. Endlich ist der Knoten in meinem Hirn geplatzt. Trotzdem hoffe ich, dass die Kristin (ja, das ist ein kleiner Zaunpfahl) dazu noch ein kleines Tutorial anfertigt, mit deutlichen Bildern, damit ich auch noch die letzten Ungenauigkeiten beseitigen kann. 😉 Der Ausschnitt ist auch ein wenig schief geworden, aber das ist reine Übungssache. Vielleicht hätte ich auch nicht so einen flutschigen Viscose-Jersey nehmen sollen. Immerhin, es passt perfekt!

Vorher habe ich mir noch ein Kimono Tee (den Schnitt gibt es wenn man den Newsletter abonniert) genäht. 006 (639x800) Ja, der Tarnlook ist ein wenig schräg, sieht angezogen aber wirklich gut aus. Und weil es zwischendurch doch nochmal warm wurde (und hoffentlich auch nochmal wird), habe ich mir noch ein Röckli von Schnabelina genäht. Ebenfalls ein sehr einfacher und kostenloser Schnitt. 004 (800x727) Statt Bund habe ich einfach ein breites Gummiband angenäht. Der Rock ist bequem und luftig leicht. Und alles gefällt mir deutlich besser als die Klamotten im Laden. Gekauft habe ich trotzdem etwas. Quetschwäsche, auf neudeutsch auch Shapeware genannt. So eine Art Unterkleid. Allerdings rutscht der Saum beim gehen nach oben. Also gebe ich es wieder zurück. Unterm Strich habe ich also immer noch keine Kleidung gekauft. Der Stoff für die genähten Teile stammt vom Stoffmarkt Holland. Nur etwas aufbügelbare Vlieseline für den Beleg am T-Shirt musste ich erwerben. Da hatte ich jedoch Glück und bekam ein Reststück für einen Spottpreis. Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit mir. Jetzt fehlen nur noch ein paar warme Sommertage, damit ich die neuen Sachen auch tragen kann. 🙂   #365tageohne

Mehr Berichte gibt es in unserer facebook Gruppe, oder ihr besucht den Blog von Piex Su.

365 Tage ohne – Woche 5 + 6 im Kaufrausch

Wie war das? Kaufrausch? Sollte nicht ein ganzes Jahr lang nichts gekauft werden? Nun, gar nichts geht ja nicht. Zum nähen braucht es Stoff! Und den bekommt man nicht nur im Laden oder im Internet. Mein persönliches Highlight ist immer der Holländische Stoffmarkt. 025 (800x444) Dieser tourt durch Deutschland und ist an zwei Terminen im Jahr in relativer Reichweite. Eben weil man nicht ‚mal eben‘ dort hin fahren kann, erfordert ein Besuch eine gewisse Planung. Schließlich will man so effektiv einkaufen, wie eben möglich. Für mich bedeutet das, dass ich meine Schnittmuster sichte. Was habe ich da? Was will ich nähen? Was ist eine sinnvolle Füllung für meinen Kleiderschrank? Dann geht es an die Feinheiten. Welche Stoffart benötige ich für welchen Schnitt? Wie viel Stoff ist notwendig? Weil, nichts ist ärgerlicher, als zu Hause festzustellen, dass einem 20 oder 30 cm Stoffmenge fehlen. Und sind diverse Zutaten nötig? Reißverschlüsse? Knöpfe? Einlagen? Mein Hauptaugenmerk lag dieses Mal auf Jersey für T-Shirts. Daraus lassen sich auch leichte Sommerkleider und Röcke nähen. Und ein paar Schlaf-Shirts wären auch fällig. Diese Informationen notiere ich in einem kleinen Spiralbüchlein, welches mich schon ein paar Jahre begleitet. 007 (753x800)

Sehe ich einen schönen Stoff, der mir gefällt und auch preislich entgegenkommt, kann ich nachsehen, wie viel ich für das eine oder andere Projekt mindestens benötige. Oder ich habe den Stoff zu Hause und brauche noch passende Knöpfe. Dann klebe ich kleine Stoffmuster ein und kann die nötigen Zutaten passend besorgen. 008 (800x590) Manchmal lassen sich Materiallisten auch ausdrucken. Diese einzukleben, ist natürlich am bequemsten. 009 (800x551) Das hat mir in der Vergangenheit immer sehr geholfen. Nur für die Zukunft werde ich wohl auf ein kleines Ringbuch, so ein Filofax umsteigen. Ich denke, das ist übersichtlicher. Aber diese Grundidee kann ich nur jedem ans Herz legen. Eine Seite darin ist auch immer für Zutaten reserviert. Geht eine Farbe beim Nähgarn zur Neige? Eintragen. Die häufig genutzte Vlieseline wird knapp? Eintragen. Wie ein Einkaufszettel. So sind die Vorräte immer gefüllt. Zwischendurch arbeite ich noch an einem anderen Projekt. Ich hoffe, Jule freut sich darüber.  😉  001 (800x379)  Aber gestern war es dann endlich soweit. Auf zum Stoffmarkt! Wegen der Unwetterwarnungen bestand noch die Möglichkeit, dass die Veranstalter den Markt kurzfristig absagen. Das Glück stand aber auf meiner Seite. Nicht nur, dass das Wetter klasse war, ich habe sogar in unmittelbarer Nähe einen Parkplatz ergattert. So konnte ich den Schwung Jersey-Coupons zwischendurch ins Auto bringen, und musste mich nicht damit abschleppen. Danach war auch Zeit zum gucken, Stoffe streicheln und Phantasie beflügeln. 026 (800x600) Patchworkstoffe standen diesmal leider nicht auf meiner Liste. Aber man kann ja schon mal gucken und überlegen. Welches Stöffchen würde denn irgendwann gerne bei mir einziehen? 027 (600x800) Am Bernina-Stand wurden ebenfalls Begehrlichkeiten geweckt. Die Dame dort am Stand hat geduldig alle Fragen beantwortet und die Qualität der Maschinen vorgeführt. 028 (800x660) So ganz nebenbei habe ich dann beschlossen, dass ich eine Spardose für solch ein Luxusmodell aufstelle. Sobald ich genug für einen neuen Wohnzimmerteppich zusammen habe, wird dafür gespart. 030 (800x600) Vor lauter gucken habe ich dann vergessen eine Loskarte auszufüllen. Auf jedem Stoffmarkt wird so ein Teil nämlich verlost. Wäre eine günstige Alternative, ein Gerät zu gewinnen, statt zu bezahlen…. 😉 Beim Stände abklappern sind dann noch ein paar Stöffchen in meine Tasche gewandert. 031 (800x600) Bei den Dekostoffen bin ich stark geblieben. Am Ende musste ich dann aufhören, da mein Geld alle war. Ob es daran gelegen hat? 033 (783x800) Bestimmt. Ich kann doch nicht schon bei einem einzigen Besuch mein Jahresbudget für Stoff ausgegeben haben? Oder was meint ihr? 036 (800x564)

Ich werde mich dann für die nächsten Wochen ins Nähzimmer einschließen. Sonst bekomme ich diese Menge nie verarbeitet! Aber ich hatte riesigen Spaß! Sogar eine Dame aus einer Nähgruppe von Facebook habe ich getroffen! Der Kaufrausch ist zwar ein wenig außer Kontrolle geraten, aber es war ein richtig, richtig schöner Tag. Bis zum nächsten Mal! 021 (578x800) #365tageohne

Hier noch ein paar Links zum Wochen-Update:

Facebookgruppe

PiexSu

Tina’s bunte Welt

 

365 Tage ohne – Die 4. Woche

Wow! Ganze vier Wochen sind schon vorbei. Ist es mir bisher schwer gefallen, keine Klamotten zu kaufen? Nein, nicht wirklich. Aber was mir aufgefallen ist, ist der Automatismus, in dem wir drin stecken. So schaue ich ganz automatisch beim einkaufen in die Wühltische, wo die Angebote liegen. Dieses „Mal gucken, ob da nicht ein Schnäppchen für mich dabei ist“ ist doch tief in einem drin. Besonders wenn man auf seine Ausgaben achten muss, ist der Angebots-Jagdmodus ständig aktiviert. Um meine Ausgaben nicht zu sehr zu strapazieren, habe ich bisher allerdings auch immer sehr gezielt eingekauft. Ich habe also hauptsächlich eingekauft, was ich wirklich benötige. Und trotzdem muss ich mir immer wieder sagen „nein, du brauchst nicht bei den Klamotten zu gucken, du nähst selber“ wenn ich vor einem Angebot stehe. Irgendwie ist es ein seltsames Gefühl. Und ich empfinde dabei überraschend viel Spaß. Ich habe Freude bei dem Gedanken, dass ich in der Lage bin, mir selbst etwas herzustellen, womit NICHT jeder Zweite rumläuft.

Viel getan habe ich in dieser Woche nicht. Erst habe ich noch die warmen Tage genossen. Gerade noch froh, endlich die Frühjahrsmüdigkeit abgeschüttelt zu haben, wurde ich aber dann, dank der ungemütlichen Eisheiligen, wieder in einen Zwischen-Winterschlaf geschickt. Immerhin habe ich so die Gelegenheit, noch ein heißes Bad zu genießen. Nicht viel, bedeutet aber nicht, dass ich gar nichts getan habe. Neulich  habe ich doch ein Kimono-Tee genäht. So gut mir das Shirt gefällt, so finde ich den Ausschnitt etwas zu weit. Ständig gucken die BH-Träger raus. Also habe ich versucht, den Ausschnitt etwas zu verkleinern. Auf den Fotos kann man sehen, wie ich das gemacht habe. SM-Änderung1 (800x374) Erst die Linie der Schulternaht verlängern, dann Punkt, wo der Halsausschnitt beginnt, nach innen verschieben. In meinem Fall waren das 1,5 cm. Diesen Punkt dann in einem Bogen mit der angezeichneten Ausschnittlinie verbinden. Jedenfalls beim Rückenteil. Beim Vorderteil wäre der Ausschnitt aber zu tief geworden. Deswegen habe ich meine eigene Ausschnittlinie eingezeichnet. SM-Änderung2 (800x601) In der Form habe ich mich am Schnittmuster orientiert. Dann musste ich noch herausfinden, wie lang das Halsbündchen werden darf. Dafür habe ich die Länge des Bündchens vom Original durch den Umfang des Halsausschnittes geteilt und eine Ungefähre 0,9 heraus bekommen. Also habe ich den neuen Umfang des Halsausschnittes x 0,9 genommen. Schon hatte ich das neue Längenmaß für mein Halsbündchen. Es hat sogar gepasst, wie man sieht. 004 (800x384) Zum Vergleich habe ich das zuerst genähte Shirt darunter gelegt. Beim Test, ob der neue Halsausschnitt passt, habe ich einen billigen Stoff genommen, welcher schrecklich widerspenstig gewesen ist. Aber, das Shirt passt und der Ausschnitt sieht deutlich besser aus. Auch wenn ich beim annähen des Bündchens ein wenig sorgfältiger werden muss. Für ein Probeshirt ist es aber ok. 🙂 Und weil in selbst genähten Sachen keine lästigen Etiketten drin sind, welche nicht nur kitzeln, sondern auch mit der aufgedruckten Größe ein schlechtes Gewissen einreden, habe ich das neue Shirt noch eine Nummer größer genäht. So sitzt es lockerer. Jetzt ist das Schnittmuster für mich perfekt. 🙂 006 (800x339)

Vielleicht finde ich ja demnächst mal jemanden, der mich fotografiert. Dann kann ich zeigen wie die Shirts sitzen. Bis dahin möchte ich nochmal alle Interessierten in die Facebookgruppe von der #365tageohne Challenge einladen. Ein Einstieg ist jederzeit möglich. Und hier nochmal ein paar Blogs von anderen Mitgliedern.

Ach ja, mein Strickset von We are knitters ist angekommen. 013 (605x800) Ich finde es toll, dass bei der Verpackung der Plastikanteil auf ein Minimum reduziert ist. Es muss nicht alles in Folie ersticken! Die Wolle fühlt sich toll an, und die Anleitung ist, mit Video-Unterstützung auf der Seite, auch für mich zu verstehen. Ich vermute jedoch, dass das Top zu klein für mich ist. Aber dann finde ich sicher eine andere, für mich passende Anleitung. 😉