Alle Jahre wieder auf der Suche

Der November ist angebrochen. Draußen ist es entsprechend dunkel und trübe. 003-800x498 Deswegen freue ich mich darauf, bald alles weihnachtlich dekorieren zu können. Durch die vielen Lichter und Kerzen kommt einem die Zeit nicht so dunkel vor. Es wird gemütlich im Haus. Und  nach einer Runde im nebeligen Wald 009-550x800 schmeckt der Kaffee mit leichter Zimtnote gleich doppelt so gut.

Zur Deko gehört für mich aber auch ein Adventskalender. Mein bevorzugtes Objekt ist ein einfacher Kalender, mit weihnachtlichem Motiv und gefüllt mit leckerer Milchschokolade. Wie? Die gibt es doch an jeder Ecke für 70 Cent? Klar gibt es die. Wenn man auf Schokolade steht, welche einen an eine Mischung aus Pappe, Fett und brauner Farbe erinnert. Ja, es gibt auch hochwertigere Schokoladenkalender. Sogar in einem unteren Preissegment bis 5€. Aber darauf findet man dann Bilder von Hello Kitty, den Peanuts, Barbie, alle Helden der aktuellen Disney Filme, Fußballvereine und, und, und…. Passt das Bild, dann ist die Schokolade meist mit einer Milchcreme gefüllt. Daneben stehen die Exemplare für die Erwachsenen. Die mit den Pralinen. Wahlweise mit und ohne Alkohol. Dann hat noch jede, wirklich jede Schokofirma ein Firmenprodukt anzubieten. Dick aufgemotzt, gefüllt mit Produkten aus dem Sortiment und extrem überteuert. Da wäre es einfacher, ich besorge mir eine Mischtüte aus dem Sortiment und fülle mir meinen eigenen, selbstgemachten Kalender. Aber da fehlt irgendwo der Reiz. Ich will auch keinen Kalender ohne Schokolade. Ok, zusätzlich vielleicht. 😉 Nur, zur Weihnachtszeit möchte ich morgens aufstehen, ein Türchen am Kalender aufmachen und Schokolade naschen. Da mag ich keine Bierdose, Schminkzeug, Schmuck, Bastelkram, Lego oder gar Sextoys finden. Auch will ich keinen Kalender eines Fernsehsenders, oder einer speziellen Sendung. Krimis und Fortsetzungsgeschichten interessieren mich da auch nicht wirklich.

Ich liebe Adventskalender. Online-Kalender, bei denen man Schnittmuster bekommt, oder man etwas gewinnen kann, machen mir riesigen Spaß. Aber auch mit knapp 50 (in drei Wochen ist es soweit..*örgs*) will ich meinen Schokoladen-Adventskalender! So mache ich mich dann wie alle Jahre wieder auf die Suche nach dem passenden Modell. Hat jemand eine Idee, wo ich suchen kann? Die umliegenden Supermärkte habe ich schon abgeklappert. Ich glaube, ich gehe noch eine Runde in den Wald. Vielleicht fällt mir dann ein, wo ich noch suchen könnte 🙂 017-672x800

Glücksgefühle bei Kleidung? – 365 Tage ohne Woche 23

Die Challenge ist mittlerweile 23 Wochen alt, und hier und da bemerkt man in der Gruppe die eine oder andere Ermüdungserscheinung. Der Alltag holt einen ein, die täglichen Aufgaben stehlen einem die Zeit, oder aber Ereignisse, wie eine Urlaubsreise, bringen einen in Versuchung doch mal ein Kleidungsstück zu kaufen. Manchmal guckt man aber auch einfach neidisch auf die Menschen, die man in den Geschäften an den Kleiderständern sieht, wie sie ein neues Top oder Kleid aussuchen. Oder man verliebt sich spontan in ein Kleidungsstück in einer Werbeanzeige. Es gibt so viele schöne Kleidung. Muss ich jetzt immer ein schlechtes Gewissen haben wenn ich mir DOCH ein fertiges Kleidungsstück kaufe?

Nein. Ich habe kein schlechtes Gewissen beim Kauf von Kleidung. Die Challenge ist eine zeitlich begrenzte Aktion. Während dieser Zeit werde ich keine Kleidung kaufen. Da ich nicht alles selber machen kann, oder nicht in der gewünschten Qualität, habe ich Ausnahmen. So habe ich letztens ein paar Socken und etwas Unterwäsche gekauft. Allerdings habe ich festgestellt, dass ich mehr darauf achte, was ich da kaufe. Wo kommt es her? Woraus ist es hergestellt? Und, brauche ich das wirklich? Vor der Challenge habe ich eigentlich auch nur etwas gekauft wenn ich es wirklich benötigt habe. Jetzt mit der Challenge bin ich da noch strenger geworden. Weil, wenn ich das Kleidungsstück wirklich brauche, dann trage ich es auch. Dann achte ich aber auch darauf, dass mir das Teil, egal ob Kleid oder Slip, auch wirklich gefällt. Auch die Passform und das Tragegefühl müssen stimmen. Die Bereitschaft, einen Kompromiss einzugehen nur um zu kaufen, ist deutlich kleiner geworden. Und damit ist, denke ich, ein großes Ziel der Challenge erreicht. Ich kaufe bewusst ein. Interessant ist, dass ich das auch auf andere Bereiche übertrage. Und das wiederum sorgt dafür, dass ich nicht so oft den Verlockungen der Werbeindustrie verfalle. Als Nebenwirkung freut sich darüber auch mein Kontostand 🙂

Das schönste Gefühl aber ist die Freude, welche ich bei einem Kleidungsstück empfinde, wenn mir wirklich alles daran gefällt. Wenn alles passt, bewegt man sich anders. Werden die Schokoladenseiten betont und diverse dekorativen Röllchen kaschiert, hat man automatische mehr Selbstbewusstsein. Stimmt das Stoffgefühl auf der Haut, ist man gleich entspannter. Wer sich in seiner Kleidung wohl fühlt kommt besser durch den Tag. Wünscht man sich ein besonderes Kleidungsstück, trägt lange ein Bild davon im Kopf herum, und findet dann endlich das passende Teil, dann werden Glückshormone im Überfluss produziert. Wer selber näht, bei dem kommt noch Stolz dazu. Selbst wenn ein genähtes Teil noch nicht so perfekt ist, wie man es sich wünscht, so ist es meist immer noch besser als ein billiger Schnellkauf, welcher oft als Schrankleiche endet. Zudem hat man beim selber nähen gleich öfter die Gelegenheit sich zu freuen. Beim Stoff kaufen, beim Herstellungsprozess und wenn man das fertige Ergebnis in den Händen hält. Zudem glaube ich auch nicht, dass man sich über ein Kompliment für seine Kleidung so freuen kann, wenn es ’nur‘ gekauft ist. Ja, Kleidung kann wirklich Glücksgefühle auslösen. 🙂

Übrigens, letzte Woche habe ich mir gleich 2x diese Glücksgefühle gegönnt. Da die Temperaturen doch langsam sinken, habe ich die Produktion für die kalte Jahreszeit in Angriff genommen. Entstanden sind zwei ‚Frau Marlene‘ von Fritzi Schnittreif. 016-707x800 Den Schnitt habe ich bei einer Angebotsaktion auf Makerist gekauft. 012-723x800 Ein schlichtes, einfach zu nähendes Shirt, welches durch seine Schulterecken aber das gewisse Etwas bekommt. 020-800x288 Das einzige, das mit nicht gefiel war der weite Ausschnitt, bei dem die BH-Träger immer raus geblitzt sind. Deswegen habe ich die Ecken etwas vergrößert. So bleiben die BH-Träger verdeckt, aber ich habe immer noch einen bequemen U-boot-Ausschnitt. Den Saum habe ich auch verlängert, damit es besser zu mir passt. Und ja, ich fühle mich wirklich wohl in den Shirts. 😉

#365tageohne

Schwedenkräuter – Ein echt prima Hausmittel

Ich war noch ein Teenie, da schmökerte ich oft in einem Buch, welches bei uns immer griffbereit auf der Küchenbank lag. Einige kennen es vielleicht. Ich rede von dem Buch „Gesundheit aus der Apotheke Gottes“ von Maria Treben (ab Seite 61 geht es um die Schwedenkräuter). Es ist ein Kräuterbuch. Oder besser gesagt, ein Buch, in dem man nachschlagen kann, welche Krankheit mit welchem Kraut behandelt werden kann. Nachdem ich mit Brennnessel-Tee erfolgreich eine Nierenerkrankung kuriert hatte (die Tabletten vom Arzt hatten nichts bewirkt), war mein Interesse geweckt. Und, sofern es sich nicht um wirklich ernsthafte Erkrankungen handelt, versuche ich mir erst mal mit einem Kraut zu helfen. Oft genug habe ich damit Erfolg, erreiche zumindest eine wohltuende Linderung. Etwas, was ich seit damals immer im Haus habe, sind Schwedenkräuter, oder auch Schwedenbitter genannt.

Schwedenkräuter sind ein echtes Allround-Mittel. Letzte Woche hat mich eine Wespe gestochen. Für diesen Fall gibt es diverse Ratschläge. Ganz klassisch ist die Zwiebel. Darauf pieseln hilft auch. Mit Eis kühlen ist auch ein guter Tipp. Mein erster Griff war der zur Flasche mit den Schwedenkräutern. Einfach ein Wattepad damit befeuchten, was drumherum wickeln, damit dieses am Platz bleibt (die Wespe hatte meinen Finger erwischt), und schon Sekunden später hatte ich keine Schmerzen mehr. Nach einem Tag war mein Finger dann wieder fit. Auch bei leichten Verbrennungen helfen die Kräuter sehr. Egal, ob ich mich nun an einem Motorradauspuff verbrannt habe, am Bügeleisen, oder dem Backofen, diese stinkende Flüssigkeit nimmt in Sekunden den Schmerz und verhindert eine Blase. Sollte die Blase schneller sein als ich mit der Behandlung, heilt diese aber dann ohne Probleme ab. Auch bei Verletzungen, oder Entzündungen hat der Schwedenbitter schon gute Dienste bei mir geleistet. Mein ältester Neffe hatte sich ein Piercing am Auge machen lassen, welches sich so entzündete und anschwoll, dass er das Piercing nicht mehr heraus nehmen konnte. Eine Nacht mit einem Schwedenkräuter-Umschlag, und (ja, das ist jetzt eklig) der Eiter lief ab. Nach zwei Tagen war alles wieder gut. Meine Flasche, welche ich ihm dafür ausgeliehen hatte, habe ich danach nie wieder gesehen…. Es gibt einige Beispiele für die Wirksamkeit, die ich liefern könnte, aber ich denke, das würde hier zuviel.

Als ich meinen Finger behandelt habe, stellte ich dann fest, dass ich nur noch einen kleinen Rest habe. 006-800x681 Die Flüssigkeit sieht alles andere als appetitlich aus. Und ich habe wirklich keine Ahnung mehr, wann ich sie hergestellt habe. Das muss schon mehrere Jahre her sein. Aber das tut der Wirksamkeit keinen Abbruch. Im Gegenteil. Je länger die Flüssigkeit steht, desto besser wird sie. Wie man im Hintergrund sehen kann, habe ich mir aber schon die Zutaten für einen neuen Ansatz besorgt. Das wichtigste ist die Kräutermischung. 001-404x800 Da gibt es den kleinen und den großen Schwedenbitter. Der kleine war gerade nicht da, also habe ich den großen genommen. Ich kann in der Wirksamkeit keinen Unterschied feststellen. Dann braucht es noch einen Korn oder Obstbranntwein mit mind. 38 ‚Umdrehungen‘ und eine große leere Flasche. 003-742x800 Die Mischung in der Tüte ist für 1,4 Liter Korn gedacht. Wer keine so große Flasche zum anmischen hat, kann die Menge aber auch aufteilen. Einfach die Kräuter in die Flasche füllen, den Schnappes rein kippen, verschließen, schütteln und bei 1x schütteln täglich für 14 Tage an einen warmen Ort stellen. 009-800x699 Da ich einfach nur zu wenig Korn im Haus hatte, werde ich nächste Woche mit dem Rest der Kräutermischung eine weitere Flasche ansetzen und daneben stellen. 🙂

Ja, ich weiß, das Zeugs sieht eklig aus. Es riecht auch eklig. Und es macht Flecken in die Kleidung wenn man nicht aufpasst. Vom Geschmack will ich gar nicht erst anfangen. Aber es wirkt! Wer neugierig ist, sollte sich mal die Alte Handschrift durchlesen. Dort auf der Seite vom Kräuter Verzeichnis finden sich auch die Anwendungshinweise und die Rezeptur der Mischung. Wer ein Mittel im Haus haben will, mit dem er sich bei kleinen Verletzungen, Insektenstichen und anderen Wehwehchen helfen kann, der sollte die Schwedenkräuter unbedingt ansetzen. Und wenn es nur ein Mittel zur ersten Hilfe bis zum Arztbesuch ist, so kann ich die Kräuter wirklich empfehlen. Erzählt mir dann, was ihr damit erlebt habt!

Update zur 20. Woche von 365 Tage ohne

Schon die 20. Woche der Challenge, und ich hatte die letzten Wochen keine Lust zum nähen. Bei den Temperaturen, die zwischenzeitlich herrschten, habe ich lieber Erdbeeren von meinem Balkon genascht und meinen Tomaten beim wachsen zugesehen… Die Fleischtomaten erfreuen schon mal mit sehr skurilen Formen! 021 (800x587) Ich hoffe ja, dass die nun noch kommenden warmen Tage reichen, damit sie zart erröten. Die Balkontomaten geben jedenfalls ihr Bestes! 024 (766x800)

Zwischendurch habe ich noch meine ganzen Woll- und Patchworkdecken gewaschen und die dicken Jacken für die kalte Jahreszeit vorbereitet. Hier und da wehte dann auch der zarte Duft von Imprägnierspray durch die Luft. Wenn noch Platz auf dem Balkon war, habe ich dort noch ein paar Kissen ausgelüftet. Man könnte sagen, ich habe echte Hausfrauenqualitäten raus gekehrt. 😀

Zur Erheiterung gab es noch interessante Beobachtungen in der hiesigen Tierwelt. Außergewöhnlich waren einige Sittiche, die hier ums Haus geflattert sind. 002 (800x530) Hoffentlich haben sie wieder heim gefunden, und sind nicht den hiesigen Raubvögeln zum Opfer gefallen. Etwas kleiner, aber ebenso auffällig war die Raupe eines Weinschwärmers. 013 (800x600) Irgendwann würde ich da gerne mal den fertigen Falter sehen. Aber die ca. 8cm lange Raupe mit dem süßen Schwänzchen ist auch etwas besonderes.

Langeweile gab es nicht. Aber es gibt eben auch mal andere Dinge, denen Aufmerksamkeit gewidmet werden muss. Einkaufen war ich nicht. Obwohl die Versuchung, eine neue Jeans zu kaufen, gerade groß ist. Ich besitze nämlich nur noch ein Exemplar, das noch nicht geflickt ist. Jeans gehören zu meinen erlaubten Ausnahmen. Aber erst will ich mal versuchen wenigstens eine einfache Hose zu fabrizieren. Wie praktisch, dass Hosen nähen gerade zum Monatsprojekt in der Gruppe erklärt wurde. Die Kristin von Piex Su hat uns in ihrem Update den Mund auf ein geplantes Freebook wässrig gemacht. Und brennesselein hat von einem Problem berichtet, welches sich aber ganz einfach hat lösen lassen. Und ich kann beim nächsten Mal vielleicht auch mal wieder etwas genähtes zeigen. 🙂

#365tageohne

365 Tage ohne – Woche 16 + 17

Ja, der Beitrag sollte schon gestern erscheinen. Aber eine Geburtstagsfeier und die Hoffnung auf ein Tragebild haben alles etwas verschoben. Aber der Reihe nach.

Gerade heute habe ich in der Gruppe von einer Mitstreiterin gelesen, dass es gerade doch sehr ruhig ist. Ich finde es auch schade, dass im Moment so wenig geschrieben wird. Jedoch, es ist Urlaubszeit. Kristin von Piex Su, die Gründerin der Gruppe, hat ihren Beitrag deswegen in dieser Woche auch in Textform verfasst. Und immer wieder zu sagen „Ich bin stark geblieben. / Ich habe nichts gekauft.“ finde ich auch langweilig. Deswegen wandelt sich gerade auch meine Ansicht zur Challenge. Keine Kleidung zu kaufen ist für mich nicht mehr wirklich die Herausforderung. Statt dessen ist es für mich wichtig, alles, soweit möglich, selber herzustellen. Was dann am Ende auch wieder zu meinem Blog passt. Zudem macht es mich stolz wenn ich wieder etwas geschaffen habe. Denn, auch wenn ich nicht schreibe, so bin ich doch nicht untätig. Im Gegenteil. Meine Hunde brauchten neue Halsbänder. Ja, ich habe neulich welche genäht, aber ich habe mehrere im Gebrauch. Im Wald bevorzuge ich Zugstopphalsbänder mit einer Kette. Diese lockern sich leichter. Und dadurch haben die Hunde die Chance sich zu befreien, sollten sie mal festhängen. Besonders mein Atze hat das Talent, beim Sprung in den nächsten Graben die Leine um fünf Äste und Büsche zu wickeln, bis es nicht vor oder zurück geht… Die Ketten haben sich bewährt. 001 (773x800) Die ersten Ketten, welche ich erworben hatte, waren allerdings untauglich. Denn sie waren am rosten. Und das schon nach der ersten Runde im Regen. Deswegen habe ich 2€ mehr ausgegeben und die alten Halsbänder ersetzt. Ich hätte doch auf den Hinweis ‚rostfrei‘ achten sollen. Und weil es jetzt langsam in den Herbst hinein geht, habe ich die Halsbänder noch mit reflektierenden Bändern versehen. Damit sind die Hunde auch im Nebel besser sichtbar, wenn wir denn an einer Straße entlang müssen. 002 (800x600)

Ein zweites Sunny-Shirt von Piex Su habe ich mir auch noch genäht. Diesmal mit Wasserfallkragen. 010 (694x800) Die Stoffwahl kam mir erst etwas altbacken-gewagt vor, aber zu Jeans sieht das richtig frisch und fröhlich aus. Irgendwann brauche ich mal einen Fotografen, der mich ablichtet, damit ihr Tragebilder zu sehen bekommt. Von einem weiteren Teil hatte ich gestern auf ein Tragebild gehofft. Das Modell wäre dann mein Großneffe gewesen. Dem habe ich ein Basic-Sweatshirt zum Geburtstag genäht. 011 (800x650) Das Schnittmuster ist ein Freebook von Mama Nähblog. Ein wirklich tolles und einfaches Schnittmuster. Die Anleitung ist gut erklärt und auch die Größe passt. Da ich einen Sommersweat genommen habe, habe ich eine Nummer größer genäht. Der Pulli passt, aber nach der Anprobe hatte ihn mein Modell ganz schnell wieder ausgezogen. Auf einem Geburtstag ist für Fotos eben keine Zeit 😀

Mit Nähzimmer aufräumen, Gartenarbeit, Spaziergängen, Besuchen und dem ganz normalen Alltag vergeht die Zeit gerade wie im Flug. Aber ich habe etwas geschaffen, was mir wirkliche Freude bereitet!  🙂  008 (552x800)

#365tageohne

365 Tage ohne – Woche 13-15

Es sind tatsächlich schon 15 Wochen der Challenge vorbei. Unglaublich wie die Zeit verstreicht. Die letzten drei Wochen war ich allerdings etwas schreibfaul. Nach zu vielen Nachrichten musste ich auch erst mal meine Mitte wieder finden. Ich habe viele, wirklich lange Spaziergänge mit den Hunden gemacht. Nach ein paar Kilometern gelingt es einem dann schon wieder etwas Schönes wahrzunehmen und zu lächeln. Ist euch schon mal aufgefallen, dass man viel mehr gute Ideen hat wenn man gut gelaunt ist? Da kann man einfach besser denken.

Trotz der verbesserten Denkfähigkeit ist es mir dann doch nicht so leicht gefallen, mich für eine Variation des Schnittmusters „Sunny“ von Piex Su zu entscheiden. Die liebe Kristin hat dieses Schnittmuster kreiert. Und ich hatte bei einer Verlosung auf facebook das große Glück diesen Schnitt zu gewinnen. „Sunny“ ist ein Sommerkleid, aber man kann auch ein Shirt daraus nähen. Um die Passform zu testen, war es dann auch ein T-Shirt, welches ich am Ende genäht habe. 003 (631x800) Ein Shirt mit Wave-Ausschnitt und 3/4 Ärmeln. Dank der Beschreibung habe ich sogar verstanden, wie man die Schulternähte mit Beleg im Vorderteil so verbindet, dass es ein stimmiges Bild ergibt. Mit den Anleitungen aus der Burda bin ich da jedes Mal dran gescheitert, weshalb ich alles mit Beleg einfach nicht mehr genäht habe. Endlich ist der Knoten in meinem Hirn geplatzt. Trotzdem hoffe ich, dass die Kristin (ja, das ist ein kleiner Zaunpfahl) dazu noch ein kleines Tutorial anfertigt, mit deutlichen Bildern, damit ich auch noch die letzten Ungenauigkeiten beseitigen kann. 😉 Der Ausschnitt ist auch ein wenig schief geworden, aber das ist reine Übungssache. Vielleicht hätte ich auch nicht so einen flutschigen Viscose-Jersey nehmen sollen. Immerhin, es passt perfekt!

Vorher habe ich mir noch ein Kimono Tee (den Schnitt gibt es wenn man den Newsletter abonniert) genäht. 006 (639x800) Ja, der Tarnlook ist ein wenig schräg, sieht angezogen aber wirklich gut aus. Und weil es zwischendurch doch nochmal warm wurde (und hoffentlich auch nochmal wird), habe ich mir noch ein Röckli von Schnabelina genäht. Ebenfalls ein sehr einfacher und kostenloser Schnitt. 004 (800x727) Statt Bund habe ich einfach ein breites Gummiband angenäht. Der Rock ist bequem und luftig leicht. Und alles gefällt mir deutlich besser als die Klamotten im Laden. Gekauft habe ich trotzdem etwas. Quetschwäsche, auf neudeutsch auch Shapeware genannt. So eine Art Unterkleid. Allerdings rutscht der Saum beim gehen nach oben. Also gebe ich es wieder zurück. Unterm Strich habe ich also immer noch keine Kleidung gekauft. Der Stoff für die genähten Teile stammt vom Stoffmarkt Holland. Nur etwas aufbügelbare Vlieseline für den Beleg am T-Shirt musste ich erwerben. Da hatte ich jedoch Glück und bekam ein Reststück für einen Spottpreis. Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit mir. Jetzt fehlen nur noch ein paar warme Sommertage, damit ich die neuen Sachen auch tragen kann. 🙂   #365tageohne

Mehr Berichte gibt es in unserer facebook Gruppe, oder ihr besucht den Blog von Piex Su.

Fluffiger, süßer Milchreis

Ist euch auch so warm? Bei den derzeitigen Temperaturen habe ich so gar keine Lust zu kochen. Aber Hunger bekomme ich trotzdem. Und so lecker mein Salat vom Balkon ist, irgendwann brauche ich mal etwas anderes. Und an einem warmen Tag mag ich da am liebsten Milchreis aus dem Kühlschrank. Selbst gemacht natürlich. Ein bissel kochen muss man schon dafür, aber das ist mit ziemlich wenig Aufwand zu erledigen.

Als erstes brauchen wir ein paar Zutaten: 005 (800x664)

  • Rundkornreis/Milchreis
  • Milch
  • Salz

Von dem Milchreis so 3-4 Hand voll in einen Topf geben, 007 (800x686) eine Prise Salz darüber rieseln lassen und dann so viel Milch dazu, dass der Reis bedeckt ist. 009 (800x708) Dann die niedrigste Temperatur am Herd wählen und alles langsam erhitzen. Zwischendurch immer wieder umrühren. Es dauert eine Weile, aber wenn alles heiß geworden ist, geht es ziemlich schnell. Deswegen wirklich aufpassen damit nichts anbrennt. Bei Bedarf, wenn die Reiskörner noch zu klein und hart sind, noch etwas Milch zugeben. Wer unsicher ist, darf gerne das eine oder andere Reiskorn testen, indem er darauf beißt. Ist die Konsistenz fast perfekt, kommen noch zwei weitere Zutaten hinzu.

  • Zucker
  • 1 Ei

Ich mag meinen Milchreis süß. Am besten schmeckt es mir wenn die Süße ein wenig in den Reis gezogen ist. Also gebe ich gegen Ende der Kochzeit den Zucker direkt in den Topf. 011 (800x600) Zu diesem Zeitpunkt ist nicht mehr viel Flüssigkeit vorhanden. 016 (800x600) Noch ein kleiner Beiß-Test, und wenn mir die Bissfestigkeit der Körner angenehm ist, nehme ich den Topf vom Herd. Nun fehlt noch das Ei. 014 (800x645) Eiweiß und Eigelb wird getrennt. Das Eigelb rühre ich im Milchreis unter. 018 (800x680) Das gibt dem Milchreis eine hübsche Farbe. 021 (800x738) Das Eiweiß zu Eischnee aufschlagen 023 (800x735) und diesen dann unter den Milchreis rühren. 026 (758x800) So lange vorsichtig rühren, bis er gleichmäßig verteilt ist. 027 (800x713) Es sollen keine weißen Eischneewolken mehr zu sehen sein. 030 (800x600) Tja, danach Deckel auf den Topf, den Topf an die Seite stellen und abkühlen lassen. Während der Milchreis abkühlt, wird das, was so glibbrig aussieht, schön fest. Und durch den Eischnee bleibt der Milchreis trotzdem fluffig leicht.

Nach dem Abkühlen den Milchreis im Kühlschrank aufbewahren. Das gilt besonders bei schwülen Temperaturen. Am liebsten esse ich meinen Milchreis mit eingemachten, leicht pürierten Pflaumen. Davon habe ich mir im Herbst ein paar Marmeladengläser von vorbereitet. 031 (800x685) Wer seinen Milchreis gerne mit Zucker und Zimt isst, sollte daran denken, dass in meinem Rezept ja der Zucker schon beim kochen zugefügt wurde. Also in dem Fall nur mit Zimt würzen, oder beim kochen den Zucker einfach weglassen. Milchreis ist wirklich einfach zuzubereiten und an heißen Tagen schön gekühlt einfach lecker! 🙂

365 Tage ohne – Update Woche 12

Hier in NRW sind die Ferien angebrochen. Zwar betrifft es mich nicht (mehr), aber trotzdem hat diese Zeit immer noch ihre ganz besondere Stimmung. Im Garten, also auf meinem Balkon, ist es am wachsen und blühen. 004 (800x510) Meinen Salat hole ich mir aus dem Balkonkasten. 003 (800x458) Und die Radieschen sind gigantisch. 003 (644x800) Die Erdbeeren sind vernascht. Zum Glück blühen die Pflanzen schon wieder. 013 (800x589) Ein Versprechen auf weitere Früchtchen. Alles schmeckt gerade nach Sommer, nach Grün…

Sommerzeit, Ferienzeit, das hat was. Und auch wenn ich nicht weg fahren werde, so nehme ich gerade alles etwas leichter und entspannter. Auch genieße ich es, dass es nicht so extrem heiß ist. Nicht nur, weil man es da unterm Dach besser aushält, es sind auch lange, wirklich lange Spaziergänge möglich. Spaziergänge, bei denen auch die Gedanken auf Wanderschaft gehen. Im Moment denke ich viel darüber nach, was ich alles an Kleidung brauche. Zwischen ‚haben wollen‘ und ‚brauchen‘ besteht nämlich ein riesiger Unterschied. In dieser Woche habe ich mir nur ein T-Shirt zugeschnitten, welches noch darauf wartet, genäht zu werden. Shirts benötige ich wirklich. Aber es wird noch eine spannende Aufgabe werden, mir eine wirklich für meinen Typ und meine Bedürfnisse passende Garderobe zusammenzustellen. Die Hunde brauchten übrigens ein neues Körbchen. Immerhin ein Teil, was ich diese Woche fertig bekommen habe. 012 (800x469) Das Thema Hundekorb beschäftigt mich aber immer noch. Es gibt da einige Anleitungen zu zu finden, aber bisher war ich noch von keiner richtig überzeugt. Macht euch darauf gefasst, dass ich darüber nochmal ausführlich berichten werde.

Aber erst mal schalte ich noch eine Weile um in den Ferien-Modus. Da wartet noch das eine oder andere Eis auf mich. 😉 Und zwischendurch träume ich mich ein wenig nach Alaska, während ich den Bären via Livecam beim fischen zusehe. Schaut mal rein, es lohnt sich! #365tageohne

Hier noch ein paar andere Challenge-Mädels:

 

 

365 Tage ohne – Woche 11 – Große Pläne

Eigentlich wollte ich das Update ja schon gestern schreiben, aber ihr kennt das sicher. Ständig kam was dazwischen, und am Ende hatte ich dann keine Lust mehr zum schreiben. Auch bin ich vertieft. Vertieft in die Umsetzungen meiner Pläne. Und ich habe große Pläne! Ich will eine neue Garderobe haben. Und diese, soweit wie möglich, natürlich selber genäht.

Im ersten Schritt habe ich meine Kleiderschrank ausgemistet. Das habe ich vor über einem Jahr schon mal gemacht. Viel war also sowieso nicht mehr drin im Schrank. Das, was ich jetzt aussortiert habe, habe ich in der ganzen Zeit nicht angezogen. Oder ich bin endgültig „raus gewachsen“. Der Bauch will einfach nicht verschwinden. Und solange ich da nicht die richtige Methode gefunden habe zum abnehmen, muss ich mir in Sachen Kleidung etwas anderes überlegen. Und deswegen habe ich rigoros entsorgt. 026 (600x800) Bei den Pullis habe ich noch ein Auge zugedrückt. Die passen immerhin. Nur gefallen sie mir nicht mehr besonders. Deswegen werde ich diese jeweils Stück für Stück austauschen, sobald ich einen neuen genäht habe. Pullis dauern bei mir etwas, weshalb ich da ein wenig vorsichtig mit der Entsorgung bin. Bei den Shirts war ich mutiger. 027 (599x800) Nein, keine Angst, ein paar sind noch im Wäschekorb. Bis auf das Shirt, welches ich gerade trage, stehen mir zur Zeit, zusätzlich zu dem hier gezeigtem Rest, noch ca. 6 T-Shirts und 6 Tops zusätzlich zur Verfügung. Trotzdem hat sich der Druck, mich an die Nähmaschine zu setzen, jetzt erhöht.

Die Kleidung, welche noch gut ist, mir aber nicht mehr passt, habe ich erst mal weiter gereicht. Wäre schön, wenn sie einem anderen passt, gefällt und dann auch genutzt wird. Das was aus Fleece ist, wird wohl zu Hundekissen verarbeitet. Was ich mit den alten T-Shirts anstelle, weiß ich noch nicht. 029 (800x600) Vielleicht zerschneide ich sie in Streifen und häkel einen Teppich daraus. Falls ich mich zum zerschneiden aufraffen kann, sicher keine schlechte Idee. Bis ich mir was überlegt habe, werde ich mich daran machen neue Oberbekleidung zu nähen. Und damit ich diesen Sommer noch etwas davon habe, werde ich mich damit ein klein wenig beeilen müssen. Also weniger Internet und facebook, dafür mehr nähen. Und nebenher zusätzliche Hunderunden. Sollte das nicht helfen, den Bauchumfang zu reduzieren, freuen sich wenigstens die Hunde 😀  #365tageohne

Hier noch ein paar Beiträge meiner Mitstreiter:

Und noch der Hinweis auf die 365 Tage ohne – Facebookgruppe. Die meisten haben keinen Blog, oder Seite. Aber es wird dort lustig diskutiert, gezeigt und interessante Gespräche geführt.

365 Tage ohne – Woche 9-10 Die Hunde sind dran

Die Challenge läuft tatsächlich schon 10 Wochen! Und nein, bisher habe ich noch keine Kleidung gekauft. Nur ein paar Crocs, diese Gummischuhe, sind neu bei mir eingezogen. Ja ich weiß, sie sind kein modisches Highlight, aber dafür bequem, praktisch, günstig und gerade richtig für die 10-Minuten-Hunderunde zwischendurch. Meine Hunde spielen für mich gerade sowieso eine Hauptrolle. In der letzten Zeit habe ich sie mit Joghurt-Fleischwurst-Eis bestochen und mit Leberwurstkeksen verwöhnt. Nun geht es aber um etwas, was sie brauchen. Neue Halsbänder. 011 (800x408) Halsbänder sind nicht unbedingt günstig. Und dann passen sie oft auch nicht so, wie man es gerne möchte. Besonders Zugstopp-Halsbänder findet man nicht so oft. Ich favorisiere diese Art von Halsbändern, da sie schnell umgelegt sind, locker am Hals sitzen, aber im Notfall nicht so einfach abgestreift werden können. Durch einen Sicherheitsstopp ziehen sie sich aber nicht so sehr zusammen, dass es zu eng werden könnte. Da sie relativ einfach selber hergestellt werden können, war es für mich natürlich klar, dass ich das versuche. Die Zutaten für meine ersten Halsbänder habe ich bei der lieben Carina von der Halsbandfabrik bestellt. Das war unterm Strich für zwei Halsbänder immer noch günstiger als ein unpassendes, gekauftes aus dem Laden. Wer das ausprobieren möchte, hat bei Nichtgelingen, oder -gefallen, keine großen Einbußen. In ihrer facebook-Gruppe  findet man unter den Alben eine genaue Foto-Anleitung für die Zugstopphalsbänder, und auch für andere Sachen. Eine Anleitung findet sich auch auf dem Blog von Sandra von Pfotenprunk. Material bekommt man bei ihr natürlich ebenso. Die beiden Damen sind übrigens sehr nett und hilfsbereit!

Für ein Halsband braucht es nicht viel Material. Gurtband, Webband, zwei Ringe, einen Schieber und etwas Fleece (meist hat man noch einen Rest irgendwo) oder Airmesh zum polstern. 014 (800x626) Erst wird das Webband auf das Gurtband aufgenäht. 015 (800x600) Nicht vergessen, anschließend die Enden mit dem Feuerzeug zu verschmelzen, und dadurch vor dem Aufribbeln zu sichern! 017 (800x600) Anschließend die Ringe und den Schieber nach Anleitung integrieren. 023 (800x600) Beim Vernähen der Bandenden wird es dann ein wenig knifflig, da der Platz unter der Nähmaschine doch etwas eng wird. 024 (800x600) Zwischendurch mal am Hund testen, ob die Größe richtig ist. So muss man im Fall des Falles nicht zu viel auftrennen. Dann noch polstern, 033 (800x719) und schon ist es fertig. 034 (800x600) Meine beiden Fellnasen sahen damit einfach klasse aus. 038 (800x736) Im Laufe der Zeit sind noch andere dazu gekommen. So habe ich aus einer überflüssigen Warnweste Sicherheits-Halsbänder genäht. Der Leuchtstreifen lässt sich sehr einfach von der Weste abtrennen und weiterverarbeiten. Der Westenstoff dient als Futter.  007 (762x800) Im Dunkeln sind die Halsbänder eine echte Hilfe. 004 (800x764) Dieses Mal waren wieder ein paar hübsche Halsbänder an der Reihe. Und ich finde, es kleidet die beiden wirklich gut! 008 (800x610) Aber nun bin ich erst mal wieder an der Reihe. Mein Kleiderschrank ist nämlich immer noch ziemlich leer. 🙂 #365tageohne

Hier nochmal ein paar Beiträge meiner Mitstreiterinnen: