Ich bin ein Dampfer – Fashionmaster Part 3

Nein, ich meine nicht meine E-Ziggi und deren Nutzung. Auch wenn die Fenster so aussehen, dass meine Dampfer-Freunde sagen würden, ich hätte ein paar dicke Wolken zu viel produziert. 023 (331x800)Diesmal dampfe ich beim bügeln. Und die Fenster sind so beschlagen, weil der Miele Fashionmaster jede Menge Dampf produziert. Erinnert ihr euch an meinen ersten Test? Also, die ersten paar Klamotten, die ich gebügelt habe? 010 (2) (800x600) Nun, normal verbrauche ich für diese Menge an Wäsche die Menge an Wasser, die in mein Nachfülltöpfchen passt. Aber seht euch mal den Wassertank vom Fashionmaster an! 021 (3) (751x800) Und ob ihr es glaubt, oder nicht, aber der war nach den paar Teilen tatsächlich fast leer. Kein Wunder, dass mein Fenster fast blind ist. Übrigens, wenn es draußen kalt ist, sollte man auch nicht das Fenster öffnen und dabei weiter bügeln. Weil, dann steht man in einer Dampfsauna…. 😉

Der viele Dampf sorgt allerdings dafür, dass Jeanshosen in Nullkommanix gebügelt sind. Ja, auch die Rückseite ist Faltenfrei, jedoch nicht wirklich geglättet. Da sollte man auf noch einmal kurz mit dem Eisen drüber gleiten, damit auch die Oberfläche geglättet ist. Da das mit dem 2-Seiten-gleichzeitig-bügeln oben am Bund, an den Taschen, nicht funktioniert, muss man sie eh umdrehen. Die Oberfläche vom Bügelbrett ist schön weich und dick gepolstert. Der Vorteil von dem Bezug ist, dass die Kleidungsstücke darauf haften. Bei Jersey-Shirts merkt man, wie angenehm das ist. Ist das T-Shirt gleichmäßig auf dem Bügelbrett ausgebreitet, bleibt es meist auch an seinem Platz. Nichts rutscht zurück und man kann schneller bügeln. Der Nachteil des Bezuges ist, dass die Kleidungsstücke darauf haften. Will man ein Kleidungsstück umlagern, anders hinlegen, muss man es immer ganz vom Bügelbrett hoch heben. Das dauert länger als ich es gewohnt bin. Dadurch verlängert sich natürlich die Bügelzeit. Obendrein bleibt wirklich jede Fluse und jeder Fussel an dem Bezug kleben. Im Produktvideo, wo gezeigt wird wie Herrenhemden gebügelt werden, wird die breite Auflagefläche hervorgehoben. Ich habe mir von meiner Schwester die Bügelwäsche geschnappt und die Hemden meines Schwagers gebügelt. Die Hemden hatten anscheinend eine falsche Form. Denn so gerade und passgenau wie im Video habe ich es nicht geschafft die Hemden über das Bügelbrett zu ziehen.  Zudem muss man die Hemden, und auch Damenblusen, so von vorne über die Ecke ziehen, damit man die hintere Passe bügeln kann. Denn von hinten ist das schlicht unmöglich. 006 (2) (800x600) Für schmale Damenblusen ist das Bügelbrett auch nicht wirklich geeignet. Denn diese im Schulterbereich so über das Brett zu legen, dass eine ebene Fläche zum bügeln entsteht, funktioniert auch nicht. 019 (800x616) Es ist eine echte Friemelsarbeit. Genau wie Kapuzen und ähnliche Sachen. 026 (3) (800x754) Dabei macht sich besonders der nächste Nachteil bemerkbar. Der Dampfschlauch am Bügeleisen ich schrecklich kurz. Ich bügel mit beiden Händen. Zwar mehr von rechts, aber zwischendurch wechsel ich schon mal die Richtung und nehme dafür die linke Hand. 007 (800x600) Auch an der Spitze vom Bügelbrett muss ich schon mal von links bügeln. Und das ist mit dem kurzen Schlauch wirklich schwierig. 023 (3) (461x800) Der Dampfschlauch wird auch noch heiß. Auf nackter Haut ist das richtig unangenehm. Es ist auch nicht möglich, das Bügeleisen aufzustellen. Will man keinen Brandfleck riskieren, muss man das Bügeleisen immer wieder auf die dafür vorgesehene Abstellfläche stellen. Der Weg, wenn man gerade am friemeln ist, wird einem lang. Und dann ist einem dabei auch noch ständig der Griff von der Dampfbügelstation im Weg. Der Dampfschlauch bleibt ständig dahinter hängen. 025 (519x800) Dafür gibt es nur ein Wort: lästig. Was meine Person angeht, ist mir noch ein weiteres Problem aufgefallen. Manche Kleidungsstücke bügel ich, wegen ihrem Schnitt, indem ich sie über das Bügelbrett ziehe. 037 (800x418) Die Stütze unter dem Brett ist mir dabei oft im Weg. Teilweise kann ich erst den oberen Teil eines Kleidungsstückes bügeln, dann erst den unteren. Wieder etwas, das Zeit kostet, da ich das Kleidungsstück doppelt so oft ausrichten muss. 005 (800x598) Die Stärke des Fashionmasters zeigt sich beim großflächigen bügeln. Große, glatte Flächen, egal ob dick oder dünn, sind schnell erledigt. Die Absaugfunktion ist so gut, dass die Kleidungsstücke sofort trocken sind. Es bleibt keine Restfeuchtigkeit vom Dampf zurück. Falls doch, einfach die Saugkraft erhöhen. Leider erhöht das auch die Lautstärke. Aufpusten kann sich die Bügelfläche aber auch. Bügelt man T-Shirts von hinten, erzielt man meist einen Abdruck des Halsbündchens. Nun ein Knopfdruck, und es wird nicht abgesaugt, sonder aufgepustet. Bei T-Shirts funktioniert das prima! Es dauert halt nur einen Moment mit dem Umschalten. Nach einer Weile ist mir das dann zu lästig, und ich mache es nach bewährter Methode: den Rückenstoff am Halsbündchen etwas anheben und Dampf durchpusten. Mittlerweile verbrenne ich mir auch nicht mehr die Finger dabei. Das zurück schalten in die Absaugfunktion dauert ja auch wieder. Ist das zu bügelnde Stück zu leicht, wird es von der Aufblasfunktion vom Bügelbrett gepustet. 028 (800x600) Hat das Kleidungsstück einen etwas dickeren Stoff, wird dieses nicht mal geglättet. Irgendwie logisch. Schließlich wird Dampf und Hitze vom Kleidungsstück ferngehalten. Den Dampf dabei von unten, aus dem Bügelbrett kommend, durch das Kleidungsstück pusten, das wäre genial.

Nach den ersten Stunden mit dem Fashionmaster muss ich also feststellen, dass er so seine Macken hat. Nicht alles ist so praktisch, wie es vielleicht gedacht ist. Dagegen begeistert es mich, wie leicht das Bügeleisen über die Stoffe gleitet. Egal ob dünn oder dick. Die beigefügte Gleitsohle für empfindliche Kleidungsstücke habe ich noch nicht gebraucht. Und die Dampfmenge ist richtig genial. Allerdings, hält man den Dampfknopf gedrückt, lässt der Druck des Dampfes nach einem Moment spürbar nach. Der Wirksamkeit tut das jedoch keinen Abbruch. Was mir fehlt ist eine Sprühfunktion. Hin und wieder passiert es, dass man doch eine Falte einbügelt. 021 (800x600) Und ohne ein bisschen Wasser zum sprühen bekommt man die einfach nicht mehr raus aus dem Gewebe. Mal sehen, ob ich in der letzten Testwoche noch die Gleitsohle für die empfindlichen Stoffe testen kann. Auch der Steamer hatte bisher Langeweile. 🙂

#fashionmaster