Stifterolle – Natürlich selbst gemacht

In meiner Familie wird sich zu Weihnachten nur selten etwas geschenkt. Es wäre einfach zu viel. Nur für die Kleinen wird eine Ausnahme gemacht. Mein 6-jähriger Großneffe gehört definitiv dazu, und deshalb bekommt er eine Kleinigkeit. Da er seine Buntstifte in der Schule immer sehr großzügig „verteilt“, kam mir die Idee mit einer Stifterolle. Eben etwas hübsches, das ihn dazu bringt, besser auf seine Stifte aufzupassen. Ob es funktioniert, weiß ich nicht. Aber dafür kann ich die Anleitung sehr empfehlen. Auch jetzt noch, so kurz vor Weihnachten. Für die Fertigstellung habe ich nur einen Nachmittag benötigt. 023-800x609

Auf dem Blog „Hummelhonig“ habe ich das Tutorial für die Stifterolle (klick) gefunden. Selbst mit wenig Näherfahrung ist der Anleitung einfach zu folgen. Stoff und Vlies hatte ich noch da, ein Band war schnell hergestellt. In seiner etwas groberen Machart passt es perfekt zu dieser Rolle. 027-800x376 Die Klappe, welche die Stifte vor dem Herausfallen schützt, ist noch etwas steif. Aber ich denke, das wird sich bald geben. Zusammengerollt und durch das Vlies geschützt, vertragen die Stifte dann auch mal eine etwas gröbere Behandlung. 029-725x800 Nun muss der Filius nur noch lernen eine Schleife zu binden. 😉  031-800x447

Was ich sonst noch hergestellt habe, kann ich leider noch nicht verraten. Sonst würde ich ja meine eigene Überraschung verderben, da ich weiß, dass der eine oder andere, welcher beschenkt wird, hier liest. Also werde ich mich erst nach den Feiertagen wieder melden. Ich wünsche allen ein wunderschönes, ruhiges, entspanntes Weihnachtsfest mit zu viel gutem Essen und Trinken und jeder Menge Schokolade 🙂

Ein Fuchs zum kuscheln

**Werbung wegen Namensnennung**

In der Nähwelt war er eine Zeit lang überall zu sehen, der Fuchs. Ein Fuchs sieht aber auch zu niedlich aus! Da ich ein bekennender Fuchsfan bin, konnte ich mich diesem Boom natürlich nicht entziehen. Und so bekam mein Großneffe zum Geburtstag eines Tages ein Fuchskissen. Natürlich selbst genäht.

Die Anleitung dazu habe ich bei NiKidz gefunden. Es handelte sich um ein Freebook.  Leider steht es nicht mehr zur Verfügung. Sorry….  Aber am Ende des Beitrages gibt es eine Alternative 🙂002 (800x795) Dann benötigt man natürlich noch Stoff. Fleece eignet sich sehr gut, da man ihn nicht versäubern muss. Aber es gibt sehr viele Variationen von diesem Fuchs. Wer sich inspirieren lassen möchte (und auf facebook angemeldet ist) kann sich ja in dem entsprechenden Album mal umsehen. Eine Nähmaschine benötigt man natürlich auch. Aber Anfängerkenntnisse an der Maschine sind ausreichend. Nach dem Ausschneiden und vor dem Nähen einmal alles zur Probe zusammenlegen. So kann man prüfen, ob auch alles zusammenpasst. 003 (800x645) Das Applizieren und in den Ecken ist es hier und da etwas pfriemelig, aber schwer ist es wirklich nicht. So dauert es dann auch nicht lange, bis der Fuchs ausgestopft werden kann. 004 (800x396) Hier habe ich die günstige Variante gewählt, und Reste aus der Bettdeckenherstellung genommen, welche ich mal ersteigert habe. Richtige Füllwatte sieht jedoch besser aus. Und auch da gibt es Sparmöglichkeiten. Die Inlet-Kissen beim Möbelriesen mit den gelben Buchstaben kann man prima für so was nutzen. Ist alles gut ausgestopft, die Ecken richtig gefüllt, dann die noch offene Naht mit dem Leiterstich schließen. Dazu habe ich hier ein schönes Video gefunden, wo das mit dem Leiterstich, oder der Zaubernaht, gut gezeigt wird. Und schon ist unser Fox-Kissen fertig! 006 (800x660)

Das Fuchskissen ist wirklich eine hübsche Geschenkidee für Kinder. Zudem ist jedes Kissen ein Unikat, da es jeder ein klein wenig anders macht. Er ist einfach und schnell genäht, für Anfänger geeignet und im Material sehr günstig. Wenn ihr zum nächsten Kindergeburtstag mal etwas Besonderes mitbringen wollt, dann probiert es doch einfach mal damit! 🙂

Alternativ-Anleitung: Fuchskissen (klick)

Anleitung für eine Patchwork-Krabbeldecke

Endlich kann ich von der Krabbeldecke erzählen, die ich genäht habe. 🙂 Diese war nämlich ein Geschenk, und ich wollte die Überraschung nicht verderben. Nun ist sie nicht nur gut beim Empfänger angekommen, sondern gefällt auch noch. Deswegen jetzt hier die Anleitung.

Es ist schon eine Weile her, da wurde ich nach einem einfachen Patchworkmuster für eine Baby-Krabbeldecke gefragt. Da ich nichts griffbereit hatte, habe ich schnell eines gezeichnet. Es ist ein, auch für Anfänger geeignetes, Muster, welches auf zwei verschiedene Arten zusammengesetzt werden kann. Hier der erste Entwurf: BabyquiltAnleitung.1 (718x1024) Hierbei werden aus den Blocks Streifen genäht, welche dann aneinander gesetzt werden. Optisch schöner sieht es allerdings aus wenn man die Teile etwas anders zusammennäht. Für diese Variante habe ich mich dann auch entschieden. BabyquiltAnleitung.2 (718x1024) Wie die Decke zusammengesetzt wird, ist auf der Zeichnung beschrieben. Auch der Stoffverbrauch, bzw. in welchen Maßen die Teile zugeschnitten werden, steht ebenfalls dort. Für die 4er-Blocks braucht man je Farbe ca. 30 cm. Wer sicher gehen will, nimmt 50 cm. Für die Streifen und die Rückseite benötigt man zusammen mindestens 150 cm. Ich habe, da ich den Stoff auch noch für andere Projekte brauchen kann, 2 m genommen. Für das Binding, also die Randeinfassung, braucht man noch 3 m Schrägband. Natürlich braucht man auch noch Volumenvlies. Etwas größer als die fertige Decke, also ungefähr 73 x 103 cm. Die Maße auf der Zeichnung beinhalten keine Nahtzugaben! Also auf jedes Maß noch 1,5 cm zugeben. Das entspricht auf jeder Seite einer Nahtzugabe von 0,75 cm, was eine Nähfüßchenbreite ausmacht. Nicht vergessen die Stoffe vorzuwaschen! 022 (800x725) Baumwolle läuft schon mal gerne ein. Besser, sie macht das VOR dem nähen. Gut gebügelt kann man den Stoff dann auch viel leichter zuschneiden. Das geht am leichtesten mit einem Rollschneider und einem Patchworklineal auf einer Schneidematte. 040 (800x600) Wenn alles zugeschnitten ist, ist es von Vorteil wenn man die Teile einmal so hinlegt, wie man sie später vernähen will. 042 (800x795) Anschließend in der Reihenfolge stapeln wie man näht. 044 (800x403) Dann muss man später nicht so genau aufpassen. Die Teile nun nach Anleitung zusammennähen. Und auch wenn es lästig ist, jede einzelne Naht will gebügelt werden. 050 (800x600) Und gut darauf achten, dass Nähte und Kanten ganz genau aufeinander treffen. 054 (800x600) Eine Stecknadel hier und da, oder auch ein Klipp, sorgen dafür, dass nichts verrutscht. 055 (587x800) Ja, ich weiß, das ist lästig. Aber wer genau arbeiten will, macht sich die Mühe. Der Ärger, wenn man auftrennen muss, weil alles schief ist, ist viel größer. 059 (800x774)

Ist das Top fertig gestellt, passend dazu das Volumenvlies zurechtschneiden. 067 (800x678) Anschließend die drei Lagen (Rückseite, Volumenvlies + Top) übereinander legen 072 (800x600), ausrichten (ich wurde dabei sehr genau kontrolliert, wie man sieht 073 (800x600) ) und dann mit Sicherheitsnadeln zusammenheften. Ich nehme dazu spezielle Sicherheitsnadeln für Patchworkdecken. 076 (800x600) Die sind etwas krumm, was dafür sorgt, dass sich die drei Lagen nicht verziehen. Es gibt auch speziellen Sprühkleber. Nur komme ich damit nicht zurecht. Das gibt bei mir nur spezielle Sauerei…. Sind die drei Lagen so miteinander verbunden, dass sie nicht mehr verrutschen können, werden sie nun gequiltet. Das kann man entweder mit der Maschine machen, oder aber von Hand, was meine favorisierte Methode ist. Quilten bedeutet, dass die drei Lagen gesteppt werden. Mit einer Steppnaht kann man im Nahtschatten quilten, oder man fabriziert schöne Muster. Ich habe hier den Nahtschatten gewählt und anschließend ein paar Herzen hinein gequiltet. 004 (800x600) Zum quilten, wie das genau geht, gibt es viele Videos auf You Tube, die das viel besser erklären, als ich das könnte. Also lasse ich das hier mal aus. Durch das quilten entsteht nicht nur ein schöner Effekt, wie bei einer Steppdecke, sondern es sorgt auch dafür, dass die Lagen nicht verrutschen. Ist auch das erledigt 093 (800x677), müssen die Seitenkanten begradigt werden. 007 (698x800) Dann das Schrägband wie auf dem Bild 009 (800x336) auf der Vorderseite feststecken und mit der Nähmaschine annähen. 013 (2) (800x600) Anschließend das Schrägband umschlagen 019 (800x347) und auf der Rückseite von Hand mit einem Saumstich befestigen. Das war es. Die Decke ist fertig. 041 (658x800) Nur noch waschen, trocknen, hübsch verpacken und verschenken  🙂  012 (2) (800x600)

So eine Decke zu nähen ist wirklich nicht schwer. Wer mag, der darf sich gerne meine Vorlage nehmen und es auch einmal versuchen. Es wäre lieb wenn ich ein Bild von eurem Werk zu sehen bekäme. Wer einen eigenen Blog hat und darüber schreibt, sollte mich, bzw. meine Seite, bitte verlinken. Viel Spaß beim nähen! 🙂