Löwenzahnhonig

*Beitrag kann Werbung enthalten durch Abbilden von verwendeten Produkten*  Am Wochenende, auf der Hunderunde, habe ich ihn gesehen, den ersten Löwenzahn. 003 (800x600)

Bald dauert es dann nun auch nicht mehr, bis die Wiesen wieder weithin gelb leuchten. 001 (800x345) Also schnell mal die Vorräte abchecken, ob ich auch alles Nötige da habe, um leckeren Löwenzahnhonig herstellen zu können!

Obwohl das Rezept (mit diversen kleinen Variationen) sehr oft im Internet zu finden ist, werde ich doch immer noch mit einem seltsamen Gesichtsausdruck angesehen wenn ich erkläre, dass ich meinen Honig selber herstelle. Verwundert wird gefragt, wo ich denn meine Bienen halten würde, und wie ich diese dazu bekomme nur auf Löwenzahn zu fliegen…. So schwer ist es denn doch nicht. Mein Rezept dazu habe ich aus einem Kräuterbuch von Maria Treben, welches zu Hause am Küchentisch auf der Eckbank lag. Der Honig ist wirklich leicht herzustellen und schmeckt mir besser als normaler Bienenhonig. Man nehme:

  • 2-3 Handvoll Löwenzahnblüten
  • 1 Liter Wasser
  • 1 kg (Rohr-)Zucker
  • 1 unbehandelte Zitrone, oder Zitronensäure

Die Blüten von noch vorhandenen Stängeln befreien, kurz abspülen (auf Krabbeltierchen achten!) und in einen hohen Topf damit. 003 - Kopie (800x655) Anschließend die Blüten mit einem Liter Wasser übergießen. 005 - Kopie (800x682) Dann die ganze Sache aufkochen, Deckel drauf und über Nacht stehen lassen. 007 (797x800) Am nächsten Morgen sieht das Ganze nicht sehr appetitlich aus. 009 (800x723) Es riecht auch nicht besonders. Aber davon nicht abschrecken lassen, sondern einfach alles durch ein Sieb kippen und die Flüssigkeit auffangen. 010 (776x800) Die Flüssigkeit wieder in den Topf gießen, dann 1 Kg Zucker und den Saft einer halben unbehandelten Zitrone, sowie die abgeriebene Schale zufügen. Da ich keine Zitrone zur Verfügung hatte, habe ich mir mit Zitronensäure geholfen. Bitte nur vorsichtig dosieren, damit es am Ende nicht zu sauer wird! Dann lieber später noch etwas „nachwürzen“. 011 (800x532) Nun alles zusammen einmal aufkochen, um den Zucker aufzulösen, dann den Herd runter regeln und bei kleiner Flamme gaaaaanz langsam einkochen und dadurch reduzieren. Nun dauert es auch nicht mehr lange, und der unangenehme Geruch verschwindet und macht einem leichten Honigduft Platz. 022 (800x657) Das einkochen kann durchaus ein paar Stunden dauern. Es schadet aber nicht wenn man zwischendurch den Herd ausmacht und alles abkühlen lässt, weil man einkaufen, arbeiten oder sonstige Dinge erledigen muss. So kann man auch gleich kontrollieren, ob der Honig schon dickflüssig genug ist. Ansonsten einfach zwischendurch ein paar Tropfen auf einen Teller geben, abkühlen lassen und probieren. 023 (800x720) Ein guter Test ist es auch, zu prüfen, ob ein Tropen am Finger hängen bleibt. 025 (800x521) Jetzt noch probieren, ob genug Zitrone drin ist. Ist man mit dem Geschmack zufrieden, kann man den Honig abfüllen. Dafür ein paar Marmeladengläser vorher mit kochendem Wasser ausspülen, 026 (800x548) diese dann auf ein nasses und kaltes Tuch stellen (das verhindert, dass die Gläser beim befüllen platzen) und den Honig einfüllen. 029 (800x762) Dann nur noch Deckel drauf, leicht schütteln und warten bis es abgekühlt ist. Marmelade stellt man ja normal auf den Kopf nach dem befüllen. Da der Honig in heißem Zustand aber sehr dünnflüssig ist, schüttel ich die Gläser nur. Dadurch werden die Deckel abgedichtet und der Inhalt haltbarer. Vorsicht bitte, dabei kann sich ein wenig heiße Flüssigkeit am Schraubverschluss nach außen drücken, was verbrühte Finger zur Folge hat. Sind die Gläser abgekühlt, kann man sie von eventuell vorhandenen Resten (ich klecker eigentlich immer) abspülen und beschriften. Dem Genuss steht nun auch nichts mehr im Wege! 030 (800x532)

Noch ein paar kleine Tipps zum Schluss. Immer nur die angegebene Menge zubereiten. Je mehr Flüssigkeit im Topf ist, desto länger dauert der Vorgang des einkochens. Aber je länger der Honig gekocht wird, desto dunkler wird er. Erst kommt dann der Karamellgeschmack immer mehr durch, und am Ende wird es bitter. Also lieber öfter eine kleine Menge zubereiten. Und, der Honig bleibt doch sehr flüssig. Öffnet man jedoch ein Glas und verwahrt es im Kühlschrank, dann kristalliert der Honig. Das heißt, er wird erst fester, dann richtig hart. Ist er zu hart, kann man durch erwärmen im Wasserbad die Masse wieder flüssiger machen. Aber meist ist das Glas leer bevor das passiert. Ich verwende den Löwenzahnhonig übrigens genau wie Bienenhonig. Also nicht nur auf Brot, sondern auch zum süßen von Tee oder Smoothies, oder zum backen. Löwenzahnhonig soll übrigens den Stoffwechsel anregen.

Viel Vergnügen beim Nachmachen!