Ein Fuchs zum kuscheln

**Werbung wegen Namensnennung**

In der Nähwelt war er eine Zeit lang überall zu sehen, der Fuchs. Ein Fuchs sieht aber auch zu niedlich aus! Da ich ein bekennender Fuchsfan bin, konnte ich mich diesem Boom natürlich nicht entziehen. Und so bekam mein Großneffe zum Geburtstag eines Tages ein Fuchskissen. Natürlich selbst genäht.

Die Anleitung dazu habe ich bei NiKidz gefunden. Es handelte sich um ein Freebook.  Leider steht es nicht mehr zur Verfügung. Sorry….  Aber am Ende des Beitrages gibt es eine Alternative 🙂002 (800x795) Dann benötigt man natürlich noch Stoff. Fleece eignet sich sehr gut, da man ihn nicht versäubern muss. Aber es gibt sehr viele Variationen von diesem Fuchs. Wer sich inspirieren lassen möchte (und auf facebook angemeldet ist) kann sich ja in dem entsprechenden Album mal umsehen. Eine Nähmaschine benötigt man natürlich auch. Aber Anfängerkenntnisse an der Maschine sind ausreichend. Nach dem Ausschneiden und vor dem Nähen einmal alles zur Probe zusammenlegen. So kann man prüfen, ob auch alles zusammenpasst. 003 (800x645) Das Applizieren und in den Ecken ist es hier und da etwas pfriemelig, aber schwer ist es wirklich nicht. So dauert es dann auch nicht lange, bis der Fuchs ausgestopft werden kann. 004 (800x396) Hier habe ich die günstige Variante gewählt, und Reste aus der Bettdeckenherstellung genommen, welche ich mal ersteigert habe. Richtige Füllwatte sieht jedoch besser aus. Und auch da gibt es Sparmöglichkeiten. Die Inlet-Kissen beim Möbelriesen mit den gelben Buchstaben kann man prima für so was nutzen. Ist alles gut ausgestopft, die Ecken richtig gefüllt, dann die noch offene Naht mit dem Leiterstich schließen. Dazu habe ich hier ein schönes Video gefunden, wo das mit dem Leiterstich, oder der Zaubernaht, gut gezeigt wird. Und schon ist unser Fox-Kissen fertig! 006 (800x660)

Das Fuchskissen ist wirklich eine hübsche Geschenkidee für Kinder. Zudem ist jedes Kissen ein Unikat, da es jeder ein klein wenig anders macht. Er ist einfach und schnell genäht, für Anfänger geeignet und im Material sehr günstig. Wenn ihr zum nächsten Kindergeburtstag mal etwas Besonderes mitbringen wollt, dann probiert es doch einfach mal damit! 🙂

Alternativ-Anleitung: Fuchskissen (klick)

Und plötzlich ist Spätsommer…

Hat irgend jemand gemerkt, wie die Zeit verstrichen ist? Also mir ist das erst jetzt aufgefallen, als ich ein Eichhörnchen beim sammeln von Vorräten beobachtet habe….

Nach einem kalten und nassen Frühjahr musste ich mich beeilen, damit ich meinen Balkon bepflanzt kriege. Einiges hatte ich angesät, welches dringend in die Erde musste. Eine Weile sah es dann so aus, dass nur meine Kartoffel wachsen würden 003 (451x800) , aber nach und nach wurde es auch in den anderen Töpfen immer grüner. 022 (542x800)

Der erste Salat mit selbst gezogenen Radieschen war dann auch wieder ein besonderes Geschmackserlebnis. 073 (800x600) Gewürzt mit pfeffriger Kapuzinerkresse, intensivem Schnittknoblauch und dekoriert mit einigen Blättern des Gulan, der Pflanze des ewigen Lebens. Besonderes Essen ist genauso belebend wie die Sonne. Endlich wieder lange Spaziergänge in Wald und Feld. Mit der Kamera habe ich versucht einzufangen, wie sich die Natur nach und nach verändert. Gerade hat der Löwenzahn die Wiesen in kräftiges Gelb getaucht, da sind sie plötzlich von rosa Wolken aus Wiesenschaumkraut überhaucht. Das Gelb ist dann zwischenzeitlich in die Wälder gezogen. 014 (800x423) Genauer gesagt, an die Waldränder und -rodungen. Der Ginster hat überall fast gleichzeitig angefangen zu blühen. Der Ginster wiederum wurde vom Holunder abgelöst. 046 (800x600)

Dazwischen immer neue Blumen und Kräuter, die mit ihren bunten Farben das Auge erfreuen. Die Luft war erfüllt von dem ständigen Summen der vielen Insekten, welche von den Farben angelockt werden. Als der Holunder anfing zu blühen, kam dann die Hitzewelle. Das bedeutet für Hundebesitzer wie mich, im Morgengrauen aufzustehen um die Morgenfrische für einen langen Spaziergang zu nutzen. Die ersten warmen Sonnenstrahlen fangen dabei den intensiven Blütenduft ein und man wird in süße Duftwolken gehüllt. Dazu mischt sich immer mal wieder der Geruch von frisch gemähtem Gras. Die Heuernte war gut in diesem Jahr.

Die Tage über war ich dann meist damit beschäftigt, die Hitze aus der Wohnung fern zu halten und die Hunde abzukühlen. Unterm Dach keine leichte Aufgabe. Die ersten Gewitter waren dann auch eine willkommene Abkühlung. Mit dem Regen zog auch ein neuer Duft in die Wälder. 008 (800x600) Der Duft nach Grün, der Geruch nach Hochsommer. Beim Spaziergang war dann auch wieder naschen möglich. Erst kamen die Waldbeeren , dann süße Himbeeren. Die ersten Brombeeren 050 (2) (800x504) haben schließlich den Spätsommer eingeläutet. Auch ein paar Pfifferlinge haben schon vorwitzig die Köpfe aus der Erde gestreckt.

Und zwischendrin, mitten in all dem Grün und den bunten Blüten, war der Wald voller Leben 018 (800x600). Man konnte Kitze beobachten, 035 (800x641) die spielerisch die Welt entdeckten. Ist man sehr früh oder spät unterwegs, erwischt man schon mal ein paar Jungfüchse beim toben. Oder kann Mama Fuchs 036 (800x545) beim Mausen auf der Wiese zusehen. Dann wieder wird man erschreckt, weil plötzlich vor einem eine Reh aus den Büschen springt. Gefolgt von einem Rehbock, welcher sie in blindem Fortpflanzungstrieb durch die Büsche jagt. Der Bock treibt die Ricke, bis sie zur Paarung bereit ist 019 (800x389). Mal passiert es, dass plötzlich ein junger Vogel sich bei den ersten Flugversuchen überschätzt und einem fast vor die Füße „fällt“. Die Hunde finden das immer ganz toll, und es bedarf echter Anstrengung, sie davon abzuhalten, sich das näher anzusehen. Das flatternde Etwas ist sicher genau so interessant wie Maus, die über den Weg huscht. Oder das sich kringelnde Ding (Blindschleiche), was da im im Gras kriecht 020 (800x494).

In meinem Bestreben, die einzelnen Begebenheiten zu dokumentieren, Pflanzen zu bestimmen und mit der Kamera festzuhalten, oder einfach nur die Tierwelt zu beobachten, habe ich mich in der Zeit regelrecht verloren. Ich laufe schon viele, viele Jahre in den Wäldern hier rum, kenne eigentlich alles, aber ich glaube, ich habe noch nie so intensiv den Sommer erlebt wie dieses Jahr. Und das hat mir deutlich gezeigt, dass es in der Natur nie langweilig wird. Weshalb ich auch viele interessante Geschichten gesammelt habe, welche ich sicher auch noch alle erzählen werde 🙂