Rhabarber-Streusel

*Beitrag kann Werbung enthalten durch Abbildungen der verwendeten Produkte* Beim Einkaufen bin ich über den ersten Rhabarber gestolpert. Eigentlich mag ich Rhabarber nicht so besonders. Meine Mama hat daraus Marmelade und Mus gemacht. Mir persönlich war die faserige Konsistenz immer etwas suspekt. Und sauer war es auch noch. Aber es gibt eines, wo mir schon beim Gedanken daran das Wasser im Mund zusammen läuft. Rhabarber-Streuselkuchen! Der gehört für mich einfach zum Frühlingsanfang dazu. Dann mal frisch ans Werk!

Die passenden Zutaten habe ich eigentlich immer im Haus.001 (800x600) Das wichtigste ist Mamas Rezept für den Mürbeteig. 001 (743x747) Vertraut mir, der schmeckt einfach lecker!

  • 75 g Speisestärke
  • 175 g Mehl
  • 1 Ei
  • 65 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 125 g Margarine

Zuerst das Ei mit der Margarine (wer mag, darf natürlich auch Butter nehmen) schaumig verrühren. 005 (800x714) Dann noch den Zucker untermischen und auch die restlichen trockenen Zutaten unterrühren. Vorsicht, die Speisestärke staubt! 006 (800x741) Sobald der Teig immer krümeliger wird, die Hände nehmen und zu einem Teigklumpen kneten. 008 (640x497) Dann eine runde Kuchenform mit Backpapier auslegen (dann lässt sich anschließend der Kuchen leichter vom Boden lösen) und den Teig in der Form verteilen. Dabei einen schönen, etwas höheren Rand formen. 010 (800x600) Die Form zur Seite stellen. Dann ist der Rhabarber dran. Zwei dickere Stangen reichen normal aus. Die Außenhaut großzügig abziehen und klein schneiden. 002 (800x663) Schneidet man schöne kleine Stückchen, hat man später auch nicht diese lästigen Fasern zwischen den Zähnen 😉  003 (640x480) Jetzt kommen die Streusel an die Reihe. Dafür habe ich kein wirkliches Rezept. Ich nehme einfach einen Teil Margarine (auch hier wieder: wer mag nimmt Butter), einen Teil Mehl und einen Teil Zucker. 011 (640x480) Das ganze locker durch mixen 013 (640x560), zwischendurch mal probieren. Es sollte nicht zu mehlig oder zu sehr nach Fett schmecken. Zu süß allerdings auch nicht. Denn dann werden die Streusel am Ende zu hart. Ob die Konsistenz richtig ist, prüft man am besten mit der Hand. Die Streusel sollten leicht zusammenkleben, sich aber auch verkrümeln lassen. 016 (781x800) Klebt der Teig, muss noch etwas Mehl und Zucker dazu. Mir passiert es, dass ich schon mal mehr Streusel herstelle als nötig. Einfach weil ich erst von dem einen, dann vom anderen zuviel hinein gegeben habe. Das ist aber nicht wirklich schlimm. Jetzt muss nur noch der Vanille-Pudding fast nach Packungsanweisung zubereitet werden. Mit „fast“ meine ich, dass ich ca. 50 ml Milch weniger nehme als angegeben. Das hat sich bewährt. So wird der Pudding etwas fester. Im Rhabarber ist ja reichlich Flüssigkeit. So wird der Kuchen nicht so matschig. Wer es wirklich süß mag, darf auch etwas mehr Zucker als angegeben verwenden. Aber wirklich nötig ist das nicht.

Nun sind also alle Bestandteile zusammen 019 (800x600) Da kann es ja nun ans Kuchen zusammenbauen gehen. Der Boden ist mit Mürbeteig belegt. Darauf nun den heißen Vanillepudding gießen. 020 (800x743) In den Pudding den klein geschnittenen Rhabarber verteilen. 021 (800x774) Und darüber kommen dann noch schön gleichmäßig die Streusel. 022 (800x764) Dann stelle ich den Kuchen bei 160° Umluft für 60-70 Minuten in den Backofen. Ich lasse ihn lieber langsam backen. Vielleicht ist es Einbildung, aber ich finde, dass der Rhabarber dann besser „gar“ wird. Also nicht so hart und vom süßen Vanillepudding durchgezuckert. Am Ende sollte der Kuchen jedoch so aussehen 023 (800x475) Ein wenig dunkler schadet auch nicht. Leider muss er noch bis zum nächsten Tag stehen bleiben. Erst dann schmeckt er so richtig schön „zwutschig“ 😀 Überhaupt ist Rhabarberstreusel ein Kuchen, der gerne nach 2 Tagen etwas matschig werden darf. Falls er überhaupt so alt wird!

Na dann, guten Appetit! 024 (800x413)