365 Tage ohne – Die 4. Woche

Wow! Ganze vier Wochen sind schon vorbei. Ist es mir bisher schwer gefallen, keine Klamotten zu kaufen? Nein, nicht wirklich. Aber was mir aufgefallen ist, ist der Automatismus, in dem wir drin stecken. So schaue ich ganz automatisch beim einkaufen in die Wühltische, wo die Angebote liegen. Dieses „Mal gucken, ob da nicht ein Schnäppchen für mich dabei ist“ ist doch tief in einem drin. Besonders wenn man auf seine Ausgaben achten muss, ist der Angebots-Jagdmodus ständig aktiviert. Um meine Ausgaben nicht zu sehr zu strapazieren, habe ich bisher allerdings auch immer sehr gezielt eingekauft. Ich habe also hauptsächlich eingekauft, was ich wirklich benötige. Und trotzdem muss ich mir immer wieder sagen „nein, du brauchst nicht bei den Klamotten zu gucken, du nähst selber“ wenn ich vor einem Angebot stehe. Irgendwie ist es ein seltsames Gefühl. Und ich empfinde dabei überraschend viel Spaß. Ich habe Freude bei dem Gedanken, dass ich in der Lage bin, mir selbst etwas herzustellen, womit NICHT jeder Zweite rumläuft.

Viel getan habe ich in dieser Woche nicht. Erst habe ich noch die warmen Tage genossen. Gerade noch froh, endlich die Frühjahrsmüdigkeit abgeschüttelt zu haben, wurde ich aber dann, dank der ungemütlichen Eisheiligen, wieder in einen Zwischen-Winterschlaf geschickt. Immerhin habe ich so die Gelegenheit, noch ein heißes Bad zu genießen. Nicht viel, bedeutet aber nicht, dass ich gar nichts getan habe. Neulich  habe ich doch ein Kimono-Tee genäht. So gut mir das Shirt gefällt, so finde ich den Ausschnitt etwas zu weit. Ständig gucken die BH-Träger raus. Also habe ich versucht, den Ausschnitt etwas zu verkleinern. Auf den Fotos kann man sehen, wie ich das gemacht habe. SM-Änderung1 (800x374) Erst die Linie der Schulternaht verlängern, dann Punkt, wo der Halsausschnitt beginnt, nach innen verschieben. In meinem Fall waren das 1,5 cm. Diesen Punkt dann in einem Bogen mit der angezeichneten Ausschnittlinie verbinden. Jedenfalls beim Rückenteil. Beim Vorderteil wäre der Ausschnitt aber zu tief geworden. Deswegen habe ich meine eigene Ausschnittlinie eingezeichnet. SM-Änderung2 (800x601) In der Form habe ich mich am Schnittmuster orientiert. Dann musste ich noch herausfinden, wie lang das Halsbündchen werden darf. Dafür habe ich die Länge des Bündchens vom Original durch den Umfang des Halsausschnittes geteilt und eine Ungefähre 0,9 heraus bekommen. Also habe ich den neuen Umfang des Halsausschnittes x 0,9 genommen. Schon hatte ich das neue Längenmaß für mein Halsbündchen. Es hat sogar gepasst, wie man sieht. 004 (800x384) Zum Vergleich habe ich das zuerst genähte Shirt darunter gelegt. Beim Test, ob der neue Halsausschnitt passt, habe ich einen billigen Stoff genommen, welcher schrecklich widerspenstig gewesen ist. Aber, das Shirt passt und der Ausschnitt sieht deutlich besser aus. Auch wenn ich beim annähen des Bündchens ein wenig sorgfältiger werden muss. Für ein Probeshirt ist es aber ok. 🙂 Und weil in selbst genähten Sachen keine lästigen Etiketten drin sind, welche nicht nur kitzeln, sondern auch mit der aufgedruckten Größe ein schlechtes Gewissen einreden, habe ich das neue Shirt noch eine Nummer größer genäht. So sitzt es lockerer. Jetzt ist das Schnittmuster für mich perfekt. 🙂 006 (800x339)

Vielleicht finde ich ja demnächst mal jemanden, der mich fotografiert. Dann kann ich zeigen wie die Shirts sitzen. Bis dahin möchte ich nochmal alle Interessierten in die Facebookgruppe von der #365tageohne Challenge einladen. Ein Einstieg ist jederzeit möglich. Und hier nochmal ein paar Blogs von anderen Mitgliedern.

Ach ja, mein Strickset von We are knitters ist angekommen. 013 (605x800) Ich finde es toll, dass bei der Verpackung der Plastikanteil auf ein Minimum reduziert ist. Es muss nicht alles in Folie ersticken! Die Wolle fühlt sich toll an, und die Anleitung ist, mit Video-Unterstützung auf der Seite, auch für mich zu verstehen. Ich vermute jedoch, dass das Top zu klein für mich ist. Aber dann finde ich sicher eine andere, für mich passende Anleitung. 😉