Schnittmuster erstellen mit Hilfe von kaidso Onlinekurs

Wer selber näht, macht das aus vielerlei Gründen. Der eine hat einfach Freude am nähen, der andere will seine Kreativität ausleben, der nächste findet keine Kaufkleidung die ihm gefällt, und dann gibt es noch diejenigen, deren Körper nicht ganz in Konfektionsmaße rein passt. Letzterer muss dann aber feststellen, dass auch die gängigen Schnittmuster oft angepasst werden müssen, damit sie für die eigenen Körperformen geeignet sind. Da ist es ganz normal, dass man irgendwann anfängt zu überlegen, ob man da nicht gleich seine eigenen Schnittmuster entwerfen sollte. Nur, wie fängt man da an? Will man dafür nicht extra das Haus verlassen, kann man dafür im Internet diverse Kurse erwerben. Wenn man sich vorher ein wenig über Schnittmustererstellung informiert hat, dann hat man schon ein gewisses Maß an Respekt vor dieser Arbeit. Ist es also möglich, mit Hilfe eines Videokurses, ein Schnittmuster zu erstellen?

Svenja Köhler von kaidso Onlinekurse verspricht, dass das wirklich jeder lernen kann. Und auch, dass das ganz einfach ist. Und um mir das zu beweisen, hat sie mir angeboten ihren Grundkurs zur Schnitterstellung für ein Tank Top zu testen. Weil ich mich über diese Gelegenheit sehr freue, ist es mir hoffentlich gestattet, dass ich hier ein bissel Werbung mache. 🙂

Svenja ist eine sehr charmante, spritzige, junge Frau, welche mit Begeisterung bei der Sache ist. Diese Begeisterung merkt man auch im Videokurs deutlich. Ich fand das wirklich sehr süß, wie sie ständig vergisst Luft zu holen, weil sie einem so viel erzählen will. Obwohl es den Anschein macht, dass sie wirr und ohne Punkt und Komma spricht, verliert sie nie den roten Faden. Und tatsächlich, ich habe verstanden was sie mir beibringen will. Ich habe mir den Kurs einmal angesehen, dabei Notizen gemacht und später nur noch einzelne Sequenzen rausgesucht um mich selber zu überprüfen, ob ich alles richtig gemacht habe. Wobei das „richtig“ hier nicht so ernst genommen wird. Eigentlich bekommt man eine Grundlage mit der man unendlich spielen kann. Immer wieder ermuntert Svenja einen, etwas auszutesten, die Phantasie zu benutzen und seinem Gefühl zu folgen. Ein wirkliches Muss gibt es nicht. Wer exakte Anweisungen braucht, gerade Linien und vorgegebene Kurven, ist hier falsch. Vorgegeben ist nur die eigene Körperform und das Kleidungsstück, was man herstellen möchte. Und dafür gibt es dann noch praktische Tipps. Nachdem ich mich also nach Anweisung vermessen und die Zahlen im praktischen Vordruck eingetragen habe, ging es dann ans zeichnen.  Zum Glück hatte ich noch genügend Packpapier im Haus. Es hat mich nur furchtbar genervt, dass sich das ständig aufgerollt hat. Später habe ich es gebügelt. Sollte ich vielleicht in Zukunft zuerst machen. 😀 Anhand der Maße entwickelt sich dann wie von Zauberhand die Silhouette eines Schnittmusters.  Und plötzlich liegt die Vorlage vor einem.  Sieht einem Tank Top ja schon mal ähnlich. Also schnell auf Stoff übertragen, ausschneiden, ein paar schnelle Nähte und schon steht die erste Anprobe an.  Bitte mal nicht auf meine Haushalts-Hunderunden-Waldfrisur achten… Davon mal abgesehen, sieht es doch gar nicht so schlecht aus. Einen Moment habe ich noch überlegt, ob ich einen Abnäher mache, habe mich aber dann dagegen entschieden.  Ich war neugierig, ob die Ecke mit den Bündchen verschwindet, oder nicht. Am längsten hat dann wirklich die Fummelei mit den Bündchen gedauert. Das lag aber am Stoff, und dass dieser sich ständig eingerollt hat. Am Saum habe ich mir das Bündchen dann gespart. Nur gesäumt und umgenäht. Tadaa, mein erstes, selbst entworfenes Kleidungsstück.  Beim nächsten Mal könnte ich den Ausschnitt etwas tiefer setzen. Und für mich werde ich auch Abnäher einbauen. Damit das Shirt noch besser sitzt.  Ein paar Zentimeter kürzer sähen vielleicht auch vorteilhafter aus. Dafür muss ich an diesem Shirt nicht ständig rumzupfeln weil es immer hoch rutscht. Und ich kann den Ausschnitt so tief gestalten, wie ICH es möchte. Bei den gekauften Tops hüpft ständig was raus. Aber darum geht es jetzt ja nicht. Auch nicht um hübsche Bilder. Wichtig ist, es funktioniert! Mit Maßband, Stift und Papier kann man ganz einfach ein Schnittmuster erstellen. Für mich als Anfänger auf diesem Gebiet ein echtes Erfolgserlebnis!

Svenja, Du hast Recht gehabt. Es ist einfach. Und es macht Mut und weckt die Lust auf mehr. Und dann mache ich Dir auch extra schöne Bilder zum zeigen. 😀  Noch einmal vielen Dank für die Gelegenheit zu diesem Test!

365 Tage ohne – Woche 16 + 17

Ja, der Beitrag sollte schon gestern erscheinen. Aber eine Geburtstagsfeier und die Hoffnung auf ein Tragebild haben alles etwas verschoben. Aber der Reihe nach.

Gerade heute habe ich in der Gruppe von einer Mitstreiterin gelesen, dass es gerade doch sehr ruhig ist. Ich finde es auch schade, dass im Moment so wenig geschrieben wird. Jedoch, es ist Urlaubszeit. Kristin von Piex Su, die Gründerin der Gruppe, hat ihren Beitrag deswegen in dieser Woche auch in Textform verfasst. Und immer wieder zu sagen „Ich bin stark geblieben. / Ich habe nichts gekauft.“ finde ich auch langweilig. Deswegen wandelt sich gerade auch meine Ansicht zur Challenge. Keine Kleidung zu kaufen ist für mich nicht mehr wirklich die Herausforderung. Statt dessen ist es für mich wichtig, alles, soweit möglich, selber herzustellen. Was dann am Ende auch wieder zu meinem Blog passt. Zudem macht es mich stolz wenn ich wieder etwas geschaffen habe. Denn, auch wenn ich nicht schreibe, so bin ich doch nicht untätig. Im Gegenteil. Meine Hunde brauchten neue Halsbänder. Ja, ich habe neulich welche genäht, aber ich habe mehrere im Gebrauch. Im Wald bevorzuge ich Zugstopphalsbänder mit einer Kette. Diese lockern sich leichter. Und dadurch haben die Hunde die Chance sich zu befreien, sollten sie mal festhängen. Besonders mein Atze hat das Talent, beim Sprung in den nächsten Graben die Leine um fünf Äste und Büsche zu wickeln, bis es nicht vor oder zurück geht… Die Ketten haben sich bewährt. 001 (773x800) Die ersten Ketten, welche ich erworben hatte, waren allerdings untauglich. Denn sie waren am rosten. Und das schon nach der ersten Runde im Regen. Deswegen habe ich 2€ mehr ausgegeben und die alten Halsbänder ersetzt. Ich hätte doch auf den Hinweis ‚rostfrei‘ achten sollen. Und weil es jetzt langsam in den Herbst hinein geht, habe ich die Halsbänder noch mit reflektierenden Bändern versehen. Damit sind die Hunde auch im Nebel besser sichtbar, wenn wir denn an einer Straße entlang müssen. 002 (800x600)

Ein zweites Sunny-Shirt von Piex Su habe ich mir auch noch genäht. Diesmal mit Wasserfallkragen. 010 (694x800) Die Stoffwahl kam mir erst etwas altbacken-gewagt vor, aber zu Jeans sieht das richtig frisch und fröhlich aus. Irgendwann brauche ich mal einen Fotografen, der mich ablichtet, damit ihr Tragebilder zu sehen bekommt. Von einem weiteren Teil hatte ich gestern auf ein Tragebild gehofft. Das Modell wäre dann mein Großneffe gewesen. Dem habe ich ein Basic-Sweatshirt zum Geburtstag genäht. 011 (800x650) Das Schnittmuster ist ein Freebook von Mama Nähblog. Ein wirklich tolles und einfaches Schnittmuster. Die Anleitung ist gut erklärt und auch die Größe passt. Da ich einen Sommersweat genommen habe, habe ich eine Nummer größer genäht. Der Pulli passt, aber nach der Anprobe hatte ihn mein Modell ganz schnell wieder ausgezogen. Auf einem Geburtstag ist für Fotos eben keine Zeit 😀

Mit Nähzimmer aufräumen, Gartenarbeit, Spaziergängen, Besuchen und dem ganz normalen Alltag vergeht die Zeit gerade wie im Flug. Aber ich habe etwas geschaffen, was mir wirkliche Freude bereitet!  🙂  008 (552x800)

#365tageohne

365 Tage ohne – Woche 13-15

Es sind tatsächlich schon 15 Wochen der Challenge vorbei. Unglaublich wie die Zeit verstreicht. Die letzten drei Wochen war ich allerdings etwas schreibfaul. Nach zu vielen Nachrichten musste ich auch erst mal meine Mitte wieder finden. Ich habe viele, wirklich lange Spaziergänge mit den Hunden gemacht. Nach ein paar Kilometern gelingt es einem dann schon wieder etwas Schönes wahrzunehmen und zu lächeln. Ist euch schon mal aufgefallen, dass man viel mehr gute Ideen hat wenn man gut gelaunt ist? Da kann man einfach besser denken.

Trotz der verbesserten Denkfähigkeit ist es mir dann doch nicht so leicht gefallen, mich für eine Variation des Schnittmusters „Sunny“ von Piex Su zu entscheiden. Die liebe Kristin hat dieses Schnittmuster kreiert. Und ich hatte bei einer Verlosung auf facebook das große Glück diesen Schnitt zu gewinnen. „Sunny“ ist ein Sommerkleid, aber man kann auch ein Shirt daraus nähen. Um die Passform zu testen, war es dann auch ein T-Shirt, welches ich am Ende genäht habe. 003 (631x800) Ein Shirt mit Wave-Ausschnitt und 3/4 Ärmeln. Dank der Beschreibung habe ich sogar verstanden, wie man die Schulternähte mit Beleg im Vorderteil so verbindet, dass es ein stimmiges Bild ergibt. Mit den Anleitungen aus der Burda bin ich da jedes Mal dran gescheitert, weshalb ich alles mit Beleg einfach nicht mehr genäht habe. Endlich ist der Knoten in meinem Hirn geplatzt. Trotzdem hoffe ich, dass die Kristin (ja, das ist ein kleiner Zaunpfahl) dazu noch ein kleines Tutorial anfertigt, mit deutlichen Bildern, damit ich auch noch die letzten Ungenauigkeiten beseitigen kann. 😉 Der Ausschnitt ist auch ein wenig schief geworden, aber das ist reine Übungssache. Vielleicht hätte ich auch nicht so einen flutschigen Viscose-Jersey nehmen sollen. Immerhin, es passt perfekt!

Vorher habe ich mir noch ein Kimono Tee (den Schnitt gibt es wenn man den Newsletter abonniert) genäht. 006 (639x800) Ja, der Tarnlook ist ein wenig schräg, sieht angezogen aber wirklich gut aus. Und weil es zwischendurch doch nochmal warm wurde (und hoffentlich auch nochmal wird), habe ich mir noch ein Röckli von Schnabelina genäht. Ebenfalls ein sehr einfacher und kostenloser Schnitt. 004 (800x727) Statt Bund habe ich einfach ein breites Gummiband angenäht. Der Rock ist bequem und luftig leicht. Und alles gefällt mir deutlich besser als die Klamotten im Laden. Gekauft habe ich trotzdem etwas. Quetschwäsche, auf neudeutsch auch Shapeware genannt. So eine Art Unterkleid. Allerdings rutscht der Saum beim gehen nach oben. Also gebe ich es wieder zurück. Unterm Strich habe ich also immer noch keine Kleidung gekauft. Der Stoff für die genähten Teile stammt vom Stoffmarkt Holland. Nur etwas aufbügelbare Vlieseline für den Beleg am T-Shirt musste ich erwerben. Da hatte ich jedoch Glück und bekam ein Reststück für einen Spottpreis. Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit mir. Jetzt fehlen nur noch ein paar warme Sommertage, damit ich die neuen Sachen auch tragen kann. 🙂   #365tageohne

Mehr Berichte gibt es in unserer facebook Gruppe, oder ihr besucht den Blog von Piex Su.

365 Tage ohne – Die 4. Woche

Wow! Ganze vier Wochen sind schon vorbei. Ist es mir bisher schwer gefallen, keine Klamotten zu kaufen? Nein, nicht wirklich. Aber was mir aufgefallen ist, ist der Automatismus, in dem wir drin stecken. So schaue ich ganz automatisch beim einkaufen in die Wühltische, wo die Angebote liegen. Dieses „Mal gucken, ob da nicht ein Schnäppchen für mich dabei ist“ ist doch tief in einem drin. Besonders wenn man auf seine Ausgaben achten muss, ist der Angebots-Jagdmodus ständig aktiviert. Um meine Ausgaben nicht zu sehr zu strapazieren, habe ich bisher allerdings auch immer sehr gezielt eingekauft. Ich habe also hauptsächlich eingekauft, was ich wirklich benötige. Und trotzdem muss ich mir immer wieder sagen „nein, du brauchst nicht bei den Klamotten zu gucken, du nähst selber“ wenn ich vor einem Angebot stehe. Irgendwie ist es ein seltsames Gefühl. Und ich empfinde dabei überraschend viel Spaß. Ich habe Freude bei dem Gedanken, dass ich in der Lage bin, mir selbst etwas herzustellen, womit NICHT jeder Zweite rumläuft.

Viel getan habe ich in dieser Woche nicht. Erst habe ich noch die warmen Tage genossen. Gerade noch froh, endlich die Frühjahrsmüdigkeit abgeschüttelt zu haben, wurde ich aber dann, dank der ungemütlichen Eisheiligen, wieder in einen Zwischen-Winterschlaf geschickt. Immerhin habe ich so die Gelegenheit, noch ein heißes Bad zu genießen. Nicht viel, bedeutet aber nicht, dass ich gar nichts getan habe. Neulich  habe ich doch ein Kimono-Tee genäht. So gut mir das Shirt gefällt, so finde ich den Ausschnitt etwas zu weit. Ständig gucken die BH-Träger raus. Also habe ich versucht, den Ausschnitt etwas zu verkleinern. Auf den Fotos kann man sehen, wie ich das gemacht habe. SM-Änderung1 (800x374) Erst die Linie der Schulternaht verlängern, dann Punkt, wo der Halsausschnitt beginnt, nach innen verschieben. In meinem Fall waren das 1,5 cm. Diesen Punkt dann in einem Bogen mit der angezeichneten Ausschnittlinie verbinden. Jedenfalls beim Rückenteil. Beim Vorderteil wäre der Ausschnitt aber zu tief geworden. Deswegen habe ich meine eigene Ausschnittlinie eingezeichnet. SM-Änderung2 (800x601) In der Form habe ich mich am Schnittmuster orientiert. Dann musste ich noch herausfinden, wie lang das Halsbündchen werden darf. Dafür habe ich die Länge des Bündchens vom Original durch den Umfang des Halsausschnittes geteilt und eine Ungefähre 0,9 heraus bekommen. Also habe ich den neuen Umfang des Halsausschnittes x 0,9 genommen. Schon hatte ich das neue Längenmaß für mein Halsbündchen. Es hat sogar gepasst, wie man sieht. 004 (800x384) Zum Vergleich habe ich das zuerst genähte Shirt darunter gelegt. Beim Test, ob der neue Halsausschnitt passt, habe ich einen billigen Stoff genommen, welcher schrecklich widerspenstig gewesen ist. Aber, das Shirt passt und der Ausschnitt sieht deutlich besser aus. Auch wenn ich beim annähen des Bündchens ein wenig sorgfältiger werden muss. Für ein Probeshirt ist es aber ok. 🙂 Und weil in selbst genähten Sachen keine lästigen Etiketten drin sind, welche nicht nur kitzeln, sondern auch mit der aufgedruckten Größe ein schlechtes Gewissen einreden, habe ich das neue Shirt noch eine Nummer größer genäht. So sitzt es lockerer. Jetzt ist das Schnittmuster für mich perfekt. 🙂 006 (800x339)

Vielleicht finde ich ja demnächst mal jemanden, der mich fotografiert. Dann kann ich zeigen wie die Shirts sitzen. Bis dahin möchte ich nochmal alle Interessierten in die Facebookgruppe von der #365tageohne Challenge einladen. Ein Einstieg ist jederzeit möglich. Und hier nochmal ein paar Blogs von anderen Mitgliedern.

Ach ja, mein Strickset von We are knitters ist angekommen. 013 (605x800) Ich finde es toll, dass bei der Verpackung der Plastikanteil auf ein Minimum reduziert ist. Es muss nicht alles in Folie ersticken! Die Wolle fühlt sich toll an, und die Anleitung ist, mit Video-Unterstützung auf der Seite, auch für mich zu verstehen. Ich vermute jedoch, dass das Top zu klein für mich ist. Aber dann finde ich sicher eine andere, für mich passende Anleitung. 😉

365 Tage ohne – Woche 2 + 3

Nein, ich habe noch nicht aufgegeben! Auch wenn ich das Update zur zweiten Woche habe ausfallen lassen, bin ich immer noch voll bei der Sache. Nur Frühling, warme Temperaturen, Feiertage…. Da gibt es reichlich zu tun. Die Blümchen sind jetzt aber alle in der Erde, und ich kann, wenn auch auf den letzten Drücker, noch schnell das Update zur dritten Woche schreiben.

Genäht habe ich in den zwei Wochen nichts. Da fehlte wirklich die Zeit. Während eines Anfalles von Frühjahrsputzwut, bin ich jedoch in diversen Ecken auf Nähzeitschriften gestoßen. Und ausgedruckte Schnittmuster. 015 (800x650) Nachdem ich die Stapel auf einen Haufen gelegt hatte, musste ich mir eingestehen, dass ich süchtig bin. Süchtig nach Nähzeitschriften und Schnittmustern. Immerhin bin ich ein ordentlicher Suchti. 018 (800x737) Eine der bekanntesten Zeitschriften für selbst genähte Mode auf dem Markt besteht inhaltlich leider zu einem Großteil aus Werbung und überflüssigen Inhalten. Deswegen finde ich es etwas lästig, dort nach Modellen für Schnittmuster zu blättern. Also habe ich mir Ordner und Klarsichthüllen besorgt. Dann schnappe ich mir eine Zeitschrift und reiße alle Seiten mit Modellen, die mir gefallen einfach raus. Dann nehme ich noch das separate Heft mit den Anleitungen und Schnittmusterbogen. Auf die raus gerissenen Seiten und das Anleitungsheft schreibe ich jeweils die gleiche Nummer und verstaue alles in eine Klarsichthülle. Die Seiten mit den Modellen hefte ich in Ordnern ab. 021 (800x593) Gibt es einen Bildernähkurs dazu, kommt der zum entsprechenden Modell. 022 (800x637) Die Anleitungshefte kommen in eine Kiste. 016 (800x773) Brauche ich eine Anregung, kann ich meine Ordner durchblättern. Habe ich mich für ein Modell entschieden, schaue ich auf die Nummer darauf, suche anschließend die passende Kiste, und darin das Anleitungsheft mit der gleichen Nummer wie das Modell. 017 (800x600) Das System hat sich bewährt. Die ersten Anleitungen stammen von Oktober 1995. Ich sammel also jetzt seit 20 Jahren Schnittmuster. Ob ich was daraus genäht habe? Ja klar, aber nicht so viel wie ich gerne getan hätte. Aber darüber rede ich sicher ein anderes Mal. Zunächst muss ich die gefundenen Hefte noch ordentlich in meine Ordner verpacken. Und dann brauche ich noch ein System für die Schnittmuster zum ausdrucken. 😀  Aber vielleicht habe ja den einen oder anderen inspiriert.

Ach ja, bis auf einen Sport-BH, habe ich auch nichts eingekauft. So einen BH mit im Stoff eingewebten „Stützvorrichtungen“ kann ich nun nicht nähen. Da Unterwäsche ja auch auf der Ausnahmeliste steht, bin ich also brav gewesen. Und ich habe bei einem Muttertags-Gewinnspiel von Makerist und WAK gewonnen. Von We are knitters bekomme ich ein Strickset für ein Top. Also Wolle, Anleitung und Nadeln. Jetzt werde ich wohl stricken lernen. 🙂 Und auf Makerist darf ich mir für 50€ Videokurse aussuchen. Da gibt es auch einen Kurs zum Hosen nähen lernen. Ob ich es doch noch dieses Jahr mit einer Jeans versuche???  😉

Und hier wieder ein paar andere Challengeteilnehmer:

#365tageohne

Kurze Hose für warme Tage genäht

*Beitrag enthält Werbung durch Nennung von Produktnamen*  Die Tage werden wärmer und die Hosen kürzer. Auch bei mir! Wie sonst soll die Sonne eine Chance bekommen, meine winterbleichen Beine ein wenig zu bräunen? Außerdem ist es einfach bequem für daheim. Problem: in meinem Schrank war keine kurze Hose mehr zu finden…

Ok, es ist nicht so schwer, so eine Hose selbst zu nähen. Passenden Stoff hatte ich noch hier liegen und ein Schnittmuster (burda Schnittmuster Nr. 4550) war auch vorhanden. Das Schnittmuster habe ich vor vielen Jahren gekauft. Deswegen hatte ich das nächste Problem. Ich bin aus dem Schnitt nämlich raus gewachsen. Ok, ok… ich habe zugenommen. Gleich zwei ganze Kleidergrößen mehr. Aber auch wenn mir das nicht gefällt, so brauche ich doch Kleidung die passt. Und so einen einfachen Schnitt zu vergrößern ist ganz leicht. Dafür braucht man nur ein wenig Schnittmuster-Folie (alternativ geht auch eine dicke Maler-Abdeckfolie, ist günstiger) und etwas Krepp-Klebeband. Dann legt man das Schnittmuster auf eine glatte Fläche, breitet die Folie darüber aus und klebt diese fest, damit sie nicht verrutscht. 007 (800x413) Auf dem Schnittmuster kann man ein paar Linien sehen, die für die verschiedenen Größen stehen. Würde ich es kleiner brauchen, könnte ich den Papierschnitt einfach entsprechend kleiner schneiden. Um es größer zu machen, einfach mit einem Handmaß die Abstände ausmessen und mit einem Folienstift markieren. 011 (453x800) Bei den Rundungen in sehr kurzen Abständen einige Punkte aufmalen und anschließend die Punkte miteinander verbinden. 012 (800x600) Dann noch Fadenlauf, Vorder- und Rückseite und andere wichtigen Informationen vermerken, dann kann man das neue Schnittmuster ausschneiden. Und schon kann die Näherei losgehen! 024 (800x639)

Einfach den Stoff ausschneiden, die Ränder versäubern, nach Anleitung zusammennähen, Saum umnähen, Bund nähen, Gummi einziehen und voilá, die neue Hose ist fertig. 027 (800x498) Das beste daran? Sie passt. Und das befriedigende Gefühl, etwas geschaffen zu haben.