Bügeln – Ist das heute noch nötig?

Es ist schon interessant, was man alles zu hören bekommt, wenn man folgenden Satz in den Raum wirft: „Ich muss noch bügeln“. Sehr häufig heißt es dann „Darf ich dir meine Wäsche auch noch vorbei bringen?“. Manchmal bekommt man auch ein wenig Mitgefühl, gepaart mit einer abfälligen Bemerkung darüber, wie lästig die Bügelei doch ist. Ein paar Berichte, wie der Einzelne die Arbeit des Wäsche bügeln in Angriff nimmt, sind auch breit gestreut. Manch einer sammelt bis nichts mehr in den Wäschekorb passt, oder der Kleiderschrank leer ist. Einer bügelt immer sofort alles weg, damit nichts liegen bleibt. Ein Anderer bügelt T-Shirts nur von einer Seite, da die andere sich von alleine glatt liegt. Praktisch jeder versucht sich vor dieser unliebsamen Arbeit zu drücken, oder sie sich zu erleichtern. Einmal wurde ich sogar richtig angefeindet. „Bügeln ist heute doch nun wirklich nicht mehr nötig!“ Ist es das wirklich? Wieso bügeln wir eigentlich unsere Wäsche? Oder wieso nicht? 010 (800x279)

Ich kann nur für mich selber sprechen. Für mich war bügeln immer etwas normales. Meine Mama hat mir beigebracht, dass man das so macht. Früher wurde schon deswegen mehr gebügelt, da Stretch noch nicht so üblich gewesen ist. Und Weichspüler hat man auch nicht so intensiv genutzt wir heute. Erst recht waren Trockner nicht in so vielen Haushalten zu finden wie heute. Und weil jede Hausfrau bügelte, wurde auch mir das beigebracht. Oft genug empfinde ich bügeln als lästig, besonders im Sommer. Aber ich mag gebügelte Wäsche. Selbst qualitativ minderwertige Kleidung sieht gebügelt besser aus, gepflegter. Gebügelte Bettwäsche aus Baumwolle fühlt sich im Sommer auf der Haut kühler an. Zerknitterte Blusen oder Hemden wirken schlampig. T-Shirts entknittern beim tragen auf warmer Haut, aber die Stoffoberfläche sieht dann oft aufgeraut aus. Und im Kleiderschrank sieht gebügelte Wäsche erst recht gut aus. Sie verbraucht sogar weniger Platz. Dann schneidere ich ja immer wieder mal. Den Stoff wasche ich meistens vor, falls er einlaufen sollte. Zuschneiden funktioniert aber nur auf glattem Stoff. Also muss ich ihn bügeln. Und in fast jeder Nähanleitung steht irgendwo der Satz „Nähte auseinander bügeln“. Wer näht, der weiß einfach, dass gut gebügelt halb genäht ist. Wer Patchwork macht, weiß das noch besser als jeder andere. Wenn da nicht jede einzelne Naht ordentlich gebügelt ist, hat man am Ende keine schöne Decke, sondern ein krummes, schiefes Ding mit buckeliger Oberfläche. Darüber hinaus bin ich der festen Überzeugung, dass gebügelte Wäsche länger hält. Vielleicht achtet man seine Kleidung auch einfach nur mehr und pflegt sie besser. Für diese Theorie gibt es allerdings keinen Beweis.

Klar, bügeln gehört nicht unbedingt zu meiner Lieblingsbeschäftigung. Steht diese Arbeit an, brauche ich ein wenig Motivation. So stelle ich mir vor, wie ich mich über die fertige Arbeit freue, wie schön es ist, frisch gebügelte Kleidung aus dem Schrank zu nehmen. Oder ich sage mir, dass, nach Fenster putzen, bügeln die Hausarbeit ist, welche die meisten Kalorien verbrennt. Gute Musik, oder ein schönes Hörbuch helfen natürlich auch. Vernünftiges Arbeitsgerät ist wichtig. Die meisten von uns haben sicher ein Dampfbügeleisen zu Hause. Wer es so ziemlich perfekt haben will, besitzt eine Dampfbügelstation. Vor einigen Jahren habe ich mal eine ausprobiert. Nur kurz. Auch stand kein passendes Bügelbrett zur Verfügung. Aber ich war begeistert, wie viel schneller alles gebügelt ist, hat man genug Dampf im Eisen. Gerne hätte ich mir eine gekauft, nur sind diese Geräte doch etwas teurer. Es gab immer etwas, das wichtiger war. Mein normales Bügeleisen hat mir immer gereicht. Aber trotzdem habe ich vor einigen Wochen die Chance ergriffen und mich für einen Test beworben. Obwohl ich mich nicht unbedingt für die geeignete Person für solch einen Test halte, wurde ich tatsächlich ausgewählt. Die nächsten 4 Wochen darf ich eine Dampfbügelstation der Luxusklasse für den privaten Haushalt auf Herz und Nieren testen. Ich darf heraus finden, was ihre Stärken und Schwächen sind, und ob sie für einen normalen Haushalt hilfreich ist. Wer mal ‚luschern‘ möchte, kann sich das Gerät mal in diesem Video ansehen. Am Freitag ist der große Karton geliefert worden. 017 (526x800) Und nun? Nun bin ich gespannt darauf, wie alles funktioniert. Und ja, ich werde natürlich ausführlich darüber berichten! #fashionmaster

Waschmittel einfach selber hergestellt

*Beitrag enthält Werbung durch Verlinkung zu weiterführenden Informationen und Abbildung verwendeter Produkte*  Der Januar ist fast zu Ende. Die Weihnachtsplätzchen sind alle aufgegessen, und die Süßigkeiten vom bunten Teller sind auch fast alle vernichtet. Gestern habe ich die ersten Kraniche gen Norden ziehen sehen. Auf meiner Fensterbank treibt bereits die zweite Hyazinthe und verbreitet ebenfalls Frühlingsduft. Und damit erwacht in mir die Sehnsucht nach Frische. Also fange ich wieder an zu räumen und zu putzen. Wie ich meinen Frühjahrsputz plane, habe ich im letzten Jahr ja schon hier beschrieben. Auch eine Intensivreinigung der Waschmaschine steht wieder auf dem Programm. Bei dem Gedanken an die Waschmaschine ist mir dann eingefallen, dass ich da neulich über ein Rezept zur Herstellung von Waschmittel gestolpert bin. Das hörte sich einfach und auch günstig an. Also habe ich mir die Zutaten besorgt und losgelegt.

016 (800x698) Viel braucht es ja nicht. Bissel Soda, Kernseife, Duftöl (bekommt man alles im Drogeriemarkt) und Wasser. Die Kernseife raspeln war etwas schwer. Denn die bleibt ehe an der Reibe kleben, als in den Behälter zu fallen. Also habe ich mit einem Küchenmesser dünne Flocken abgeschnitten. Schnell das Wasser aufkochen und dann rein mit den Zutaten 017 (800x600). Nachdem sich das abgekühlt hatte, hatte sich eine feste Schicht gebildet. 019 (770x800) Nach dem Zufügen der nächsten Portion Wasser, und dem nochmaligen Aufkochen, hatte sich aber alles in eine cremige Masse verwandelt 020 (800x734). Also noch das Duftöl dazu. Ich habe mich für Lemon entschieden 021 (800x696). Am nächsten Tag hatte die Flüssigkeit eine festere Konsistenz 025 (800x639). Nach dem Durchrühren mit dem Schneebesen, hat es mich irgendwie an festen Wackelpudding erinnert 028 (800x737). Nachdem ich aber den Rest heißes Wasser zugefügt hatte 030 (800x676), verwandelte sich alles alsbald in eine cremig, schaumige Masse 032 (800x718), welche sich dann auch in die bereit stehende Flasche einfüllen lies. 033 (531x800)

Mittlerweile habe ich ein paar Mal damit gewaschen. Das Mittel ist immer noch etwas dickflüssig. Man muss die Flasche halt immer schütteln, bevor man es portioniert. Dann hatte ich doch zu wenig Duftöl genommen. Nach der ersten Wäsche habe ich dann schnell noch ein paar Tropfen in die Flasche gegeben. Mittlerweile duftet die Wäsche zart zitronig. Die erste Test-Maschine bestand aus sehr dreckigen Handtüchern, welche ich nutze um die Hunde nach dem Spaziergang abzurubbeln. Die Flecken sind nicht ganz raus gegangen. Dafür waren die Handtücher nicht so hart wie sonst wenn ich keinen Weichspüler verwende. Vielleicht hilft es beim nächsten Mal, etwas mehr Waschmittel zu nehmen. Das muss ich noch austesten. Leicht verschmutzte und verschwitze Wäsche wird aber angenehm sauber. Als bekennender Duft-Junkie fehlt mir jedoch eine gewisse Frische. „Nur“ sauber und zitronig reicht mir nicht wirklich. Deswegen gebe ich noch eine kleine Menge Weichspüler mit hinzu. Ich nutze deutlich weniger als sonst, was aber ausreicht um meine Nase zu befriedigen. Ich werde also noch weiter damit waschen. Denn bis auf stark verschmutzte Wäsche, bin ich mit der Reinigungsleistung zufrieden. Günstig ist es zudem auch. Ich brauche nur noch ein paar Leerflaschen, damit ich beim nächsten Mal gleich mehr herstellen kann. Damit sich der Aufwand auch lohnt.

Vielleicht testet der eine oder andere auch mal das Waschmittel Marke „Selfmade“ und mag mir berichten?! Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen damit! 🙂