Waschmaschine reinigen

*Beitrag kann Werbung enthalten durch Abbildung der verwendeten Produkte*  Wie bitte? Waschmaschine reinigen? Ist es nicht normal so, dass die Waschmaschine etwas reinigt? Wozu also sollte man die Waschmaschine sauber machen? Also nicht nur von außen..

Da schmeißt man ständig die Schmutzwäsche in die Maschine, Waschpulver dazu, Klappe zu, Knöpfchen drücken und nach 1-2 Stunden holt man die saubere Wäsche raus. Bis man eines Tages einen leicht müffeligen Geruch wahr nimmt. Und dann fällt der Blick auf seltsamen Schmier am Gummi. 010 (648x800) Dann schaut man etwas genauer hin… 011 (800x600) Iiiiiiiiiiiieh…. *schüttel* …und plötzlich kommt man sich wie die schlechteste aller Hausfrauen vor! Aber zum Glück gibt es ja Abhilfe. Erst ein kleiner Abstecher in den Drogeriemarkt, zum Regal wo die Entkalker stehen, und Zitronensäure holen. Schon kann es los gehen. 012 (800x600) Na ja, ein Krug oder Messbecher und einen Putzlappen braucht man auch noch. Die Zitronensäure in den Becher geben und mit dem feuchten Putztuch in das körnige Pulver tunken. 016 (640x495) Damit grob den äußeren Gummiring einreiben. 017 (640x480) Wirklich in jede Ecke gehen, soweit möglich. Bei meiner Maschine sind im Gummi kleine Stege, wo man nur sehr schlecht rein kommt. Aber auch diese Zwischenräume werden so sauberer, als wenn man das nicht machen würde.

Als nächstes die restliche Zitronensäure mit warmen Wasser auflösen 020 (640x471) und in die Trommel gießen. 022 (640x480) Tür schließen und das Programm für Kochwäsche einstellen. 023 (640x480) Während das Wasser normal einläuft, nachdem das Programm gestartet ist, kann man anfangen zusätzlich Wasser über das Waschmittelfach reinzuschütten. 024 (640x480) Wir brauchen deutlich mehr Wasser als normal. Die Maschine sollte mindestens zu dreiviertel voll Wasser sein. Warum? Nun, macht man das nicht, reicht unsere Reinigungsflüssigkeit nicht über den üblichen Wasserstand hinaus, und dann wird die Maschine nur unvollständig sauber. Wem das mit so einem Messbecher zu umständlich ist, kann auch eine große Gießkanne dafür nehmen. Hauptsache, am Ende ist genug Wasser in der Maschine. 030 (640x480) Und dann darf die Maschine ihrer Arbeit nachgehen. Obwohl kein Waschpulver zugefügt wurde, fängt es erst mal an zu schäumen. Das sind die ganzen Waschmittelreste, die sich an den Seiten und in den Schläuchen abgesetzt haben. Und nach ein paar Minuten kann man schon mehr sehen, als nur das schäumende Wasser. Während die Trommel ihre Runden dreht, kann man plötzlich so kleine dunkle Flocken im Wasser rum schwimmen sehen. 039 (800x600) Das sind die weniger schönen Ablagerungen im inneren der Maschine, die man normal nicht sieht. Diese verursachen diese müffelige Duftnote. Diese Ablagerungen sollen durch die flüssigen Waschmittel viel schneller entstehen, als mit „altmodischem“ Pulver. Auch kann sich der Schmutz wegen der niedrigen Waschtemperaturen nicht so einfach auflösen (was unser Kochprogramm erklärt). So langsam glaube ich, dass die Leute, die das behaupten, damit Recht haben….

Wenn das Programm durchgelaufen ist, sind wir leider immer noch nicht ganz fertig. Die größeren Schmutzflocken rutschen leider nicht so leicht durch die Löcher der Trommel. Auch bleibt im Gummi einiges davon liegen. 044 (800x600) Also nochmal den Putzlappen schwingen. 045 (640x607) Ja, das ist nur der kleine Rest an Ablagerungen, die sich nach der Reinigung abgesetzt haben. Fast ist es mir peinlich, das zu zeigen. Es ist so ähnlich, wie wenn nach Jahren der Ofen von der Wand gerückt wird. Ich kenne niemanden, der zwischendurch dahinter sauber macht. Und trotzdem ist es einem unangenehm, wie schmutzig es dahinter ist. Immerhin, der Schmier am Gummi ist verschwunden. 048 (620x640) Um wirklich auch jeden Geruch aus der Maschine zu bekommen, kann man die Maschine noch einmal leer durchlaufen lassen. Diesmal ohne zusätzliches Wasser, dafür mit einer Tasse Essigessenz. Essig greift die Gummiverbindungen in der Maschine an. Deswegen Essig bitte nicht zu oft nutzen (z.B. als Weichspülerersatz). Hin und wieder ist es aber kein Problem. Für den Fall, dass doch noch irgendwo ein paar von diesen Flocken sein sollten, empfehle ich für nach der Maschinenreinigung erst mal unempfindliche Wäsche. Bei mir waren es ein paar Flickenteppiche. Damit konnte ich wenigstens wieder einen Haken auf meiner Frühjahrsputzliste machen 😉

Löwenzahnhonig

*Beitrag kann Werbung enthalten durch Abbilden von verwendeten Produkten*  Am Wochenende, auf der Hunderunde, habe ich ihn gesehen, den ersten Löwenzahn. 003 (800x600)

Bald dauert es dann nun auch nicht mehr, bis die Wiesen wieder weithin gelb leuchten. 001 (800x345) Also schnell mal die Vorräte abchecken, ob ich auch alles Nötige da habe, um leckeren Löwenzahnhonig herstellen zu können!

Obwohl das Rezept (mit diversen kleinen Variationen) sehr oft im Internet zu finden ist, werde ich doch immer noch mit einem seltsamen Gesichtsausdruck angesehen wenn ich erkläre, dass ich meinen Honig selber herstelle. Verwundert wird gefragt, wo ich denn meine Bienen halten würde, und wie ich diese dazu bekomme nur auf Löwenzahn zu fliegen…. So schwer ist es denn doch nicht. Mein Rezept dazu habe ich aus einem Kräuterbuch von Maria Treben, welches zu Hause am Küchentisch auf der Eckbank lag. Der Honig ist wirklich leicht herzustellen und schmeckt mir besser als normaler Bienenhonig. Man nehme:

  • 2-3 Handvoll Löwenzahnblüten
  • 1 Liter Wasser
  • 1 kg (Rohr-)Zucker
  • 1 unbehandelte Zitrone, oder Zitronensäure

Die Blüten von noch vorhandenen Stängeln befreien, kurz abspülen (auf Krabbeltierchen achten!) und in einen hohen Topf damit. 003 - Kopie (800x655) Anschließend die Blüten mit einem Liter Wasser übergießen. 005 - Kopie (800x682) Dann die ganze Sache aufkochen, Deckel drauf und über Nacht stehen lassen. 007 (797x800) Am nächsten Morgen sieht das Ganze nicht sehr appetitlich aus. 009 (800x723) Es riecht auch nicht besonders. Aber davon nicht abschrecken lassen, sondern einfach alles durch ein Sieb kippen und die Flüssigkeit auffangen. 010 (776x800) Die Flüssigkeit wieder in den Topf gießen, dann 1 Kg Zucker und den Saft einer halben unbehandelten Zitrone, sowie die abgeriebene Schale zufügen. Da ich keine Zitrone zur Verfügung hatte, habe ich mir mit Zitronensäure geholfen. Bitte nur vorsichtig dosieren, damit es am Ende nicht zu sauer wird! Dann lieber später noch etwas „nachwürzen“. 011 (800x532) Nun alles zusammen einmal aufkochen, um den Zucker aufzulösen, dann den Herd runter regeln und bei kleiner Flamme gaaaaanz langsam einkochen und dadurch reduzieren. Nun dauert es auch nicht mehr lange, und der unangenehme Geruch verschwindet und macht einem leichten Honigduft Platz. 022 (800x657) Das einkochen kann durchaus ein paar Stunden dauern. Es schadet aber nicht wenn man zwischendurch den Herd ausmacht und alles abkühlen lässt, weil man einkaufen, arbeiten oder sonstige Dinge erledigen muss. So kann man auch gleich kontrollieren, ob der Honig schon dickflüssig genug ist. Ansonsten einfach zwischendurch ein paar Tropfen auf einen Teller geben, abkühlen lassen und probieren. 023 (800x720) Ein guter Test ist es auch, zu prüfen, ob ein Tropen am Finger hängen bleibt. 025 (800x521) Jetzt noch probieren, ob genug Zitrone drin ist. Ist man mit dem Geschmack zufrieden, kann man den Honig abfüllen. Dafür ein paar Marmeladengläser vorher mit kochendem Wasser ausspülen, 026 (800x548) diese dann auf ein nasses und kaltes Tuch stellen (das verhindert, dass die Gläser beim befüllen platzen) und den Honig einfüllen. 029 (800x762) Dann nur noch Deckel drauf, leicht schütteln und warten bis es abgekühlt ist. Marmelade stellt man ja normal auf den Kopf nach dem befüllen. Da der Honig in heißem Zustand aber sehr dünnflüssig ist, schüttel ich die Gläser nur. Dadurch werden die Deckel abgedichtet und der Inhalt haltbarer. Vorsicht bitte, dabei kann sich ein wenig heiße Flüssigkeit am Schraubverschluss nach außen drücken, was verbrühte Finger zur Folge hat. Sind die Gläser abgekühlt, kann man sie von eventuell vorhandenen Resten (ich klecker eigentlich immer) abspülen und beschriften. Dem Genuss steht nun auch nichts mehr im Wege! 030 (800x532)

Noch ein paar kleine Tipps zum Schluss. Immer nur die angegebene Menge zubereiten. Je mehr Flüssigkeit im Topf ist, desto länger dauert der Vorgang des einkochens. Aber je länger der Honig gekocht wird, desto dunkler wird er. Erst kommt dann der Karamellgeschmack immer mehr durch, und am Ende wird es bitter. Also lieber öfter eine kleine Menge zubereiten. Und, der Honig bleibt doch sehr flüssig. Öffnet man jedoch ein Glas und verwahrt es im Kühlschrank, dann kristalliert der Honig. Das heißt, er wird erst fester, dann richtig hart. Ist er zu hart, kann man durch erwärmen im Wasserbad die Masse wieder flüssiger machen. Aber meist ist das Glas leer bevor das passiert. Ich verwende den Löwenzahnhonig übrigens genau wie Bienenhonig. Also nicht nur auf Brot, sondern auch zum süßen von Tee oder Smoothies, oder zum backen. Löwenzahnhonig soll übrigens den Stoffwechsel anregen.

Viel Vergnügen beim Nachmachen!