365 Tage ohne meets Frau Maier – Moderne Stilberatung

Ja, es ist wahr. Über die 365 Tage ohne-Challenge wird geredet. In diesem Fall wurde ich sogar um ein Interview gebeten! Für mich eine richtige Premiere. Umso aufgeregter habe ich der Veröffentlichung entgegen gefiebert. Aber von Anfang an…

Wie du vielleicht mitbekommen hast, schwärme ich in der letzten Zeit von Frau Maier – Moderne Stilberatung. Besonders geflasht hat mich die 5-Tage-Stilmission. (Davon soll es übrigens eine Wiederholung geben. 😉 ) Es waren aufregende Tage! Dabei ist mir aufgefallen, mit was für einem eingeschränkten Blick wir in den Spiegel schauen, oder in den Kleiderschrank greifen. Da laufen wir nicht nur mit Scheuklappen rum, sondern auch noch mit einem dicken Balken vor den Augen. Und sollten wir tatsächlich etwas sehen, dann garantiert nur das, was wir NICHT gut an uns finden. Auch die Phantasie, mit der wir unsere Kleidung zusammenstellen, leidet unter der Gleichförmigkeit des Alltags. Und da mein Kleiderschrank ja immer noch nicht so gefüllt ist, wie ich es gerne hätte, kam dieser Anstoß genau richtig. Damit es aber nicht nur ein Anstoß bleibt, muss man dran bleiben. Seinen Stil, seine eigene, ganz persönliche Kleidermischung finden, ist ein Prozess. Und wie beim Sport ist es hilfreich, wenn man einen guten Trainer an der Seite hat. Denn genaugenommen ist es ein Training. Es dauert, bis man den Blick für „das Richtige“ hat. Deswegen war ich überglücklich, dass ich jetzt auch noch die Gelegenheit bekommen habe, beim 8-Wochen Stilkurs mitzumachen. Das ist übrigens der Grund, wieso ich im Moment etwas ruhiger hier bin.

Da die Katharina, Frau Maier, auch noch eine absolut herzliche, liebe und mitreißende Person ist, fällt es leicht mit ihr ins Gespräch zu kommen. Auch wenn diese Gespräche bisher nur virtuell abgelaufen sind. Als ich dann eines Tages ein Posting auf Facebook von ihr kommentierte und dabei die 365-Tage-Challenge erwähnte, kam von ihr spontan die Frage, ob ich dazu nicht etwas schreiben möchte. Klar schreibe ich gerne! Ich meine, du kennst mich. Eines der wichtigsten Dinge, die ich in der Schule gelernt habe, ist das schreiben mit 10-Fingern. Damit bin ich fast so schnell wie mit meinem Mundwerk. Aber dass das dann auch noch bei einer so großen Seite veröffentlicht werden soll, hat doch Herzklopfen verursacht. Und jetzt ist es endlich soweit! Ich bin sehr gespannt, wie es dir gefällt! 😀

Wie 365 Tage OHNE selbstsicher und stolz machen  (<- drauf klicken)

Und während ich nun auf ein Feedback von Dir warte, schneide ich noch ein bisschen Stoff zu. Am liebsten würde ich jetzt ständig an der Nähmaschine sitzen. Wieso? Weil ich ganz langsam weiß, was ich (an Kleidung) haben will. Ich habe Lust auf Experimente. Lust auf mehr als nur das Notwendige. Trotzdem konzentriere ich mich jetzt erst mal auf die Basisgarderobe, selbst wenn es mir schwer fällt. Und was braucht man bei diesen Temperaturen? Genau. T-Shirts. Nicht mehr lange, und ich kann endlich die letzten Reste der gekauften Kompromisse aus dem Schrank entsorgen. Dann liegen und hängen da nämlich nur noch die echten Wohlfühl-Teile! 

Und zum Abschluss habe ich noch das Fazit der Challenge von PiexSu. Kristin hat die Challenge ja ins Leben gerufen. Für sie und auch für viele andere Teilnehmer der Challenge ist es mittlerweile ziemlich normal geworden, die benötigte Kleidung zu nähen. Und selbst die, die nicht so ganz durchgehalten haben, gehen bewusster einkaufen. Und das ist doch ein Erfolg, oder?

Bewusst (Stoff) einkaufen ist auch für die liebe Bettina von Tina’s bunte Welt normal geworden. Genau wie jetzt ich, hat sie den Kurs bei Frau Maier schon besucht. Und es ist absolut genial zu beobachten, wie sehr sich ihr Kleidungsstil seitdem wandelt. Sie strahlt ohne dabei lachen zu müssen. Einfach nur, weil sie jetzt Farben wählt, die einfach zu ihr als Persönlichkeit passen. Zudem ist sie eine Meisterin an der Nadel. Es lohnt sich wirklich, mal bei ihr vorbei zu schauen!

Schnittmuster erstellen mit Hilfe von kaidso Onlinekurs

Wer selber näht, macht das aus vielerlei Gründen. Der eine hat einfach Freude am nähen, der andere will seine Kreativität ausleben, der nächste findet keine Kaufkleidung die ihm gefällt, und dann gibt es noch diejenigen, deren Körper nicht ganz in Konfektionsmaße rein passt. Letzterer muss dann aber feststellen, dass auch die gängigen Schnittmuster oft angepasst werden müssen, damit sie für die eigenen Körperformen geeignet sind. Da ist es ganz normal, dass man irgendwann anfängt zu überlegen, ob man da nicht gleich seine eigenen Schnittmuster entwerfen sollte. Nur, wie fängt man da an? Will man dafür nicht extra das Haus verlassen, kann man dafür im Internet diverse Kurse erwerben. Wenn man sich vorher ein wenig über Schnittmustererstellung informiert hat, dann hat man schon ein gewisses Maß an Respekt vor dieser Arbeit. Ist es also möglich, mit Hilfe eines Videokurses, ein Schnittmuster zu erstellen?

Svenja Köhler von kaidso Onlinekurse verspricht, dass das wirklich jeder lernen kann. Und auch, dass das ganz einfach ist. Und um mir das zu beweisen, hat sie mir angeboten ihren Grundkurs zur Schnitterstellung für ein Tank Top zu testen. Weil ich mich über diese Gelegenheit sehr freue, ist es mir hoffentlich gestattet, dass ich hier ein bissel Werbung mache. 🙂

Svenja ist eine sehr charmante, spritzige, junge Frau, welche mit Begeisterung bei der Sache ist. Diese Begeisterung merkt man auch im Videokurs deutlich. Ich fand das wirklich sehr süß, wie sie ständig vergisst Luft zu holen, weil sie einem so viel erzählen will. Obwohl es den Anschein macht, dass sie wirr und ohne Punkt und Komma spricht, verliert sie nie den roten Faden. Und tatsächlich, ich habe verstanden was sie mir beibringen will. Ich habe mir den Kurs einmal angesehen, dabei Notizen gemacht und später nur noch einzelne Sequenzen rausgesucht um mich selber zu überprüfen, ob ich alles richtig gemacht habe. Wobei das „richtig“ hier nicht so ernst genommen wird. Eigentlich bekommt man eine Grundlage mit der man unendlich spielen kann. Immer wieder ermuntert Svenja einen, etwas auszutesten, die Phantasie zu benutzen und seinem Gefühl zu folgen. Ein wirkliches Muss gibt es nicht. Wer exakte Anweisungen braucht, gerade Linien und vorgegebene Kurven, ist hier falsch. Vorgegeben ist nur die eigene Körperform und das Kleidungsstück, was man herstellen möchte. Und dafür gibt es dann noch praktische Tipps. Nachdem ich mich also nach Anweisung vermessen und die Zahlen im praktischen Vordruck eingetragen habe, ging es dann ans zeichnen.  Zum Glück hatte ich noch genügend Packpapier im Haus. Es hat mich nur furchtbar genervt, dass sich das ständig aufgerollt hat. Später habe ich es gebügelt. Sollte ich vielleicht in Zukunft zuerst machen. 😀 Anhand der Maße entwickelt sich dann wie von Zauberhand die Silhouette eines Schnittmusters.  Und plötzlich liegt die Vorlage vor einem.  Sieht einem Tank Top ja schon mal ähnlich. Also schnell auf Stoff übertragen, ausschneiden, ein paar schnelle Nähte und schon steht die erste Anprobe an.  Bitte mal nicht auf meine Haushalts-Hunderunden-Waldfrisur achten… Davon mal abgesehen, sieht es doch gar nicht so schlecht aus. Einen Moment habe ich noch überlegt, ob ich einen Abnäher mache, habe mich aber dann dagegen entschieden.  Ich war neugierig, ob die Ecke mit den Bündchen verschwindet, oder nicht. Am längsten hat dann wirklich die Fummelei mit den Bündchen gedauert. Das lag aber am Stoff, und dass dieser sich ständig eingerollt hat. Am Saum habe ich mir das Bündchen dann gespart. Nur gesäumt und umgenäht. Tadaa, mein erstes, selbst entworfenes Kleidungsstück.  Beim nächsten Mal könnte ich den Ausschnitt etwas tiefer setzen. Und für mich werde ich auch Abnäher einbauen. Damit das Shirt noch besser sitzt.  Ein paar Zentimeter kürzer sähen vielleicht auch vorteilhafter aus. Dafür muss ich an diesem Shirt nicht ständig rumzupfeln weil es immer hoch rutscht. Und ich kann den Ausschnitt so tief gestalten, wie ICH es möchte. Bei den gekauften Tops hüpft ständig was raus. Aber darum geht es jetzt ja nicht. Auch nicht um hübsche Bilder. Wichtig ist, es funktioniert! Mit Maßband, Stift und Papier kann man ganz einfach ein Schnittmuster erstellen. Für mich als Anfänger auf diesem Gebiet ein echtes Erfolgserlebnis!

Svenja, Du hast Recht gehabt. Es ist einfach. Und es macht Mut und weckt die Lust auf mehr. Und dann mache ich Dir auch extra schöne Bilder zum zeigen. 😀  Noch einmal vielen Dank für die Gelegenheit zu diesem Test!

365 Tage ohne – Das Jahr ist um!!

Heute vor einem Jahr ist die Challenge #365tageohne gestartet. Ein ganzes Jahr keine Klamotten kaufen, lautete die Aufgabe. Weil wir eine Gruppe von HobbyschneiderInnen waren, wollten wir statt dessen alles benötigte selber nähen. Nur ein paar Ausnahmen waren erlaubt. Aber auch da haben wir uns auf maximal fünf Dinge beschränkt. Wir wollten uns nicht kasteien, sondern ein neues Bewusstsein für Konsum bekommen. Es haben sich auch welche angeschlossen, die „nur“ einen übervollen Kleiderschrank besitzen. Der eine oder andere hatte schon vor uns mit der Challenge gestartet. Und die Nachzügler waren/sind uns auch willkommen.

In der dazu gehörenden Facebook-Gruppe war leider irgendwann kaum noch was los. Da keine Nähgruppe, wollten wir die Pinnwand nicht mit genadelten Stücken zupflastern. Und dann fiel kaum noch jemandem eine Variation von „ich habe diese Woche nichts gekauft“ ein. Auch mir gingen zwischendurch die Ideen für passende und interessante Beiträge zu dem Thema aus. Dazu kam noch, dass gelieferte Informationen über Fast-Fashion, Herstellungsverfahren, Arbeitsbedingungen und Umweltverschmutzung bei der Stoffherstellung , zumindest für mich, oft verstörend und erschreckend gewesen sind. Ich kann nur von mir persönlich sprechen, aber ich fühle mich schuldig, weil ich zu all diesen Dingen durch mein Konsumverhalten beigetragen habe. Auch ein Gefühl von Machtlosigkeit kommt immer mal wieder hoch. Die große Welt kann ich nicht retten. Aber ich kann bei mir selber anfangen, vor meiner Haustüre. Deswegen ist meine Begeisterung für diese Challenge immer noch auf einem sehr hohen Niveau! Einige Mädels haben nicht durchgehalten und sind aus der Gruppe ausgetreten. Vielleicht war es ihnen auch nur in der Gruppe zu langweilig. Ich weiß es nicht. Andere haben nichts mehr geschrieben weil sich ihr Leben verändert hat. Die Prioritäten liegen gerade woanders. Aber weil sie nichts schreiben, heißt das nicht, dass sie aufgegeben haben.

Wie habe ich nun dieses Jahr erlebt? Nun, am Anfang war ich sehr aufgeregt. Und voller Tatendrang. Und auch ziemlich nervös. Normal rede ich über große Vorhaben nicht öffentlich. Für den Fall, dass ich es nicht schaffe. 😉 Auch hatte ich ein bisschen Angst, dass man mich belächelt. Zum Glück besitze ich ziemlich höfliche Freunde und Bekannte. Ich bekam mehr Zustimmung zu diesem Projekt, als ich gerechnet habe. Hier und da kam ein harmloser Witz. Die negativste Reaktion war ein „Ah ja“, gefolgt von einem leicht mitleidigen Blick. Umso schöner dann die Reaktion in genau diesen Gesichtern, wenn sie das von mir getragene Teil nicht als selbst genäht erkannt haben (heheee…). Mein Ziel, in diesem Jahr eine komplette neue Garderobe zu nähen, habe ich nicht geschafft. Zu oft habe ich mich von Alltag, Internet, Fernsehen oder anderen, in dem Moment reizvolleren Aufgaben ablenken lassen. Aber mein fast leerer Kleiderschrank    ist nun doch ein wenig voller geworden   . Meine Nähmaschine, welche ich doch nun schon einige Jahre besitze, habe ich dabei besser kennen gelernt. Ehrlich, ich hatte keine Ahnung, dass sie SO VIELE Funktionen hat! Auch wusste ich nicht, dass die Nähte so viel besser werden, wenn man ein wenig mutiger an der Fadenspannung spielt. Es ist lange her, dass ich so viele Probenähte an Stoffresten gemacht habe. Nach jedem neuen Kleidungsstück wurde mein Blick konzentrierter. Welcher Ausschnitt passt zu mir? Welche Farben schmeicheln meinem Hautton? Wo ist der Kontrast vom andersfarbigen Bündchen zu hart? Welche Länge streckt und welche staucht? Was gefällt mir an welchem Schnittmuster am besten? Wo sollte ich etwas anpassen? Ich meine, ich habe sehr viel theoretisches Wissen. Jetzt habe ich endlich etwas davon in die Praxis umgesetzt. Meine Arbeit strotzt sicher noch von Fehlern, aber ich bin stolz wie Oskar! Zudem habe ich jetzt wirklich Freude an einem Kleidungsstück.

Ist es mir schwer gefallen, darauf zu verzichten Kleidung zu kaufen? Ja und nein. Ich meine, in den meisten von uns steckt doch eine kleine Pretty Woman, die davon träumt, dass ein Richard Gere vorbei kommt um uns einen Einkaufsrausch vom Feinsten zu spendieren. Stimmt doch, oder??!! Dummerweise habe ich nicht die Figur von Julia Roberts. Gerne hätte ich mehr Kleider. Da mein Oberkörper aber etwas länger ist, sitzt die Taille meist auf den Rippen. Dann habe ich in meinem Job oft körperlich hart arbeiten müssen. Also habe ich ein „breites Kreuz“ und kräftige Arme. Manchmal komme ich damit zwar in eine Jacke hinein, darf dabei aber nichts weiteres darunter tragen. Und bloß nicht bewegen! Sonst reißt die Rückennaht. Und auch heute, mit fülligerer Mitte, passiert es, dass etwas über die Hüften passt, um die Taille aber viel zu weit ist  . Ich weiche also in vielen Bereichen von der Norm-Konfektionsgröße ab. Das Ergebnis war dann meist Frust im grellen Licht der engen Umkleidekabine. Mal ganz davon abgesehen, dass ich das, was mir wirklich gefällt, oft nicht bezahlen kann. Also bin ich eigentlich nur einkaufen gegangen weil ich kann ja nicht nackt rumrennen. Dann aber am besten nur im Vorbeigehen. Bei jedem Ausflug in die Welt der Supermärkte und Einkaufszentren die Augen offen halten, auf den Glücksfall hoffend etwas zu finden, das einigermaßen gefällt, passt und nicht zu teuer ist. Und eigentlich immer war es ein Kompromiss. Dieses suchende Verhalten abzustellen, war am Anfang etwas seltsam. Dann wurde es normal, und am Ende sogar befreiend. Ich brauche das nicht mehr! Höchstens noch bei den Dingen, die ich nicht selbst herstellen kann. Von den Dingen, die auf meiner Ausnahme-Liste gestanden haben, habe ich auch nur etwas Unterwäsche, Socken und eine Jeans gekauft.

Hatte dieses Jahr noch andere Auswirkungen? Eindeutig ja. In dem Wissen, dass mein Konsum-/Verhalten auch dazu führen kann, dass andere ausgebeutet werden, oder die Umwelt schädigt, kaufe ich bewusster ein denn je. Deswegen überlege ich mindestens 3x, ob ich das, was ich kaufen will, auch wirklich brauche. Und bevor ich kaufe, überlege ich, ob es eine Alternative gibt. Das spart tatsächlich Geld! In meinem Fall z.B. besonders bei den Nähzeitschriften. Da habe ich mir früher immer mindestens eine im Monat gegönnt. Mittlerweile kann ich diese liegen lassen, ohne ein Gefühl des Verzichts zu empfinden. Ich meine, Schnittmuster habe ich ja nun wirklich genug. 😉  Wenn ich etwas erwerben muss, dann versuche ich die beste Qualität zu bekommen, die ich mir leisten kann. Wie man mittlerweile weiß, werden die billigsten Klamotten oft in derselben Fabrik hergestellt wie teure Markenkleidung. Aber da könnte man z.B. anfangen darauf zu achten, ob der Stoff aus Umweltfreundlichen Materialien hergestellt wurde. Und dann kann man dieses Kleidungsstück pflegen, damit es lange hält. Und damit man dieses auch gerne und lange trägt, sollte man anfangen zu überlegen, was wirklich zu einem passt. Also unabhängig davon, was gerade „in“ ist. Das ist mit ein Grund, wieso ich mich gerade intensiver mit dem Thema Stilfindung auseinander setze.

Wie geht es nun weiter? Dass das Jahr vorbei ist, bedeutet nicht, dass ich jetzt wieder in die Konsumtempel marschiere und aufhöre zu nähen. Im Gegenteil. Mein Konsumverzicht bezüglich Kleidung hat mich entspannter werden lassen. Dann ist mein Ehrgeiz geweckt. Zum einen will ich die richtigen Schnittmuster für mich finden und meine Nähkenntnisse erweitern. Stoff zum üben habe ich noch genug. Mit den richtigen Schnitten kann ich mir dann aus hochwertigen Stoffen eine Garderobe nähen, die meine Persönlichkeit unterstreicht, bequem ist und gut aussieht. Dann möchte ich austesten, ob es einfacher ist, einen fertigen Schnitt zu nehmen, oder diesen selber zu erstellen. Ganz besonders aufgeregt bin ich über die Möglichkeit, im Mai bei Frau Maier – Moderne Stilberatung bei dem 8-Wochen-Kurs dabei sein zu dürfen. Das wird sicher eine spannende Reise! Darüber berichte ich dann aber an anderer Stelle. Bevor mein Beitrag endgültig zu einem Roman ausartet, komme ich besser langsam zum Ende. Auch wenn ich gerade zu gerne darüber berichten möchte, wie ich mich darauf vorbereite!  Billy und Atze beobachten mich dabei übrigens ganz genau… 😉

Ich bin sehr froh, dass ich mich auf das Experiment #365tageohne eingelassen habe. Ich habe dazu gelernt. Ich wurde verantwortungsbewusster, entspannter und selbstbewusster. Ich durfte die Erfahrung machen, dass ich reicher bin, als ich dachte. Ich konnte mir beweisen, dass ich mir selber helfen kann. Ich durfte etwas erschaffen, was mir Freude bereitet (3 T-Shirts, 6 Langarm-Shirts, 1 Rock, 2 Pullis, 1 Jacke und einiges, was nichts mit Kleidung zu tun hat). Ich habe meine Lebensweise umgestellt, ohne das Gefühl zu haben, verzichten zu müssen. Und vielleicht konnte ich dazu beitragen, die Welt ein klein wenig besser zu machen. Und sei es nur durch Inspiration!

Wie ist deine Wahrnehmung von dir selbst?

Wann hast du das letzte Mal in den Spiegel geguckt? Wie hast du dich angesehen? Hat dir gefallen, was du gesehen hast? Oder hast du dich auf die kritischen Punkte konzentriert? Bist du zufrieden, mit dem was du gesehen hast? Oder bist du mit dir ins Gericht gegangen? Hast du dich richtig wahrgenommen? Oder war es nur das übliche kontrollieren, ob man „alltagstauglich“ zurecht gemacht ist? Was für Gedanken gehen dir durch den Kopf wenn du dich ansiehst?

Wie ich jetzt darauf komme? Nun, neulich bin ich mal wieder über etwas im Internet gestolpert. Und zwar eine Einladung zu einem kostenlosem Webinar mit Thema Stilfindung. Nun gut, wenn es nichts kostet, kann man sich das mal ansehen. Aber ob das was bringt? Zwar suche ich schon mein halbes Leben nach MEINEM Stil, habe dazu auch schon viel gelesen, aber in erster Linie achte ich mehr auf das praktische. Sind alle wichtigen Körperteile bedeckt? Einfache Reinigung? Ist es bequem? Kann ich damit in den Wald? Ist es dem Wetter angepasst? So was eben. Zudem fühle ich mich bei den ganzen Tipps zum Thema Stil nicht unbedingt angesprochen. Entweder bin ich zu alt, oder nicht schlank genug. Wohne in der falschen Ecke oder habe nicht den passenden Beruf. Auch habe ich keine Lust alle drei Monate die komplette Garderobe zu wechseln. Nur, neugierig war ich dann schon. Denn, es wurde gesagt, dass genau das in der Beratung keine Rolle spielt. Am besten, du guckst dir die Seit von Frau Maier – Moderne Stilberatung einmal selber an. Das Webinar habe ich mitgemacht und seitdem wirbeln in meinem Kopf die Gedanken.

Wann habe ich mich das letzte Mal schön gefühlt? Ich meine, ich habe Kleidung, in der ich mich wohl fühle. Aber schön? Bin ich (noch) schön? Ein Tipp aus dem Webinar beschäftigt mich besonders. „Setz oder stell dich vor den Spiegel, schaue dich an und suche etwas das dir an dir gefällt. Und wenn es nur das Ohrläppchen ist!“ Interessant, oder? Hast du schon mal überlegt, was dir an dir gefällt? Natürlich habe ich mich direkt in Unterwäsche vor den Spiegel gestellt. Aber alles, was ich gesehen habe, war mein dicker Bauch. Voll mit dekorativen Speckrollen, welche an ein knubbeliges Kopfkissen erinnern. Verflucht, wo ist meine Taille hin?!? Immerhin halte ich seitdem Diät. Ich habe die zu verzehrenden Kalorien reduziert und die Verbrennung (zusätzliche Hunderunde am Tag) erhöht. Zwar habe ich seit Jahren keine Waage mehr, aber so langsam habe ich das Gefühl, dass der Bauch etwas fester wird. Auch sitzen die Jeans nicht erst nach drei Tagen tragen lockerer, sondern auch schon wenn sie frisch gewaschen sind. So gestärkt habe ich mich dann vor die Kamera meiner Nichte getraut, da ich aktuelle Fotos benötigte. Das erste Bild in der Reihe war dann das hier.  Alles, was ich bei dem Anblick dachte, war: „man, was für ein Chassy!“ Ich bin in den letzten Jahren doch ziemlich auseinander gegangen. Immerhin ist die Rückseite schön fest und rund. Da hängt nichts. Aber trotzdem ein Anreiz mit der Diät weiter zu machen. 😉 Meine Nichte hat mir noch mehr Bilder geschickt, woraus ich mir die aussuchen sollte, die sie etwas bearbeiten will.  Auf dem hier habe ich mir meine Proportionen betrachtet. Bin ich nun ein O-Typ, oder mehr ein A-Typ von der Körperform her? Oder eine Mischung aus beidem mit zu kurzen Beinen? Andere Bilder habe mich etwas erschreckt.  Statt zu sehen, dass ich gerade Spaß habe, sehe ich die alte Haut, Falten und hässlich gewordene Zähne. Auch weiß ich, dass ich mir vorher eine Haartönung verpasst habe um die grauen Haare zu verstecken. Mist, ich ja schon 50! Wann bin ich so alt geworden?

Aber soll ich dir mal etwas sagen? Drauf gepfiffen! Ja, ich bin nun im reiferen Alter, aber gehöre nicht zum alten Eisen. Ja, ich habe gerade etliche Kilo zuviel auf den Rippen, bin aber trotzdem ziemlich fit. Ja, es gibt ein paar Dinge, die ich an meinem Aussehen optimieren kann. Mit dem Rest versuche ich mich anzufreunden, zu arrangieren. Und das geht am besten, wenn ich die Aufmerksamkeit auf die Dinge lenke, die mir gefallen. Was war das nochmal? Letzten Sonntag meinte eine junge Frau, mit der ich gemeinsam an einem Stand auf Bedienung wartete, zu mir, ich hätte wunderschöne Augen. Stimmt! Die gefallen mir auch. Wegen der unterschiedlichen Färbung. Schade, dass man die nicht sieht wenn ich entspannt genieße. Weil, dann gefalle ich mir am besten. Sogar mit ohne Photoshop! 

Bloggeburtstag und so….

Vor ein paar Tagen wurde ich daran erinnert, dass ich vor zwei Jahren meinen Blog gestartet habe. Na ja, von Seite einrichten bis zum ersten Beitrag hat es dann noch ein paar Tage gedauert. Bei manchen Sachen weiß ich immer noch  nicht genau wie ich das gemacht habe. Immerhin, mit den Grundfunktionen bin ich mittlerweile warm geworden. 🙂 Bei solchen Hinweisen jedoch fängt man an in Erinnerungen zu schwelgen. Wie war das beim Start? Was wollte ich erreichen? Was habe ich gelernt? Was ist in die Hose gegangen? Was hat mich überrascht?

Als ich mit dem Blog angefangen habe, wollte ich viel und reichlich über das schreiben, was mir Spaß macht. Und die Beiträge sollten mir auch einen Grund dafür geben, dass ich mehr von den spaßigen Sachen machen kann. Habe ich doch immer noch ein (anerzogenes) schlechtes Gewissen wenn ich etwas „nur“ für mich mache. Auch wollte ich heraus finden, wie ich mit meiner veränderten Lebenssituation umgehen kann, ohne einen Qualitätsverlust des Lebensgefühls zu verspüren. Ich wollte lernen und lehren. Anregungen für andere geben. Tipps und Ratschläge geben von Dingen, die ich getestet und als gut befunden habe. Ich sah mich vor meinem inneren Auge mit einem Körbchen, Kräuter sammelnd durch Wald und Wiesen schlendern, den Balkon in einen Gemüsegarten verwandeln und in jeder freien Minute stricken und nähen. Quasi die Superhausfrau, Kräuterhexe und Selbstversorgerin. Und natürlich Schriftstellerin, da ich darüber ja berichte. 😉

Der Blog hat mir geholfen (und hilft natürlich immer noch) herauszufinden wo die Grenzen sind. Also meine Grenzen. Oder noch genauer, meine derzeitigen Grenzen. Wildkräuter zum Beispiel. Da musste ich lernen, dass ich da alleine nicht viel weiter komme. Ich kann viele Kräuter weder erkennen, noch unterscheiden. Ohne einen Lehrer oder eine Schulung geht das alles sehr viel langsamer, als ich gehofft habe. Immerhin, etwas habe ich dazu gelernt. Ganz besonders, dass mir viele Sachen eben einfach nicht schmecken. Wie den Giersch.  Den kenne ich mittlerweile sehr gut. Im Salat war er mir aber dann zu bitter. Er schmeckt mir nur wenn er noch gaaaaanz jung ist. Dann schmeckt er süßlicher, leicht nach Petersilie. So jung ist er aber nur eine kurze Zeit im Jahr. Jetzt, im zeitigen Frühjahr. Aber dann wartet auch ganz viel andere Arbeit auf mich. Bissel Frühjahrsputz, das Auto war kaputt, der Balkon musste aufgeräumt werden…. Zum sammeln blieb da nicht viel Zeit. Mittlerweile ist er schon wieder fast zu groß. Ich habe mir also nur auf der Hunderunde hier und da etwas abgepflückt und in den Mund geschoben. Vitamine to go, oder so. Was ich wirklich gerne sammeln würde, wie Bärlauch, wächst hier nicht. Als nächstes fehlt mir hier für viele Dinge der Platz. Büschelweise Kräuter zum trocknen aufhängen ist in meiner Wohnung nicht möglich. Und wo soll ich das alles lagern? Apropos lagern, so würde ich gerne lernen Dinge einzukochen, zu konservieren. Selbst wenn es mir gelingen sollte kostengünstig an Einmachgläser und sogar einen Topf zum einkochen zu kommen, wo soll ich das alles hinstellen? In meinem (dank darin untergebrachter Gastherme) viel zu warmen Minikeller? Das, was man machen möchte, und das was gerade möglich ist, driftet leider hier und da sehr auseinander.

Wenn ich eine Alternative zu vorhandenen Dingen teste, dürfen sie nicht mehr kosten, als ich so schon ausgebe. Besser noch, ich will dabei sparen. Perfekt klappt das mit meinem selbst gemachten Waschmittel. Seit über einem Jahr mache ich mir das aus Kernseife und Soda selber. Da ich immer noch Weichspüler nutze, habe ich das Duftöl weggelassen. Mehr Duft braucht es wirklich nicht. Die Herstellung ist simpel, die Waschleistung ist gut und es kostet mich nur ein Bruchteil von der fertigen Variante im Supermarktregal. Versuch geglückt. Mit dem Allzweckreiniger waren die Erfahrungen nicht ganz so befriedigend. Ja, er ist einfach herzustellen, er reinigt und er ist günstig. Aber ich benötige mehr davon als von der gekauften Variante. Da ich mehr davon herstellen muss, ist es am Ende jedoch nicht günstiger. Und ich muss wirklich meistens kräftiger scheuern. Für eine vernünftige Alternative habe ich zwar eine Idee, aber diese noch nicht getestet. Ähnlich ging es mir bei der Herstellung eines Deos. Das war auch schnell gemacht. Und ich hatte ein tolles Duftöl gefunden. Und ja, auch nach schweißtreibenden Tätigkeiten habe ich damit nicht gestunken. Nur hat es ewig gedauert, bis das unter den Armen getrocknet ist. Nach der Achselrasur hat es auch die Haut gereizt. Und es klebte unangenehm. Bei alternativen Herstellungsarten kosten die Zutaten zu viel. Oder man kann diese nur in größeren Mengen kaufen. Unpraktisch wenn man es nur testen möchte. Überhaupt musste ich feststellen, dass „Bio“, oder „Umweltfreundlich“ und „Natürlich“ oft nur etwas für Menschen mit größerem Geldbeutel (als meinen) ist. Entweder sind die Zutaten sehr teuer, oder man benötigt bestimmte Utensilien zur Herstellung, oder eben Platz. Und immer braucht man Zeit. Sei es zur Herstellung, oder bei der Nutzung. Sich mit einem Duschgel einzuschmieren geht schneller als erst die Seife zum schäumen zu bringen. Und bis man es schafft mit einem Seifenshampoo die Haare einzuschäumen, braucht es noch länger. Und nicht vergessen anschließend noch die Rinse aus Essig und Wasser zu verwenden! Ob man es dann schafft, die Haare nach dem Waschen mit der Bürste zu entwirren, ist eine andere Frage. Da den richtigen Mittelweg zu finden, zwischen Kosten, Aufwand, Müllvermeidung, persönlichem Nutzen und den richtigen Inhaltsstoffen, ist eine echte Herausforderung!

Beim Nähen habe ich tatsächlich Fortschritte gemacht. Der Ansporn durch die #365tageohne Challenge hat dabei sehr geholfen. Das Jahr ist fast vorbei. Darüber werde ich an anderer Stelle berichten. Natürlich habe ich auch da nicht alles geschafft was ich mir vorgenommen habe, aber ich habe viel gelernt. Manchmal gab es auch ein Störfeuer aus unerwarteter Richtung. So hatte ich tatsächlich gleich drei Freikarten für die Creativa in Dortmund gewonnen (Noch einmal Danke an Makerist und Molly Makes!) und natürlich einen ausführlichen Beitrag geplant.  Aber einen Tag vor dem geplanten Messebesuch mit Nichte und deren Freundin (die bekamen die überzähligen Karten) bekam ich plötzlich Fieber und Schüttelfrost. Selbst der Stoffmarktbesuch ein paar Tage später ist ausgefallen. Dann halt nächstes Jahr zur Messe. Und der Stoffmarkt kommt im August wieder in Reichweite. Die Enttäuschung war zwar groß, aber davon geht die Welt nicht unter. Viel enttäuschender ist da die Einsicht, dass ich aus meinem Balkon keinen Gemüsegarten zaubern kann.  Auch das war ein Lernprozess von was geht und was geht nicht. Und das ist auch ein Thema, was ich noch ausführlicher behandeln werde.

Zwei Jahre gibt es nun den Anders ist auch gut-Blog. Ich habe viel ausprobiert und einiges dazu gelernt. Ich habe Sicherheit gewonnen. Neue, liebe und interessante Menschen sind in mein Leben getreten. Ich bin begeistert darüber, aus wie vielen verschiedenen Ländern die Besucher auf meinem Blog sind. Ich bin überrascht, dass der Beitrag über „Waschmaschine reinigen“ so oft aufgerufen wird. Meine einfachen Rezepte schmecken tatsächlich nicht nur mir. Ich bin gewachsen. Ich habe mich selber besser kennen gelernt. Und ich will mehr! Du „musst“ mich also, solltest du bis hier gelesen haben, noch eine Weile ertragen 😉 😀

Liebster Award – Ich wurde nominiert!

Die liebe Luisa, welche den lukonblog betreibt, hat mich für den Liebster Award nominiert. Luisa lebt dort wo ich einen Teil meines Herzens verloren habe, im Yukon in Canada. Ich bin erst kürzlich über ihren Blog gestolpert, und ihre ungekünstelte und lockere Art über ihr Leben zu schreiben hat dafür gesorgt, dass nun öfter dort vorbei gucke. 🙂

 Liebster Award, was ist das eigentlich? Im Grunde ist es eine Art Linkparty, bei der Blogs vorgestellt werden, die einem gefallen. Und die Nominierten erzählen ein wenig über sich. Es werden Fragen gestellt, die nicht immer was mit dem Thema des jeweiligen Blogs zu tun haben. Auf diese Weise kann man ein wenig über die Person hinter dem Blog erfahren. Nach einer kleinen Recherche habe ich festgestellt, dass die Meinungen über diesen Award unterschiedlich ausfallen. Einerseits ist es ein lustiges Spiel, andererseits kann es aber auch lästig werden. Wer öfter nominiert wird, hat irgendwann keine Lust mehr mitzumachen. Etwas, das zu oft gebraucht wird, nutzt sich mit der Zeit eben ab. Blogs, die mir gefallen, wurden in der Vergangenheit so ziemlich alle mindestens einmal nominiert. Was mache ich also jetzt mit meiner Nominierung?

Dies hier sind die Regeln:

1. Bedanke dich bei der Person, die dich nominiert hat.
2. Beantworte die 10 Fragen.
3. Überlege dir 10 neue Fragen. 
4. Und nominiere neue Leute für den Liebsten Award. 
5. Informiere die nominierten Blogger!
6. Füge die Grafik für den Liebsten Award ein!
7. Vergiss nicht die Regeln des Liebsten Awards einzufügen!

Diese Regeln werde ich nicht ganz einhalten. Die Nominierung anderer Blogs  lasse ich schlicht ausfallen. Wieso? Weshalb? Warum? Eben weil ich eine Mehrfach-Nominierung vermeiden möchte. Blogs, welche mir gefallen, erwähne ich ganz automatisch immer mal wieder. Entweder, weil sie etwas zu dem Thema zuzufügen haben, über das ich gerade schreibe, oder weil es dort etwas interessantes zu finden gibt. Über die Kommentare steht man mit diesen auch in Kontakt, und ein zufälliger Besucher kann diese darüber anklicken. Und darüber hinaus finden sich meine Lieblingsseiten nicht immer über WordPress. Die Fragen werde ich beantworten. In der letzten Zeit habe ich mir viele Gedanken darüber gemacht, wo meine Reise (mit dem Blog) hingehen soll. Und die Fragen von Luisa sind anregend! Hier also die Fragen und meine Antworten dazu:

1. Würdest Du lieber den Polarsommer oder die Polarnacht erleben? Und warum?

Die Polarnacht. Da muss ich gar nicht lange überlegen. Weil, davon träume ich schon mein halbes Leben. Ich bin einfach neugierig, ob ich dafür geeignet bin. Hätte das eine depressive Wirkung auf mich? Würde ich dem Cabin fever, dem Hüttenkoller erliegen? Oder wäre es eine aktive Zeit? Oder eine Zeit, in der man zur Ruhe kommt und Energie sammelt für einen Sommer mit beinahe nie endenden Tagen? Oder ist es eine Zeit, in der man mit einem eventuell vorhandenen Partner, oder den Nachbarn zu einer Gemeinschaft zusammenwächst? Die Abwesenheit von Moskitos ist auch ein schlagendes Argument… 😉

2. War war bis jetzt die mutigste Entscheidung Deines Lebens?

Die Entscheidung schwanger zu werden. Als ich die Entscheidung traf, war es ein inniger Wunsch, fast ein Bedürfnis. Ich habe mir eine Familie gewünscht, einen Ort wo ich keine Angst haben brauche. Die Tragweite dieser Entscheidung war mir damals nicht wirklich bewusst. Zum einen hatte ich mir den falschen Mann dafür ausgesucht. Und ganz sicher war ich mit knapp 21 auch ein wenig zu jung, hatte meinen Platz in der Welt noch nicht gefunden. Zum anderen hat diese Entscheidung fast sämtliche andere Entscheidungen für mein Leben beeinflusst. War ich der Meinung, dass meine persönlichen Wünsche das Leben meines Sohnes (in seinen Augen) negativ beeinflussen, habe ich mich immer gegen meine Wünsche entschieden. So wäre ich z.B. nach der Trennung von meinem Mann gerne weiter weg gezogen. Um ihm aber den Kontakt zu seiner Oma (meiner Ex-Schwiegermutter) zu erleichtern, bin ich in der Gegend geblieben. Hätte ich damals auch nur den Ansatz einer Ahnung gehabt, was alles mit einem Kind auf mich zukommt, weiß ich nicht, ob ich den Mut dazu gehabt hätte. Allerdings hätte ich dann auch nie erfahren, was für eine unglaublich intensive Liebe einen durchflutet wenn man sein Kind das erste Mal im Arm hält.

3. Was ist cooler? Ninjas oder Piraten?

Piraten. 🙂 Es ist dieser Hauch von Freiheit und Abenteuer.

4. Was ist Deine Lieblingsbeilage zum Hauptgericht?

Salat. Im Winter meist Kraut- oder Bohnensalat. Im Sommer Eisbergsalat mit einer Mischung aus meinem „Garten“. Zusammen mit Gurken, Paprika, Radieschen, frischen Kräutern, gekochten Eiern, Thunfisch oder Hähnchen wird aus der Beilage auch schon mal das Hauptgericht.

5. Welchen Körperteil an Dir findest Du am schönsten?

Meine Augen. Ich habe nämlich leicht unterschiedliche Augen, eines mit einem braunen Fleck, was sehr interessant aussieht.

6. Aus welchem Grund hast Du angefangen zu bloggen?

Püüüh… das ist nicht so einfach zu beantworten. Ich erzähle sehr gerne (und das auch ein bissel viel). Und ich schreibe sehr gerne. Dann probiere ich auch gerne neue Dinge aus. Gemachte Erfahrungen, welche nützlich für mich waren, gebe ich gerne weiter. Und wenn sie jemand anderem auch nützlich sind, dann freue ich mich darüber, dass ich helfen konnte. Ich finde es ebenfalls schön wenn meine Geschichten jemanden zum lachen bringen. Ein Kindheits-/Erziehungstrauma versuche ich auch zu verarbeiten. So hat mein Vater mir „intensiv eingebleut“, dass Arbeit nur Arbeit ist wenn man dafür Geld bekommt. Aber auch nicht mehr! (O.k., dabei schwitzen ist auch erlaubt.) Wenn es einem Freude bereitet (und das Thema ihn überhaupt nicht interessiert hat), taugt es nichts, ist überflüssig. So habe ich heute immer noch unterschwellig ein schlechtes Gewissen wenn ich für mich z.B. etwas nähe. Nachdem ich vor einigen Jahren für einen Freund öfter Texte geschrieben habe, und mir ein gewisses Talent bescheinigt wurde, kam die Idee und der Wunsch nach einem Blog auf. Hier kann ich alles verbinden. Schreiben, erzählen, neue Menschen kennen lernen, neues ausprobieren, erprobtes weiter geben, dazu lernen und auch stolz auf die Dinge sein, die ich mit Freude für mich herstelle. Zudem ist auch ein gewisser Druck vorhanden. So bleibe ich bei der Stange. Sogar Ehrgeiz, noch besser zu werden, entwickelt sich langsam.

7. Welches Land möchtest Du unbedingt noch bereisen?

Wenn ich jetzt Alaska nicht direkt zu den USA zähle (denn dann war ich da ja schon), dann möchte ich gerne ein wenig die anderen US-Staaten bereisen. Wenn es ein anderes Land sein soll, dann Neuseeland.

8. Was würdest Du am liebsten beruflich machen wenn Geld keine Rolle spielen würde?

Ich wäre gern einfach „nur“ Hausfrau. Auch wenn das etwas altmodisch ist. Ich habe keine Ambitionen groß Karriere zu machen. Ich kann mir aber auch vorstellen, eine kleine Pension zu führen. Vielleicht so eine Art Bed & Breakfast. Als Kind wollte ich immer Trapper werden. Allein in einer Blockhütte in Canada leben, jeden Herbst einen Elch als Wintervorrat erlegen, das Holz zum heizen selber schlagen und mein Wasser aus einer Quelle holen. Mittlerweile habe ich die Vorteile von Strom, fließend Wasser, einer Toilette im Warmen und einem Internetanschluss zu schätzen gelernt. Je älter man wird, desto anstrengender werden bestimmte Dinge. Menschen in Reichweite, welche einem im Notfall helfen können, sind auch nicht zu verachten. Meine Blockhütte heute hätte also einen Anschluss ans Strom-, Wasser-, Telefon- und Straßennetz. Aber sie wäre so ausgestattet, dass ich auch ohne diese Dinge zurecht käme. Ich finde es nämlich furchtbar, dass ich hier, wo ich lebe, davon abhängig bin. Dann würde ich vielleicht schreiben, oder Souvenirs herstellen. Soweit wie möglich Selbstversorger sein, ohne einen Boss welcher einen antreibt. Das wäre eine Herausforderung, die ich gerne in Angriff nehmen würde.

9. Über welches Thema würdest Du gerne ein Buch schreiben?

Sollte ich je bei der Verlosung des Bedingungslosen Grundeinkommens gewinnen, würde ich gerne über die dabei gemachten Erfahrungen schreiben. Vielleicht würde es helfen, aus der Idee eine Realität werden zu lassen. Ansonsten geht mir tatsächlich gerade ein Buchthema durch den Kopf. Ich wohne ja in einem Naherholungsgebiet. Und da erlebt man sehr viel was man lustig und ironisch zu Papier bringen kann. Sehr oft entstehen bei der Hunderunde im Wald dann Texte in meinem Kopf. Vielleicht sollte ich langsam anfangen, diese aufzuschreiben 😉

10. Bart oder rasiert? Wie magst Du die Männer lieber?

Wie wäre es mit dem Mittelding? Dem 3-Tage-Bart? 😀 Im Grunde ist es mir egal, solange es gepflegt ist und zum Mann passt. Beim küssen ständig Haare im Mund haben, vielleicht noch mit dem Geschmack des letzten Getränks oder Essens anhaftend, ist einfach grauselig. Schon bei dem Gedanken schüttelt es mich! Kratzige Bartstoppel sind ebenfalls unangenehm. Fitzelige Spitzbärtchen sehen meist lächerlich aus. Aber ein gepflegter Bart kann aus einem Milchreisbubi einen Mann machen. Genau wie eine Rasur aus einem Waldschrat einen Kerl. Wie gesagt, es kommt auf den Mann an 🙂

So, das waren meine Antworten auf die Fragen. Jetzt müsste ich noch eigene Fragen nennen. Da ich aber niemanden nominiere, erübrigt sich das. Statt dessen liste ich einfach einige Blogs auf, die mir gefallen. Vielleicht gefallen sie dir ja auch?!

Christinas baeriger Blog – Polarbearfriend    Eine Dame aus dem Osten Canadas mit einer Vorliebe für Wildtiere

Mamalismus – Ein Mamablog auch für Nichtmamas

Landydille – Ich liebe die Beiträge von Oli. Ein Blog für Gärtner und Selbermacher

widerstandistzweckmäßig – Lauter alternative Ideen um die Umwelt zu schonen und wieder natürlich zu werden

Traum Selbstversorger  – Der Titel sagt schon alles

Die wilde Matrossel  – Tolle Schnittmuster und gute Laune

PiexSu – Tolle Schnittmuster die passen und viele nützliche Tipps zusätzlich auf ihrem Vlog

Tina’s bunte Welt – Bettina, eine Frau mit viel Herz, Spaß am Leben und viel Näh-Talent

Elle Puls – Viel Interessantes aus der Welt des Nähens

Mehr fallen mir gerade nicht ein. Aber wenn ich sie hier nicht erwähne, dann ist das sicher schon passiert, oder aber es wird noch passieren. 🙂 Ich hoffe, dir hat mein kleiner Seelenausflug gefallen. Mir hat es jedenfalls Spaß gemacht! Luisa, noch einmal Danke für die Nominierung! 😀

Geschenkideen zum selbernähen

Ist mein letzter Beitrag tatsächlich schon über einen Monat her??? Wahnsinn, wie die Zeit vergeht. Vor Weihnachten hatte ich einfach zu viel zu tun. Eine wunderschöne produktive Phase. Als dann die Feiertage da waren, bin ich in das süße Loch des Nichtstun gefallen. Plätzchen essen, Schoki naschen, Tee trinken, Wein genießen und alte Filme gucken. Das tut gut. Nur da wieder raus kommen, den Schwung wiederfinden, das ist dann nicht so einfach. Zudem ist bei uns dann der Winter angekommen.  070-800x600 Zwar sind wir nicht im Schnee versunken, aber es blieb trotzdem mehr als genug liegen. Für meinen Rücken zuviel. Vom Schnee schippen habe ich mir nämlich einen Hexenschuss eingefangen. So langsam muss ich mir doch eingestehen, dass ich älter werde…. :/

Aber nun kann ich endlich zeigen, was ich alles an Weihnachtsgeschenken produziert habe. Ganz im Sinne der 365-Tage-ohne-Challenge habe ich nämlich auch da nichts gekauft, sondern selbst gemacht. Ich hatte das Bedürfnis ein paar liebe Menschen mit einer Kleinigkeit zu überraschen. Fragt man in facebook-Gruppen nach einer schnellen Geschenkidee, kommt garantiert das Wort „Leseknochen“. Den habe ich vor einiger Zeit schon mal gemacht, mag die Form aber nicht so sehr. 006-800x600 Wer sich trotzdem dafür interessiert, kann sich die Anleitung ja mal angucken 😉 Mir persönlich gefällt das Peanuts Lesekissen viel besser. Besonders, weil es so schön in den Rücken passt. Und viel weicher ist es auch. Nur benötigt man ein wenig mehr Stoff. Und weil es so bequem ist, habe ich gleich mal ein paar davon angefertigt. 016-800x416 Einmal zugeschnitten, ist so ein Kissen sehr schnell hergestellt. Und bei einem schönen Film kann man sie ganz gemütlich ausstopfen und von Hand mit dem Matratzenstich, oder auch Leiterstich verschließen. Die Beschenkten haben sich alle darüber gefreut. Und ich hoffe, dass diese Freude auch noch lange Zeit anhält 🙂  Da bei einigen auch noch Hunde wohnen, wollte ich diese nicht neidisch machen, und habe ihnen auch kleine Kissen in Knochenform genäht. Als Schnittmuster habe ich diese Vorlage genommen. Hunde legen zwar ganz gerne ihren Kopf auf eine erhöhte Unterlage, aber erst wurde mit den Teilen eine Runde gespielt. 15590384_1320382864679452_7660250320104838757_n Scheint eine gute Idee gewesen zu sein. 15589920_1257883657625741_8360298199664824936_n  😀

Am Ende habe ich dann noch ein paar Taschen genäht. Auch hier handelt es sich um ein relativ einfaches Modell. Nämlich eine Origamitasche, bzw. den Origami Bag. Das ist eine Tasche, die auf eine bestimmte Weise gefaltet und dann vernäht wird. Beim falten hatte ich nur einen kleinen Knoten im Kopf. Deswegen habe ich mir eine Hilfe aus Papier gebastelt. 102-800x791 Genau, einfach zwei Streifen. Diese 3x so lang wie hoch. Genau wie die verwendeten Stoffstreifen. Ich habe zwei Streifen genommen, weil ich eine Wendetasche machen wollte. Da muss das innen liegende Stoffstück spiegelverkehrt gefaltet werden. 103-800x770 Wenn ich einen Knoten im Hirn habe, ist dieser sehr hartnäckig. Deswegen bin ich da ganz pragmatisch dran gegangen. 108-800x736 Nach der Zeichnung hatte ich genau mit dieser Falte ein Denk-Problem. 109-800x584 Dabei ist es so einfach. Einmal rum und fertig. 110-800x582 Wo war nur mein Denkfehler?? 111-800x681 Die kurze Naht noch zusammennähen, 115-800x495 und schon hat man die Taschenform fertig. 117-800x712 Nachdem man die Ecken unten abgenäht hat (damit die Beutelform besser raus kommt), dann einfach die zweite Tasche rechts auf rechts hinein stecken und die Kanten vernähen. 121-731x800 Die Wendeöffnung nicht vergessen! Nach dem Wenden habe ich dann nur noch die Kanten knapp abgenäht und den Griff befestigt. 126-670x800 Und fertig ist der schicke Beutel, welcher auch noch reichlich Stauraum hat. 127-800x727 Macht man nur eine einfache Origami Bag, empfehle ich, alle Seiten zu versäubern bevor man sie zusammennäht. Entweder mit der Ovi, oder einem einfachen Zickzackstich. Der Rest steht in der verlinkten Anleitung.

So, das waren sie, meine genähten Weihnachtsgeschenke. Vielleicht sind es nur Kleinigkeiten, aber es sind Unikate. Und schon bei der Stoffauswahl beschäftigt man sich mit den Menschen, die man beschenken möchte. Bei jedem selbst hergestelltem Teil steckt eben immer auch ein Tropfen Herzblut mit drin! Und bei der Gelegenheit möchte ich mich auch einmal bei den Menschen bedanken, die ihre Anleitungen ins Netz gestellt haben. Denn selber auf diese Ideen kommen, oder eine Vorlage erstellen, ist zwar möglich, aber schwieriger bis umständlich. Vielen Dank!

Stifterolle – Natürlich selbst gemacht

In meiner Familie wird sich zu Weihnachten nur selten etwas geschenkt. Es wäre einfach zu viel. Nur für die Kleinen wird eine Ausnahme gemacht. Mein 6-jähriger Großneffe gehört definitiv dazu, und deshalb bekommt er eine Kleinigkeit. Da er seine Buntstifte in der Schule immer sehr großzügig „verteilt“, kam mir die Idee mit einer Stifterolle. Eben etwas hübsches, das ihn dazu bringt, besser auf seine Stifte aufzupassen. Ob es funktioniert, weiß ich nicht. Aber dafür kann ich die Anleitung sehr empfehlen. Auch jetzt noch, so kurz vor Weihnachten. Für die Fertigstellung habe ich nur einen Nachmittag benötigt. 023-800x609

Auf dem Blog „Hummelhonig“ habe ich das Tutorial für die Stifterolle (klick) gefunden. Selbst mit wenig Näherfahrung ist der Anleitung einfach zu folgen. Stoff und Vlies hatte ich noch da, ein Band war schnell hergestellt. In seiner etwas groberen Machart passt es perfekt zu dieser Rolle. 027-800x376 Die Klappe, welche die Stifte vor dem Herausfallen schützt, ist noch etwas steif. Aber ich denke, das wird sich bald geben. Zusammengerollt und durch das Vlies geschützt, vertragen die Stifte dann auch mal eine etwas gröbere Behandlung. 029-725x800 Nun muss der Filius nur noch lernen eine Schleife zu binden. 😉  031-800x447

Was ich sonst noch hergestellt habe, kann ich leider noch nicht verraten. Sonst würde ich ja meine eigene Überraschung verderben, da ich weiß, dass der eine oder andere, welcher beschenkt wird, hier liest. Also werde ich mich erst nach den Feiertagen wieder melden. Ich wünsche allen ein wunderschönes, ruhiges, entspanntes Weihnachtsfest mit zu viel gutem Essen und Trinken und jeder Menge Schokolade 🙂

X-Mas To-Do Liste

Schon auf den Kalender geschaut? Nun ja, wer so Adventskalendersüchtig ist wie ich, der wird heute Morgen festgestellt haben, dass es nur noch 12 Tage bis Heilig Abend sind. Heute in zwei Wochen sind die Geschenke alle ausgepackt und der Weihnachtsbraten wurde gegessen. Die meisten werden vermutlich diesen einen freien Tag dieses ‚Arbeitgeberfreundlichen‘ Weihnachtsfestes genießen und einfach nur faul sein. Denn leider, für die meisten bedeutet Weihnachten einfach nur Stress. Nix mit besinnlich und Friede auf Erden. Das fängt mit dem Baum an und hört mit dem Verwandtenbesuch auf. Vielleicht ist deswegen der Film ‚Schöne Bescherung‘ mit Chevy Chase so beliebt. Irgendwo erkennt sich in dem Film jeder irgendwie wieder. Wir wünschen es uns perfekt, harmonisch und liebevoll, und dann versuchen wir krampfhaft die Erwartung jedes einzelnen zu erfüllen. Natürlich haben wir auch selber Erwartungen, welche um des lieben Friedens willen dann runter geschluckt werden. Und zack, schon ist unser Fest vermiest. 003-800x632

Deswegen einmal ganz deutlich zum mitschreiben: Wir können es nicht jedem Recht machen. Ist doof, aber ist so. Können wir trotzdem ein schönes Fest haben? Aber sicher! Als Grundlage kann man vielleicht einen Spruch nehmen, den ich neulich gelesen habe. „Herr, gib mir genug Kaffee für genug Schwung, um die Dinge zu ändern, die ich ändern kann. Und ein wenig Alkohol, um die Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann.“ 😉  Darüber hinaus nutze ich mein ganz persönliches Rezept. Die wichtigsten Eckpunkte planen und organisieren, den Rest auf sich zukommen lassen. Deswegen gibt es bei mir eine X-Mas To-do-Liste. Ja, ich mag solche hilfreiche Listen. Vielleicht hatte ich beim erstellen der Wunschliste ans Christkind als Kind zu viel Spaß, dass ich so gerne auf dieses Hilfsmittel zurückgreife. Die hilft auch dabei, dass man sich zum Ende der Adventszeit nicht vom Kaufrausch oder der Panik anderer mitreißen lässt. Während andere dann noch hektisch durch die Gegend rennen, kann man selber schon anfangen die Zeit zu genießen. Was sollte man alles planen?

  • Wo wird gefeiert? Wann wird gefeiert? Sind Gäste anwesend? Ist man selber Gast? An welchen Tagen wird wer besucht? Braucht es eine Kinderbelustigung?
  • Was will ich kochen? Welche Zutaten können schon im Voraus besorgt werden? Ist es ein neues Rezept? Dann besser einmal zur Probe zubereiten. Kann ich vielleicht schon vorkochen und einfrieren?
  • Jetzt in dieser Woche Getränke einkaufen. Auch der Bäcker, Metzger, etc. freut sich über eine rechtzeitige Bestellung, falls man etwas Frisches benötigt. Sind die wichtigsten Alltagsdinge im Haus? Nichts ist ärgerlicher, als wenn man über die Feiertage keine Schinkenservietten (Toilettenpapier), oder Kaffeefilter mehr hat. Kopfschmerztabletten, ein Erkältungsmittel oder etwas für einen verkorksten Magen sind hilfreich. Also hinsetzen und Einkaufsliste schreiben, damit man in den letzten Tagen nur noch die frischen Dinge besorgen muss. Und denkt ja rechtzeitig an den Baum! 😉
  • Geschenkeliste machen. Wer bekommt was? Ist das schon besorgt? Was hat man schon? Falls man spontan eingeladen wird, ist es sicher auch schön wenn man eine Flasche Wein o.ä. als Mitbringsel parat hat.
  • Putzplan machen. Den einen ist es wichtig, den anderen weniger wichtig. Aber den meisten ist es angenehmer wenn es sauber im Haus ist. Da es aber lästig ist, empfehle ich den Großputz am Wochenende vor Weihnachten. Dann reicht kurz vorm Fest meist ein ‚Kölsche Wisch‘. Und mal ehrlich, je mehr ich eine Person mag, bei der ich zu Besuch bin, desto weniger achte ich auf das Staubkorn auf dem Regal. Und wer schon mal versucht hat eine Schwiegermutter zu beeindrucken, der weiß, dass das so gut wie nie klappt. Also stresst euch nicht so damit!
  • Wenn der Plan steht, macht euch bewusst, dass das alles ist, was ihr tun könnt! Selbst mit einer perfekten To-Do-Liste kann der Hund den Braten fressen, die richtige Batterie fehlen, der Julius über sein Geschenk maulen und die Oma das Gesicht verziehen, weil Fondue für sie ’neumodischer Kram‘ ist.

005-800x591 Mit dieser Liste bleibt ihr einfach ein wenig gelassener, da die wichtigen (beeinflussbaren) Dinge erledigt sind. Wobei…. das, was wirklich wichtig ist, kann man sowieso nicht planen 😉

Ganz zum Schluss noch ein wenig Werbung. Ihr erinnert euch vielleicht an meinen letzten Weihnachtsbraten. 003 (800x642) Dazu habe ich ja ganz besondere Zutaten bekommen. Meine liebe Jule hat mit ihrem Mann daraus ein kleines, aber feines Unternehmen gegründet. So kann auch jeder andere in den Genuss dieser Sachen kommen. Und weil alles mit besonders viel Liebe hergestellt wird, möchte ich euch den Shop JulRon einmal wärmstens ans Herz legen. Wer weiß, vielleicht findet ihr da ja auch noch die eine oder andere Geschenkidee? 😉

Den süßen Rudolf habe ich übrigens von meiner Freundin Stephanie bekommen. Ist sie nicht eine Künstlerin??!! Ich bin ganz vernarrt in den kleinen Kerl. 🙂 Euch allen noch eine angenehme Rest-Adventszeit!

365 Tage ohne – Woche 32

Ich hoffe, ich habe mich nicht verzählt. Schon lange habe ich kein Update zur Challenge mehr gemacht. Es gab aber auch nicht wirklich etwas zu berichten. Kein Rückfall, keine Versuchung, kein Verzweifeln… Ich fühle mich wohl ohne den Klamottenkauf. Höchstens wenn, wie gerade jetzt, die Zeit zum nähen fehlt, fange ich an zu phantasieren. Oder zu Zeiten wo das Geld knapp ist. Wenn ich mal nicht auf’s Geld achten müsste, dann würde ich zu gerne mal in einem Shop für Outdoorklamotten hemmungslos zuschlagen. Damit ich für jedes Wetter die passende Jacke und bequeme Schuhe habe. Schließlich bin ich jeden Tag mit den Hunden im Wald. Da fällt mir ständig etwas auf, was verbessert oder auch erneuert werden könnte. Andererseits ist die Vorstellung, einmal unbegrenzt in einem großen Stofflager shoppen zu können, mindestens genau so schön. 😉

Dass ich nähe, ist aber auch in der Familie bekannt. Des öfteren kam da schon mal die Frage, ob ich eine Hose kürzen, oder etwas reparieren könnte. Vor ein paar Wochen kam dann eine meiner Nichten mit der Frage „Tanti, kannst du ein Kostüm nähen?“. Wie sich heraus stellte, war mit „Kostüm“ ein Prinzessinnenkleid gemeint. Mit kurzem Rockteil und viiiiiiiiiiiel Glitzer. Und natürlich in Rosa. Und das musste bis zum 11.11. fertig sein. Nach einer etwas längeren Suche habe ich dann ein Schnittmuster in einer alten Burda Easy gefunden. 003-800x660 Dank eines Räumungsverkaufs, hatten wir dann auch bald günstig und reichlich Stoff und Tüll bereit liegen und ich konnte loslegen. Ich war schon etwas nervös, ob ich alles wie gewünscht hin bekomme. Für jemand anderen nähen, ist doch etwas ganz anderes, als wenn man für sich selber etwas zusammenwurschtelt. Aber alles hat gepasst und gefiel sehr gut. Wir hatten bei den Anproben auch immer sehr viel Spaß! 007-448x800 Am Ende war ich dann schon ein wenig stolz. Auf die gelungene Arbeit und meine wunderschöne Nichte. 🙂 Die Arbeit hat sich gelohnt. Und noch dazu ist dieses Kleid ein Einzelstück. Von einem gekauften Teil kann man das nicht sagen.

Einen Adventskalender, so wie ich ihn mir vorstelle, habe ich leider nicht gefunden. Dafür bekam ich zu meinem Geburtstag gleich zwei Stück geschenkt. 😀 Der eine ist von der Firma mit den ‚Piermont-Kirschen‘. Der andere ist absolut herzig! Und ich bin schon ganz gespannt, was da drin so geklappert hat 😉  039-625x800 Noch einmal viiiielen lieben Dank, dass Ihr mir meine Adventszeit versüßt habt! Ich werde, an einem wie den anderen Kalender, jeden Tag mit Genuss, Neugier und Spaß ein Türchen öffnen!

Und weil Adventszeit ist, geht es weiter mit dem selber machen statt kaufen. So bin ich gerade am basteln. Aus im Wald gefundenen Schätzen (diverse Zapfen, Baumpilze, Samenstände, Bucheckern), alten Duftpotbourries und etwas gekauftem Dekokram stelle ich Kränze her. 012-800x600 Das geht relativ einfach. Die gewünschten Teile einfach mit Heißkleber 021-800x502 auf einen Styroporkranz kleben. 022-800x527 Das macht man so dicht wie nur möglich, damit von dem Styropor nichts zu sehen ist. Es ist einfach, aber langwierig. Für den kleinen Kranz habe ich ca. 6 Stunden reine Arbeitszeit aufgewendet. 026-800x761 Zum Schluss noch etwas Goldglitter aufgesprüht, 030-800x789 und schon kann er nach Wunsch dekorativ in Szene gesetzt werden. Zwei etwas ältere Kränze habe ich z.B. an der Wohnungstüre hängen 031-800x763 und auf einem Schränkchen stehen. 036-800x650 Kein Kranz gleicht dem anderen. Mir gefällts 🙂

Nun aber Schluss für heute. Ich denke, ich habe die #365tageohne – Challenge bisher nicht nur gut durchgehalten, sondern auch ein wenig auf andere Menschen und Aufgaben erweitert. Und das auch noch mit reichlich Vergnügen! 😀