Liebster Award – Ich wurde nominiert!

Die liebe Luisa, welche den lukonblog betreibt, hat mich für den Liebster Award nominiert. Luisa lebt dort wo ich einen Teil meines Herzens verloren habe, im Yukon in Canada. Ich bin erst kürzlich über ihren Blog gestolpert, und ihre ungekünstelte und lockere Art über ihr Leben zu schreiben hat dafür gesorgt, dass nun öfter dort vorbei gucke. 🙂

 Liebster Award, was ist das eigentlich? Im Grunde ist es eine Art Linkparty, bei der Blogs vorgestellt werden, die einem gefallen. Und die Nominierten erzählen ein wenig über sich. Es werden Fragen gestellt, die nicht immer was mit dem Thema des jeweiligen Blogs zu tun haben. Auf diese Weise kann man ein wenig über die Person hinter dem Blog erfahren. Nach einer kleinen Recherche habe ich festgestellt, dass die Meinungen über diesen Award unterschiedlich ausfallen. Einerseits ist es ein lustiges Spiel, andererseits kann es aber auch lästig werden. Wer öfter nominiert wird, hat irgendwann keine Lust mehr mitzumachen. Etwas, das zu oft gebraucht wird, nutzt sich mit der Zeit eben ab. Blogs, die mir gefallen, wurden in der Vergangenheit so ziemlich alle mindestens einmal nominiert. Was mache ich also jetzt mit meiner Nominierung?

Dies hier sind die Regeln:

1. Bedanke dich bei der Person, die dich nominiert hat.
2. Beantworte die 10 Fragen.
3. Überlege dir 10 neue Fragen. 
4. Und nominiere neue Leute für den Liebsten Award. 
5. Informiere die nominierten Blogger!
6. Füge die Grafik für den Liebsten Award ein!
7. Vergiss nicht die Regeln des Liebsten Awards einzufügen!

Diese Regeln werde ich nicht ganz einhalten. Die Nominierung anderer Blogs  lasse ich schlicht ausfallen. Wieso? Weshalb? Warum? Eben weil ich eine Mehrfach-Nominierung vermeiden möchte. Blogs, welche mir gefallen, erwähne ich ganz automatisch immer mal wieder. Entweder, weil sie etwas zu dem Thema zuzufügen haben, über das ich gerade schreibe, oder weil es dort etwas interessantes zu finden gibt. Über die Kommentare steht man mit diesen auch in Kontakt, und ein zufälliger Besucher kann diese darüber anklicken. Und darüber hinaus finden sich meine Lieblingsseiten nicht immer über WordPress. Die Fragen werde ich beantworten. In der letzten Zeit habe ich mir viele Gedanken darüber gemacht, wo meine Reise (mit dem Blog) hingehen soll. Und die Fragen von Luisa sind anregend! Hier also die Fragen und meine Antworten dazu:

1. Würdest Du lieber den Polarsommer oder die Polarnacht erleben? Und warum?

Die Polarnacht. Da muss ich gar nicht lange überlegen. Weil, davon träume ich schon mein halbes Leben. Ich bin einfach neugierig, ob ich dafür geeignet bin. Hätte das eine depressive Wirkung auf mich? Würde ich dem Cabin fever, dem Hüttenkoller erliegen? Oder wäre es eine aktive Zeit? Oder eine Zeit, in der man zur Ruhe kommt und Energie sammelt für einen Sommer mit beinahe nie endenden Tagen? Oder ist es eine Zeit, in der man mit einem eventuell vorhandenen Partner, oder den Nachbarn zu einer Gemeinschaft zusammenwächst? Die Abwesenheit von Moskitos ist auch ein schlagendes Argument… 😉

2. War war bis jetzt die mutigste Entscheidung Deines Lebens?

Die Entscheidung schwanger zu werden. Als ich die Entscheidung traf, war es ein inniger Wunsch, fast ein Bedürfnis. Ich habe mir eine Familie gewünscht, einen Ort wo ich keine Angst haben brauche. Die Tragweite dieser Entscheidung war mir damals nicht wirklich bewusst. Zum einen hatte ich mir den falschen Mann dafür ausgesucht. Und ganz sicher war ich mit knapp 21 auch ein wenig zu jung, hatte meinen Platz in der Welt noch nicht gefunden. Zum anderen hat diese Entscheidung fast sämtliche andere Entscheidungen für mein Leben beeinflusst. War ich der Meinung, dass meine persönlichen Wünsche das Leben meines Sohnes (in seinen Augen) negativ beeinflussen, habe ich mich immer gegen meine Wünsche entschieden. So wäre ich z.B. nach der Trennung von meinem Mann gerne weiter weg gezogen. Um ihm aber den Kontakt zu seiner Oma (meiner Ex-Schwiegermutter) zu erleichtern, bin ich in der Gegend geblieben. Hätte ich damals auch nur den Ansatz einer Ahnung gehabt, was alles mit einem Kind auf mich zukommt, weiß ich nicht, ob ich den Mut dazu gehabt hätte. Allerdings hätte ich dann auch nie erfahren, was für eine unglaublich intensive Liebe einen durchflutet wenn man sein Kind das erste Mal im Arm hält.

3. Was ist cooler? Ninjas oder Piraten?

Piraten. 🙂 Es ist dieser Hauch von Freiheit und Abenteuer.

4. Was ist Deine Lieblingsbeilage zum Hauptgericht?

Salat. Im Winter meist Kraut- oder Bohnensalat. Im Sommer Eisbergsalat mit einer Mischung aus meinem „Garten“. Zusammen mit Gurken, Paprika, Radieschen, frischen Kräutern, gekochten Eiern, Thunfisch oder Hähnchen wird aus der Beilage auch schon mal das Hauptgericht.

5. Welchen Körperteil an Dir findest Du am schönsten?

Meine Augen. Ich habe nämlich leicht unterschiedliche Augen, eines mit einem braunen Fleck, was sehr interessant aussieht.

6. Aus welchem Grund hast Du angefangen zu bloggen?

Püüüh… das ist nicht so einfach zu beantworten. Ich erzähle sehr gerne (und das auch ein bissel viel). Und ich schreibe sehr gerne. Dann probiere ich auch gerne neue Dinge aus. Gemachte Erfahrungen, welche nützlich für mich waren, gebe ich gerne weiter. Und wenn sie jemand anderem auch nützlich sind, dann freue ich mich darüber, dass ich helfen konnte. Ich finde es ebenfalls schön wenn meine Geschichten jemanden zum lachen bringen. Ein Kindheits-/Erziehungstrauma versuche ich auch zu verarbeiten. So hat mein Vater mir „intensiv eingebleut“, dass Arbeit nur Arbeit ist wenn man dafür Geld bekommt. Aber auch nicht mehr! (O.k., dabei schwitzen ist auch erlaubt.) Wenn es einem Freude bereitet (und das Thema ihn überhaupt nicht interessiert hat), taugt es nichts, ist überflüssig. So habe ich heute immer noch unterschwellig ein schlechtes Gewissen wenn ich für mich z.B. etwas nähe. Nachdem ich vor einigen Jahren für einen Freund öfter Texte geschrieben habe, und mir ein gewisses Talent bescheinigt wurde, kam die Idee und der Wunsch nach einem Blog auf. Hier kann ich alles verbinden. Schreiben, erzählen, neue Menschen kennen lernen, neues ausprobieren, erprobtes weiter geben, dazu lernen und auch stolz auf die Dinge sein, die ich mit Freude für mich herstelle. Zudem ist auch ein gewisser Druck vorhanden. So bleibe ich bei der Stange. Sogar Ehrgeiz, noch besser zu werden, entwickelt sich langsam.

7. Welches Land möchtest Du unbedingt noch bereisen?

Wenn ich jetzt Alaska nicht direkt zu den USA zähle (denn dann war ich da ja schon), dann möchte ich gerne ein wenig die anderen US-Staaten bereisen. Wenn es ein anderes Land sein soll, dann Neuseeland.

8. Was würdest Du am liebsten beruflich machen wenn Geld keine Rolle spielen würde?

Ich wäre gern einfach „nur“ Hausfrau. Auch wenn das etwas altmodisch ist. Ich habe keine Ambitionen groß Karriere zu machen. Ich kann mir aber auch vorstellen, eine kleine Pension zu führen. Vielleicht so eine Art Bed & Breakfast. Als Kind wollte ich immer Trapper werden. Allein in einer Blockhütte in Canada leben, jeden Herbst einen Elch als Wintervorrat erlegen, das Holz zum heizen selber schlagen und mein Wasser aus einer Quelle holen. Mittlerweile habe ich die Vorteile von Strom, fließend Wasser, einer Toilette im Warmen und einem Internetanschluss zu schätzen gelernt. Je älter man wird, desto anstrengender werden bestimmte Dinge. Menschen in Reichweite, welche einem im Notfall helfen können, sind auch nicht zu verachten. Meine Blockhütte heute hätte also einen Anschluss ans Strom-, Wasser-, Telefon- und Straßennetz. Aber sie wäre so ausgestattet, dass ich auch ohne diese Dinge zurecht käme. Ich finde es nämlich furchtbar, dass ich hier, wo ich lebe, davon abhängig bin. Dann würde ich vielleicht schreiben, oder Souvenirs herstellen. Soweit wie möglich Selbstversorger sein, ohne einen Boss welcher einen antreibt. Das wäre eine Herausforderung, die ich gerne in Angriff nehmen würde.

9. Über welches Thema würdest Du gerne ein Buch schreiben?

Sollte ich je bei der Verlosung des Bedingungslosen Grundeinkommens gewinnen, würde ich gerne über die dabei gemachten Erfahrungen schreiben. Vielleicht würde es helfen, aus der Idee eine Realität werden zu lassen. Ansonsten geht mir tatsächlich gerade ein Buchthema durch den Kopf. Ich wohne ja in einem Naherholungsgebiet. Und da erlebt man sehr viel was man lustig und ironisch zu Papier bringen kann. Sehr oft entstehen bei der Hunderunde im Wald dann Texte in meinem Kopf. Vielleicht sollte ich langsam anfangen, diese aufzuschreiben 😉

10. Bart oder rasiert? Wie magst Du die Männer lieber?

Wie wäre es mit dem Mittelding? Dem 3-Tage-Bart? 😀 Im Grunde ist es mir egal, solange es gepflegt ist und zum Mann passt. Beim küssen ständig Haare im Mund haben, vielleicht noch mit dem Geschmack des letzten Getränks oder Essens anhaftend, ist einfach grauselig. Schon bei dem Gedanken schüttelt es mich! Kratzige Bartstoppel sind ebenfalls unangenehm. Fitzelige Spitzbärtchen sehen meist lächerlich aus. Aber ein gepflegter Bart kann aus einem Milchreisbubi einen Mann machen. Genau wie eine Rasur aus einem Waldschrat einen Kerl. Wie gesagt, es kommt auf den Mann an 🙂

So, das waren meine Antworten auf die Fragen. Jetzt müsste ich noch eigene Fragen nennen. Da ich aber niemanden nominiere, erübrigt sich das. Statt dessen liste ich einfach einige Blogs auf, die mir gefallen. Vielleicht gefallen sie dir ja auch?!

Christinas baeriger Blog – Polarbearfriend    Eine Dame aus dem Osten Canadas mit einer Vorliebe für Wildtiere

Mamalismus – Ein Mamablog auch für Nichtmamas

Landydille – Ich liebe die Beiträge von Oli. Ein Blog für Gärtner und Selbermacher

widerstandistzweckmäßig – Lauter alternative Ideen um die Umwelt zu schonen und wieder natürlich zu werden

Traum Selbstversorger  – Der Titel sagt schon alles

Die wilde Matrossel  – Tolle Schnittmuster und gute Laune

PiexSu – Tolle Schnittmuster die passen und viele nützliche Tipps zusätzlich auf ihrem Vlog

Tina’s bunte Welt – Bettina, eine Frau mit viel Herz, Spaß am Leben und viel Näh-Talent

Elle Puls – Viel Interessantes aus der Welt des Nähens

Mehr fallen mir gerade nicht ein. Aber wenn ich sie hier nicht erwähne, dann ist das sicher schon passiert, oder aber es wird noch passieren. 🙂 Ich hoffe, dir hat mein kleiner Seelenausflug gefallen. Mir hat es jedenfalls Spaß gemacht! Luisa, noch einmal Danke für die Nominierung! 😀

Geschenkideen zum selbernähen

Ist mein letzter Beitrag tatsächlich schon über einen Monat her??? Wahnsinn, wie die Zeit vergeht. Vor Weihnachten hatte ich einfach zu viel zu tun. Eine wunderschöne produktive Phase. Als dann die Feiertage da waren, bin ich in das süße Loch des Nichtstun gefallen. Plätzchen essen, Schoki naschen, Tee trinken, Wein genießen und alte Filme gucken. Das tut gut. Nur da wieder raus kommen, den Schwung wiederfinden, das ist dann nicht so einfach. Zudem ist bei uns dann der Winter angekommen.  070-800x600 Zwar sind wir nicht im Schnee versunken, aber es blieb trotzdem mehr als genug liegen. Für meinen Rücken zuviel. Vom Schnee schippen habe ich mir nämlich einen Hexenschuss eingefangen. So langsam muss ich mir doch eingestehen, dass ich älter werde…. :/

Aber nun kann ich endlich zeigen, was ich alles an Weihnachtsgeschenken produziert habe. Ganz im Sinne der 365-Tage-ohne-Challenge habe ich nämlich auch da nichts gekauft, sondern selbst gemacht. Ich hatte das Bedürfnis ein paar liebe Menschen mit einer Kleinigkeit zu überraschen. Fragt man in facebook-Gruppen nach einer schnellen Geschenkidee, kommt garantiert das Wort „Leseknochen“. Den habe ich vor einiger Zeit schon mal gemacht, mag die Form aber nicht so sehr. 006-800x600 Wer sich trotzdem dafür interessiert, kann sich die Anleitung ja mal angucken 😉 Mir persönlich gefällt das Peanuts Lesekissen viel besser. Besonders, weil es so schön in den Rücken passt. Und viel weicher ist es auch. Nur benötigt man ein wenig mehr Stoff. Und weil es so bequem ist, habe ich gleich mal ein paar davon angefertigt. 016-800x416 Einmal zugeschnitten, ist so ein Kissen sehr schnell hergestellt. Und bei einem schönen Film kann man sie ganz gemütlich ausstopfen und von Hand mit dem Matratzenstich, oder auch Leiterstich verschließen. Die Beschenkten haben sich alle darüber gefreut. Und ich hoffe, dass diese Freude auch noch lange Zeit anhält 🙂  Da bei einigen auch noch Hunde wohnen, wollte ich diese nicht neidisch machen, und habe ihnen auch kleine Kissen in Knochenform genäht. Als Schnittmuster habe ich diese Vorlage genommen. Hunde legen zwar ganz gerne ihren Kopf auf eine erhöhte Unterlage, aber erst wurde mit den Teilen eine Runde gespielt. 15590384_1320382864679452_7660250320104838757_n Scheint eine gute Idee gewesen zu sein. 15589920_1257883657625741_8360298199664824936_n  😀

Am Ende habe ich dann noch ein paar Taschen genäht. Auch hier handelt es sich um ein relativ einfaches Modell. Nämlich eine Origamitasche, bzw. den Origami Bag. Das ist eine Tasche, die auf eine bestimmte Weise gefaltet und dann vernäht wird. Beim falten hatte ich nur einen kleinen Knoten im Kopf. Deswegen habe ich mir eine Hilfe aus Papier gebastelt. 102-800x791 Genau, einfach zwei Streifen. Diese 3x so lang wie hoch. Genau wie die verwendeten Stoffstreifen. Ich habe zwei Streifen genommen, weil ich eine Wendetasche machen wollte. Da muss das innen liegende Stoffstück spiegelverkehrt gefaltet werden. 103-800x770 Wenn ich einen Knoten im Hirn habe, ist dieser sehr hartnäckig. Deswegen bin ich da ganz pragmatisch dran gegangen. 108-800x736 Nach der Zeichnung hatte ich genau mit dieser Falte ein Denk-Problem. 109-800x584 Dabei ist es so einfach. Einmal rum und fertig. 110-800x582 Wo war nur mein Denkfehler?? 111-800x681 Die kurze Naht noch zusammennähen, 115-800x495 und schon hat man die Taschenform fertig. 117-800x712 Nachdem man die Ecken unten abgenäht hat (damit die Beutelform besser raus kommt), dann einfach die zweite Tasche rechts auf rechts hinein stecken und die Kanten vernähen. 121-731x800 Die Wendeöffnung nicht vergessen! Nach dem Wenden habe ich dann nur noch die Kanten knapp abgenäht und den Griff befestigt. 126-670x800 Und fertig ist der schicke Beutel, welcher auch noch reichlich Stauraum hat. 127-800x727 Macht man nur eine einfache Origami Bag, empfehle ich, alle Seiten zu versäubern bevor man sie zusammennäht. Entweder mit der Ovi, oder einem einfachen Zickzackstich. Der Rest steht in der verlinkten Anleitung.

So, das waren sie, meine genähten Weihnachtsgeschenke. Vielleicht sind es nur Kleinigkeiten, aber es sind Unikate. Und schon bei der Stoffauswahl beschäftigt man sich mit den Menschen, die man beschenken möchte. Bei jedem selbst hergestelltem Teil steckt eben immer auch ein Tropfen Herzblut mit drin! Und bei der Gelegenheit möchte ich mich auch einmal bei den Menschen bedanken, die ihre Anleitungen ins Netz gestellt haben. Denn selber auf diese Ideen kommen, oder eine Vorlage erstellen, ist zwar möglich, aber schwieriger bis umständlich. Vielen Dank!

Stifterolle – Natürlich selbst gemacht

In meiner Familie wird sich zu Weihnachten nur selten etwas geschenkt. Es wäre einfach zu viel. Nur für die Kleinen wird eine Ausnahme gemacht. Mein 6-jähriger Großneffe gehört definitiv dazu, und deshalb bekommt er eine Kleinigkeit. Da er seine Buntstifte in der Schule immer sehr großzügig „verteilt“, kam mir die Idee mit einer Stifterolle. Eben etwas hübsches, das ihn dazu bringt, besser auf seine Stifte aufzupassen. Ob es funktioniert, weiß ich nicht. Aber dafür kann ich die Anleitung sehr empfehlen. Auch jetzt noch, so kurz vor Weihnachten. Für die Fertigstellung habe ich nur einen Nachmittag benötigt. 023-800x609

Auf dem Blog „Hummelhonig“ habe ich das Tutorial für die Stifterolle (klick) gefunden. Selbst mit wenig Näherfahrung ist der Anleitung einfach zu folgen. Stoff und Vlies hatte ich noch da, ein Band war schnell hergestellt. In seiner etwas groberen Machart passt es perfekt zu dieser Rolle. 027-800x376 Die Klappe, welche die Stifte vor dem Herausfallen schützt, ist noch etwas steif. Aber ich denke, das wird sich bald geben. Zusammengerollt und durch das Vlies geschützt, vertragen die Stifte dann auch mal eine etwas gröbere Behandlung. 029-725x800 Nun muss der Filius nur noch lernen eine Schleife zu binden. 😉  031-800x447

Was ich sonst noch hergestellt habe, kann ich leider noch nicht verraten. Sonst würde ich ja meine eigene Überraschung verderben, da ich weiß, dass der eine oder andere, welcher beschenkt wird, hier liest. Also werde ich mich erst nach den Feiertagen wieder melden. Ich wünsche allen ein wunderschönes, ruhiges, entspanntes Weihnachtsfest mit zu viel gutem Essen und Trinken und jeder Menge Schokolade 🙂

X-Mas To-Do Liste

Schon auf den Kalender geschaut? Nun ja, wer so Adventskalendersüchtig ist wie ich, der wird heute Morgen festgestellt haben, dass es nur noch 12 Tage bis Heilig Abend sind. Heute in zwei Wochen sind die Geschenke alle ausgepackt und der Weihnachtsbraten wurde gegessen. Die meisten werden vermutlich diesen einen freien Tag dieses ‚Arbeitgeberfreundlichen‘ Weihnachtsfestes genießen und einfach nur faul sein. Denn leider, für die meisten bedeutet Weihnachten einfach nur Stress. Nix mit besinnlich und Friede auf Erden. Das fängt mit dem Baum an und hört mit dem Verwandtenbesuch auf. Vielleicht ist deswegen der Film ‚Schöne Bescherung‘ mit Chevy Chase so beliebt. Irgendwo erkennt sich in dem Film jeder irgendwie wieder. Wir wünschen es uns perfekt, harmonisch und liebevoll, und dann versuchen wir krampfhaft die Erwartung jedes einzelnen zu erfüllen. Natürlich haben wir auch selber Erwartungen, welche um des lieben Friedens willen dann runter geschluckt werden. Und zack, schon ist unser Fest vermiest. 003-800x632

Deswegen einmal ganz deutlich zum mitschreiben: Wir können es nicht jedem Recht machen. Ist doof, aber ist so. Können wir trotzdem ein schönes Fest haben? Aber sicher! Als Grundlage kann man vielleicht einen Spruch nehmen, den ich neulich gelesen habe. „Herr, gib mir genug Kaffee für genug Schwung, um die Dinge zu ändern, die ich ändern kann. Und ein wenig Alkohol, um die Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann.“ 😉  Darüber hinaus nutze ich mein ganz persönliches Rezept. Die wichtigsten Eckpunkte planen und organisieren, den Rest auf sich zukommen lassen. Deswegen gibt es bei mir eine X-Mas To-do-Liste. Ja, ich mag solche hilfreiche Listen. Vielleicht hatte ich beim erstellen der Wunschliste ans Christkind als Kind zu viel Spaß, dass ich so gerne auf dieses Hilfsmittel zurückgreife. Die hilft auch dabei, dass man sich zum Ende der Adventszeit nicht vom Kaufrausch oder der Panik anderer mitreißen lässt. Während andere dann noch hektisch durch die Gegend rennen, kann man selber schon anfangen die Zeit zu genießen. Was sollte man alles planen?

  • Wo wird gefeiert? Wann wird gefeiert? Sind Gäste anwesend? Ist man selber Gast? An welchen Tagen wird wer besucht? Braucht es eine Kinderbelustigung?
  • Was will ich kochen? Welche Zutaten können schon im Voraus besorgt werden? Ist es ein neues Rezept? Dann besser einmal zur Probe zubereiten. Kann ich vielleicht schon vorkochen und einfrieren?
  • Jetzt in dieser Woche Getränke einkaufen. Auch der Bäcker, Metzger, etc. freut sich über eine rechtzeitige Bestellung, falls man etwas Frisches benötigt. Sind die wichtigsten Alltagsdinge im Haus? Nichts ist ärgerlicher, als wenn man über die Feiertage keine Schinkenservietten (Toilettenpapier), oder Kaffeefilter mehr hat. Kopfschmerztabletten, ein Erkältungsmittel oder etwas für einen verkorksten Magen sind hilfreich. Also hinsetzen und Einkaufsliste schreiben, damit man in den letzten Tagen nur noch die frischen Dinge besorgen muss. Und denkt ja rechtzeitig an den Baum! 😉
  • Geschenkeliste machen. Wer bekommt was? Ist das schon besorgt? Was hat man schon? Falls man spontan eingeladen wird, ist es sicher auch schön wenn man eine Flasche Wein o.ä. als Mitbringsel parat hat.
  • Putzplan machen. Den einen ist es wichtig, den anderen weniger wichtig. Aber den meisten ist es angenehmer wenn es sauber im Haus ist. Da es aber lästig ist, empfehle ich den Großputz am Wochenende vor Weihnachten. Dann reicht kurz vorm Fest meist ein ‚Kölsche Wisch‘. Und mal ehrlich, je mehr ich eine Person mag, bei der ich zu Besuch bin, desto weniger achte ich auf das Staubkorn auf dem Regal. Und wer schon mal versucht hat eine Schwiegermutter zu beeindrucken, der weiß, dass das so gut wie nie klappt. Also stresst euch nicht so damit!
  • Wenn der Plan steht, macht euch bewusst, dass das alles ist, was ihr tun könnt! Selbst mit einer perfekten To-Do-Liste kann der Hund den Braten fressen, die richtige Batterie fehlen, der Julius über sein Geschenk maulen und die Oma das Gesicht verziehen, weil Fondue für sie ’neumodischer Kram‘ ist.

005-800x591 Mit dieser Liste bleibt ihr einfach ein wenig gelassener, da die wichtigen (beeinflussbaren) Dinge erledigt sind. Wobei…. das, was wirklich wichtig ist, kann man sowieso nicht planen 😉

Ganz zum Schluss noch ein wenig Werbung. Ihr erinnert euch vielleicht an meinen letzten Weihnachtsbraten. 003 (800x642) Dazu habe ich ja ganz besondere Zutaten bekommen. Meine liebe Jule hat mit ihrem Mann daraus ein kleines, aber feines Unternehmen gegründet. So kann auch jeder andere in den Genuss dieser Sachen kommen. Und weil alles mit besonders viel Liebe hergestellt wird, möchte ich euch den Shop JulRon einmal wärmstens ans Herz legen. Wer weiß, vielleicht findet ihr da ja auch noch die eine oder andere Geschenkidee? 😉

Den süßen Rudolf habe ich übrigens von meiner Freundin Stephanie bekommen. Ist sie nicht eine Künstlerin??!! Ich bin ganz vernarrt in den kleinen Kerl. 🙂 Euch allen noch eine angenehme Rest-Adventszeit!

365 Tage ohne – Woche 32

Ich hoffe, ich habe mich nicht verzählt. Schon lange habe ich kein Update zur Challenge mehr gemacht. Es gab aber auch nicht wirklich etwas zu berichten. Kein Rückfall, keine Versuchung, kein Verzweifeln… Ich fühle mich wohl ohne den Klamottenkauf. Höchstens wenn, wie gerade jetzt, die Zeit zum nähen fehlt, fange ich an zu phantasieren. Oder zu Zeiten wo das Geld knapp ist. Wenn ich mal nicht auf’s Geld achten müsste, dann würde ich zu gerne mal in einem Shop für Outdoorklamotten hemmungslos zuschlagen. Damit ich für jedes Wetter die passende Jacke und bequeme Schuhe habe. Schließlich bin ich jeden Tag mit den Hunden im Wald. Da fällt mir ständig etwas auf, was verbessert oder auch erneuert werden könnte. Andererseits ist die Vorstellung, einmal unbegrenzt in einem großen Stofflager shoppen zu können, mindestens genau so schön. 😉

Dass ich nähe, ist aber auch in der Familie bekannt. Des öfteren kam da schon mal die Frage, ob ich eine Hose kürzen, oder etwas reparieren könnte. Vor ein paar Wochen kam dann eine meiner Nichten mit der Frage „Tanti, kannst du ein Kostüm nähen?“. Wie sich heraus stellte, war mit „Kostüm“ ein Prinzessinnenkleid gemeint. Mit kurzem Rockteil und viiiiiiiiiiiel Glitzer. Und natürlich in Rosa. Und das musste bis zum 11.11. fertig sein. Nach einer etwas längeren Suche habe ich dann ein Schnittmuster in einer alten Burda Easy gefunden. 003-800x660 Dank eines Räumungsverkaufs, hatten wir dann auch bald günstig und reichlich Stoff und Tüll bereit liegen und ich konnte loslegen. Ich war schon etwas nervös, ob ich alles wie gewünscht hin bekomme. Für jemand anderen nähen, ist doch etwas ganz anderes, als wenn man für sich selber etwas zusammenwurschtelt. Aber alles hat gepasst und gefiel sehr gut. Wir hatten bei den Anproben auch immer sehr viel Spaß! 007-448x800 Am Ende war ich dann schon ein wenig stolz. Auf die gelungene Arbeit und meine wunderschöne Nichte. 🙂 Die Arbeit hat sich gelohnt. Und noch dazu ist dieses Kleid ein Einzelstück. Von einem gekauften Teil kann man das nicht sagen.

Einen Adventskalender, so wie ich ihn mir vorstelle, habe ich leider nicht gefunden. Dafür bekam ich zu meinem Geburtstag gleich zwei Stück geschenkt. 😀 Der eine ist von der Firma mit den ‚Piermont-Kirschen‘. Der andere ist absolut herzig! Und ich bin schon ganz gespannt, was da drin so geklappert hat 😉  039-625x800 Noch einmal viiiielen lieben Dank, dass Ihr mir meine Adventszeit versüßt habt! Ich werde, an einem wie den anderen Kalender, jeden Tag mit Genuss, Neugier und Spaß ein Türchen öffnen!

Und weil Adventszeit ist, geht es weiter mit dem selber machen statt kaufen. So bin ich gerade am basteln. Aus im Wald gefundenen Schätzen (diverse Zapfen, Baumpilze, Samenstände, Bucheckern), alten Duftpotbourries und etwas gekauftem Dekokram stelle ich Kränze her. 012-800x600 Das geht relativ einfach. Die gewünschten Teile einfach mit Heißkleber 021-800x502 auf einen Styroporkranz kleben. 022-800x527 Das macht man so dicht wie nur möglich, damit von dem Styropor nichts zu sehen ist. Es ist einfach, aber langwierig. Für den kleinen Kranz habe ich ca. 6 Stunden reine Arbeitszeit aufgewendet. 026-800x761 Zum Schluss noch etwas Goldglitter aufgesprüht, 030-800x789 und schon kann er nach Wunsch dekorativ in Szene gesetzt werden. Zwei etwas ältere Kränze habe ich z.B. an der Wohnungstüre hängen 031-800x763 und auf einem Schränkchen stehen. 036-800x650 Kein Kranz gleicht dem anderen. Mir gefällts 🙂

Nun aber Schluss für heute. Ich denke, ich habe die #365tageohne – Challenge bisher nicht nur gut durchgehalten, sondern auch ein wenig auf andere Menschen und Aufgaben erweitert. Und das auch noch mit reichlich Vergnügen! 😀

Alle Jahre wieder auf der Suche

Der November ist angebrochen. Draußen ist es entsprechend dunkel und trübe. 003-800x498 Deswegen freue ich mich darauf, bald alles weihnachtlich dekorieren zu können. Durch die vielen Lichter und Kerzen kommt einem die Zeit nicht so dunkel vor. Es wird gemütlich im Haus. Und  nach einer Runde im nebeligen Wald 009-550x800 schmeckt der Kaffee mit leichter Zimtnote gleich doppelt so gut.

Zur Deko gehört für mich aber auch ein Adventskalender. Mein bevorzugtes Objekt ist ein einfacher Kalender, mit weihnachtlichem Motiv und gefüllt mit leckerer Milchschokolade. Wie? Die gibt es doch an jeder Ecke für 70 Cent? Klar gibt es die. Wenn man auf Schokolade steht, welche einen an eine Mischung aus Pappe, Fett und brauner Farbe erinnert. Ja, es gibt auch hochwertigere Schokoladenkalender. Sogar in einem unteren Preissegment bis 5€. Aber darauf findet man dann Bilder von Hello Kitty, den Peanuts, Barbie, alle Helden der aktuellen Disney Filme, Fußballvereine und, und, und…. Passt das Bild, dann ist die Schokolade meist mit einer Milchcreme gefüllt. Daneben stehen die Exemplare für die Erwachsenen. Die mit den Pralinen. Wahlweise mit und ohne Alkohol. Dann hat noch jede, wirklich jede Schokofirma ein Firmenprodukt anzubieten. Dick aufgemotzt, gefüllt mit Produkten aus dem Sortiment und extrem überteuert. Da wäre es einfacher, ich besorge mir eine Mischtüte aus dem Sortiment und fülle mir meinen eigenen, selbstgemachten Kalender. Aber da fehlt irgendwo der Reiz. Ich will auch keinen Kalender ohne Schokolade. Ok, zusätzlich vielleicht. 😉 Nur, zur Weihnachtszeit möchte ich morgens aufstehen, ein Türchen am Kalender aufmachen und Schokolade naschen. Da mag ich keine Bierdose, Schminkzeug, Schmuck, Bastelkram, Lego oder gar Sextoys finden. Auch will ich keinen Kalender eines Fernsehsenders, oder einer speziellen Sendung. Krimis und Fortsetzungsgeschichten interessieren mich da auch nicht wirklich.

Ich liebe Adventskalender. Online-Kalender, bei denen man Schnittmuster bekommt, oder man etwas gewinnen kann, machen mir riesigen Spaß. Aber auch mit knapp 50 (in drei Wochen ist es soweit..*örgs*) will ich meinen Schokoladen-Adventskalender! So mache ich mich dann wie alle Jahre wieder auf die Suche nach dem passenden Modell. Hat jemand eine Idee, wo ich suchen kann? Die umliegenden Supermärkte habe ich schon abgeklappert. Ich glaube, ich gehe noch eine Runde in den Wald. Vielleicht fällt mir dann ein, wo ich noch suchen könnte 🙂 017-672x800

Glücksgefühle bei Kleidung? – 365 Tage ohne Woche 23

Die Challenge ist mittlerweile 23 Wochen alt, und hier und da bemerkt man in der Gruppe die eine oder andere Ermüdungserscheinung. Der Alltag holt einen ein, die täglichen Aufgaben stehlen einem die Zeit, oder aber Ereignisse, wie eine Urlaubsreise, bringen einen in Versuchung doch mal ein Kleidungsstück zu kaufen. Manchmal guckt man aber auch einfach neidisch auf die Menschen, die man in den Geschäften an den Kleiderständern sieht, wie sie ein neues Top oder Kleid aussuchen. Oder man verliebt sich spontan in ein Kleidungsstück in einer Werbeanzeige. Es gibt so viele schöne Kleidung. Muss ich jetzt immer ein schlechtes Gewissen haben wenn ich mir DOCH ein fertiges Kleidungsstück kaufe?

Nein. Ich habe kein schlechtes Gewissen beim Kauf von Kleidung. Die Challenge ist eine zeitlich begrenzte Aktion. Während dieser Zeit werde ich keine Kleidung kaufen. Da ich nicht alles selber machen kann, oder nicht in der gewünschten Qualität, habe ich Ausnahmen. So habe ich letztens ein paar Socken und etwas Unterwäsche gekauft. Allerdings habe ich festgestellt, dass ich mehr darauf achte, was ich da kaufe. Wo kommt es her? Woraus ist es hergestellt? Und, brauche ich das wirklich? Vor der Challenge habe ich eigentlich auch nur etwas gekauft wenn ich es wirklich benötigt habe. Jetzt mit der Challenge bin ich da noch strenger geworden. Weil, wenn ich das Kleidungsstück wirklich brauche, dann trage ich es auch. Dann achte ich aber auch darauf, dass mir das Teil, egal ob Kleid oder Slip, auch wirklich gefällt. Auch die Passform und das Tragegefühl müssen stimmen. Die Bereitschaft, einen Kompromiss einzugehen nur um zu kaufen, ist deutlich kleiner geworden. Und damit ist, denke ich, ein großes Ziel der Challenge erreicht. Ich kaufe bewusst ein. Interessant ist, dass ich das auch auf andere Bereiche übertrage. Und das wiederum sorgt dafür, dass ich nicht so oft den Verlockungen der Werbeindustrie verfalle. Als Nebenwirkung freut sich darüber auch mein Kontostand 🙂

Das schönste Gefühl aber ist die Freude, welche ich bei einem Kleidungsstück empfinde, wenn mir wirklich alles daran gefällt. Wenn alles passt, bewegt man sich anders. Werden die Schokoladenseiten betont und diverse dekorativen Röllchen kaschiert, hat man automatische mehr Selbstbewusstsein. Stimmt das Stoffgefühl auf der Haut, ist man gleich entspannter. Wer sich in seiner Kleidung wohl fühlt kommt besser durch den Tag. Wünscht man sich ein besonderes Kleidungsstück, trägt lange ein Bild davon im Kopf herum, und findet dann endlich das passende Teil, dann werden Glückshormone im Überfluss produziert. Wer selber näht, bei dem kommt noch Stolz dazu. Selbst wenn ein genähtes Teil noch nicht so perfekt ist, wie man es sich wünscht, so ist es meist immer noch besser als ein billiger Schnellkauf, welcher oft als Schrankleiche endet. Zudem hat man beim selber nähen gleich öfter die Gelegenheit sich zu freuen. Beim Stoff kaufen, beim Herstellungsprozess und wenn man das fertige Ergebnis in den Händen hält. Zudem glaube ich auch nicht, dass man sich über ein Kompliment für seine Kleidung so freuen kann, wenn es ’nur‘ gekauft ist. Ja, Kleidung kann wirklich Glücksgefühle auslösen. 🙂

Übrigens, letzte Woche habe ich mir gleich 2x diese Glücksgefühle gegönnt. Da die Temperaturen doch langsam sinken, habe ich die Produktion für die kalte Jahreszeit in Angriff genommen. Entstanden sind zwei ‚Frau Marlene‘ von Fritzi Schnittreif. 016-707x800 Den Schnitt habe ich bei einer Angebotsaktion auf Makerist gekauft. 012-723x800 Ein schlichtes, einfach zu nähendes Shirt, welches durch seine Schulterecken aber das gewisse Etwas bekommt. 020-800x288 Das einzige, das mit nicht gefiel war der weite Ausschnitt, bei dem die BH-Träger immer raus geblitzt sind. Deswegen habe ich die Ecken etwas vergrößert. So bleiben die BH-Träger verdeckt, aber ich habe immer noch einen bequemen U-boot-Ausschnitt. Den Saum habe ich auch verlängert, damit es besser zu mir passt. Und ja, ich fühle mich wirklich wohl in den Shirts. 😉

#365tageohne

Schwedenkräuter – Ein echt prima Hausmittel

Ich war noch ein Teenie, da schmökerte ich oft in einem Buch, welches bei uns immer griffbereit auf der Küchenbank lag. Einige kennen es vielleicht. Ich rede von dem Buch „Gesundheit aus der Apotheke Gottes“ von Maria Treben (ab Seite 61 geht es um die Schwedenkräuter). Es ist ein Kräuterbuch. Oder besser gesagt, ein Buch, in dem man nachschlagen kann, welche Krankheit mit welchem Kraut behandelt werden kann. Nachdem ich mit Brennnessel-Tee erfolgreich eine Nierenerkrankung kuriert hatte (die Tabletten vom Arzt hatten nichts bewirkt), war mein Interesse geweckt. Und, sofern es sich nicht um wirklich ernsthafte Erkrankungen handelt, versuche ich mir erst mal mit einem Kraut zu helfen. Oft genug habe ich damit Erfolg, erreiche zumindest eine wohltuende Linderung. Etwas, was ich seit damals immer im Haus habe, sind Schwedenkräuter, oder auch Schwedenbitter genannt.

Schwedenkräuter sind ein echtes Allround-Mittel. Letzte Woche hat mich eine Wespe gestochen. Für diesen Fall gibt es diverse Ratschläge. Ganz klassisch ist die Zwiebel. Darauf pieseln hilft auch. Mit Eis kühlen ist auch ein guter Tipp. Mein erster Griff war der zur Flasche mit den Schwedenkräutern. Einfach ein Wattepad damit befeuchten, was drumherum wickeln, damit dieses am Platz bleibt (die Wespe hatte meinen Finger erwischt), und schon Sekunden später hatte ich keine Schmerzen mehr. Nach einem Tag war mein Finger dann wieder fit. Auch bei leichten Verbrennungen helfen die Kräuter sehr. Egal, ob ich mich nun an einem Motorradauspuff verbrannt habe, am Bügeleisen, oder dem Backofen, diese stinkende Flüssigkeit nimmt in Sekunden den Schmerz und verhindert eine Blase. Sollte die Blase schneller sein als ich mit der Behandlung, heilt diese aber dann ohne Probleme ab. Auch bei Verletzungen, oder Entzündungen hat der Schwedenbitter schon gute Dienste bei mir geleistet. Mein ältester Neffe hatte sich ein Piercing am Auge machen lassen, welches sich so entzündete und anschwoll, dass er das Piercing nicht mehr heraus nehmen konnte. Eine Nacht mit einem Schwedenkräuter-Umschlag, und (ja, das ist jetzt eklig) der Eiter lief ab. Nach zwei Tagen war alles wieder gut. Meine Flasche, welche ich ihm dafür ausgeliehen hatte, habe ich danach nie wieder gesehen…. Es gibt einige Beispiele für die Wirksamkeit, die ich liefern könnte, aber ich denke, das würde hier zuviel.

Als ich meinen Finger behandelt habe, stellte ich dann fest, dass ich nur noch einen kleinen Rest habe. 006-800x681 Die Flüssigkeit sieht alles andere als appetitlich aus. Und ich habe wirklich keine Ahnung mehr, wann ich sie hergestellt habe. Das muss schon mehrere Jahre her sein. Aber das tut der Wirksamkeit keinen Abbruch. Im Gegenteil. Je länger die Flüssigkeit steht, desto besser wird sie. Wie man im Hintergrund sehen kann, habe ich mir aber schon die Zutaten für einen neuen Ansatz besorgt. Das wichtigste ist die Kräutermischung. 001-404x800 Da gibt es den kleinen und den großen Schwedenbitter. Der kleine war gerade nicht da, also habe ich den großen genommen. Ich kann in der Wirksamkeit keinen Unterschied feststellen. Dann braucht es noch einen Korn oder Obstbranntwein mit mind. 38 ‚Umdrehungen‘ und eine große leere Flasche. 003-742x800 Die Mischung in der Tüte ist für 1,4 Liter Korn gedacht. Wer keine so große Flasche zum anmischen hat, kann die Menge aber auch aufteilen. Einfach die Kräuter in die Flasche füllen, den Schnappes rein kippen, verschließen, schütteln und bei 1x schütteln täglich für 14 Tage an einen warmen Ort stellen. 009-800x699 Da ich einfach nur zu wenig Korn im Haus hatte, werde ich nächste Woche mit dem Rest der Kräutermischung eine weitere Flasche ansetzen und daneben stellen. 🙂

Ja, ich weiß, das Zeugs sieht eklig aus. Es riecht auch eklig. Und es macht Flecken in die Kleidung wenn man nicht aufpasst. Vom Geschmack will ich gar nicht erst anfangen. Aber es wirkt! Wer neugierig ist, sollte sich mal die Alte Handschrift durchlesen. Dort auf der Seite vom Kräuter Verzeichnis finden sich auch die Anwendungshinweise und die Rezeptur der Mischung. Wer ein Mittel im Haus haben will, mit dem er sich bei kleinen Verletzungen, Insektenstichen und anderen Wehwehchen helfen kann, der sollte die Schwedenkräuter unbedingt ansetzen. Und wenn es nur ein Mittel zur ersten Hilfe bis zum Arztbesuch ist, so kann ich die Kräuter wirklich empfehlen. Erzählt mir dann, was ihr damit erlebt habt!

Update zur 20. Woche von 365 Tage ohne

Schon die 20. Woche der Challenge, und ich hatte die letzten Wochen keine Lust zum nähen. Bei den Temperaturen, die zwischenzeitlich herrschten, habe ich lieber Erdbeeren von meinem Balkon genascht und meinen Tomaten beim wachsen zugesehen… Die Fleischtomaten erfreuen schon mal mit sehr skurilen Formen! 021 (800x587) Ich hoffe ja, dass die nun noch kommenden warmen Tage reichen, damit sie zart erröten. Die Balkontomaten geben jedenfalls ihr Bestes! 024 (766x800)

Zwischendurch habe ich noch meine ganzen Woll- und Patchworkdecken gewaschen und die dicken Jacken für die kalte Jahreszeit vorbereitet. Hier und da wehte dann auch der zarte Duft von Imprägnierspray durch die Luft. Wenn noch Platz auf dem Balkon war, habe ich dort noch ein paar Kissen ausgelüftet. Man könnte sagen, ich habe echte Hausfrauenqualitäten raus gekehrt. 😀

Zur Erheiterung gab es noch interessante Beobachtungen in der hiesigen Tierwelt. Außergewöhnlich waren einige Sittiche, die hier ums Haus geflattert sind. 002 (800x530) Hoffentlich haben sie wieder heim gefunden, und sind nicht den hiesigen Raubvögeln zum Opfer gefallen. Etwas kleiner, aber ebenso auffällig war die Raupe eines Weinschwärmers. 013 (800x600) Irgendwann würde ich da gerne mal den fertigen Falter sehen. Aber die ca. 8cm lange Raupe mit dem süßen Schwänzchen ist auch etwas besonderes.

Langeweile gab es nicht. Aber es gibt eben auch mal andere Dinge, denen Aufmerksamkeit gewidmet werden muss. Einkaufen war ich nicht. Obwohl die Versuchung, eine neue Jeans zu kaufen, gerade groß ist. Ich besitze nämlich nur noch ein Exemplar, das noch nicht geflickt ist. Jeans gehören zu meinen erlaubten Ausnahmen. Aber erst will ich mal versuchen wenigstens eine einfache Hose zu fabrizieren. Wie praktisch, dass Hosen nähen gerade zum Monatsprojekt in der Gruppe erklärt wurde. Die Kristin von Piex Su hat uns in ihrem Update den Mund auf ein geplantes Freebook wässrig gemacht. Und brennesselein hat von einem Problem berichtet, welches sich aber ganz einfach hat lösen lassen. Und ich kann beim nächsten Mal vielleicht auch mal wieder etwas genähtes zeigen. 🙂

#365tageohne

365 Tage ohne – Woche 16 + 17

Ja, der Beitrag sollte schon gestern erscheinen. Aber eine Geburtstagsfeier und die Hoffnung auf ein Tragebild haben alles etwas verschoben. Aber der Reihe nach.

Gerade heute habe ich in der Gruppe von einer Mitstreiterin gelesen, dass es gerade doch sehr ruhig ist. Ich finde es auch schade, dass im Moment so wenig geschrieben wird. Jedoch, es ist Urlaubszeit. Kristin von Piex Su, die Gründerin der Gruppe, hat ihren Beitrag deswegen in dieser Woche auch in Textform verfasst. Und immer wieder zu sagen „Ich bin stark geblieben. / Ich habe nichts gekauft.“ finde ich auch langweilig. Deswegen wandelt sich gerade auch meine Ansicht zur Challenge. Keine Kleidung zu kaufen ist für mich nicht mehr wirklich die Herausforderung. Statt dessen ist es für mich wichtig, alles, soweit möglich, selber herzustellen. Was dann am Ende auch wieder zu meinem Blog passt. Zudem macht es mich stolz wenn ich wieder etwas geschaffen habe. Denn, auch wenn ich nicht schreibe, so bin ich doch nicht untätig. Im Gegenteil. Meine Hunde brauchten neue Halsbänder. Ja, ich habe neulich welche genäht, aber ich habe mehrere im Gebrauch. Im Wald bevorzuge ich Zugstopphalsbänder mit einer Kette. Diese lockern sich leichter. Und dadurch haben die Hunde die Chance sich zu befreien, sollten sie mal festhängen. Besonders mein Atze hat das Talent, beim Sprung in den nächsten Graben die Leine um fünf Äste und Büsche zu wickeln, bis es nicht vor oder zurück geht… Die Ketten haben sich bewährt. 001 (773x800) Die ersten Ketten, welche ich erworben hatte, waren allerdings untauglich. Denn sie waren am rosten. Und das schon nach der ersten Runde im Regen. Deswegen habe ich 2€ mehr ausgegeben und die alten Halsbänder ersetzt. Ich hätte doch auf den Hinweis ‚rostfrei‘ achten sollen. Und weil es jetzt langsam in den Herbst hinein geht, habe ich die Halsbänder noch mit reflektierenden Bändern versehen. Damit sind die Hunde auch im Nebel besser sichtbar, wenn wir denn an einer Straße entlang müssen. 002 (800x600)

Ein zweites Sunny-Shirt von Piex Su habe ich mir auch noch genäht. Diesmal mit Wasserfallkragen. 010 (694x800) Die Stoffwahl kam mir erst etwas altbacken-gewagt vor, aber zu Jeans sieht das richtig frisch und fröhlich aus. Irgendwann brauche ich mal einen Fotografen, der mich ablichtet, damit ihr Tragebilder zu sehen bekommt. Von einem weiteren Teil hatte ich gestern auf ein Tragebild gehofft. Das Modell wäre dann mein Großneffe gewesen. Dem habe ich ein Basic-Sweatshirt zum Geburtstag genäht. 011 (800x650) Das Schnittmuster ist ein Freebook von Mama Nähblog. Ein wirklich tolles und einfaches Schnittmuster. Die Anleitung ist gut erklärt und auch die Größe passt. Da ich einen Sommersweat genommen habe, habe ich eine Nummer größer genäht. Der Pulli passt, aber nach der Anprobe hatte ihn mein Modell ganz schnell wieder ausgezogen. Auf einem Geburtstag ist für Fotos eben keine Zeit 😀

Mit Nähzimmer aufräumen, Gartenarbeit, Spaziergängen, Besuchen und dem ganz normalen Alltag vergeht die Zeit gerade wie im Flug. Aber ich habe etwas geschaffen, was mir wirkliche Freude bereitet!  🙂  008 (552x800)

#365tageohne